KSdigital KSD 2030 - ein Eindruck

Diskussion über aktive Schallwandler

KSdigital KSD 2030 - ein Eindruck

Beitragvon Amati » 28.10.2011, 16:49

Im Rahmen unserer Hörtests, die sich im wesentlichen um einen neuen DAC drehen (u.a.Weiss DAC 202) haben wir auch die Gelegenheit gehabt, die KSD 2030 in den gewohnten heimischen Wänden zu hören. Mein Freund H. aus B. und ich stammen aus dem Passivlager, unsere derzeitige aktive Unterstützung beschränkt sich auf aktive Subwoofer, die jedoch hier nicht mit von der Partie waren.

Der Weiss DAC 202 fungierte als Vorstufe und DAC, abgespielt wurde vom PC via Hiface an den Koax des Weiss (Firewire ging wegen Hardwareinkompatibilität nicht).

Ich bin mir nicht sicher, wie kritikfähig man hier in diesem Forum ist, wenn jemand aus dem "feindlichen" Passivlager sich zu Aktivlautsprechern äußert. Ich lese schon eine Weile hier mit und habe auch einige Beiträge verfasst, aber ich lese hier immer wieder eine etwas hochnäsige Haltung gegenüber profanen Passivanlagen heraus. Mir liegt es fern jetzt einen unnützen Grabenkrieg anzuzetteln, das möchte ich vorab noch loswerden, bevor ich unseren Eindruck von der KSD abgebe.

Nun, sie ist schlicht schwarz, die Oberflächen sind eine Art Nextel, von dem ich fürchte, dass es nach einiger Zeit und häufigem Staubwischen speckig wird. Das tiefe schwarz zieht dann auch gleich alle Fussel die in der Umgebung anzuziehen sind magisch an. Das soll aber kein Kriterium sein. Was die Schönheit von Lautsprechern angeht kann man streiten, nur mit meiner Frau nicht. :mrgreen: Um's Aussehen sollte es ja auch gar nicht gehen.

Wir haben übrigens auf die Möglichkeit der "Raumkorrektur" verzichtet, obwohl wir uns durchaus eingehend damit befasst haben. Seit ich Uli Brüggemanns acourate verwende, ist das ohnehin der einzige für mich sinnvolle Weg. Aber wir haben alles im Normalzustand belassen. Die Korrekturmöglichkeit der KSD ist eigentlich auch nicht vielmehr, als ein par. Equalizer, man stochert ein wenig im Nebel der Raumakustik, es wird nichts gemessen, wir halten das für halbherzig, was hier mitgeliefert wird und waren ehrlich gesagt etwas enttäuscht. An der Rückwand der KSD verbirgt sich ein Panel mit Kühlrippen und Drehreglern für Hochton und Bass, leider ohne Skala und Rasterung. Das ist ein bißchen wie die Zettel mit Telefonnummer - ohne Namen - in den Tiefen der Handtasche meiner Frau. :roll: Auch vom Gebrauch dieser Eingriffsmöglichkeit haben wir abgesehen.

In einer der letzten Audioausgaben hat sich Malte Ruhnke über die KSD ausgelassen. Entsprechend war unsere Erwartungshaltung, die KSD ist da sehr gut weggekommen. Nun, wer schon länger im Geschäft ist, dem ist der liebe Malte noch als enfant terrible des audiomarkt Forums in Erinnerung. Um bei Audio dann schreiben zu dürfen mußte er wohl mächtig Kreide fressen :shock: So einen weichgespülten Text hätte man ihm in Kenntnis seiner Verbalattacken und Ausbrüche von früher gar nicht zugetraut.

Wir haben uns auf eine überschaubare Anzahl an Musiktiteln beschränkt. Hierzu zählten neben Solo Frauen- und Männerstimmen auch Chorale sowie einige Rock und Poptitel bis hin zu Orchesterwerken , die zur Entmietung mehrstöckiger Mietwohnungseinheiten geeignet erscheinen.

Ausufernde Klangbeschreibungen ala Apothekenumschau für Hifi-Jünger erspare ich mir und Euch.

Mein erster Eindruck war KSD, Kann Schön Digital. Sauber, schlackefrei, direkt, aber alles klebte an der Box wie Patex. Das kennen wir anders. Dann haben wir ein wenig an der Aufstellung gebastelt und es wurde deutlich besser.

Wir spielten unser Programm mit Titeln die wir sehr gut kennen, aber der Funke und Fusswippfaktor wollte sich nicht einstellen. Sie ist pegelfest. Wenn auch das Gehäuse nicht frei von Resonanzen bleibt, wenn es in gehobene Lautstärkebereiche geht. Das Panel mit der Kühlung und dem dahinter sitzenden Amps schwingt munter in der MDF Konstuktion. Wenn man bedenkt was passive Jünger alles unternehmen um Amp und Geräte zu entkoppeln, erscheint das was hier mit der Verstärkung mechanisch passiert als eine große Lachnummer. Ein großer Schwachpunkt im Aktivboxenbereich wie ich meine.

Nun, ich will nicht länger rumreden, man kann ihr keine großen Fehler nachweisen, vielleicht ist das ihr Fehler. Preußisch korrekt, kalt, gefühllos mit einem Wort langweilig, emotionslos. Wenn das der vielgepriesene Aktivklang ist, dann brauche ich das ganz sicher nicht.

Sorry Leute, aber da waren wir uns beide einig, was sonst eher selten der Fall ist. Der Eindruck ist natürlich subjektiv und möglicherweiser lässt sich die KSD durch Raumkorrektur noch beeinflussen, wohl aber nicht mit der beigelegten.

Peter
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Beitragvon Raal » 28.10.2011, 17:13

Hallo Peter,

einen Krieg wirste hier sicher nicht in Gang bekommen. Aktiv ist nicht gleich Aktiv, genau wie Lautsprecher nicht gleich Lautsprecher ist. Auch ist Aktiv kein Allerheilmittel.
Nun kommen wir aber mal zu der von dir gehörten Box. Du triffst es was diese betrifft sehr gut auf den Punkt. Von KS Digital gefallen mit da deutlich meh die Coax Systeme.
Den Vorteil von Aktiv zu Passiv kann man bei Adam gut hören, da es die Boxen sowohl aktiv wie Passiv anhören kann.
Aber mal was anderes. Auf welche Werte kommt es dir denn an?

Viele Grüsse
Andreas
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Beitragvon Unicos » 28.10.2011, 19:23

Hi,

verstehe hier Deine Einleitung nicht. Hier im Forum geht es um Aktive Lautsprecher, genau deshalb hat man sich zusammen gefunden. Und dann ist doch klar dass man sich fuer andere Lager etwas weniger interessiert.
Ist doch als wenn man in einem VW Golf Club ist :-), dann wertest Du doch automatisch den Opel oder andere Modelle auch ab, das ist doch ganz norma,l weil es eine Einstellung ist, und deshalb von mir nicht als Kritik nachvollziehbar.
Ohne Deine ganzen Ausschweifungen und Seitenhiebe waere der Bericht fuer mich wesentlich lesenswerter gewesen, zeigt er mir doch eher Deine ganzen Vorbehalte :-)(Natuerlich nur meine Meinung)

Soo nun nach meinem Prosa zu Deinem Bericht.

Ich habe es mir schon fast gedacht.... Bassreflex, keine Korrektur de Chassis.... viele Punkte..... Jetzt waere mal der Vergleich zu den RL930 interessant. Liegen ja ungefaehr in der gleichen Liga (BR/keine Regelung um 7K Euro)
Ich persoenlich finde es gut wenn ich den Bass gezielt reduzieren kann, sehe es also als Vorteil, ok kein Goldknopf, aber die Moeglichkeit ist nunmal da.
Natuerlich darf man auch nicht den Preis vergessen... ok ganz so niedrig ist er dann auch wieder nicht :-)

Also nochmal Danke fuer Deine Einschaetzung. Wie seit IHr an die Teststellung gekommen? Was ich gelesen hatte war, dass man die Boxen kaufen und nach 3 Wochen abgeben kann, gibt es da noch andere Moeglichkeiten?
Waere die 2040 evtl. einen Hoerversuch wert? Oder ist das ganze Konzept nicht gut?
Auf jedenfall werde ich mir jetzt doch nochmal zweimal ueberlegen, evtl. die RL930 zu testen.

Gruesse und weiterhin viel Spass mit Deinem Setup

Thomas
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Beitragvon Fujak » 28.10.2011, 19:28

Hallo Peter,

als ich Deinen Bericht zu Ende gelesen habe, dachte ich nur: Schade, eine gute Chance der Polemik geopfert. Du hast ja keine Richtung ausgelassen, um Seitenhiebe zu verteilen - sei es an Aktivlautsprecher im allgemeinen, den KSD 2030 im besonderen, Forenteilnehmer hier und Redakteure dort.

Mehr Worte wären m.E. eher angebracht über nähere Parameter Eures Hörexperiments, zumindest mal ein Mess-Schrieb am Hörplatz bezüglich FG, Sprungantwort, desweiteren über die Raumakustik z.B. hinsichtlich RT60 (mit Acourate, was Du ja nach eigenen Angaben besitzt, alles ja kein Problem). Solche Angaben würde Grundlagen für einen seriösen Test schaffen und ermöglichen überhaupt erst eine objektive Einordnung für diejenigen, denen Du Dein Ergebnis berichtest. So aber disqualifizierst Du Deinen eigenen Test.

Unter dem Strich bleibt mir nur, Dich zu fragen: Was suchst Du ausgerechnet in einem Forum, das sich im Schwerpunkt mit dieser Technologie auseinandersetzt, gegen die Du gerade zum Rundumschlag ausgeholt hast?

Gruß
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Beitragvon Franz » 28.10.2011, 20:06

Fujak hat geschrieben:So aber disqualifizierst Du Deinen eigenen Test.

Nein, so streng würde ich das gar nicht sehen wollen. Man braucht auch keine Messdiagramme, um ein subjektives Hör-Urteil - und um ein solches handelt es sich immer, wenn man hört - abzugeben. Peter hat es eben so gehört mit seinem Freund. Ich denke, das können und sollten wir auch so akzeptieren und respektieren. Ich kenne die in Rede stehenden Lautsprecher nicht, weiß aber sehr wohl von vielen anderen, die Aktivlautsprecher mal irgendwo unter gewissen Bedingungen gehört haben, die eben halt dann von einer "kühlen, emotionslosen" Wiedergabe sprechen. Ich bin mir sicher, das hängt ziemlich mit ihren Hörgewohnheiten zusammen. Habe es auch oft erlebt, daß eine recht diffuse Wiedergabe als besonders "luftig" und "räumlich beeindruckend" empfunden wurde. Oder ein aufgedickter Grundton bis runter zu 150 Hz als besonders "basstark" gehört wurde. Man müßte also vielmehr über die Hörgewohnheiten solcher Menschen wissen, um deren Urteile besser einschätzen zu können. So bleibt nur die Ablehnung des Klangeindrucks, den die KS dort hinterlassen hat. Und der ist eben so, wie er ist.

Mit pro oder contra aktiv hat dies weniger zu tun. Ich habe übrigens schon immer behauptet, daß man sich an den anderen Klangcharakter einer Aktivbox erst gewöhnen muß. Das ist erstmal dermaßen anders als bei passiven Lautsprechern, daß man eine gewisse Zeit braucht, um sich auch daran zu gewöhnen und es letztlich als präziser und ehrlicher zu empfinden. Und manche wollen halt nur dem gewohnten Hörgeschmack frönen. Ist doch völlig okay so. Es muß hier niemand von etwas überzeugt werden. Man muß selbst für sich erkennen, wie man hören will und was man für natürlich und gut findet. Gelingt das, ist es schön, wenn nicht, auch nicht weiter schlimm. :cheers:

Gruß
Franz
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Beitragvon vierzigo » 28.10.2011, 20:17

Hallo,

nana Fujak, ganz so scharf würde ich jemanden hier nicht angreifen.

Allerdings sind wir hier in unserem VW-Club ja auch recht anspruchsvoll, erst recht wenn sich ein Manta-Fahrer hier breit macht.

Genug der Ironie. Mich würde in erster Linie auch interessieren mit welchen Aufstellungen der Test durchgeführt wurde, wie war der Raum etc. dann würde man sich eher ein Bild von dem Test machen können, so bleibt er dann doch mit Nachgeschmack.

Ich hoffe auf Input.

Gruß

Oliver
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Beitragvon freiheit » 28.10.2011, 21:48

Hallo zusammen:D

Die besprochene KS habe ich mir auch angehört, und ich war nicht begeistert.

Doch das ging mir bei so vielen Wandlern so. Wie auch genau das Gegenteil oft der Fall war. Ob nun aktiv oder passiv.

Nur leider ist das keine gewähr darüber ob einem der LS dann nicht doch auf lange Sicht hinn ein gutes Ergebnis bringt. Ich weiß das klingt etwas beliebig, doch denke ich das die Kombination der Kette extrem wichtig ist und man einen Aktiv LS mindestens mit 2 vor und 2-3 Quellen hören muss. Bei einem passiven SW ist das ganze noch aufwendiger, da sind es schon 4 Variablen. Quelle, Vor- und Endstufe sowie Kabel.

Du hast aber ja selber beschrieben wo die Stärke der KS lag. In ihrer digitalen klarheit. Dann kombinier sie mal mit einer Naim Vorstufe oder einem Cannor cd player.

Ich werde bestimmt gesteinigt, aber kein Element einer Kette ist absolut neutral. Und die kombination von extrem (neutralen Geräten) ergiebt nicht zwingend eine Neutrale Kette.
:roll:
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Beitragvon Amati » 28.10.2011, 23:09

Nun, ich habe es mir fast gedacht. Man liest nur das was man lesen will.

Ich denke nicht, dass ich mich pauschal gegen Aktivlautsprecher gewendet habe, im Gegenteil ich interessiere mich dafür. Von Rundumschlag kann keine Rede sein. Das war ja die befürchtete Kritikunfähigkeit. Schade, kommt mir ein bißchen so vor wie die Diskussionsrunde der Kriegsdienstverweigerer 1982. Da waren auch alle einer Meinung. :mrgreen:

Weshalb hier mancher so pikiert reagiert,verstehe ich nicht, wenn man die Seitenhiebe auf die Passivhörer hier aufzählt werde ich heute nicht mehr fertig. Also bitte nicht so zimperlich sein.

Gern werde ich noch etwas über die Umstände dieses "Tests" anmerken. Nur heute nicht mehr. Das Thema Raumakustik haben wir allerdings bewußt ausgeschlossen, weil eben die Möglichkeiten der KSD nicht mit acourate vergleichbar ist.

Morgen werde ich übrigens einem Workshop von Backes & Müller beiwohnen, vielleicht gibt es da ja positiveres zu berichten. Ich bin sehr gespannt.

Ich bin übrigens nicht der Auffassung, dass man unsere Eindrücke lediglich auf Hörgewohnheiten reduzieren kann.

Peter
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Beitragvon Fujak » 28.10.2011, 23:54

Hallo Peter,

mir ging es nicht um den kritischen Inhalt Deiner Aussagen. Wenn Dir ein Lautsprecher nicht gefällt und Du Deine guten Gründe dafür hast, ist das für mich völlig in Ordnung, und wenn Du insgesamt mit dem aktiven Prinzip aus diversen Gründen nicht einverstanden bist, kann ich auch das akzeptieren. Mir ging es ausschließlich um die polemische Art und Weise Deiner Aussagen.

Denn die von Dir angemerkte Kritikfähigkeit hat nicht nur damit zu tun, Kritik annehmen zu können, sie hat mindestens ebensoviel damit zu tun, Kritik sachlich konstruktiv und damit annehmbar zu formulieren.

In diesem Sinne auf eine weitere konstruktive Diskussion.

Grüße
Fujak
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Beitragvon xuser » 29.10.2011, 18:29

Hallo Peter

Welches sind Deine Eindrücke vom heutigen Workshop? :wink:

Gruss Beat

PS. Soeben habe ich entdeckt, dass am 25.11. ein B&M-Workshop in Zürich stattfindet. An diesem Freitag habe ich jedoch geschäftliche Termine.
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Beitragvon Heule » 29.10.2011, 19:44

Hallo Peter,

Boxen gefallen, oder eben auch nicht! Es gibt sehr viele gute passive und aktive Boxen. Natürlich kommt es auch öfters im Leben vor, dass eine hochgelobte Box einem nicht gefällt :wink: Ist mir auch schon so gegangen. Und ich konnte die Leute nicht verstehen, die dies anders empfunden haben/hatten.

Das muss man aber nicht verstehen, denn umgekehrt geht es anderen ja auch so. :wink:

Die 2030 konnte ich noch nie hören, daher kann ich da auch nichts dazu sagen. Die ADM 30 war allerdings schon bei mir, und sie musste damals wieder gehen. Die C5 und die C88 gefielen/gefallen mir da schon deutlich besser, obwohl günstiger und anderes System (Koax). Es passt, oder es passt nicht!

Es ist nur die Art wie du deinen Text geschrieben hast, die einem ein komisches Gefühl gibt (erging mir jedenfalls so). Es klingt teilweise leicht verbittert.

Gruß Oliver.
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Beitragvon Christian Kramer » 29.10.2011, 19:50

Hallo Beat,

das kann dauern, ich nehme am 1.11 in Wesseling teil, Einlass ist da 14:40, um 20:30 wird die BM30 vorgeführt, das Ende wird wohl so gegen 22:00 sein.

Grüße Christian
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Beitragvon Amati » 30.10.2011, 19:17

Kleines update.

Zunächst die Frage nach meinen Präferenzen:
Als regelmäßiger Konzertbesucher ist das meine Messlatte: Keine Messschriebe oder technischen Daten, sondern der Eindruck den zB.die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen unter Järvi in der Bremer Glocke hinterlässt. Das unterscheidet sich teilweise dramatisch von dem, was man technisch reproduzieren kann. Und zwar auch in der Hinsicht, dass Instumentenortung in der Realität oftmals viel schlechter ist als in der Konserve. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Nun zum Workshop. Der lief genauso ab, wie er hier schon von anderen beschrieben worden ist, hier das Programm.

Backes & Müller Workshop Bremen 29.10.2011
Park Hotel -> Im Bürgerpark -> 28209 Bremen

09.00 Einlass
09.15 BM Prime 3 + Prime 6
10.00 BM Prime 8 + Prime 14
11.00 BM Prime 14 + Line 15
12.00 BM Prime 6 + Prime 8 + Prime14
13.00 BM Line 15 + Line 25
14.00 BM Line 25 + Line 35
15.00 BM Line 30

Das Bremer Parkhotel ist das erste Haus am Platz und die Vorführung fand in einem ca. 75 qm großen Konferenzraum statt. Der Raum ist mit dickem Teppichboden ausgelegt, die Wände sind mit Textil bezogen und wirkt stark überdämpft für eine Hifi Vorführung.

Wir waren erst ab ca 13.30 Uhr zugegen und können so nur etwas zur Line 15, 25, 35 und 30 sagen. Die kleineren Modelle haben wir nicht gehört.

Vorgeführt wurde mit der B&M Vorstufe sowie einem Accuphase Player und einer Squeezebox zum streamen. Es waren ca. 15 Leute im Raum, mein Hörplatz war im hinteren Bereich jedoch mittig. Die LS wurden auf die Mehrheit der Besucher ausgerichtet, der Sweetspot soll angeblich bei für mich recht starker Einwinklung liegen.

Es wurden ziemliche Pegel gefahren, der stark bedämpfte Raum war nicht leicht für die LS. Die vorgespielten Stücke entsprechen denen in den anderen Vorführungen von denen hier schon berichtet wurde. Wir konnten jedoch an allen o.a. Lautsprecher Dave Brubecks Take Five hören sowie einige Titel von gelben K2HD CD.

Erwartungsgemäß war jeder Wechsel eine Steigerung der Qualität mit Ausnahme der BM 30 am Schluss. Die 15er ist ein ehrlicher guter Lautsprecher, der aber mit der Größe und der starken Dämpfung im Raum zu kämpfen hatte. Die anschließend vorgeführte 25 wurde analog angesteuert einmal im Accuphase, einmal im B&M gewandelt. Mir gefiel der Accuphase besser, obwohl schon über 10 Jahre alt.

Der AMT macht seine Sache hervorragend, Tiefe und Raumabbildung gefielen. Nix auszusetzen, bis auf den etwas grummeligen Bass, der aber der Raumakustik zuzuschreiben war. Wenn man jetzt noch einen veritablen DAC davor hat und eine digitale Raumkorrektur fährt, kann man mit diesem LS glücklich werden.

Die 35er wurde dann komplett digital angesteuert und die Wandlung fand im LS statt. Leider ist hier genau für mich der Bruch gewesen, ich vermisste Detailinformationen die vorher bei der 25er da waren. Auch die 35er hatte mit dem Bass zu kämpfen, aber wie gesagt das lag im wesentlichen am Raum. Wenn ich zu wählen gehabt hätte, wäre meine Wahl in dieser Konstellation wohl auf die 25er gefallen. Ich denke aber wenn man die 35 mit einem anständigen DAC davor geführt hätte, wäre da mehr drin gewesen. Ansonsten aber ein beeindruckender Lautsprecher, ein Haben-Wollen ist jedoch nicht ausgelöst worden.

Zum Schluss spielte die BM30. Da konnte ich weiter vorne im Sweetspot sitzen. Tja was soll man da sagen, wenn einem 120 db um die Ohren gehauen werden. keine Verzerrung, aber - Horn eben. Die Tänzerin von Ulla Meinecke habe ich länger nicht gehört, aber es wird durch Lautstärke nicht besser. Die Stimme war seltsam belegt, der Abbildungsmassstab gigantisch. Die im Verlaufe unterschiedlichen Hintergrundstimmen kamen alle aus dem Mund der Meinecke, keine Ortung möglich, Bühne eigentlich nicht vorhanden, alles im Spot. Da ich nur ca 3m von der Basis des Dreiecks weg saß, hatte ich Nahfeld-feeling gegenüber diesen Telefonzellen, ein bißchen wie Kopfhörer. Aber eigentlich eine PA.

Insgesamt einen schöne Veranstaltung, alle LS sind wirklich gut, allerdings für mein Empfinden jeweils mindestens um den Faktor 2 zu teuer für das was man bekommt.

Peter
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Beitragvon Christian Kramer » 30.10.2011, 19:57

Hallo Peter,

ich habe das alles noch am 1.11 vor mir.

Die BM25 und 35 können eingemessen werden, die verbauten Wandlern stammen aus dem Studiobereich, die sind sehr wahrscheinlich nicht gesoundet.

Der Raum war wohl nicht so optimal für eine Vorführung, aber Backes&Müller machen ja Werbung, dass ihre Boxen sich dem Raum anpassen und nicht der Raum an den Boxen.

Es ist natürlich schade, dass Du nicht die bezahlbaren Modelle hören konntest, mich hätte nämlich interessiert, wie die BM14 in diesen Raum zurechtkam, der hat dem AMT der BM25, kostet aber nur ein Drittel.

Grüße Christian
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Beitragvon macamarramdac » 02.11.2011, 13:22

Hallo zusammen

ist es nicht traurig, dass in unserem Forum so gut wie nichts zu diesen spannenden LS in dieser hoch-interessanten Preisklasse an Hörerfahrungen existiert? Und damit meine ich nicht nur die 2030, sondern auch die beiden anderen. Modelle der home-Serie.

Kann das sein oder sollte sich KSD fragen, ob der Vertriebsweg der richtige ist. Für mich in der Schweiz ist es jedenfalls extrem umständlich eigene Eindrücke sammeln zu können (wegen Zollbestimmungen). Auf mein Schreiben vor nunmehr über einer Woche wurde nicht mal reagiert (in der gleichen zeit hat mir Frau manger einen hörtermin gleich bei mir ums Eck arrangiert und Herr Kühn hat sich auch unlängst bei mir gemeldet und das weitere Vorgehen besprochen).

Ich weiss nicht wie es euch geht, aber mich interessieren diese LS stark. Gibt es denn keine weiteren Höreindrücke?

Beste Grüße

Gregor
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