KS Digital ADM 10

Diskussion über aktive Schallwandler

KS Digital ADM 10

Beitragvon shakti » 24.11.2010, 23:29

ich habe auf Goldohr's Blog einen informativen Test zur KS Digital ADM 10 gefunden, der sehr schoen die Technik des LS beschreibt, da diese Technik auch in anderen LS von KS Digital spielt, vielleicht auch allgemein interessant:

World Class Monitor: KS-Digital ADM 10

Um diesen Lautsprecher geht es:

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mfg
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(der gerade genussvoll seinen ADM 20/ADMW lauscht)
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Beitragvon Hans-Martin » 25.11.2010, 02:29

Der Hinweis auf ADM10 ist bemerkenswert, weil dieser Lautsprecher andere als übliche Wege geht.

Ich sehe bei der ADM 10 an erster Stelle die übereinander angeordneten Mittel- und Hochtöner, während die Bässe weiter außen angeordnet sind. Da werden als Hörabstand empfohlene 4 m genannt. Mit dieser Anordnung wird ein Effekt kompensiert, der schon seit 70 Jahren bekannt ist, angefangen bei deBoer, intensiv erforscht durch Klaus Wendt (Promotion), auch Blauert, Griesinger, Sengpiel u.v.a.:

http://www.sengpielaudio.com/HoerereignRichtungDL.pdf
http://www.sengpielaudio.com/HoerereignRichtungDt.pdf

Die ADM 20 sind da mit der vertikalen Anordnung von Hochtöner und Bass gänzlich anders, so wie alle Lautsprecher, deren Chassis in einer sauberen vertikalen Achse montiert sind.

Ich müsste jetzt hier schreiben, dass letztgenannte für die Stereowiedergabe weniger gut geeignet sind, weil sie die Lokalisation von Phantomschallquellen nicht hinreichend unterstützen. Stereo lebt aber von der Lokalisation der Phantomschallquellen.

Anders ausgedrückt, der Markt ist voll von Fehlkonstruktionen, erstellt von Konstrukteuren, die bestimmte Teilaspekte gut bis überragend in den Griff bekommen haben und ihren gelungenen Aspekt vermarkten. Die klingen oft am besten bei 1-kanaliger Wiedergabe.

KS ADM10 gehört zu den wenigen Lautsprechern, die bezüglich der Erkenntnislage Lokalisation einen Fortschritt realisieren, und im selben Atemzug sind auch Gerts und Michaels AGM3.3 zu nennen.

Grüße
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Beitragvon schauki » 25.11.2010, 10:56

Goldohr's Blog hat geschrieben:Der verwendete Mitteltöner stammt von der Firma ATC und ist dem Autor aus der K+H O 410, die in der letzten Ausgabe der HIFI-STARS ausführlich beschrieben wurde, bestens bekannt.

Also es ist schon eine ATC - die wiederum ist aber nicht in der O410 drin.

Aber Hauptsache dem Autor ist sie "bestens" bekannt :mrgreen:

mfg

P.S: allgemein steht in dem Test (auch der O410) einiges an, Falschaussagen drin.
Und das nur in den 2 Absätzen zu den MT die ich gelesen habe. :roll:
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Beitragvon uli.brueggemann » 25.11.2010, 11:02

Hans-Martin,

wenn ich mir z.B die Laufzeitkurven bei Sengpiel anschaue, dann würde bei 100% der Laufzeitunterschied zwischen Hochtöner und Tieftöner in einer Grösse von 1 ms notwendig sein. Das entspricht einer Schallwegdifferenz von 34 cm. Bei einem Hörabstand von 4 m und einem Öffnungswinkel von 45° müsste demzufolge der Basslautsprecher ca. 750 mm seitlich vom Hochtöner angeordnet sein. Was sicher nicht der Fall ist. Der Pegelunterschied aufgrund der längeren Laufstecke fällt mit ca. -0.2 dB auch eher klein aus.

Ergo: der seitliche Bass bewirkt minimalst etwas, kompensiert aber keinesfalls gemäß den Sengpiel-Kurven. Bei kleineren Hörabständen denn auch noch weniger.

Grüsse, Uli
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Beitragvon Hans-Martin » 25.11.2010, 15:09

Hallo Uli

Nach der Sengpielkurve bei z.B. 13dB Kanaldifferenz lokalisiert man Höhen bei 90%, den Bass hingegen bei 78% der halben Basisbreite (von Mitte bis Lautsprecher). Um den Bass ebenfalls an derselben Stelle zu hören, müsste der Pegel 16dB betragen. Den Pegel wird man nicht nachträglich manipulieren, das sollte man bereits bei der Aufnahme getan haben, am Mixer /Panpot , wie Griesinger 1986 beschrieb.

Wenn die Höhen bei 100% angekommen sind, ist der Bass erst bei 88, folglich stellt man die Höhen 12% enger auf. Ich habe immer bei Lautsprechern vorgezogen, wenn die Bässe außen arrangiert waren. Bei 4m Basisbreite sind 100% =2m, 12% entsprechend 24cm oder etwa 5° enger versetzt.

Hohe Töne: Signale über 1500Hz, Tiefe Töne: Signale unter 750Hz
Die Untersuchungen wurde immer im schalltoten Raum oder unter reflexionsarmen Bedingungen gemacht.
****
45° Arrangements sind eigentlich nicht mein Ding, das gleichseitige Dreieck ist mir eigentlich schon zu breit, wenn es um Fokussierung geht.

Das finde ich im Nachhinein begründet und auch andere sehen Verbesserungen in solchen Arrangements.

http://members.chello.at/nordbahnfredi/

Hifi2008.01 klicken, das oberste Bild ist das jüngste, der Ausgangszustand ist unten abgebildet. Die Modifikationen haben nichts gekostet, die Veränderungen scheinen geringfügig, seine Begeisterung war aber schließlich groß. Das verwendete Material dürfte bekannt sein... ;-)

Grüße
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Beitragvon Speedy » 26.11.2010, 09:52

Hallo,

kann mir das jemand erklären ?

Goldohr's Blog hat geschrieben:Zwei 8-Zoll-Karbon-Tieftöner aus deutscher Produktion sorgen für verzerrungsarme Tieftonwiedergabe mit halbkugelförmigen Abstrahlverhalten, da die Übergangsfrequenz der Tieftöner mit 400 Hz ausreichend tief gewählt wurde.

Beste Grüße
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Beitragvon schauki » 26.11.2010, 10:36

Hallo!

Das ganze wird in "Wandeinbau" Situation - also unendlicher Schallwand gemeint sein.

Aber der Test strotz wirklich nur von Halbwahrheiten bzw. effektiven Falschmeldungen.
Keine Ahnung wer hinter "Goldohr" steckt, aber irgendwie passt der Name doch ins Klischee.

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Beitragvon Speedy » 27.11.2010, 10:20

Hallo Schauki,

schauki hat geschrieben:Das ganze wird in "Wandeinbau" Situation - also unendlicher Schallwand gemeint sein.

ach so, ja dann........ :roll:


schauki hat geschrieben:Aber der Test strotz wirklich nur von Halbwahrheiten bzw. effektiven Falschmeldungen.
Keine Ahnung wer hinter "Goldohr" steckt, aber irgendwie passt der Name doch ins Klischee.

Also habe nicht nur ich das so empfunden.

Beste Grüße
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Beitragvon schauki » 28.11.2010, 20:26

Hallo!

Also der Bericht ist als Testauszug auf der ksdigital Site zu finden:

http://www.ksdigital.de/de2/pdf/testber ... tars_5.pdf

Dürfte also im Original von Hifi-Stars sein. Der Autor dort ist "Sven Bauer", ob das "Goldohr" ist oder nicht, weiß ich nicht.

Jedenfalls ist "Goldohr" offenbar nicht sehr sogrfältig mit seinen "Recherchen" - wobei ich jetzt gar nicht weiß, ob ich es als "Recherche" bezeichnen will, wenn man nicht mal nen optisch unterschiedlichen MT (allein die durch die Sicke geführten Anschlussdrähte "springen" einem ins Auge) auseinanderhalten kann.

Ab gesehen davon:
Die LSP selbst ist so ziemlich genau das was ich mir unter pegelfestem aber doch kompakten Halbraumstrahler verstehe. Ich würde das kaum anders machen. -> ist somit einer der ganz wenigen Serien-LSP die ich so machen würde. (Einzig die TT würde ich in gleichem Abstand zum MT machen)

Und auch vom Preis her imho angemessen.

Somit ein toller LSP!

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Beitragvon shakti » 29.11.2010, 00:08

Habe mir die ADM 10 dieses Wochenende auf der Tonmeistertagung in Leipzig anhoeren koennen,
haelt was er vom technischen Konzept verspricht und verbindet viel Spass beim Musik hoeren mit frappierender Praezision., kurzum: ein feines Produkt! mit niedrigem FAF....
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Beitragvon Rudolf » 29.11.2010, 00:26

Hallo Jürgen,

shakti hat geschrieben:mit niedrigem FAF....

ich kenne nur WAF (Woman bzw. Wife Acceptance Factor), aber was ist der FAF???

Viele Grüße
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Beitragvon Rossi » 29.11.2010, 13:04

Rudolf hat geschrieben:
shakti hat geschrieben:mit niedrigem FAF....

ich kenne nur WAF (Woman bzw. Wife Acceptance Factor), aber was ist der FAF???

Das wird wohl die deutsche Version sein, so ähnlich wie bei DNA/DNS.

Ich vermute daher: FAF = Frauen Akzeptanz Faktor

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Beitragvon Fujak » 29.11.2010, 14:52

Rossi hat geschrieben:
shakti hat geschrieben: ein feines Produkt! mit niedrigem FAF....

Ich vermute daher: FAF = Frauen Akzeptanz Faktor

Dann ist das aber eine sehr negative Einschätzung hinsichtlich der Akzeptanz der ADM 10 bei Frauen.

Grüße
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Beitragvon shakti » 29.11.2010, 18:23

nun ja,
meine Liebste war mit in Leipzig, der Klang der ADM 10 mundete durchaus, doch die Kombination aus ADM 20 und ADMW sagte ihr optisch doch deutlich mehr zu! Klanglich habe wir uns zwischen beiden Lautsprecherwelten nicht wirkich entscheiden koennen. Auf hoechsten Niveau anders und jeh nach Anwendung bestimmt 100% passend. Habe zumindest noch fast keinen im Mitteltonbereich so praezise aufloesenden Lautsprecher gehoert. Da hat die ADM10 eine echte Ausnahmestellung.
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