Raumkorrektur und ME-Geithain

Diskussion über aktive Schallwandler

Raumkorrektur und ME-Geithain

Beitragvon aston456 » 13.01.2010, 11:32

Junx,

nachdem Rudolf den Workshopthread wg. aufkeimender Dissonanzen gesperrt hat (zurecht wie ich meine), möchte ich aber dieses Thema aus persönlicher Betroffenheit nochmal hier aufgreifen.

Sind die MEGs in der K-Version - d.h. mit den akustischen Fließwiderständen und damit mit der spezifischen Abstrahlung im Bassbereich und wegen des Koaxialprinzips einer Raumkorrektur über z.B. Audiovolver/Acourate nicht oder nur eingeschränkt zugänglich?

Gruß
Kai
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Beitragvon gto » 13.01.2010, 12:06

Martin aus dem HF schreibt dazu http://www.hifi-forum.de/index.php?action=browseT&forum_id=30&thread=13717&postID=4357#4357

Btw, die Bassniere ist eine feine Sache um diesbezügliche Raumprobleme zu lindern, Allheilmittel kann sie aber nicht sein. Außer man eliminiert auch noch den nach vorne abgestrahlten Anteil. :lol:

Grüsse Gerd
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Beitragvon aston456 » 13.01.2010, 12:57

Hallo Gerd,

da hast Du Recht. Als ich die 922K frisch im WoZi stehen hatte, traf mich zunächst der Schlag, so schlimm waren die Raummoden.

Aber nach ein bißchen Trimmen am Ortsanpassungsfilter habe ich es hinbekommen. Zwar noch nicht optimal, aber gegen eine miese Akustik können die besten LS nichts ausrichten.

Gruß
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Beitragvon Speedy » 13.01.2010, 13:03

Hallo,

also erstmal hat die Niere in diesem Thema keine Bedeutung.

Was kann/macht Acourate ?

Zum einen kann man den Frequenzgang verändern, üblicherweise wird man wohl linearisieren wollen. Bekanntermassen sind die Geithains aber linear. Das heißt hier kann Acourate die Einflüsse des Raums lindern. Hier ist der Grundton und Bassbereich fast in jedem Raum betroffen. Es werden also raumakustisch bedingte Überhöhungen "gebügelt". Nicht vergessen dabei, das langsame Ausschwingen des Raumes bleibt erhalten. Will man das auch beseitigen helfen nur massive raumakustische Massnahmen (oder ein DBA oder ein e-trap). Hier würde also ein nichtlinearer LS stärker profitieren.

Zum andern können GLZ und Phase beeinflusst werden. Eine 901 z.B. hat diesbezüglich durch geschlossene Bauweise, hohe Trennung TT/MT und den Koax schon mal prinzipbedingt weniger Probleme als "herkömmlich" aufgebaute LS, speziell tief getrennte BR-Systeme würden hier weit mehr profitieren können.

Deswegen also der Einwand von Reinhard, die MEG's seien für diesen Workshop nicht optimal geeignet.

Soweit die Theorie, wie es in der Praxis aussieht werden wir am 20.Februar erfahren dürfen.

Beste Grüße
Speedy

PS: Wer Fehler findet, darf sie behalten. 8)
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Beitragvon Franz » 13.01.2010, 13:46

Speedy,

die Theorie dahinter ist schön und gut. Mich interessieren eigentlich dabei immer 2 Aspekte:

1. Wie sieht der Frequenzgang am Hörplatz aus? Mein Ziel ist, einen möglichst linearen Frequenzgang am Hörplatz zu erhalten. Und meine Erfahrung ist, daß jeder Lautsprecher, der in einem Raum steht, am Hörplatz einen Frequenzgang aufweist, der einer Berg- und Talfahrt gleicht. Das sagt noch nichts darüber aus, wie er klingt (kann ja durchaus gefallen), mein Ziel ist aber wie gesagt der möglichst lineare Frequenzgang am Hörplatz. Und da kann acourate dabei helfen, das so hinzubekommen, wie man es sich wünscht. Wie der Lautsprecher heißt, ist erstmal egal. Ich denke, jeder Lautsprecher hat am Hörplatz nicht den Frequenzgang wie im Freifeld ermittelt. Und dieses Manko - ich nenne es einmal so - kann acourate beheben. Wer keinen möglichst linearen Frequenzgang am Hörplatz mag - und das wird die Mehrheit sein, davon bin ich überzeugt - der kann ihn mittels acourate so hinbiegen, wie es ihm klanglich gefällt.

2. Auch GLZ und Phase können mit acourate dem Ideal angenähert werden. Auch hier denke ich, daß jeder Lautsprecher davon profitieren wird. Der eine mehr, der andere weniger.

Die performance eines Lautsprechers steht und fällt mit der Raumakustik. Die gibt den Rahmen vor. Nach meiner festen Überzeugung wird acourate nur dann überflüssig, wenn beides - Lautsprecher und Raum - perfekt sind. In der Praxis wird niemand beides haben bzw. vorfinden. Was acourate nun machen kann, ist, die negativen Auswirkungen, die sich am Hörplatz einstellen, gehörmäßig auszublenden. Die raumakustischen Gegebenheiten bleiben zwar erhalten - ist ja selbstredend - aber die Auswirkung am Hörplatz ist eine andere. Das kann man positiv erfahren.

Das sind - kurz zusammengefaßt - meine Erfahrungen mit acourate. keine graue Theorie, sondern praktische Erfahrungen, wie sich acourate auswikt.

Gruß
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Beitragvon Speedy » 13.01.2010, 13:59

Hallo Franz,

Franz hat geschrieben:Das sind - kurz zusammengefaßt - meine Erfahrungen mit acourate. keine graue Theorie, sondern praktische Erfahrungen, wie sich acourate auswikt.

das widerspricht ja aber nicht der Theorie, wie ich sie oben ausgeführt habe.

Kurz gesagt, ein Raum mit einer miesen Akustik und ein LS mit "schlechtem" Frequenzgang wird erheblich deutlicher profitieren, als ein LS mit linearem Frequenzgang in einem akustisch behandelten Raum.

Und ja, die Möglichkeit persönliche Präferenzen einzustellen ist natürlich auch eine nette Option.

Beste Grüße
Speedy
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Beitragvon Franz » 13.01.2010, 14:10

Speedy hat geschrieben:Kurz gesagt, ein Raum mit einer miesen Akustik und ein LS mit "schlechtem" Frequenzgang wird erheblich deutlicher profitieren, als ein LS mit linearem Frequenzgang in einem akustisch behandelten Raum.

Ja, natürlich. Das versteht sich ja von selbst. Ich wollte nur andeuten, daß jeder, wirklich jeder Lautsprecher von der acourate-Behandlung klanglich profitieren kann und wird. Da lehne ich mich ganz weit aus dem Fenster. Also, egal wie teuer der LS ist oder welchen Namen er trägt. Am Hörplatz, wohlgemerkt. Dort - und nur dort. Idealerweise sitzt man ja auch im sweet spot.

Gruß
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Beitragvon Speedy » 13.01.2010, 14:31

Franz hat geschrieben:daß jeder, wirklich jeder Lautsprecher von der acourate-Behandlung klanglich profitieren kann

Speedy hat geschrieben:Hier ist der Grundton und Bassbereich fast in jedem Raum betroffen.

:cheers:

Grüße
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Beitragvon Franz » 13.01.2010, 14:44

Speedy hat geschrieben:Hier ist der Grundton und Bassbereich fast in jedem Raum betroffen.

Korrekt. Du hast das mit der Suberweiterung ja auch mit Sicherheit toll hinbekommen. Eine solche 901K muß ich mir auch mal anhören. :cheers:

Gruß
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Beitragvon Dr.Who » 13.01.2010, 15:18

Hallo,

da hole ich mir lieber einen Accuphase, da kann ich mir meinen Wunsch-Fg selbst "malen". Mal eben einen linealglatten FG eingezeichnet und gut ist, wenn es denn sooo von Wichtigkeit ist. Das alles wird auch noch im Display optisch dargestellt. Anwenderfreundlicher ohne Ende. Speichern kann man unendlich viele Varianten bei Bedarf. Und einmessen muss auch niemand kommen, Geld sparen ist angesagt. Es geht also immer noch besser, man muss sich nur umschauen.

Gruß,Milon
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Beitragvon Dr.Who » 13.01.2010, 15:31

Nachtrag :

Bei diesem Gerät kann man den FG seinem Hörgeschmack anpassen und nicht umgekehrt. :lol:
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Beitragvon dirkhajo » 13.01.2010, 15:36

Dr.Who hat geschrieben:da hole ich mir lieber einen Accuphase, da kann ich mir meinen Wunsch-Fg selbst "malen". Mal eben einen linealglatten FG eingezeichnet und gut ist, wenn es denn sooo von Wichtigkeit ist.

Hallo Milon,

das war es dann aber auch schon! Die zusätzliche Korrektur, insbesondere der Phase, kann ich nach Prospektlage leider nicht erkennen. Und das finde ich etwas, auch in Anbetracht des Preises, mager!

Gruß Dirk
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Beitragvon Zeno Cosini » 13.01.2010, 15:42

Hallo Milon,

ich hatte letztes Jahr das "Vergnügen" ein Acuphase-Raumkorrekturgerät an hifiwillis Silbersands zu erleben; vorgeführt von einem Kölner Händler. Das Ding hat beinahe ein Basschassis gegrillt. Seitdem ist Jürgen schlecht auf solche Geräte zu sprechen, und auch ich muss sagen: So ein Schrotter käme mir nicht ins Haus; dann doch lieber der "audiovolver II"!

In diesem Sinne

Axel
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Beitragvon Dr.Who » 13.01.2010, 16:13

Hallo,

in Berlin lief das Gerät tadellos, alle Chassis funktionierten auch im nachhinein noch einwandfrei.

Gruß,Milon
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Beitragvon OpenEnd » 13.01.2010, 17:34

Hallo Milon,

ein einfacher Equalizer kann Raumprobleme nicht effektiv lösen.

Schau dir mal den Erfahrungsbericht von UweM an. Dann wirst auch du verstehen.

http://www.hifi-forum.de/viewthread-72-210.html

Grüßle vom Charly
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