Abacus Oscara

Diskussion über aktive Schallwandler
Thomas K.
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Beitrag von Thomas K. »

Die Oscara wirft bei mir eine Frage auf: Was, bzw. welches ist eine audiophile Aufnahme.
Die Vorgeschichte, wie vermutlich fast zwanghaft, hat man einen neuen Lautsprecher im Hörraum, möchte man diesen zunächst nur mit den allerbesten Aufnahmen hören.
Auch Besucher neigen dazu so zu verfahren.
Gestern habe ich mit Begeisterung Aufnahmen gehört, denen wohl nicht reflexartig das Label „audiophil“ angehängt würde, und das nach eine Tag der sehr anstrengend war.
Im einzelnen waren das
Jeff Beck Group (Orange) Anspieltip „Ice Cream Cakes“
Led Zeppelin (Remasters) Anspieltip ruhig mal wieder „Stairways to Heaven“
Janis Joplin (Cheap Thrills) Anspieltip „Summertime“
Colosseum (Live) Anspieltip „Tanglewood 63“

Ich fand schon immer das diese Aufnahmen, sieht man mal von Janis Joplins zu nah mikrofonierter Stimme ab, aufnahmetechnisch besser sind als vieles was zu dieser Zeit produziert wurde.
Bei der Wiedergabe über die Oscara, verdienten diese aber durchaus das Label audiophil, auch wenn sie vielleicht nicht ganz frei von Störgeräuschen durch die verwendete Technik sind. Sie sind von einer authentizität, bei denen sich mir die Nackenhaare aufstellen.

Das hat mich echt aus den Socken gehauen.

Viele Grüße
Thomas
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frmu
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Beitrag von frmu »

Moin Thomas,
Jeff Beck Group (Orange) Anspieltip „Ice Cream Cakes“
Led Zeppelin (Remasters) Anspieltip ruhig mal wieder „Stairways to Heaven“
Janis Joplin (Cheap Thrills) Anspieltip „Summertime“
Colosseum (Live) Anspieltip „Tanglewood 63“
das ist einfach geile Mucke, deshalb stellen sich die Nackenhaare auf .... :mrgreen:

Gruß
Frank
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Thomas K.
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Beitrag von Thomas K. »

Hallo Frank,
Da hast Du wohl recht, mit der Oscara stehen sie aber fast senkrecht nach oben :mrgreen:

Viele Grüße
Thomas
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Thomas K.
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Beitrag von Thomas K. »

Oscara212 nicht mehr in Konstanz, leider...
Heute ist die Oscara wieder auf die Reise gegangen, Destination Köln, wenn ich mich nicht irre :wink:

Viele Grüße
Thomas
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Heule
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Beitrag von Heule »

Hallo Thomas,

das ist ja schade☹️Die haben bei dir perfekt reingepasst👍

LG Oliver
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Ralph
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Beitrag von Ralph »

Die Abacus Oscara wird bis Ende August bei Pirol Hifi in Köln gastieren. Termine unter info@pirol-hifi.de
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alcedo
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Beitrag von alcedo »

Hallo Ralph

ich freue mich schon darauf, die Oscara bei dir in Köln zu hören!
Nach Konstanz zu Thomas war doch leider zu weit weg :lol:

Beste Grüße
Jörg
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alcedo
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Beitrag von alcedo »

Hallo,

ich komme gerade von einer (sehr langen) Vorführung der Oscara 212 aus Köln zurück. Sehr lang, weil wir einfach nicht aufhören konnten, der Musik aus diesen Boxen zuzuhören!
Unglaublich diese Räumlichkeit, dieser weite Raum - und überhaupt keine Einengung im Sweet Spot. Einfach herrlich.
Und ja: Baß kann sie auch :lol: Trocken, gewaltig, körperlich spürbar (wenn man will), umwerfend - dennoch präzise und unmittelbar.
Thomas K. hat geschrieben:
04.08.2020, 10:55
Sie sind von einer authentizität, bei denen sich mir die Nackenhaare aufstellen.
Das hat mich echt aus den Socken gehauen.
Dem kann ich mich nur anschließen, Thomas. Genau so ist es!
Egal, welche Musik angeboten wird - Pop, Jazz, Klassik. Audiophiles Material oder nicht - sie macht immer Spaß. Und das langzeittauglich.
Chapeau nach Nordenham.

Und das alles in der gewohnt privaten Atmosphäre bei Ralf.
Danke für die netten Stunden bei dir!

Beste Grüße
Jörg
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Bajano
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Beitrag von Bajano »

Hallo Jörg,

vielen Dank für Deinen Kurzbericht :cheers:.
Das macht Appetit und ich bin schon sehr gespannt, ob mich die Oscara nächste Woche bei Ralph genauso begeistern wird. Nicht auszudenken, wenn sie für meine Ohren feinfühlig wie eine Silbersand, räumlich wie eine Geithain und rotzig wie eine Backes & Müller spielt :wink:.

Grüße voller Vorfreude,
Oliver
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atmos
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Oscara

Beitrag von atmos »

Hi, am 4. 8. war ich in Nordenham habe habe u.a. auch die Oscara vorgeführt bekommen.

Ich habe Tschaikowsky's 1812 und wollte schon immer wissen, wie sich die Böllerschüsse auf einem exzellenten LS anhören.

Das Problem beim Hören ist ja immer: Wie soll es klingen? Wie gut kann der Tonträger es rüber bringen? Packt der LS die Dynamik?
Gibt es Gehäuse-Resonanzen? Was schummelt der Raum hinzu?

Bei mir zuhause bringen die TMR 160 die Böllerschusse berstend und krachend rüber. Der Klang erschien mir bisher unnatürlich, ich hatte mehr ein Bumm Bumm erwartet.

Dann richtete ich mein Surround mit Dolby Atmos ein, und da hatte ich es: Bumm Bumm ertönte es. Nachdem ich aber den Raum akustisch mehr und mehr verbesserte, kamen die Böllerschüsse auch berstend und krachend rüber. Die Raummoden hatten zuvor den Klang verfälscht.

Die 1812 mit der Oscara gehört beseitigte meine Zweifel, und ich kann zu meiner Zufriedenheit feststellen, dass sowohl meine T+A LS als auch mein Wohnzimmer für highfidele Musikwiedergabe geeignet sind.

Die Oscara mit dem AMT-Dipol - der ab 1.000 Hz spielt - bringt die Musik so zu Gehör, wie ich es sonst nur von Dolby Atmos her kenne:
Losgelöst von der Phantom-Schall-Ebene in Breite und Höhe in einer exzellenten Auflösung und Durchsichtigkeit erklingt die Musik so, wie sie aufgenommen wurde.

Wäre ich nicht Dolby Atmos Fan, hätte ich ernsthaft über die Anschaffung der Oscara 212 nachgedacht, wenngleich auch schon eine Oscara 210 daneben stand.

Aber so suchte ich nur Ersatz für meine T+A und entschied mich letztendlich für die Trifon 3.
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Donny
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Beitrag von Donny »

Hallo,

wenn ich hier so mitlese werde ich immer neugieriger auf diese LS. Die Beschreibungen sprechen mich an und klingen nach einem LS, der mir gut gefallen könnte. Auch optisch gefallen sie mir. Zumindest nach den Fotos.
Hoffentlich sind sie auch mal im Süddeutschen Raum in Vorführung.

Viele Grüße
Dietmar
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Heule
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Beitrag von Heule »

Hallo Dietmar,

in Natur sehen sie noch viel besser aus!
Hätte ich den Raum und das Geld dazu, würden sie schon hier bei mir stehen.
Die bringen wirklich alles mit einer Gelassenheit rüber. Das ist der
Fels in der Brandung.

LG Oliver
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musikgeniesser
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Beitrag von musikgeniesser »

Lieber Stanislaw,
liebe Forenten,

die Frage nach der Einordnung der Basswiedergabe war noch offen.
bastelixx hat geschrieben:
19.04.2020, 19:38
mit große Interesse habe ich dein Bericht über Oscara-Tag bei ABACUS gelesen. Könntest du vielleich etwas mehr über Basswiedergabe der neuen Oscara Boxen schreiben, wenn es möglich im Vergleich zu dem Abacus Horn
Einen direkten Vergleich kann ich nicht bieten. Ich habe auf einer Abacon das Horn und auf dem Oscara-Showcase die Oscara gehört. Kein Gedächtnis ist so kurz wie unser Hörgedächtnis, sodass damit schon alles gesagt ist.

Damit wollte ich mich nun auch nicht zufriedengeben und so habe ich mal wieder eine Tabelle gemacht.

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Die Daten für die Subbässe der Oscaras sind, was die Membranauslenkung betrifft, nur halb-valide, da mir keine Angaben zu Polplatten- und Spulenhöhe zugänglich waren, sondern lediglich für die Membranauslenkung; die aber auch ohne Angaben zur Überdeckung dabei. Statt zu raten, habe ich die Polplattenhöhe auf Null gesetzt und die Spulenhöhe entsprechend angepasst. Exakt: mit Gewalt kann man eine Kuh bumsen. Aber für eine brauchbare Aussage hilft es allemal.

Aufgrund der doch erheblichen Unterschiede im Konzept ist eine direkte Vergleichbarkeit der Zahlen nicht gegeben. Die 1.240 cm³ des Horns sehen auf den ersten Blick größer aus als die 1.095 cm³ der Oscara, aber sie müssen hier auch für die gesamte Schallenergie bis 380 Hz herhalten, wohingegen dort schon bei 50 Hz an den Mitteltöner übergeben wird. Zwei laute Töne mit 40 und 80 Hz kann demgemäß die Oscara lauter wiedergeben, einen lauten Ton mit 40 oder 80 Hz das Hornsystem.

Da müsste man jetzt das Integral der Schallenergie über die Frequenz statistisch auswerten, um da was valides sagen zu können. Doch eher invalide, denn interessant ist wiederum nur die Schallverteilung des gerade gehörten Musikstückes und die ist bei Infected Mushroom sigifikant anders als bei einem Liederzyklus oder einem Violinquartett.

Also lassen wir das und lassen die Zahlen ein wenig auf uns wirken. Für mich kann ich sagen, dass ich mit ihnen gut leben kann: signifikante Unterschiede kann ich nicht ausmachen und das entspricht meiner Quintessenz, die ich aus meinen Hörerinnerungen ziehen würde: Mängel in der Basswiedergabe, die auf die Lautsprecher zurückzuführen wären, erinnere ich nicht. Die Umstände der Hornlautsprecher waren eher weniger günstig in dem Raum im ersten Stock, in dem Uli immer seine Vorführungen macht und wo ich "sein" Hornlautsprecher länger gehört habe. Die Hörecke in der Montagehalle ist über die Zeit ja doch zu einem besseren Hörraum gereift, wo ich Gelegenheit hatte, die Oscara zu hören. Insofern kann ich Dir keine Empfehlung in der Form an die Hand geben, dass ich einen Sieger benennen könnte. Dafür sind die Ergebnisse zu ähnlich.

Wohl aber liegen Unterschiede im Konzept. Die Oscara strebt eine konsequente Modernisierung und Verbesserung der seligen ESS AMT Monitor an, nachdem sich das Layout der AMT 1c als ungünstig erwiesen hatte. Das Hornsystem ist eine wirtschaftlich vertretbare Einbindung des Zweiwege-Riesenhorns in ein Vollbereichssystem. Damit kriegt die Frage so etwas ähnliches wie die nach dem besseren Auto: ist nun der Sportwagen besser oder doch die Limousine? Und so könnte man nach meiner Meinung besser über die Optik des Hornsystems noch einmal nachdenken, das mir doch ein wenig schmalbrüstig unter dem Horn zu ächzen scheint, wenn auch nach meiner Auffassung in erster Linie optisch. Da zeigt Abacus mit der Oscara, dass mit der Zeit der Blick auf die Gestaltung ihrer Produkte schärfer geworden ist. Sicher, eine Frage des Geschmacks.

Vielen Dank für Euer Interesse

Peter
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