KSdigital C88 Reference vs. Dynaudio LYD 48

Diskussion über aktive Schallwandler

KSdigital C88 Reference vs. Dynaudio LYD 48

Beitragvon shakti » 30.11.2018, 02:04

vielleicht fuer den einen oder anderen interessant zu lesen:

https://www.amazona.de/community/ksdigital-vs-dynaudio/

gruss
juergen
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shakti
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Beitragvon Fujak » 30.11.2018, 09:10

Hallo Jürgen,

danke für diesen Link. Die geschilderten Erfahrungen entsprechen auch meinen Klangeindrücken in Sachen Dynaudio vs. KS-Digital.

Übrigens: Auch wenn KSDigital und B&M am Ende eine Firma sind, so überzeugen mich im Gegensatz zu KSDigital die neuen B&M-Lautsprecher mit ihrem überzüchteten Hoch-Mitteltonbereich überhaupt nicht. KSDigital schafft hier eine gute Kombination aus hochauflösender, räumlich sehr gut abbildender und zugleich natürlicher Musikwiedergabe. Und das zu einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis.

Grüße
Fujak
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Beitragvon uli.brueggemann » 30.11.2018, 09:25

Irgendwas stört mich an den Bildern. Ich hab es: die aussenliegenden Hochtöner.

Grüsse
Uli
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Beitragvon Hans-Martin » 30.11.2018, 12:14

Hallo Uli,
der Verfasser ist ein Leser, wie aus der Einleitung erkennbar ist, der hier mal zum Schreiber avanciert.
Deshalb mache ich dem Leser keinen Vorwurf, dass er ein schlechter Autor ist, auch ziehe ich nicht über seine aus Fotos möglicherweise ersichtlich mangelnde Kompetenz her (wie es mancher Profi verdient hätte).
Er hat einfach die Boxen gestapelt, die kleineren nach oben, dabei sich mit den Hochtönern der LYD sehr grob an denen der C88 im Koaxialsystem orientiert. Die C88 profitiert nicht nenneswert, wenn das Koaxsystem innen liegt, schließlich ist anzunehmen, dass der zusätzliche TT erst unterhalb der Bafflestepfrequenz einkoppelt, was unter FLOW-Aspekten zwar nicht negativ ist, aber der Nutzen ist so gering, dass der unkritische Hörer ihn nicht bemerkt.
Bei den Dynaudios würde* ich eine senkrechte Aufstellung als Ausgangsbasis bevorzugen, die HT innen, die MT außen, eingewinkelt.

*die LYD48 habe ich nie gehört, aber hinreichend Erfahrungen mit den vielen Braun, Canton und auch nachfolgenden Seikritt-Konstruktionen unter Axiom und Elac, deren Strickmuster gleichartig war: TT unten, darüber HT und MT nebeneinander. Nur den teureren Modellen war gelegentlich vorbehalten, symmetrisch aufgebaut zu sein, was mehr Fertigungsaufwand bei den Gehäusen bedeutet. Nur da ist Spiegelsymmetrie, die liegenden Betrieb ermöglicht. Für den Nahbereich ergeben sich bei seitlichen Kopfbewegungen gegenläufige Kammfiltereffekte im Übergangsbereich der Weiche, weshalb ich derartige Aufstellung nur aus größerem Abstand hören möchte. Mit dieser Chassisanordnung kann man bestenfalls das geringste Übel wählen.
Wolfgang Seikritts letztes Werk war übrigens ein Koaxialkonzept, das allerdings erst posthum (er verstarb 1999, 64 Jahre alt) unter dem Namen Platon in die Fertigung ging. WS war sehr kommunikativ, hätte sicherlich ein angesehenes Forumsmitglied abgegeben...

Wenn man (gemäß FLOW-Sensibilisierung) bei den liegenden LYD48 die HT nach innen dreht, kommt der MT über den HT, das verträgt sich oft nicht mit dem gewohnten Höreindruck, aber auch 2-Wegeriche im Original mit inverser Chassisanordnung (HT unter TT) können mit HT nach oben gedreht konfus klingen, egal, aus welchen vertikalen Winkel abgehört.
Immerhin gibt es Monitore, bei denen die MT/HT Kombi auf einer drehbaren Platte der Aufstellung angepasst werden kann.
Für meine Ohren haben koaxiale Systeme oft etwas Bestechendes, und FLOW mache ich lieber elektronisch.
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon Thomas K. » 01.12.2018, 09:38

Hallo,
die aufgezählten Mankos der Dynaudios

"Dynaudio:
neigt zu nasaler Mittenwiedergabe
zurückhaltende Basswiedergabe
Stimmen werden künstlich vergrößert
durchschnittliche Präzision und Räumlichkeit"

entsprechen denen der passiven Modelle von Dynaudio, die ich früher mal besessen habe.
Schon erstaunlich, daß man da nichts verbessert hat.
Die Vorgängerin der C88 Reference ist mir dagegen in positiver Erinnerung.
Was mich allerdings am Vorgängermodell gestört hat, war die Ortsanpassung über nicht gerastete, und unmarkierte Potis.
Da empfinde ich eine digitale Lösung, bei der die Einstellungen angezeigt werden, als das kleinere Übel.

Viele Grüße
Thomas
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Beitragvon Hans-Martin » 01.12.2018, 12:29

Thomas K. hat geschrieben:Hallo,
die aufgezählten Mankos der Dynaudios

"Dynaudio:
neigt zu nasaler Mittenwiedergabe
zurückhaltende Basswiedergabe
Stimmen werden künstlich vergrößert
durchschnittliche Präzision und Räumlichkeit"
Hallo Thomas,
die nasale Mittenwiedergabe hätte ich auf den Membranmitteltöner zurückgeführt,
die zurückhaltende Basswiedergabe kenne ich , seit der Trendwende Mitte der 1980er als bei Dynaudio eine Abkehr von einer vergleichsweise dunkler timbrierten hin zur hellen Klangbalance, wo mit Kalottenmitteltönern eine Leichtfüßigkeit und Luftigkeit von Frauenstimmen einkehrte.

Zur durchschnittlichen Präzision und Räumlichkeit (unter R. verstehen viele sehr unterschiedliche Aspekte, sollte eigentlich den die Bühne umgebenden Raum, nicht die Fokussierung und Kohärenz der einzelnen Instrumente betreffen):
Es verwundert nicht, wenn im Vergleich mit einem Koaxialsystem die sogar für Dynaudio ungewöhnliche (anachronistische, siehe meinen vorstehenden Beitrag) Chassisanordnung zu einer unbefriedigenden Wiedergabe der Abbildungsschärfe führt was m.E. die vergrößerte Stimme verursacht.
Natürlich gibt es Gründe, die Chassis so eng wie möglich auf der Schallwand zu platzieren.
Aber warum Dynaudio sich für diese Anordnung MT /HT entschieden hat, und nicht für die Alternative (getauschte Plätze), muss Dynaudio begründen.
Nach meiner Erfahrung mit LS dieser Chassisanordnung würde ich die 4 Möglichkeiten der Aufstellung klanglich so ordnen (schlechteste zuletzt, das geringste Übel zuerst):
Stehend, Hochtöner innen, MT außen, TT unten, Box stark eingewinkelt.
Meine Option (leider nicht angeboten):Liegend, HT innen oben, MT innen unten, TT außen, Box stark eingewinkelt.
Liegend, HT innen unten, MT innen oben, TT außen, Box stark eingewinkelt.
Liegend, Hochtöner außen (und MT darunter). Erfahrungsgemäß klingt das mit allen Boxen, wo ich das ausprobiert habe, nicht gut.
Stehend, TT oben, HT außen, MT innen.
Die Geometrie der Anordnung halte ich für akustisch relevanter als die Qualität der Elektronikausführung (Eingehaltener Stand der derzeitigen Handwerkskunst vorausgesetzt)
Grüße
Hans-Martin
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Beitragvon Hans-Martin » 01.12.2018, 15:19

Hans-Martin hat geschrieben:Meine Option (leider nicht angeboten):Liegend, HT innen oben, MT innen unten, TT außen, Box stark eingewinkelt.

Hallo,
Georg hat mich dankenswerterweise darauf hingewiesen, dass man die linke Box nach rechts stellen kann, dann kann man diese Konstellation auch erreichen.
Grüße
Hans-Martin
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