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Langzeiterfahrung (Neumann KH 120) bzgl. Ausfälle/Defekte/Reparaturen

Diskussion über aktive Schallwandler
dirkhajo
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Beitrag von dirkhajo » 09.11.2019, 20:54

Hallo Tobias,
Pittiplatsch hat geschrieben:
09.11.2019, 16:15
Bei mir hatte es relativ kurz nach Ende der Garantie bei einer meiner KH120 die Elektronik zerlegt. Ok, das kann passieren.
Nein, finde ich absolut nicht! Heutzutage kann jeder Hersteller, wenn er es will, zuverlässige Elektronik/Lautsprecher entwickeln und bauen, insbesondere auch, wenn er es mit der Qualitätskontrolle Ernst nimmt. Irgendwie fällt mir direkt das Thema geplante Obsoleszenz ein...
Pittiplatsch hat geschrieben:
09.11.2019, 16:15
Man sollte halt vorher wissen das die Reperatur bei der KH120 in solch einem Fall fast so teuer ist wie eine neue Box weil die komplette Platine getauscht wird. Haette ich das vorher gewusst haette ich von dem Prozedere (einschicken etc.) Abstand genommen und die defekte KH120 einfach entsorgt und neu gekauft... Aber das wird einem vorher nicht gesagt auch wenn man beim Service nachfragt und das Problem recht genau beschreibt (Defekt auf der Hauptplatine).
Wurde Dir da keine Kulanz von Neumann aus angeboten? Hast Du Dich im Anschluss einmal an die Geschäftsleitung gewandt und beschwert?

Viele Grüße
Dirk
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Pittiplatsch
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Beitrag von Pittiplatsch » 09.11.2019, 21:46

Hallo Dirk,
dirkhajo hat geschrieben:
09.11.2019, 20:54
Wurde Dir da keine Kulanz von Neumann aus angeboten? Hast Du Dich im Anschluss einmal an die Geschäftsleitung gewandt und beschwert?
nein, gar nicht. Es gab das grosszuegige Angebot mir den LS zu meinen Kosten kaputt zurueckzuschicken. Besonders aergerlich da ich vorher in Kontakt war und recht klar war das die Platine kaputt war. Beschwert habe ich mich nicht - ich hatte bereits genug Zeit damit vergeudet um mich noch mehr rumzustreiten... Ich hab meine Schluesse gezogen und das war wohl mein letzter Neumann LS den ich gekauft habe.
Heutzutage kann jeder Hersteller, wenn er es will, zuverlässige Elektronik/Lautsprecher entwickeln und bauen, insbesondere auch, wenn er es mit der Qualitätskontrolle Ernst nimmt. Irgendwie fällt mir direkt das Thema geplante Obsoleszenz ein...
das sehe ich nicht ganz so hart. Ich hatte halt Pech. Im allgemeinen scheint die Ausfallrate recht gering zu sein, sonst wuerde man mehr davon lesen.

Viele Gruesse,
Tobias
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chriss0212
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Beitrag von chriss0212 » 09.11.2019, 22:55

Hallo Dirk
dirkhajo hat geschrieben:
09.11.2019, 20:54
Nein, finde ich absolut nicht! Heutzutage kann jeder Hersteller, wenn er es will, zuverlässige Elektronik/Lautsprecher entwickeln und bauen, insbesondere auch, wenn er es mit der Qualitätskontrolle Ernst nimmt. Irgendwie fällt mir direkt das Thema geplante Obsoleszenz ein...
Sorry, aber das ist Quatsch! Man kann Elektronik nicht so entwickeln, dass man sicher keine Ausfälle hat. Warum gibt es denn überall auf der Welt wo Elektronik in wichtigen Bereichen eingesetzt wird Backup Geräte die mitlaufen? Weil die alle keine Ahnung haben?

Ich selber benutze im Bereich der Veranstaltungswelt Technik, die zum Teil weit mehr als 100.000,- Euro kostet ... und auch wir nutzen in Veranstaltungen zum Teil komplette Backups um halbwegs sicher durch Veranstaltungen zu kommen.

Woran jeder Hersteller arbeiten kann ist der Service und der transparente Umgang mit Problemen. Hier können leider viele besser werden.

Viele Grüße

Christian
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Hans-Martin
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Beitrag von Hans-Martin » 09.11.2019, 23:26

Hallo,

als deutsche Unternehmen noch die gebohrten Leiterplatten mit bedrahteten Bauteilen (von Beyschlag, Wima, Roederstein & Co.) bestückten und schwallverlöteten, war die Zuverlässigkeit noch groß.

Heute sind vielbeinige SMD-Chips und Computer-gestützte Bestückung eine andere Herausforderung, da ist ein Bauteil-Leiterplattenkontakt schon möglich, obwohl die Verlötung nicht erfolgreich war, was erst ein kritischer Blick unter der binokularen Vergrößerung verrät. Das geht nur eine gewisse Zeit gut, dann macht sich Oxidation bemerkbar oder die Ausdehnung bei Erwärmung, Zusammenziehung bei Abkühlung.

Wenn obendrein dann der bauernschlaue chinesische Unternehmer bei der Bestückung auch noch gefälschte Bauteile unterjubelt, wo z.B. Elkos mit Schrumpfschlauch und Aufdruck der nächsten Spannungsklasse die Reserve wegnehmen, die der Entwickler eingeplant hat, muss es irgendwann (=früher als erwartet) schief gehen.

Kürzlich musste ich lernen, dass das eigentlich geschützte CE Zeichen in zum Verwechseln ähnlicher Form "China Export" bedeutet. Aufgrund negativer Erfahrungen hat Sennheiser sich schon vor langer Zeit aus China als Produktionsstandort zurückgezogen. Wer weiß, wo die ausgefallenen Neumänner ihre Leiterplatten bestückt bekommen hatten?

Grüße
Hans-Martin
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chriss0212
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Beitrag von chriss0212 » 10.11.2019, 00:02

Hallo Hans- Martin

Ich verstehe gar nicht, warum man ein CE Kennzeichen fälschen sollte. Es darf ja jeder ohne jegliche Prüfung auf seinen Geräten anbringen so lange er im Zweifel nachweisen kann, dass die erforderlichen Kriterien erfüllt.

Das sagt z.B. der TÜV:
Was versteht man unter CE-Kennzeichnung?
Das Kürzel CE steht für „Conformité Européenne“, also europäische Konformität. Die CE-Kennzeichnung besagt, dass ein Produkt die Anforderungen aller gültigen EU-Richtlinien erfüllt. Es handelt sich also nicht um ein Gütesiegel oder Qualitätszeichen, sondern – salopp ausgedrückt – um den „Reisepass“ für europäische Produkte: Ein Produkt mit CE-Kennzeichnung darf in jedem Mitgliedstaat der EU betrieben und vermarktet werden.

Das Kennzeichen selbst benötigt eine schriftliche Bestätigung des Herstellers, die sog. Konformitätserklärung. Mit ihr versichert er, dass das Produkt alle Anforderungen der für es maßgeblichen EU-Richtlinien erfüllt. Die Konformitätserklärung muss jeder Hersteller als Teil seiner Technischen Dokumentation bereithalten und bei Anforderung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden zeitnah zur Verfügung stellen.
Und ich bin mir relativ sicher, dass Asiatische Hersteller die professionelle Geräte im k€ Bereich herstellen auf gefakte Kondensatoren verzichten ;)

Im NoName Markt bin ich jedoch bei Dir.
als deutsche Unternehmen noch die gebohrten Leiterplatten mit bedrahteten Bauteilen (von Beyschlag, Wima, Roederstein & Co.) bestückten und schwallverlöteten, war die Zuverlässigkeit noch groß.
Leider kann ich nicht mehr nachvollziehen, wie viel tausend Geräte namhafter Deutscher Hersteller ich in meiner Vergangenheit repariert habe... auch in der Garantiezeit. Ist jedoch schon sicherlich 20 Jahre her, dass ich in diesem Bereich gearbeitet habe. Damals gab es im Bereich der Consumerelektronik jedoch tatsächlich noch große qualitative Unterschiede. Heute habe ich diesen Eindruck bei namhaften Produkten nicht mehr.

Viele Grüße

Christian
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