Aktivlautsprecher in der Zeitschrift "Audio"

Diskussion über aktive Schallwandler

Beitragvon MichaNRW » 14.08.2015, 13:33

RS.schanksaudio hat geschrieben:Genau aus dem Grund kann ich mit Klangbeschreibungen und der entsprechenden Presse nichts anfangen.

In den Fachmagazin für Professionals finden sich genauso Klangbeschreibungen/Hörtest wie auch in den nur für den Konsument (DAU) verfassten Magazinen wieder. Mal ehrlich, wer hört den schon im Messlabor Musik. Daher dürfen Klangbeschreibungen nicht fehlen und sollte man sich persönlich in den hochsubjektiven Wahrnehmungsberichten mit dem persönlichen Hörerfahrungen/Hörempfinden beim Redakteur wiederfinden können, um so besser;) (Bei CD-Musikempfehlungen ein ganz wichtiges Thema) So werden eigentlich alle Ansprüche abgedeckt und man hat die frei Wahl - gut so.

Was mich an den Zeitungen stört, ist die kürze der Artikel - hier ist das Internet klar im Vorteil und Zeitungen sind nur ein erster Appetitanleger (Mein Neffe sagt: News Pappen voll gestopft mit Werbung - Ausnahme Magazine habe ich oben angesprochen.)

Beispiel für kurzen Magazin-Artikel: hier
Beispiel wie man es Online (vielleicht besser) machen kann: hier
Beispiel wie es genau richtig ist: viewtopic.php?p=100287#p100287 ;)

Grüße
Michael
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Beitragvon Thomas K. » 14.08.2015, 13:40

RS.schanksaudio hat geschrieben:Meiner Erfahrung nach, haben Konstruktionen, die bei einer kritischen Würdigung auf der fachlichen Ebene gut dar standen, immer gut geklungen. Umgekehrt was das höchst selten der Fall. Für mich bedeutet "gut geklungen" = neutral und ungesounded, also eine Reproduktion dessen was im Abmischstudio angedacht war. Und das ist genauso ein emotionales Erlebnis, inkl Wußwippen, wie bei einem gesoundeten Lautsprecher.

Ich verstehe und toleriere aber auch den Umstand, dass man gezielt von der neutralen Reproduktion abweicht und eine Verfärbung nach seinem individuellen Geschmack bevorzugt. Genau aus dem Grund kann ich mit Klangbeschreibungen und der entsprechenden Presse nichts anfangen.

Hallo BKB,

Sounding ist nicht das was ich meine. Ein Forenkollege, (Heule) der eine Zeit lang alle möglichen Lautsprecher zur Probe hatte, hat diese freundlicherweise auch in meinem Hörraum aufgestellt, da mich die natürlich auch interessierten.

Um mal zwei herauszugreifen, eine neutrale K+H O300 hat mich, obwohl ich deren Vorzüge hörte, letztendlich kalt gelassen, eine Geithain MO-2, ebenfalls ein neutraler Lautsprecher zog mich dagegen regelrecht in die Musik. Aufstellungsort und Elektronik waren identisch. Preislich liegen die beiden ebenfalls relativ gleich.

muß man hier doch sagen, in punkto Fußwippen, gibt es Unterschiede zwischen neutral und neutral :o .

Viele Grüße
Thomas

PS ich weiß, ich weiß, Diffusschall ... dem halte ich entgegen, daß ich im (gerade noch) Nahfeld höre, und jeder Lautsprecher mindestens 1,10m von jeglicher Wand entfernt ist, genau wie der Hörplatz.
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Beitragvon Truesound » 14.08.2015, 16:57

Na ja, wobei die MO 2 fast eher der KH 120 vom -3 dB Frequenzgang entspricht ... Das Abstrahlverhalten des jeweiligen LS macht da eine ganze Menge in recht unbehandelten Räumen aus ...

Grüße Truesound
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Beitragvon O.Mertineit » 14.08.2015, 17:23

Foretpianus hat geschrieben:Aber, schreibt die AUDIO, klingt nur gut an manchen Röhrenverstärkern, da staunt der Laie und wundert sich der Fachmann noch mehr.


Hallo Gert,

daß der o.g. LS einer technisch anerkannten Definition von "Klangqualität" kaum entsprechen kann, darin stimme ich zu:

http://www.stereophile.com/content/voxa ... asurements

Es ist jedoch so, daß (Pseudo-) Hörner und "de facto Quaterwave Speaker", welche nicht selten mit extrem schwankenden akustisch-/mechanischen Impedanzen (vulgo "Resonanzen", vgl. Impedanzverlauf im Tiefton lt. "Stereophile" Messung ...) zu kämpfen haben, oftmals von einer höheren Ausgangsimpedanz des Verstärkers - bis hin zu einer Stromsteuerung - profitieren können, weil dadurch diese Effekte u.U. abgemildert werden. Der Treiber bekommt in den el. Impedanzminima - die typischerweise mit schmalbandig erhöhter Abstrahlung durch das Pseudo-Horn einhergehen - einfach nicht mehr soviel Strom "zu fressen" ...


Beispielartikel:
"Acoustical Horns And Waveguides" von Jean-Michel Le Cléac’h
http://www.rintelen.ch/download/JMMLC_h ... _etf10.pdf

Hier findet sich u.a. eine Analyse von Herrn Jazek Zagaja auf S.84. , wo dieselbe Treiber/Horn Kombinaton jeweils einmal mit Spannungssteuerung und einmal mit Stromsteuerung (hoher Innenwiderstand des Verstärkers) betrieben wird.

Trotz aller Zweifel an Vorgehensweise und Einschätzung der "Audio" - die ich übrigens teile - könnte in dieser o.g. Teilaussage ein "Körnchen" Wahrheit stecken, wenn hier Verstärker mit (sehr) geringem Dämpfungsfaktor angesprochen sein sollten.

Trotzdem wäre es "nicht meine Art Technik" ...


Grüße Oliver
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Beitragvon beltane » 15.08.2015, 08:31

Hallo zusammen,

im Audio Test der Kii schreibt Wolfram Eifert sinngemäß, dass die Überlegenheit des Aktivkonzepts seit Jahren bekannt ist.

Wenn man dann ergänzend das Preis-/Punkteverhältnis von Passiv- zu Aktivlautsprechern unter Berücksichtigung der Kosten für hochwertige Endstufen und Lautsprecherkabel herstellt, dann sind Aktivsprecher fast immer die bessere Wahl.

Die Autoren dieser Zeitschriften wissen es also durchaus - ganz unabhängig von der Qualität der Testberichte insgesamt.

Verlage verfolgen mit ihren Zeitschriften - zumindest auch - einen wirtschaftlichen Zweck. Sie müssen sich bei der inhaltlichen Gestaltung auf die Mehrzahl der Käufer einstellen - und die sind wie ich eher technische Laien. Und sie benötigen ebenso Inserenten und müssen daher auch und vor allem Passivkonzepte testen - denn die Mehrzahl der Hersteller bauen nun einmal Verstärker und/oder Passivboxen.

Ich persönlich nutze die Zeitschriften daher ausschließlich zur Orientierung und als Ideengeber für neue CDs. In diesem Sinne macht es mir Spaß, darin zu stöbern, wohl wissend, nicht alles so ernst zu nehmen.

Viele Grüße

Frank
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Beitragvon aktivator » 15.08.2015, 09:23

Hallo Frank

Danke, mein Reden, ok einziger Kritikpunkt verglichen ersten Jahre der Audio und & stark gestiegene Werbung. Allerdings ohne würden die Blättchen wohl schon über 12€ kosten.

Gruss Andreas (der gerade in der neuesten Audio blättert) :wink:
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Beitragvon Malte » 20.08.2015, 10:47

Hallo Zusammen,

um Rudolfs Frage aus dem Parallelthread zu beantworten, was mit der AUDIO wird:

Es stimmt, alle Redaktionen und Abteilungen am Standort Stuttgart der WMP wurden ins Hauptquartier nach Haar bei München umgezogen. Das gilt sowohl für die AUDIO als auch für das hauseigene Labor testfactory.

Stand der Dinge AUDIO: die bisher in Stuttgart beheimatete Redaktionsleitung hat leider das vom Verlag unterbreitete Angebot nicht angenommen. Neuer Chefredakteur ist Andreas Eichelsdörfer, der bei uns im Haus bisher Fachmagazine geleitet hat, einen Chef vom Dienst/leitenden Redakteur gibt es ebenfalls schon, und weitere Redakteursstellen sind ausgeschrieben

Labor: Das gesamte Hifi-Labor ist mittlerweile umgezogen, wir haben im Haus einen neuen Lautsprecher-Messraum bekommen, der ebenfalls schon steht. Wer weiß, wie ein reflexarmer Raum gebaut ist, kann sich den Aufwand in etwa vorstellen. Unser bisheriger Laborleiter Peter Schüller geht in den wohlverdienten Ruhestand, Nachfolger als Laborleiter ist Bernd Theiss (Ex-Entwickler Audio Physic). Wie ich mich gerade selbst überzeugen konnte, arbeiten einzelne Messplätze des Labors schon wieder am neuen Standort

Bei Fragen - jederzeit gerne!

Viele Grüße

Malte
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Beitragvon cassco » 17.02.2016, 14:27

Mahlzeit zusammen,

in der aktuellen Ausgabe der Audio sind mal wieder aktive drin:

- Audium Comp 9
- BM Line 25
- Dynaudio 600 XD
- Elac Air-X 407
- Nubert Nupro A-500

und noch besser: den kompletten Jahrgang 2015 gibts als PDF auf CD :cheers:
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Beitragvon Dave » 20.02.2016, 21:47

cassco hat geschrieben:Mahlzeit zusammen,

in der aktuellen Ausgabe der Audio sind mal wieder aktive drin:

- Audium Comp 9
- BM Line 25
- Dynaudio 600 XD
- Elac Air-X 407
- Nubert Nupro A-500

Wie durch ein Wunder hat die Line25 den Test gewonnen. ;) Was mich aber sehr beeindruckt hat war der Frequenzgang der Nubert denn der ist in der Tat wie mit dem Lineal gezogen.
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Beitragvon Vangogh » 20.02.2016, 22:08

cassco hat geschrieben:... und noch besser: den kompletten Jahrgang 2015 gibts als PDF auf CD :cheers:


Anmerkung: Den gibt es auch in der aktuellen Stereoplay Ausgabe. :cheers:

Grüße
Sven
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Beitragvon cassco » 12.01.2019, 12:27

Vangogh hat geschrieben:
cassco hat geschrieben:... und noch besser: den kompletten Jahrgang 2015 gibts als PDF auf CD :cheers:


Anmerkung: Den gibt es auch in der aktuellen Stereoplay Ausgabe. :cheers:

Grüße
Sven


...same procedure as every year:
auf beiden aktuellen Ausgaben klebt der komplette Jahrgang 2018 :mrgreen:

Gruß
Sascha
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