Geithain ML 811K1

Diskussion über aktive Schallwandler

Beitragvon seth » 12.06.2018, 18:20

Hallo Rainer,

Vielen Dank für Deine kompetente und sehr einleuchtende Antwort. Gerade der Minimalismus gefällt mir sehr bei der ML 811K1. Mein Wohnzimmer ist zwar recht gross, aber der Hörabstand ist nur knapp über drei Meter. Muss mir die Preziosen irgendwann mal anhören. Ist schon ein Preis durchgesickert?

Herzlichst, Seth
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Beitragvon Eusebius » 12.06.2018, 18:22

Das Paar kostet ca 30k inkl. abgesetzter Verstärkereinheiten (im Studio-Look) mit DSP an Bord.
Knapp über 3 m Hörabstand reicht schon.
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Beitragvon nemu » 12.06.2018, 18:51

Hallo zusammen,

Geithain hat mit der 811K1 sicher in feines Produkt auf die Beine gestellt. Ich freue mich auch schon darauf mir dieses bei Claus anzuhören.

Was mich persönlich jedoch daran stört sind die digitalen Endstufen und der DSP. Als passionierter Analoghörer - also „Vinyl-Verückter“ - streuben sich hierbei die Nackenhaare bei mir, auch wenn dies vielleicht unbegründet sein mag. Bei einer Anlogen Quelle fühle ich mich mit einer vollständig analogen Kette einfach wohler.

Gruß Stephan
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Beitragvon Mister Cool » 12.06.2018, 19:26

nemu hat geschrieben: Als passionierter Analoghörer - also „Vinyl-Verückter“ - streuben sich hierbei die Nackenhaare bei mir, auch wenn dies vielleicht unbegründet sein mag. Bei einer Anlogen Quelle fühle ich mich mit einer vollständig analogen Kette einfach wohler.

Weißt Du, wieviele digitale Komponenten/Bearbeitungsschritte die Aufnahmen passiert haben, bevor sie „analog“ auf das Vinyl gepresst wurden? Also auf den einen zusätzlichem digitalen Schritt kommt es nicht an. :lol:

An eine vollständige analoge Kette glaube ich schon seit langem nicht mehr.

Grüsse,
Alwin
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Beitragvon Eusebius » 12.06.2018, 19:30

Hallo Stephan!

Schaltendstufen und DSP haben heute einen so hohen Entwicklungsgsstand erreicht, dass es für deine Vorbehalte klanglich keine Gründe mehr gibt. Die Vorteile überwiegen bei weitem. Mehr als 3 KW Verstärkerleistung pro Box wären mit konventioneller Verstärkertechnik kaum zu machen.

Gruß!
Rainer
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Beitragvon shakti » 12.06.2018, 19:38

welche Geraete empfiehlst Du?
Mit Hypex ucd und ncore sowie den B&O Ice Modulen bestueckte Endstufen, sein es Mola Mola oder Jeff rowland konnte ich noch nie befriedigend Musik hoeren, von den warm gesoundeten Devialet Verstarkern moechte ich da erst gar nicht anfangen. Auch Acourate gefaltete files habe ich noch nicht klanglich befriedigend gehoert, da kann ich Stephans Beduerfnis nach einer rein analogen Kette gut nachvollziehen.

Digital gemasterte Platten fallen auch zumeist negativ auf...

Gruss
Juergen
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Beitragvon Tinitus » 12.06.2018, 19:44

Hallo Stephan,

vor kurzem musste ich schmunzeln als jemand meinte, die Unterlegenheit von aktiven wären evident, da aktive Weichen ein klanglicher Nachteil wären und es erwiesen sei, dass nur Class A Verstärker ohne negatives Feedback klanglich akzeptabel seien.

Dieser LS soll enorme Lautstärken auf bis zu 8 m Hörabstand liefern, dazu hat er eine Leistung von bis zu 3,1 kW pro Kanal. Selbst in Class AB würden die Kühlkörper enorm ausfallen. Der Anwendungsfall diktiert die Verwendung von Class D Verstärker. Ob man die als digital beschreiben darf, darüber lässt sich streiten. Merken die Signale ob sie durch eine amplituden modulierte Gleichspannung oder durch eine pulsierten modulierte Gleichspannung, die zugegebenermaßen nur zwei Amplitudenzustände kennt übertragen werden? Mag sein, dass jeder da seinen persönlichen Geschmack hat, ich vermute, dass das klangliche Ergebnis eher durch die Güte der Umsetzung als durch die Art der Verstärkung beeinflusst wird.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Eusebius » 12.06.2018, 19:58

Ich kann Uwe nur zustimmen.
Klangliche Unterschiede von Aktivboxen auf die Verstärkertechnik zurückzuführen halte ich für verwegen.
Es ist auch nicht so, dass Jochen Kiesler die Schaltendstufen nur genommen hätte, weil es bei der geforderten Leistung nicht anders geht.
DSP ist heute auch kein "Problem" - eher ein Segen.
Der Equalizer des kleinen AdI-2 DAC für 999,- z.B. hat keinerlei klangliche Nachteile.
Den kann man auch in Nullstellung per FB unterbrechungsfrei ein- und ausschalten. Kein Unterschied.
Hat man aber Parameter eingestellt, hört man beim Zuschalten genau DIESE Klangveränderung. Darüber hinausgehende Klangveränderungen oder gar -Einbußen gibt es nicht.

Der Digitaltechnik haftet in Highenderkreisen immer noch ein schlechtes Image an.
Heute ist das nicht mehr zu rechtfertigen.

Gruß!
Rainer
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2 bis 3 Blöcke Biblis A nur für Stand-by bei 40 Mio. Haushal

Beitragvon musikgeniesser » 13.06.2018, 09:45

Liebe Geithainer,
liebe Forenten,

die Leistungselektronik von Geithain hat offenbar keine Stand-by-Vorrichtung. Bei der ML 811K1 lese ich 50 VA Stromverbrauch im Stand-by. Bei dieser Box mag das ok sein, da es eine Profi-Box ist und ich mir vorstellen könnte, dass Stromspar-Vorschriften dort nicht gelten. Außerdem ist die Elektronik ausgelagert, sodass immerhin die Möglichkeit besteht, die Boxen manuell ein- und auszuschalten.

Spätestens bei den Endkunden-Boxen wird das für mich aber unklar. Die ME 800K hat einen solchen Stromverbrauch von 42 VA, obgleich ich denke, dass die EU-Stromsparvorschriften anwendbar sind

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/dokumente/datenblatt_oekodesign-richtlinie_standby-_und_schein-aus-_off-mode-verluste_und_verluste_im_vernetzten_bereitschaftsbetrieb.pdf

die ich eben überflogen habe. Wie gesagt, ich kann mir nur schwer vorstellen, dass man meinen könnte, dass Aktivboxen hiervon

Ökodesign-Richtlinie hat geschrieben:Unterhaltungselektronik: Radiogeräte, Videokameras, Videorekorder, Hi-Fi-Recorder, Audioverstärker, Heimkinosysteme, Musikinstrumente, sonstige Geräte zur Aufnahme und Wiedergabe von Bild und Ton auf anderem Wege als über Telekommunikationskanäle durch Signale oder auf andere Weise


nicht erfasst werden. Hinzu kommt, dass bei der ME 800K zum Beispiel die Leistungselektronik hinten eingebaut ist. Niemand kriecht zum Musikhören jedesmal hinter die Boxen.

Ich gebe zu, dass ich etwas irritiert bin. Oder ist das heutzutage unter Euch Geithainern längst SOP (Standard Operating Procedure), dass Ihr fernbedienbare Zwischenstecker einsetzt, um die Boxen bequem zu schalten? Vielen Dank im Voraus.

Danke für Euer Interesse

Peter
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Beitragvon jackelsson » 13.06.2018, 10:23

Lieber Peter,

sollte es tatsächlich so sein, dass Du Deine Cabasse auf Presspassung an der Wand stehen hast? In schier unglaublichen Verrenkungen dahinter kriechen musst, um einmal die Rückseite zu sehen?! Bewundernswert...

Also, bei mir stehen die MEGs frei im Raum, ich kann bequem dahinter lustwandeln. Auch alle anderen Geithain besitzenden Forenkollegen, die ich bisher besuchen durfte, haben die Lautsprecher mit so ausreichend Abstand von der Wand aufgestellt, dass sich die Frage, ob man denn nun ein Schlangenmensch sein muss, um an den Netzschalter zu kommen, einfach nicht stellt. Wenn das bei Dir anders sein sollte, könntest Du möglicherweise Deine Lautsprecheraufstellung mal hinterfragen.

Was die Leistungsaufnahme angeht: sind denn Verstärker im passiven Bereich da besser aufgestellt? Ich dachte immer nein.

Gruß,
Swen
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Beitragvon Eusebius » 13.06.2018, 10:37

Hallo Peter!

Auch ich beginne meine Musiksessions mit der schon zum Ritual der Vorfreude gewordenen Betätigung aller vier harten Netzschalter an der Rückseite der Boxen. Jedes Modell aus Geithain hat einen solchen Schalter.
Dass das ein Problem sein soll, habe ich noch nie gehört.

Gruß!
Rainer
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Beitragvon chriss0212 » 13.06.2018, 11:54

Hallo Peter

die Leistungselektronik von Geithain hat offenbar keine Stand-by-Vorrichtung. Bei der ML 811K1 lese ich 50 VA Stromverbrauch im Stand-by.

Wenn sie kein StandBy hat, kann sie doch nicht 50VA im StandBy Modus ziehen... oder verstehe ich jetzt etwas falsch?

Wenn Die Lautsprecher KEINEN StandBy mode haben, sind sie ja von der EU-Stromsparvorschrift auch nicht betroffen.

Oder?

Viele Grüße

Christian
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Beitragvon frmu » 13.06.2018, 12:54

Moin,

ich kann Christian nur beipflichten ... !!!!

Außerdem muss man sich an "Öko-Design-Richtlinien" halten?????



Gruß
Frank
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Beitragvon musikgeniesser » 13.06.2018, 15:09

Lieber Swen,
lieber Rainer,
liebe Forenten,

meine Cabasse-Boxen haben gar keine Schalter, was ich sehr bedauerlich finde. Ich finde es falsch, wenn Geräte derart viel Strom im Leerlauf verbrauchen. Ferneinschaltung über Quellgeräte finde ich immer noch am besten, ist aber kaum vermünftig realisierbar. Auch das bedaure ich.

Sehr vorbildlich, wenn Geithains Lautsprecher so unkompliziert vom Netz genommen werden können. Sehr erfreulich, dass Ihr von dieser Möglichkeit tatsächlich Gebrauch macht. Ständig Kabel zu stecken ist eine lebensferne Vorstellung, jedenfalls mache ich das nicht. Ich denke über eine maßvolle Modernisierung meiner Anlage nach. Vielleicht fällt mir dabei auch etwas zum Stromverbrauch ein, schließlich geht es dabei ja um etwas.

Danke für Euer Interesse

Peter
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Beitragvon Jupiter » 13.06.2018, 17:54

Hallo zusammen,
Ganz an die Wand gestellt ca 40-60 cm Wandabstand zur Front des LS bedeutet bei der Geithain Auslöschungen siehe im Amplitudenfrequenzgang bei 215 - 143 Hz.

Bei anderen LS in der Regel allerdings auch.

Bei 190 - 220 cm Abstand liegt man entsprechend bei Auslöschung im Bereich von 45-39 Hz.

Je nachdem welche Mode man hat, macht es durchaus Sinn mit Abständen zu spielen, wenn es denn die Allerbeste erlaubt.

Für die 30Hz Mode hat Kissler vorgesorgt funktioniert mit P4 ganz gut , daher muß man auch nicht 280 cm in die Raum hinein.

Ca 190 cm Wandabstand plus Einstellung an P4 funktioniert ganz gut um etwas gegen die unteren Moden anzusteuern.



Gruß Harald
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