Linn Sneaky auf Gerts Seziertisch

Gerts Modifikationen

Beitragvon martino » 27.09.2011, 10:56

aston456 hat geschrieben:die einzige Frage, die sich mir stellte, wäre die nach dem Update-Support von Linn.
Um die Updates (offiziell) zu bekommen, muß man sich sicherlich registrieren. Da könnte Linn Schwierigkeiten machen.

Hallo Kai,

die Updates laufen automatisch über die Konfig Software sobald man sie auswählt. Registrieren braucht man sich dafür nicht. Letzteres spielt nur eine Rolle, wenn man technische Probleme hat - es z.B. um einen Garantie-Fall geht, und man persönlich oder über einen Händler mit Linn in Kontakt treten will/muss. Was aber wohl äußerst selten vorkommt. Ich habe meinen Majik DS gebraucht gekauft. Der Vorbesitzer hatte ihn noch nicht registriert, also habe ich es getan. Ging problemlos. Ich denke das ist alles nicht so problematisch wie es hier dargestellt wird...

Martin
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Beitragvon Fortepianus » 27.09.2011, 19:04

Hallo Leute,

meinen Sneaky vom Hamburger Händler (Herr Schmidt-Zähringer, Best Sounds) habe ich ohne Schwierigkeiten bei Linn registriert. Und der technische Support von Linn ist mir recht egal, weil die sich sowieso nicht mehr dafür interessieren würden, wenn Sie erführen, was ich an dem Sneaky so alles gemacht habe :cheers: .

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon Rudolf » 28.09.2011, 12:19

Hallo Gert,

ich habe eine Frage nach dem Zwischenstand deiner Sektion bzw. der geplanten Gertifizierungen:

So wie ich es verstanden habe, soll der Sneaky wie folgt optimiert werden:

1. Säuberung des Taktes, so dass die Sauberkeit des G-Sonos bei allen Taktraten erreicht wird.

2. Davon profitieren sollen sowohl der S/PDIF-Ausgang als auch der interne DAC.

3. Da wohl insbesondere der interne Wandler für den "Linn-Klang" verantwortlich ist, ist die Nutzung des analogen Ausgangs von größtem Interesse.

Meine Frage lautet daher: Planst du eine Modifikation des Analogteiles dahingehend, dass man mit dem Sneaky DS Aktivlautsprecher auch direkt wird treiben können? Oder ist das schon jetzt möglich? Ich gestehe, den Überblick ein wenig verloren zu haben ...

Viele Grüße
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Beitragvon martino » 28.09.2011, 12:58

Rudolf hat geschrieben:(...) 3. Da wohl insbesondere der interne Wandler für den "Linn-Klang" verantwortlich ist, ist die Nutzung des analogen Ausgangs von größtem Interesse.

Meine Frage lautet daher: Planst du eine Modifikation des Analogteiles dahingehend, dass man mit dem Sneaky DS Aktivlautsprecher auch direkt wird treiben können? Oder ist das schon jetzt möglich? Ich gestehe, den Überblick ein wenig verloren zu haben ...

Hallo Rudolf,

zumindest zur letzten Frage kann ich auch was sagen - es ist jetzt schon möglich! Der Sneaky könnte Passivlautsprecher treiben, da ein Endverstärker mit an Bord ist. Er kann über die Cinch-Analogausgänge direkt Aktivboxen treiben. So mache ich das ja schon lange mit dem großen Bruder Majik DS. In dem Falle würdest Du die (wie ich finde recht gute) digitale Lautstärkeregelung im Konfig-Programm aktivieren. Oder alternativ über einen fernbedienbaren VV gehen, um letztere deaktivieren zu können und bei HD-Formaten Verluste zu vermeiden. Nimmt man Linn-VV, lassen sie sich in der Lautstärke auch über die vielen Fernbedienungs-Apps wie z.B. Kinsky fernbedienen (da auch LAN-Anschluss, oder zumindest Kommunikations-Kabel vom DS). Interessanter finde ich aber derzeit die Option, einen Abacus Prepino auszuprobieren!

Martin
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Beitragvon Fortepianus » 28.09.2011, 20:17

Hallo Rudolf, hallo Martin,

Rudolf hat geschrieben:So wie ich es verstanden habe, soll der Sneaky wie folgt optimiert werden:

1. Säuberung des Taktes, so dass die Sauberkeit des G-Sonos bei allen Taktraten erreicht wird.

2. Davon profitieren sollen sowohl der S/PDIF-Ausgang als auch der interne DAC.

3. Da wohl insbesondere der interne Wandler für den "Linn-Klang" verantwortlich ist, ist die Nutzung des analogen Ausgangs von größtem Interesse.

Meine Frage lautet daher: Planst du eine Modifikation des Analogteiles dahingehend, dass man mit dem Sneaky DS Aktivlautsprecher auch direkt wird treiben können? Oder ist das schon jetzt möglich? Ich gestehe, den Überblick ein wenig verloren zu haben ...

Status quo: Momentan fertig aufgebaut und spielfertig ist ein umfassendes Analogupgrade, bestehend aus:

- Bessere OPs (die gleichen wie in den größeren Brüdern, und, welch ein Zufall, die gleichen wie in der AGM-Elektronik)
- Eine erhebliche Verbesserung der Spannungsversorgung, bestehend aus komplett neuen Reglern für die Analogausgangsstufen und Eingriffen bei der Versorgung des DAC-Chips
- Eine dicke Ausgangstreiberstufe mit BUF634ern ohne über-alles-GK
- Dadurch möglich eine massive Absenkung des Ausgangswiderstandes

Martins Anmerkung
martino hat geschrieben:zumindest zur letzten Frage kann ich auch was sagen - es ist jetzt schon möglich! Der Sneaky könnte Passivlautsprecher treiben, da ein Endverstärker mit an Bord ist. Er kann über die Cinch-Analogausgänge direkt Aktivboxen treiben. So mache ich das ja schon lange mit dem großen Bruder Majik DS. In dem Falle würdest Du die (wie ich finde recht gute) digitale Lautstärkeregelung im Konfig-Programm aktivieren.

ist technisch korrekt, aber das klingt noch nicht optimal, weil die Ausgangsstufe des Sneaky wie auch die des Majik nicht mit der kräftigen Ausgangsstufe eines guten Vorverstärkers mithalten kann, wenn es um etwas längere Kabel wie bei Aktivboxen üblich geht. Mit dem Analogupgrade zieht man da mit sehr guten Vorverstärkern gleich.

Auf der Digitalseite habe ich bisher nur ein paar kleine Eingriffe in die Spannungsversorgung gemacht, was aber am Jittermonitor bereits deutliche Auswirkungen zeigt. Der Takt, mit dem der S/PDIF-Datenstrom rausgeschrieben wird, ist im Sneaky viel besser als derjenige, den die DAC-Abteilung geliefert kriegt. Das habe ich bei meinem Versuch, mit diesem DAC-Takt ein Reclocking am S/PDIF-Ausgang zu machen, zu spüren bekommen. So konnte ich mir auch indirekt den Jitter dieses Taktes am Jittermonitor anhören. Und so kam ich überhaupt auf die Idee, mir die Digitalsignale mal mit dem Speicheroszi genauer anzuschauen. Zur Verbesserung ist die zweite Prototypenplatine in Arbeit für ein reines Digitalupgrade, das sich bisher aber ausschließlich auf den Takt für den internen DAC bezieht. Das ist schon eine recht aufwändige Schaltung und die Frequenzen sind im Kurzwellen-Bereich, so dass ich beschlossen habe, das nicht wie beim Analogupgrade auf Lochraster aufzubauen, sondern auch schon für den Prototypen eine zweilagige lasergeschnittene Platine zu entwerfen, deren Qualität nicht nur in den verwendeten Bauteilen, sondern auch in der sauberen Signal- und Masseführung liegt. Sie ist fertig entwickelt und bestellt, aber ich warte darauf, bis sie geliefert wird. Dann muss ich das erst mal aufbauen, Material ist soweit alles beschafft, aber der erste Schuss sitzt meist noch nicht genau, da muss ich dann noch ein bisschen damit experimentieren und die Schaltung modifizieren. Wenn das dann alles so läuft wie geplant, verspreche ich mir davon in Verbindung mit dem Analogupgrade eine erhebliche Steigerung, aber das weiß ich erst, wenn alles spielt.

Die dritte Upgrade, das ich momentan sehe, wäre eine weitere Säuberung des S/PDIF-Datenstroms durch ein Reclocking. Wie schon erklärt, ist das hier aber nicht so einfach, weil ich die vierfache Frequenz meiner VCXOs vom Digitalupgrade dafür bräuchte, wenn die Schaltung 192kHz-fähig sein soll. Dazu könnte man einen sehr sauberen Sinusschwinger (z. B. mit einer Colpitts-Schaltung) aufbauen, der alle vier Perioden vom sauberen VCXO-Takt angeschubst wird, dann in ein Rechtecksignal gewandelt wird und das Reclocker-Flipflop triggert.

Allerdings sehe ich momentan die Hauptstärke eines Linn DS darin, mit seinem eingebauten DA-Wandler zur Höchstform aufzulaufen, was offensichtlich auch Linn so sieht. Dass die neuen DS alle einen Digitalausgang gekriegt haben, ist eher dem Druck durch das Gemecker der Kunden als Linns eigenem Bedürfnis entsprungen, denke ich. Wenn ich das richtig sehe, sind auch in den großen DS die Digitalausgänge nicht mit der Akribie getaktet wie die internen DACs. Je nachdem, wie gut das Ergebnis mit dem internen Wandler ausfällt, spare ich mir den Aufwand für die dritte Stufe auch.

Viele Grüße
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Beitragvon Rudolf » 28.09.2011, 20:23

Fortepianus hat geschrieben:Mit dem Analogupgrade zieht man da mit sehr guten Vorverstärkern gleich.

Danke Gert,

das wollte ich lesen! :D

Viele Grüße
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Beitragvon Rudolf » 29.09.2011, 19:37

Liebe Freunde,

gute Nachricht für alle Sneaky-Interessierten:

Ich habe mit dem von Gert genannten Händler einen exklusiven Forumstarif* ausgemacht. Silberne Sneakys sind ab Lager lieferbar, schwarze erst wieder ab Mitte/Ende Oktober <- das gibt Gert zumindest für meinen noch etwas Zeit. :wink:

*Nein, weder Gert noch ich erhalten hierfür eine Provision oder sonst einen Vorteil.

Weitere Details gerne per PN.

Viele Grüße
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Beitragvon Rudolf » 05.10.2011, 22:03

Lieber Gert,

den Sneaky habe ich zwar immer noch nicht (die schwarzen kommen erst wieder), dafür aber die nächste Frage: :mrgreen:

Wird es ähnlich wie beim Sonos einen 12V-Trigger geben?

Viele Grüße
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Beitragvon Herbert Z » 06.10.2011, 15:04

Fortepianus hat geschrieben:1. Säuberung des Taktes, so dass die Sauberkeit des G-Sonos bei allen Taktraten erreicht wird.

2. Davon profitieren sollen sowohl der S/PDIF-Ausgang als auch der interne DAC.

Die dritte Upgrade, das ich momentan sehe, wäre eine weitere Säuberung des S/PDIF-Datenstroms durch ein Reclocking. Wie schon erklärt, ist das hier aber nicht so einfach, weil ich die vierfache Frequenz meiner VCXOs vom Digitalupgrade dafür bräuchte, wenn die Schaltung 192kHz-fähig sein soll. Dazu könnte man einen sehr sauberen Sinusschwinger (z. B. mit einer Colpitts-Schaltung) aufbauen, der alle vier Perioden vom sauberen VCXO-Takt angeschubst wird, dann in ein Rechtecksignal gewandelt wird und das Reclocker-Flipflop triggert.

Gespannt verfolge ich diesen "Krimi". Wobei eigentlich ist es mehr dann nur ein Krimi. Hauptkommissar Gert geht nicht nur die Ursachen fuer einen besseren oder schlechteren Klang in akribischer Kleinarbeit auf den Grund, sondern "der Patient" wir auch noch therapiert und von den unschoenen Seiten entledigt. Immer wieder beneidenswert und genial.

Soviel ich schaetze, dass Linn von der selbst entwickelte DA-wandlung ueberzeugt ist, ich persoenlich wuensche mir immer noch einen sehr hochwertige Digitalausgang um andere Wandler anschliessen und betreiben zu koennen. Insofern interessiert mich immer noch sehr stark die Neutacktung und Saeuberung des digitalen Datenstroms. Und soweit ich es ueberblicke, gibt Linn bei den Top-modellen das grosse Geld fuer die bessere DA-Wnadlung und Analogausgang aus, wobei der Streamer vom prinzip gleich bleibt (vom Original Sneaky mal abgesehen der etwas "leichter" gebaut ist, wie hier beschrieben wurde). Da ich schon einen sehr guten Wandler besitze, bin ich eigentlich ueberwiegend an einem Top-Streamer interessiert, der auch die hochaufloesenden Formaten sehr sauber an einem Wandler weitergeben kann. Fuer das 44.1-Format habe ich ja schon den G-Sonos und geniesse ich ueber den Reclocker Esoteric G-25U immer noch sehr.

Nun moechte ich als Laie eine Anregung fuer das Reclocking machen. Ob das machbar ist ueberlasse ich den Experten:

Als Esoteric Fan moechte ich meine Anlage noch den letzten Kick in der sauberen tacktung mit einer Rb-Masterclock verpassen. Die Rb-Word Clocks gelten als die besten (und leider teuersten) auf dem Audiomarkt. Leider ist das Esoteric eigene Geraet (G-0Rb) extrem teuer (unerschwingliche 15.000$) und auch im Gebrauchtmark (alte Version) nicht fuer weniger als 6 - 7.000 $ zu haben. Auf der Suche nach Alternativen stoesst man auf den Antelope 10M, deutlich guenstiger aber immerhin noch 6,000$ im Neupreis (Gebraucht noch nicht gefunden). Das guenstigste was ich entdeckt habe, ist die Perfection 10, gebaut um die atomare Clock von Stanford Research Systems. Die PERF-10 kostet "nur" noch 3.500$. Und auch hier muss ich weiter das Sparschwein fuettern.

Nun zum eigentlichen Punkt. Die atomare Clock laesst sich auch isoliert kaufen (http://www.thinksrs.com/products/PRS10.htm) und wenn ich es richtig gelesen undverstanden haben auch selbst zusammen bauen oder in anderen Geraeten integrieren. Anscheinent braucht es einen 24V anschluss und ein paar kabel, sowie ein bischen mehr Platz (so meine laienhafte Einschaetzung). Die Clock kostet immerhin noch 1.500$, ist aber das beste und guenstigste was ich gefunden habe.

Die Frage ist nun, ob damit ein G-Sneaky als streamer in den absoluten High-End Himmel katapultiert werden kann. Und, woran ich persoenlich noch interessiert bin, ob noch ein paar zusaetzlich 75Ohm/10Mz Word-Clock Ausgaenge gelegt werden koennten (4 waere Super). Wenn machbar und moeglich, wuerde ich mich auch am Experiment beteiligen.

Beste Gruesse

Herbert
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Beitragvon Fortepianus » 06.10.2011, 15:12

Lieber Rudolf,

Rudolf hat geschrieben:Wird es ähnlich wie beim Sonos einen 12V-Trigger geben?

darüber habe ich noch gar nicht nachgedacht. Das sollte aber möglich sein. Ich erinnere mich daran, irgendwo einem Standby-Signal begegnet zu sein. Falls das eine Täuschung sein sollte, könnte man auch zur Not was aus dem LED-Signal stricken. Das blinkt allerdings beim Anmelden, und da sollten die Boxen nicht rythmisch an und aus gehen. Ich würde sagen, um solche Feinheiten kümmere ich mich, wenn die Digitalplatine läuft. Sie ist inzwischen aufgebaut und funktioniert auch soweit, aber die automatische Umschaltung zwischen den Clocks ist noch nicht ganz so, wie ich mir das vorstelle. Ich bin dran.

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon Fortepianus » 06.10.2011, 15:21

Hallo Herbert,

die Daten lesen sich natürlich gut von der Rb-Clock. Aber ich bräuchte für ein Reclocking verschiedene Frequenzen für den Streamer. Da müsste man erst mal einen Frequenzsynthesizer damit aufbauen, der selbst wieder Jitter hinzufügt. Ehrlich gesagt ist mir das gerade ein bisschen zu aufwändig. Ich bin froh, wenn ich das Linn-Upgrade am Laufen habe - das zehrt gerade alle freie Zeit auf.

Viele Grüße
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Beitragvon uli.brueggemann » 06.10.2011, 15:36

Herbert,

die Erzeugung der üblichen Audiotakte aus den 10 MHz der genannten Clocks scheint nicht ganz leicht zu ein.

Wie wäre es denn mit der FE-5680A Rubidium Clock? Deren Frequenz lässt sich einstellen. Weitere Infos hier und hier.

Die gibt es anscheinend schon für wenig Geld, 199$, siehe hier.

Gruss, Uli
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Beitragvon shakti » 06.10.2011, 21:27

hallo herbert,
die praezision der clock ist nicht alles, klangentscheidend ist eigentlich die qualitaet des pll kreises, habe seinerzeit viele clocks im vergleich gehoert, mit abstand am besten war bei mir die grimm cc1
(taktet deshalb zB auch das Stockfisch Studio)
einfach mal ausprobieren!
gruss
juergen
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Beitragvon Fortepianus » 07.10.2011, 15:45

Hallo Herbert, Uli und Jürgen,

auch ich bin der Meinung, dass der PLL ein ganz entscheidender Part im Spiel mit dem Taktstock zukommt. Die beste Clock nutzt nichts, wenn die Regelschleife zuviel Dreck einstreut.

uli.brueggemann hat geschrieben:Wie wäre es denn mit der FE-5680A Rubidium Clock? Deren Frequenz lässt sich einstellen. Weitere Infos hier und hier.

Im zweiten Link meldet sich ja mein Hauslieferant für exzellente Clocks, Guido Tent, zu Wort. Ich glaube zwar nicht wie er, dass Rubidium-Clocks prinzipiell nichts taugen, aber ich gebe zu bedenken, dass die wahre Stärke der Atomuhren die absolute Ganggenauigkeit ist, die für Audio keine große bis gar keine Rolle spielt. Hat ein Quarz eine Gangungenauigkeit von typisch 50ppm (und das wäre schon viel), dann heißt das, dass ein zehn Minuten dauernder Satz einer Sinfonie 0,03s kürzer oder länger dauert. Der Kammerton a, der meist von den Orchestern mit ca. 443Hz gestimmt wird, wäre dann 0,2Hz höher oder tiefer.

Entscheidendes Kriterium für einen guten Taktgenerator ist dagegen das Phasenrauschen (Jitter). Nimmt man einen Quarz und spannt den zwischen den Ein- und Ausgang eines Invertierers, wie das fast überall gemacht wird, hat man schon verloren. Man muss einen sehr rein schwingenden Sinusoszillator auf Quarzbasis bauen und den danach mit einem Komparator zu einem Rechteck machen, dann wird das was. Genauso wie beim Quarzoszillator kann man sicher auch bei einem Rubidiumschwinger jede Menge Fehler machen. Deshalb meine ich, nicht das Prinzip, sondern die Ausführung entscheidet über den Erfolg.

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon uli.brueggemann » 07.10.2011, 15:51

Gert,

in dem einen Link ist rechts unten ein Bild zum Phasenrauschen gegeben. Das sollte doch einen Hinweis auf einen möglichen Jitter geben, oder versteh ich da was falsch?

Grüsse, Uli
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