Linn Sneaky auf Gerts Seziertisch

Gerts Modifikationen

Beitragvon Fortepianus » 29.08.2011, 11:46

Hallo Michael,

highendsolution hat geschrieben:Die Verzerrungen bei der Lautstärkeeinstellung am iPad im oberen Stellbereich hatte ich auch bei meinem Akurate DS 1 frustrierend festgestellt. Bei Sonos funktioniert das tadellos.

ja, bei Sonos ist bei "voll aufgedreht" der Wandler genau voll ausgesteuert bei digital 0dB. Kleiner Tipp: Im Linn Config Programm lässt sich das Maximum eingeben, das möglich ist. Das habe ich auf 85 gesetzt (danach den Knopf für den Geräte-Reboot klicken). Standard bei Start ist 80, auch das lässt sich dort ändern.

highendsolution hat geschrieben:Was mich ebenfalls sehr verwundert ist der im Innern des Gehäuses nicht schwarz eingefärbte Bereich im Bereich der Platine. Hier wurde offensichtlich eine Schablone aufgesetzt während des Lackieren oder Beschichten. Da dies in der Produktion einen Mehraufwand bedeutet muss ein Sinn dahinterstecken.

Unter der Platine sitzt das Blech, das die Wärme von den Endstufen übers Gehäuse auf die innen liegenden Kühlkörper bringen muss. Deshalb muss das Gehäuse unter der Platine blank sein, damit das Wärmeleitblech guten Wärmeübergang auf's Gehäuse findet. Dafür hätte es auch ein kleinerer Bereich getan, der vom Lack frei gehalten wird, aber der Einfachkeit halber hätte ich da auch eine unbestückte Platine als Schablone genommen.

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon Franz » 29.08.2011, 12:00

Fortepianus hat geschrieben:Nun kann man ja die Lautstärke digital verändern per Kinsky.

Man sollte die Lautstärke analog mit einem sehr guten Vorverstärker regeln, aber ich rede mir hier den Mund ohnehin fusselig. Da legt man auf die Qualität einer Quelle großen Wert und regelt die Lautstärke digital. Sorry, aber ich versteh`s nicht. Und ja, der Sonos macht das wirklich besser als der Linn Sneaky. dennoch würde ich niemals auf eine gute Vorstufe zur analogen Lautstärkeregelung verzichten wollen.

Gruß
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Beitragvon Fortepianus » 29.08.2011, 12:05

Hallo Franz,

Franz hat geschrieben:
Fortepianus hat geschrieben:Nun kann man ja die Lautstärke digital verändern per Kinsky.

Man sollte die Lautstärke analog mit einem sehr guten Vorverstärker regeln, aber ich rede mir hier den Mund ohnehin fusselig. Da legt man auf die Qualität einer Quelle großen Wert und regelt die Lautstärke digital. Sorry, aber ich versteh`s nicht. Und ja, der Sonos macht das wirklich besser als der Linn Sneaky. dennoch würde ich niemals auf eine gute Vorstufe zur analogen Lautstärkeregelung verzichten wollen.

jaja, das war doch gar nicht das Ansinnen, die Lautstärke digital zu regeln, ich mach' das auch über den VV. Aber die Frage war, wann ist der Wandler im Linn optimal ausgesteuert? Das ist zumindest beim Sneaky bei genau Stellung 85 der Fall, wie meine Messung gezeigt hat.

Viele Grüße
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Beitragvon Ralf Koschnicke » 29.08.2011, 17:43

Hallo zusammen,

nun werde ich dennächst auch Besitzer eines Sneaky sein. Dann kann ich ja mal testen, ob überhaupt - was ich im RAW-Modus sehr hoffe - die originalen Bits rauskommen und bei welcher Lautstärkestellung. Eure Berichte lassen 85 vermuten oder vielleicht auch 80, wenn das als Standardwert gesetzt ist. Letztlich ist das doch die entscheidende Frage.

Die potentielle Möglichkeit für Übersteuerungen sehe ich nicht als Qualitätsmerkmal oder prinzipiellen Vorteil für Sonos. Auch jedes digitale Mischpult hat einen positiven Regelbereich. Nutz man den bei voll ausgesteuertem Material, dann zerrt es halt. Passiert analog aber auch. Man kann aber zu leises Material auch mal anheben. Das ist wohl Sinn und Zweck dieser Kalibrierung.

Qualitätsmerkmal ist vielmehr die Rechengenauigkeit. Linn rechnet mit 35Bit und gefolgt von Dither(!) Dabei halte ich es durchaus für möglich, dass mir die digitale Laustärkereglung besser als analog gefällt. Ganz wichtig ist aber der Dither und den schenken sich viele andere bei digitaler Lautstärkereglung.

Grüße
Ralf
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Beitragvon uli.brueggemann » 29.08.2011, 19:19

Ralf Koschnicke hat geschrieben: Linn rechnet mit 35Bit und gefolgt von Dither(!) Dabei halte ich es durchaus für möglich, dass mir die digitale Laustärkereglung besser als Analog gefällt. Ganz wichtig ist aber der Dither und den schenken sich viele andere bei digitaler Lautstärkereglung.

Hallo Ralf,

Hut ab, wenn Du bei 35 Bit den Dither hörst :mrgreen:
Weisst Du denn, was für ein Dithering angewandt wird?

Grüsse, Uli
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Beitragvon Hans-Martin » 29.08.2011, 20:22

Sony erhielt um 2005 herum den EISA-Award für ein digitales Konzept, in dem zur Lautstärkesteuerung die Betriebsspannung des D/A-Wandlers variiert wurde, während die Datenbits ihre volle Auflösung behielten.
Neu war es zu der Zeit nicht mehr, denn der TacT Millennium praktizierte diese Idee schon seit 1999, und alle nachfolgenden TacT und Lyngdorf Digitalverstärker arbeiteten bis heute noch nach diesem Prinzip.

Ich habe diverse HDCDs gerippt und in 44,1/24 konvertiert, bei der Wiedergabe ist der Pegel erheblich geringer als beim Abspielen von 44/16. Da ist es gut, wenn der Verstärker noch Reserve hat.
Viele CDs waren früher auch nicht voll ausgesteuert, häufig wurden 2 Bits "verschenkt".
Da ist es gut, wenn man noch etwas nachlegen kann.

Beim TacT Millennium gab es unterhalb der minimalen Betriebsspannung (3V) zur Lautstärkesteuerung nur die Möglichkeit der digitalen Steuerung - mit Auflösungsverlusten, die bei Boxen mit üblichem Wirkungsgrad (nahe 90dB) aber gehörmäßig praktisch keine Rolle spielten. Die Leistungsstufe arbeitet in Puls-Breiten-Modulation. Wenn die digitale Aussteuerung höher und die Betriebsspannung niedriger war, schien das Klangbild bei gleicher Lautstärke kraftvoller und dynamischer.

Ab Millennium Mk2 wurde das berücksichtigt, mit der Folge, dass der digitale Spielraum früher ausgereizt ist, dabei bleibt bei kleinen Lautstärken mehr Auflösung. Jenseits der digitalen Maximalaussteuerung noch Einstellspielraum zu behalten, scheint mir sinnvoll. Digital voll ausgesteuertes Material ist eh laut genug.

Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Ralf Koschnicke » 29.08.2011, 21:08

uli.brueggemann hat geschrieben:Hut ab, wenn Du bei 35 Bit den Dither hörst

Siehst Du Uli, genau deshalb habe ich jetzt einen LINN gekauft. So einen Spruch würde ich von einem Entwickler bei LINN sicher nie hören. :cheers:

Bzgl. 35Bit kann ich zwar zugegeben nicht wirklich mitreden - das ist ein Wert, den es sonst nicht gibt. Aber bei 32Bit Fließkomma zu 24Bit ist Dither erfahrungsgemäß essentiell.

Grüße
Ralf
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Beitragvon Fortepianus » 29.08.2011, 22:18

Hallo liebe Linnanhänger,

noch ein kleiner Nachtrag zur Lautstärkeregelung. Ich habe den Sneaky heute abend erwartungsfroh an meiner Anlage angeschlossen und wollte erst mal ein bisschen hören. Das ist aber leise, dachte ich, und erinnerte mich an die Amplitude von lediglich 1,1V am Analogausgang. Da musste ich den VV sehr weit aufdrehen, und ich dachte mir, was Du heute kannst besorgen, verschiebe nicht auf morgen. Also die Kiste wieder in die Werkstatt getragen und aufgeschraubt. Flux die Verbindung zwischen Ausgang und invertierendem Eingang des Ausgangs-OP mit dem Minifräser getrennt und angefangen, Widerstände in die Gegenkopplungsschleife und nach Masse einzulöten, so dass der Pegel angehoben wird. Wie gesagt, angefangen damit und aber nicht zu Ende gemacht. Weil ich plötzlich gestutzt habe. Warum habe ich mich eigentlich noch nicht gefragt, dachte ich, warum da eine ganze Armada von Schalttransistoren an den Augangs-OPs sitzt? Die sind doch nicht alle für's Muting, Quatsch, ach, die sind ja über einen Widerstand mit dem nicht-invertierenden Eingang verbunden... es dämmert mir endlich, das sind schaltbare Spannungsteiler! Saft auf die Kiste und den Oszi dran, ja klar, die Spannung nach dem Filter ist ja viel höher, und dann kommen schaltbare Spannungsteiler, die den von mir weiter oben mit etwas Naserümpfen kommentierten Ausgangs-OP als Buffer nötig machen. Nur - wie schaltet man denn die Ausgangsspannung dann um? Also, dann schau ich mir doch die Linn-Config mal genauer an, und siehe da: Der Ausgangspegel kann schlicht per Software in vier Stufen von -12db bis 0dB eingestellt werden. Und bei 0dB kommen da hinten satte 3Veff rausgeblasen. Bei mir stand das natürlich auf -12dB. Also auf 0dB gestellt und schnell mal den begonnenen Umbau des Ausgangspegels wieder rückgängig gemacht :oops: . Erinnert mich an Asterix in Ägypten ("Leinen los..." "Leinen sind schon los" und die Geschichte mit der Nasenlänge voraus). Der Ausgangspegel des Linn kann also in vier Stufen eingestellt werden und damit optimal an den angeschlossenen VV oder die direkt dran hängende Aktivbox angepasst werden - das ist Spitze! Da hätte ich auch früher drauf kommen können, zumal die AGM auch so einen Schalter für 0dB und -12dB haben, und zwar analog eingestellt, nicht digital, genau wie beim Linn. Zum gleichen Zweck. Oh Mann.

Wieder hoch in den Hörraum. Erst nochmal den Digitalausgang bei 44,1/16 mit dem G-Sonos verglichen. Ne, ich hör' da einfach keinen Unterschied. Auch nicht bei der Räumlichkeit. Aber das ist eben so an meinem DAC und mit meinem Gehör. Ganz anders sieht's jetzt aber aus bei HD-Material, was weder mein DAC noch der Sonos abspielen kann. Jetzt also kommt der Analogausgang des Sneaky mit der neuen kräftigen Ausgangsstufe zum Tragen. Das ist jetzt was ganz Anderes! Der Klang ist fast berauschend schön. Vielleicht für meinen Geschmack fast schon zu schön, nämlich minimal weichgespült, aber dabei dennoch sehr klar und mit einer überzeugenden Räumlichkeit. Zurück auf 44,1/16 am Analogausgang - nein, mit meinem DAC kann der Sneaky analog noch nicht ganz mithalten, aber er ist auf gutem Weg dahin. Mit HD-Material ist das aber ganz entscheidend besser, und auch deutlich besser als vor dem Einbau der Buffer. Ich muss dazu sagen, dass der Sneaky im linken meiner beiden Racks steht und der VV im rechten. Da sind ca. 4m Kabel fällig, die die originale Ausgangsstufe nur mit Widerwillen treibt (klar, ein einfacher OP mag sowas nicht, Stichwort Phasenspielraum). Die BUF634 ohne Gegenkopplung mit den Supercaps an den Versorgungspins lassen das Klangbild richtig aufblühen. Sicher, das klang davor auch schon gut, aber irgendwie auch brav und ein wenig gezügelt. Jetzt ist das deutlich dynamischer bei HD-Files, farbiger und kräftiger zugleich. Aber irgendwie kommt es mir so vor, als sei da noch was drin in Bezug auf Präzision und Feindynamik. Warten wir also auf den nächsten Schritt mit dem besseren Vierfach-OP. Da geht bestimmt noch was.

Viele Grüße
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Beitragvon play-mate » 30.08.2011, 10:47

Hallo Gert,

Mal abgesehen von den Ausgangsstufen und die digitale Pegelanpassung, ist mir nicht ganz klar wo die Sneaky Modifizierungen hinführen sollen.

Wenn der Sneaky 44.1kHz digital ausgibt, kann man bei dieser Samplingrate mit dem Sonos vergleichen, richtig? Wenn aber der Sneaky nur höhere Samplingraten analog ausgeben kann, und der G-Sonos eh nur 44.1 kHz ausgeben kann, gibt es doch ein Problem der Vergleichbarkeit.

Ist es denn nicht relevant zu wissen, ob sich die Klangqualität des Sneaky bei einem Upsampling verbessert?

Viele Grüße Leif
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Beitragvon Fortepianus » 30.08.2011, 21:42

Hallo Freunde,

weiter geht's. Aber erst nochmal:

play-mate hat geschrieben:Mal abgesehen von den Ausgangsstufen und die digitale Pegelanpassung, ist mir nicht ganz klar wo die Sneaky Modifizierungen hinführen sollen.

Wenn der Sneaky 44.1kHz digital ausgibt, kann man bei dieser Samplingrate mit dem Sonos vergleichen, richtig? Wenn aber der Sneaky nur höhere Samplingraten analog ausgeben kann, und der G-Sonos eh nur 44.1 kHz ausgeben kann, gibt es doch ein Problem der Vergleichbarkeit.

Bei 44,1 am Digitalausgang ist für mich der Fisch schon geputzt. Meine Ohren hören an meinem DAC keinen Unterschied zwischen Sneaky und G-Sonos am Digitalausgang, und mein Jittermonitor bescheinigt beiden exzellentes Verhalten mit leichten Vorteilen für den G-Sonos. Was soll ich mich da weiter aufhalten? Ich denke, dass beide vermutlich exakt bitidentisch spielen werden und hoffe, dass Ralph (Koschnicke) das, wenn er seinen Sneaky hat, verifiziert.

Für CD-Material auf Festplatte ist es aus meiner Sicht Jacke wie Hose, welchen Streamer man nimmt. Der Sonos hat aus meiner Sicht Bedienungs- und Installationsvorteile, ist winzig und braucht keinen UPnP-Server. Außerdem hat er eine sehr gut gemachte digitale Lautstärkeregelung.

Aber der Linn hat einen ganz klaren Vorteil: Er spielt HD gapless in Top-Qualität. Das ist der entscheidende Punkt für mich. Ob er

play-mate hat geschrieben:Ist es denn nicht relevant zu wissen, ob sich die Klangqualität des Sneaky bei einem Upsampling verbessert?

mit dem ihm möglichen Upsampling vor der Ausgabe einem nachfolgenden DAC auf die Sprünge helfen kann, hängt vom nachfolgenden DAC ab. Viel reizvoller erscheint mir momentan folgende Fragestellung:

Die Linn DS spielen unbetritten am eingebauten Analogausgang in der Champions League. Da gibt es aber wohl deutliche Unterschiede von Sneaky bis Klimax über Majik und Akurate. Wenn ich nun den Analogausgang des Sneaky in die Liga der großen DS bringen könnte, wäre das doch für viele Sneaky-Besitzer einschließlich mir interessant, denke ich. Der etwas einfachere DAC (WM8740 gegenüber 8741) ist zwar eine Tatsache, aber nach meinen ersten Eindrücken ist das nur eine Nuance im Vergleich zu dem, was am Analogteil dahinter möglich ist. Der Sneaky hat einen Line-Ausgangswiderstand von satten 300 Ohm im Original und wird von einem ganz einfachen OP getrieben.

Heute abend habe ich mir die Netzteile genauer angesehen, welcher Regler welche Spannung macht etc. Ein bisschen ein Dorn im Auge war mir von vornherein, dass die Analogstufe nur mit +-12V betrieben wird. So steht's auf dem Board, aber nachgemessen sind das +11,4V und -11,7V. Ich habe mich ein bisschen mit den Reglern beschäftigt und rausgefunden, dass ich mit zwei Präzisions-Trimmern an der richtigen Stelle die Analogspannungen von 12 bis 15V beliebig variieren kann:

Bild

Ein bisschen mehr Spannung tut sowohl den BUFs wie den LMEs gut. Insgesamt fällt aber auf, dass die Spannungen alle sehr sauber sind, ich habe mir die alle in Bezug auf Ripple und Rauschen mit dem Oszi angeschaut. Eine Spannung fällt etwas aus der Reihe, das sind die 3,3V für die großen Xilinx-Käfer im LAN-Teil des Boards, die rauscht deutlich stärker als die anderen Spannungen und zappelt auch hin und wieder rhythmisch hin und her. Da spielt natürlich auch ordentlich Musik auf dieser Spannung, alle möglichen hochintegrierten Käfer beziehen hier ihre Nahrung. Ausgerechnet daraus bezieht auch die einzige Clock des Geräts ihren Saft, eine 12,5MHz XO, aus der vermutlich alle nötigen Takte vom benachbarten Xilinx-Käfer per Frequenzsynthese gemacht werden. Also habe ich die kleine HF-Drossel, die längs zwischen der 3,3V-Rail und der XO liegt, ausgelötet, um 90 Grad gedreht und ein Ampèremeter dazwischen geschaltet, um zu erfahren, welcher Strom da fließt:

Bild

Bescheidene 1,8mA fließen da. Na, diesen Strom kriege ich sauber, das wird die nächste Maßnahme.

Viele Grüße
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Beitragvon Rudolf » 31.08.2011, 07:47

Mhmm, das hört sich auffallend nach einem "G-Sneaky" an.

Für den hätte ich gewiss noch Platz im Regal. :D

Ich werde mich sicherheitshalber schon mal mit der Einrichtung eines UPnP-Servers auf meiner NAS befassen.

Was ich noch nicht ganz verstanden habe: Würde die digitale Lautstärkenregelung mit dem G-Sneaky bei entsprechender Einstellung denn genauso gut funktionieren wie mit dem G-Sonos?

Viele Grüße
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Beitragvon martino » 31.08.2011, 12:14

Ralf Koschnicke hat geschrieben:(...) nun werde ich dennächst auch Besitzer eines Sneaky sein. Dann kann ich ja mal testen, ob überhaupt - was ich im RAW-Modus sehr hoffe - die originalen Bits rauskommen und bei welcher Lautstärkestellung. Eure Berichte lassen 85 vermuten oder vielleicht auch 80, wenn das als Standardwert gesetzt ist. Letztlich ist das doch die entscheidende Frage. (...)

Hallo Ralf,

erstmal herzlichen Glückwunsch zum Sneaky-Erwerb, bin natürlich gespannt auf Deine Einschätzung! Eine Anmerkung noch, die hoffentlich nicht alle Deine Pläne über den Haufen wirft: bei digitaler Ausgabe über den s/pdif-Ausgang ist die Lautstärke leider nicht regelbar. Im RAW-Modus sollten die originalen Bits mit Maximalpegel rauskommen. Meinen zusammengelesenen Wissensstand zu den Linn DS (ohne Gewähr) hatte ich ja mal hier zusammengefasst.

Rudolf hat geschrieben:Was ich noch nicht ganz verstanden habe: Würde die digitale Lautstärkenregelung mit dem G-Sneaky bei entsprechender Einstellung denn genauso gut funktionieren wie mit dem G-Sonos?


Hallo Rudolf,

Hier sehe ich das genauso wie Ralf:

Ralf Koschnicke hat geschrieben:Die potentielle Möglichkeit für Übersteuerungen sehe ich nicht als Qualitätsmerkmal oder prinzipiellen Vorteil für Sonos. Auch jedes digitale Mischpult hat einen positiven Regelbereich. Nutz man den bei voll ausgesteuertem Material, dann zerrt es halt. Passiert analog aber auch. Man kann aber zu leises Material auch mal anheben. Das ist wohl Sinn und Zweck dieser Kalibrierung.

Qualitätsmerkmal ist vielmehr die Rechengenauigkeit. Linn rechnet mit 35Bit und gefolgt von Dither(!) Dabei halte ich es durchaus für möglich, dass mir die digitale Laustärkereglung besser als analog gefällt. Ganz wichtig ist aber der Dither und den schenken sich viele andere bei digitaler Lautstärkereglung.

... d.h. entweder man merkt sich, daß die Lautstärkeeinstellung 85 = 0dB entspricht und darüber ein digitaler Boost einsetzt, der aufnahmeabhängig nützlich sein kann, bei digital vollausgesteuerten oder übersteuerten (also eigentlich schlechten) Aufnahmen aber ins Clipping führt, oder nimmt einfach in der Konfig die von Gert beschriebenen Einstellungen vor. Der Sonos verfolgt das Konzept "idiotensicher" und ist deshalb so vorkonfiguriert, beim Linn hast Du die Wahl.


Fortepianus hat geschrieben:Hallo Michael,

highendsolution hat geschrieben:Die Verzerrungen bei der Lautstärkeeinstellung am iPad im oberen Stellbereich hatte ich auch bei meinem Akurate DS 1 frustrierend festgestellt. Bei Sonos funktioniert das tadellos.

ja, bei Sonos ist bei "voll aufgedreht" der Wandler genau voll ausgesteuert bei digital 0dB. Kleiner Tipp: Im Linn Config Programm lässt sich das Maximum eingeben, das möglich ist. Das habe ich auf 85 gesetzt (danach den Knopf für den Geräte-Reboot klicken). Standard bei Start ist 80, auch das lässt sich dort ändern.

Hallo Gert,

super daß Du das nachgemessen hast - werde es bei mir gleich mal umstellen. Hatte bisher 50 als "startup volume" und 80 als Maximum, weil ich irgendwo gelesen hatte 80 sei gleich 0 dB und der Bereich 70-80 optimal bezüglich "signal-to-noise-ratio" im DAC (siehe "4) Digitale Lautstärkeregelung (deaktivierbar)").


play-mate hat geschrieben:Ist es denn nicht relevant zu wissen, ob sich die Klangqualität des Sneaky bei einem Upsampling verbessert?

Hallo Leif,

beim Weg zum internen DAC und analoger Ausgabe durchläuft das Signal in den Linn-DS vorher immer ein Upsampling auf 352.8 kHz (vielfaches von 44.1 kHz) oder 384 kHz (vielfaches von 48 kHz). Dagegen gibt es am Digitalausgang nur bitidentische RAW-Ausgabe oder "bescheidenes" Resampling auf 24/96 (siehe hier). Allerdings wäre auch bei letzterem interessant, obs klanglich schon etwas bringt - was dann aber wie Gert schon anmerkte auch sehr von nachgeschalteten externen DAC abhängt.


Martin
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Beitragvon play-mate » 31.08.2011, 12:55

Hallo Martin,

Ich bin von Linn sehr überzeugt. Ich denke es gehört zu den wenigen Hersteller die konsequent an die gesamte digitale Wiedergabe denkt und handelt.
Den DAC direkt einzubauen und die Probleme mit Schnittstellen zu umgehen ist eines, aber das Upsampling mit dem FPGA Chip halte ich für das wirklich entscheidende. Auch wenn dieser, laut Uli B., zu geänderten Daten führt.
Beide Maßnahmen tragen zu den guten Hörerfahrungen von Linn bei, denn beide reduzieren Jitter am Wandlerchip.

Gruß Leif
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Beitragvon Ralf Koschnicke » 31.08.2011, 13:02

martino hat geschrieben:Eine Anmerkung noch, die hoffentlich nicht alle Deine Pläne über den Haufen wirft: bei digitaler Ausgabe über den s/pdif-Ausgang ist die Lautstärke leider nicht regelbar. Im RAW-Modus sollten die originalen Bits mit Maximalpegel rauskommen.

Hallo Martin,

besten Dank für die Infos! Das wirft mir meine Pläne gar nicht über den Haufen. Eher werde ich noch neugieriger auf den Linn, denn meine Hochachtung steigt immer mehr. Das ist wieder ein Detail an dem ich sehe, dass die ihre Sache verstehen. Der Digitalausgang ist ein Digitalausgang der mir sicher die richtigen Bits ausgibt. Wenn ich den nutze, dann soll er eigentlich genau das tun. Upsampling auf diesem Ausgang hätte für mich eher nur "wissenschaftlichen" Nutzen, um mal zu sehen wie gut es ist. Nutzen würde ich das eher nicht wollen. Und erst gar keine Lautstärkeregelung auf diesem Ausgang, vermeidet ungewollte Pannen.

Hingegen das Upsampling gerade als Teil des DAC zu sehen, ist ja stets genau mein Thema. Man kann die Frage nach dem Sinn und Unsinn von Upsampling nicht ohne den DAC entscheiden. Im DAC findet ja stets eine Art Upsampling statt. Linn umgeht nun aber, wie sie selbst schreiben, eine entsprechende Stufe des DAC-Chips und macht das selbst, wegen der beschriebenen Vorteile. Das halte ich für einen legitimen Weg, der sicher erfolgreich sein sollte. Das ist jedoch etwas völlig anderes als ein dem DAC vorgeschaltetes Upsampling. Somit ist es sehr konsequent, den Digitalausgang diesbezüglich nicht vollständig auszustatten.

Außerdem bleibt das Ganze ein Geheimnis von Linn. Denn mit den Analogausgängen kann Uli keine Filtereigenschaften messen. Wir wissen ungefähr, was der digitale Ausgang macht, aber das liefert doch noch gar keine Aussage über den Analogen. Da bleibt nur hören und gut finden (oder auch nicht) ... sehr sympathisch. :lol:

Viele Grüße
Ralf
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Beitragvon uli.brueggemann » 31.08.2011, 13:27

Ralf Koschnicke hat geschrieben: Denn mit den Analogausgängen kann Uli keine Filtereigenschaften messen. Wir wissen ungefähr, was der digitale Ausgang macht, aber das liefert doch noch gar keine Aussage über den Analogen. Da bleibt nur hören und gut finden (oder auch nicht)

Ralf,

ich bin für (oder auch nicht). Allerdings bezogen auf "nur hören". Man kann natürlich auch am analogen Ausgang sehen, was Linn tut. Also den Linn mit einem geeigneten Testsignal füttern, z.B. einen Sweep als auch Dirac-Pulse. Das geht als wav-Datei ja einfach zu machen. Und dann muss man eben am Ausgang direkt in einen AD-Wandler mit hoher Taktfrequenz. Als wav rein mit 44/24 und dann mit 176/32 aufnehmen.

Das Verhalten des Upsampling-Filters sieht man am Frequenzgang bei 22050 Hz. Weitere Dinge wie Linearität des Frequenzgangs etc. lassen sich natürlich anschauen. Dazu muss man vorher aber auch den AD-Wandler kalibriert haben.

Grüsse, Uli
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