Geppard (Abacus C-Box 2 mit A-Bass 10)

audiophile Biografien unserer Mitglieder
Forumsregeln
Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Geppard (Abacus C-Box 2 mit A-Bass 10)

Beitragvon Geppard » 19.03.2017, 18:13

Hallo,

ich heiße – zumindest hier im Forum – Geppard und weiß gar nicht, ob ich hier wirklich richtig bin. ;) Ich würde mich nämlich weder als audiophil noch als aktiven Hörer bezeichnen. Meist läuft bei mir die Musik im Hintergrund und ich sitze selten korrekt im Stereo-Dreieck. Dazu fehlt mir auch der Platz. Ich wohne zur Miete und habe kein Hörzimmer und unser Wohnzimmer ist nahezu frei von elektronischen Geräten.

Ich habe hier schon viel gestöbert, besonders als ich endlich mal gut klingende Boxen haben wollte, die platzsparend und vielleicht auch noch ansehnlich sind. Meine Hörgeschichte kann man knapp so beschreiben: Mono-Kasettenrekorder, Kompaktstereoanlage mit Doppeldeck und Plattenteller, billige Aktivboxen, 5.1-System von Lidl, geerbter Technics-Verstärker mit dicken Boxen (Hersteller unbekannt, angeblich 600 € wert), Bose Sound Companion 2 (aus Platzgründen) und nun schließlich Abacus C-Box 2 mit dem A-Bass 10.

Ich habe die CD weitgehend übersprungen und bin quasi von Tape direkt auf PC umgestiegen. Deshalb habe ich eine recht große iTunes-Mediathek mit rund 50000 Titeln oder 4300 Alben. Anfangs habe ich mir CDs gekauft, diese gerippt und dann wieder verkauft. Da ich aber vieles nur als MP3 mit 128 Kbit/s gerippt habe, kaufte ich mir in Zeiten von qualitativ guter Download-Musik vieles neu und somit ist meine Mediathek weitgehend "legalisiert". :D Da mir wichtig ist, dass ich Künstler unterstütze, kaufe ich soweit es geht bei Bandcamp, ansonsten bei iTunes und selten bei Amazon. Streaming teste ich zwar derzeit auch, aber ich habe doch einen Hang zum Besitzen. :) Zudem bin ich Metadatenfetischist. Ich korrigiere bei jedem Download das Genre, Rock und Metal ist mir nicht differenziert genug. Bei Klassik ändere ich die Schreibweise der Komponisten und trage in iTunes Werktitel ein.

Wie schon angedeutet, höre ich weitgehend am Computer (iMac 27"), sitze aber nicht immer unbedingt direkt davor. Diese Erkenntnis führte einst dazu, meine Surround-Anlage zu verkaufen, weil ich eh nie im Sweetspot saß und selten Filme schaue. Das Kabelgewusel hatte mich zudem immer genervt. Stereo reicht mir völlig und ich habe auch einen Hang zum Purismus entwickelt, weshalb mein Technics-Verstärker samt den dicken Boxen einem Aktivboxenpaar von Bose (Sound Companion 2) wich. Das reichte mir damals in dem kleinen Zimmer aus und ich fand, dass sie leise deutlich besser klangen. Nur bei Klassik gefielen sie mir nie.

Als ein Kollege von seinen NuPro A100 schwärmte, steckte er mich an (okay, der Sound war auch eine Offenbarung :wink:) und ich überdachte meine Soundlösung. Nach vielen Recherchen und etwas Probehören, standen dann die NuPro und die C-Box 2 in meiner kleinen Zimmer. Die NuPro gingen schnell zurück, weil mir das Konzept nicht gefiel (leuchtendes Display, keine gewohnte Lautstärkesteuerung per Computer) und ich sie auch extrem hässlich fand. Klanglich war mir die C-Box zwar zu dünn, aber sie spielte eben jede Musikrichtung sehr sauber und differenziert ab, die NuPro haben mir zu oft gewummert oder klangen dann beim Runterregeln des Basses ähnlich dünn wie die C-Box, nur für meinen Geschmack schlechter. Aufgrund des dünnen Klangs der C-Box kam später noch ein A-Bass 10 Subwoofer hinzu, der aber mittlerweile meist aus Rücksicht der Mitbewohner und Nachbarn aus ist oder kaum was zu tun hat und mich auch raumgestalterisch etwas nervt (wo ist nur mein Purismus hin?).

Mein "Hörraum" ist mein Schlafzimmer, das eine kleine Schreibtischecke hat, an dem ich öfter mal der Heimarbeit fröhne. Dort stehen die C-Boxen recht nah beieinander und daneben auf dem Boden der A-Bass – alles in einer Linie. Optimal ist das nicht, weiß ich selbst. Im Bett habe ich dann natürlich kein Stereo mehr, weshalb ich schon mal über eine dritte Box für Bett-Stereo nachgedacht habe. Die Box muss natürlich dann irgendwie ansehnlich verkabelt und mit Strom versorgt sein. Das habe ich nun davon, wenn ich keinen hässlichen Verstärker mehr rumstehen haben will – jede Box will Strom. :)

Dass ich mich hier angemeldet habe, liegt daran, dass ich immer noch nicht ganz zufrieden bin und ich mit Googlen nicht weiterkomme – dazu dann mehr in meinem ersten Thread. ;) Zudem habe ich mich bewusst für dieses Forum entschieden, weil hier doch einige Kompetenz ausstrahlende Personen unterwegs sind und mich das Forum überhaupt erst auf die süße C-Box 2 gebracht hat. Als Dank müsst ihr nun also meine Ergüsse ertragen. :mrgreen:

Musikalisch bin ich recht breit aufgestellt, wobei ich oft meine eigenen Moden habe. Mal höre ich viele instrumentale Elektronik wie Dubstep und Drum'n'Bass und dann kommt wieder meine Phase für handgemachte Musik wie Rock, Metal aber auch Jazz, Klassik und Folk. Reggae mag ich auch, darf ich aber nicht mehr hören, weil ich unter Reggae-Hassern wohne, die mir sonst die Bude vollkotzen. :D Generell bin ich eher ein Instrumentalhörer, weshalb ich gerne Post-Rock höre und auf entsprechende Konzerte gehe. Wenn ich Bands wie Tool oder Muse höre, lasse ich mich von den Melodien einlullen, aber achte nicht auf den Text. Mein Englisch ist eh zu schlecht, dass dabei eine entspannte Hörsituation entstehen würde. Das mit dem entspannten Verstehen führt aber auch dazu, dass ich wenig deutsche Musik höre, weil ich quasi gezwungen bin, zuzuhören. Oft sind mir die Texte zu platt und banal, dass sie mir die Musik versauen. Zudem erlebe ich einen inneren Widerspruch, weil die Musik in mir andere Emotionen auslöst als der Text. Nebenbei: Deswegen mag ich auch Kinofilme ohne Musik, weil dann die Handlung meine Emotionen bestimmt und nicht die Musik.

Textlastige Musik wie Rap/Hip-Hop spricht mich selten an, Singer/Songwriter und Folk wie von Agnes Obel, Josh Garrels oder Bon Iver spricht mich dann seltsamerweise aber doch an. Das liegt wohl an meiner Harmonieliebe, die mich auch bei den Kings of Convenience dahinschmelzen lässt. Fremdsprachige Musik zum Beispiel aus Island (Árstíðir oder Sigur Rós) mag ich ebenfalls. Zu fremdsprachiger Musik zähle ich übrigens auch Death Metal. :mrgreen: Klezmer und Ska-Jazz liebe ich zum Putzen und besonders auf Konzerten. Und auch vor Eso-Musik wie von Karl Verkade oder Jami Sieber mach ich nicht Halt. Und meine erste musikevozierte Gänsehaut bekam ich bei Loreena McKennitt. Hätte ich physikalische Tonträger, sie bekäme einen Schrein. ;-)

So, dass soll's mal gewesen sein mit meiner Vorstellung. Ich hoffe, bald darf ich meine erste Frage stellen. Nur deshalb habe ich mir ja hier die Finger wundgeschrieben. :mrgreen:

Achja, von Physik und Akustik habe ich kaum Ahnung oder nur gefährliches Halbwissen. Seht mir also nach, wenn ich mal was durcheinander bringe oder einfach nicht kapiere.

Liebe Grüße

Geppard
Bild
Geppard
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 12
Registriert: 19.03.2017, 03:32

Beitragvon Thomas K. » 19.03.2017, 18:34

Hallo Geppard,

das ist ja mal eine schöne Vorstellung. Herzlich willkommen!

Du bringst das Wichtigste mit, die Liebe zu höchst unterschiedlichster Musik. Das läßt darauf schließen, daß du mit offenen Sinnen durch die Welt gehst. Daß Du das Musikalische mit den kleinen C2 tust, wundert mich indes nicht. Sie sind wohl bei vielen hier im Forum zu finden, und das hat seinen Grund.

Viele Grüße
Thomas
Bild
Thomas K.
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 1107
Registriert: 12.03.2009, 13:46
Wohnort: Konstanz

Beitragvon Geppard » 20.03.2017, 00:20

Hallo Thomas,

vielen Dank für die freundliche Aufnahme ins Forum. Ich muss ja zugeben, dass die C2 nicht nur aus klanglichen Gründen in meiner Wohnung stehen. Nach Abschaltung der LED sind sie in meinen Augen äußerst hübsche Gesellen. Ich mag die Formensprache und das warme Sonnengelb, das ich mir ausgesucht habe. Die meisten Boxen sehen mir zu sehr nach Technik aus (auch der A-Bass mit seinem für mich hässlichen Bedienfeld) oder wirken mit dem vielen Plastik einfach nur billig. Für mich sind Boxen auch Möbelstücke, die mir auch dann Freude bereiten sollen, wenn ich sie nur sehe. Ärgerlich genug, dass Computerbildschirme ein optisches schwarzes Loch ins Zimmer bohren, aber das lässt sich nur mit einem Notebook vermeiden.

Hinzu kam übrigens, dass ich keine Chinaware wollte und gerne deutsche oder zumindest europäische Hersteller unterstütze – wenn es denn geht. Und da wurde die Auswahl ganz schnell dünn.

Allen noch einen schönen Abend bzw. eine gute Nacht :)

Geppard
Bild
Geppard
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 12
Registriert: 19.03.2017, 03:32


Zurück zu „wie ich zum aktiven Hören kam“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: cdm und 5 Gäste