Daniel (AKG K812, Sennheiser HD800, Beyerdynamic DT150)

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Daniel (AKG K812, Sennheiser HD800, Beyerdynamic DT150)

Beitragvon blackpepperjam » 27.10.2015, 07:03

Hallo,

Mein Name ist Daniel und ich wohne derzeit in Wien.

Audiophiler Werdegang

Der begann, denke ich, mit meiner Geburt ... nee, mal Ernst beiseite. Seit ich denken kann habe ich eine Vorliebe für Musik. Und hatte somit in Sachen Portables den ein oder anderen Walkman von Sony, sowie einen von Aiwa. Zuletzt einen Minidisk Player von Sony. Danach kam ein Creative Labs Zen X-FI.

Stationär ist eigentlich nicht viel passiert. Ich kann mich an einen flachen Kasettenrekorder mit eingebauten Boxen erinnern. Knorke Mono, versteht sich! Dann eine Kompaktanlage von WeissDerGeier mit Vinyl, CD, Radio und dual Tape deck. Danach hatte ich meist den Computer zum Musik hören genutzt (via Kopfhörer). Das war zuerst ein Beyerdynamic DT770 250ohm, später ein Sennheiser HD600. Die Wohnsituation hatte es nie wirklich zugelassen, dass ich mir meinen Traum von Standboxen erfüllen konnte.

Erst recht spät, so um die 30 rum, habe ich mir passive Lautsprecher von Nubert besorgt (nuBox 681), die von einem Yamaha Reciever RX-797 angetrieben wurden. Zunächst einmal war ich voll auf zufrieden. Man konnte die Hosenbeine schon gut flattern lassen mit den Teilen. Ahnung von qualitativ hochwertiger Musikwiedergabe hatte ich zunächst nicht wirklich. Lange Freude hatte ich an den Boxen jedoch nicht. Ein Umzug setzte dem Vergnügen ein jähes Ende. Seitdem lässt es die Wohnsituation nicht mehr zu, die Stärken der Nuberts (recht gute Pegelfestigkeit ) auszunutzen.

Und somit ging es wieder zurück zu den Kopfhörern. Und dann aber auch gleich in die "Vollen", mit dem Sennheiser HD 800, an Earmax Pro/Bryston HPA1, Violectric V800. Zunächst einmal gespeist von einem Laptop, später dann von einem grossen Aries.

Tja, da standen die Kindersärge nur noch still und ich bekam so langsam ein Gefühl für Qualität die die Nuberts so niemals liefern konnten. Der Musikgeschmack entwickelte sich sehr schnell weiter. Ich hörte mir Musikrichtungen an, die ich mir vorher niemals angetan hätte. Auch die Art und Weise wie ich Musik höre hat sich stark gewandelt. Ich liebe es der Musik nicht nur als Ganzes zu lauschen, sondern ich mag es auch, mich auf einzelne Instrumente zu konzentrieren. Sie zu spüren, zu erleben ... Besonders akustische Instrumente haben es mir angetan wie Kontrabass, Violine, Cello, Schlagzeug jeglicher Gattung ... uh und Vibraphone und akustische Gitarren. Schon beim Gedanken daran bekomme ich während des Schreibens Gänsehaut.

Hmmm ... Faden verloren ... also ein Shure SRH940, AKG K812 und Beyerdynamic DT150 gesellten sich noch dazu. Aber wie das nunmal so ist, ich wollte moarrrrr. In diesem Forum kamen Diskussionen zu diversen Audio-gd Gerätschaften auf. Naja, was soll ich sagen ... nun habe ich hier einen HE7 stehen und ein HE9 ist noch in der Mache ...

Bisheriges Fazit dieser Anschaffung ... boooaaah eyyyy, knorrrrke Geschoss!!! Das ist einfach eine andere Welt. Eine Welt, die sich nahezu endlos in Höhe, Breite, Tiefe erstreckt, mit einer schier unglaublichen Detailfülle. Noch nie habe ich so entspannt Musik hören können. Alles klingt so natürlich und selbstverständlich. Dieses in das Klanggeschehen hineinhorchen macht einfach irre viel Spass. Eine Frechheit was der V800 alles verschluckt hat. ;)

Ja, wie jetzt? Keine Lautsprecher mehr???
Tjaaaa ... manchmal würde ich schon ganz gerne wieder über Boxen hören wollen. Die Nubert taugen halt nix. Oder besser gesagt, mein Anspruch ist halt mittlerweile ein anderer. Lust auf grosse Boxen habe ich allerdings nicht mehr, da ich eher der Klangdosen Geniesser bin. Ausserdem machen die Räumlichkeiten nicht mit. Und mir ständig einen Sweetspot vorschreiben zu lassen, ich weiss ja nicht ...

Aber komplett auf Boxen verzichten möchte ich dennoch nicht und somit sollen es kleine Abacus Vierkant werden. Die C2 für den Desktop und A10 oder APC fuer die “Hauptanlage”. Wichtig für mich ist auf alle Fälle eine räumliche Darstellung. Ich werde mir also bei Gelegenheit ein Testpaket zukommen lassen. Oder existieren in Wien/Umgebung ein Paar Abacus die man mal probelauschen könnte?

Die aktuelle Kette
Aries > AQ Jitterbug > AQ Diamond USB > Regen > HE7 (Amanero USB) > Audio GD XLR (temporär) > Bryston HPA1 (wird bald ersetzt durch HE9) > K812/HD800/DT150
Die Verbindung HE7 > HE9 wird natürlich eine ACSS-Strippe werden, welche ich mir noch anfertigen lassen werde.

Die Hörraumsituation
Kurz, miserabel ... klassischer Vierkant welches als Wohn/Schlafzimmer/Büro mit offener Futterkrippe herhalten muss. :)

Musikvorlieben
Querbeet, fast ohne Einschränkungen ...
Von Elektronischer Musik jeglicher Art über Klassik, Opern, Musical, Soundtracks, Jazz (am liebsten Vocal Jazz), Dark Ambient, Hip Hop, Soul, ein bisschen grufti Mucke darf es auch sein, Metal, Rock, Blues, hin und wieder auch mal Pop, Singer/Songwriter ... herrjee ... alles was Planet Erde so hergibt. :) Derweil beschäftige ich mich mit dem Thema Latin Jazz.

Seit dem HE7 bevorzuge ich auch immer mehr live Aufnahmen, da dieser Wandler dermassen gut ist, die Räumlichkeiten auszuleuchten und mit Klängen zu füllen! Du meine Güte, ich weiss schon garnicht mehr, wie oft ich zusammengezuckt bin und die Klangdosen abgenommen habe, weil ich dachte, die Klänge kämen bei mir aus dem Zimmer xD. Wobei es schon sehr unwahrscheinlich ist, dass ein Truck hinter mir vorbei fährt ... das war bei irgendeinem Soundtrack über den ich gezappt bin auf Qobuz ... Richtig peinlich ist es dann schon gewesen, dass ich auf Stimmen geantwortet habe ... naja, bin halt ein bisschen Banane im Kopf. :) Mir dünkt, ich schweife vom Thema ab ... Konkretere Musikvorlieben werden mit der Zeit noch folgen.

Warum ich mich angemdelet habe
Ihr habt mich zu Audio GD getrieben, nun müsst ihr es auch mit mir aushalten ... hehe. ;) Neee, das ist ja grober Unfug ... was mir an diesem Forum gefällt, ist die technische Ausprägung. Es ist zwar nicht so, dass ich jeden Mist verstehen muss (und auch garnicht kann), aber um einen groben Überblick zu bekommen, ist das Forum hier schon genial. Knorke ist auch der allgemein sachlich/freundliche Umgangston. Man wird hier wohl auch nicht sofort hingerichtet, wenn man einen Unterschied hört, wenn ein Kabel ausgetauscht wird.

So denn, das soll es erstmal gewesen sein von meiner Seite.

Auf ein gutes Miteinander,
Koile ... uhm, Daniel
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Beitragvon ujaudio » 27.10.2015, 11:40

Na dann mal herzlich willkommen, eine sehr schöne Vorstellung, die du uns da gibst - auch wenn ich Kopfhörer gar nicht mag. Aber die Ursprünge mit Mono-Flach-Kassettenrekorder - Mann, das waren Zeiten!

Einen lieben Gruß
Jürgen
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Beitragvon music is my escape » 27.10.2015, 16:16

Hallo Daniel,

Herzlich Willkommen! Ich höre ebenfalls sehr viel über KH und kann die Faszination dafür gut verstehen...

Was mich besonders freut: dass Du neben den beiden obligatorischen "Achthundertern" explizit den DT150 aufführst. Das zeigt, dass Du offensichtlich nicht nur gut hören kannst, sondern auch keine unnützen Scheuklappen hast. Evtl. ergibt sich ja mal eine Diskussion, in der meine Erfahrung, dass die Preisklasse der Schallwandler durch Verbesserungen der Quelle zunehmend unwichtiger wird, kritisch hinterfragt werden kann...

Grüße nach Wien,
Thomas
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Beitragvon Tinitus » 27.10.2015, 20:59

Hallo Daniel,

tolle interessante Vorstellung. Aufgrund meines Tinnitus teile ich Jürgens Abneigung gegen Kopfhörer, weiß aber auch, dass die Akustik mancher Räume einem den Spaß auch an guten LS verderben kann. An den flachen Mono-Kassettenrekorder (von Universum) kann ich mich auch noch erinnern und auch noch gut daran, dass einer meiner Eltern (wahrscheinlich um mich ruhig zu stellen) im zarten Alter von vier bis sechs Jahren Johnny Cash "Live at San Quentin" (Vinyl auf Dual Plattenspieler, ging dann über einen UNiversum-Receiver in einen Universum-Kopfhörer) auflegte und mir einen Kopfhörer aufsetzte. Mich hat das damals begeistert und für mich gehört die Scheibe auch heute noch zu den zehn besten Live-Alben die ich kenne.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Zwodoppelvier » 27.10.2015, 22:14

Hallo Daniel,

wenn der Hörraum tatsächlich akustisch so miserabel ist, wäre m.E. naheliegend, auf stereophone Wiedergabe komplett zu verzichten. Das klappt ja doch nur nur überzeugend und für den Wahrnehmungsapparat hinreichend stressarm, wenn alles stimmt - eine recht eingeschränkte Hörzone hat man ohnehin stets inkaufzunehmen.

Warum nicht als Gegenentwurf zur Kopfhörerwiedergabe die via LS bewußt von einer einzigen Position im Raum heraus gestalten? Musik hat doch noch sehr viele andere Aspekte, als die virtuellen Standorte der Musiker im (ebenso virtuellen) Raum. Zumal diese ja auch meist künstlich zurechtgemixt und durch Hinzufügung von Hall abgeschmeckt wird.

Nur so als Gedanke.

Viele Grüße
Eberhard
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Zwodoppelvier
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