Hans (Naim SBL + 2x Naim N-Sub)

audiophile Biografien unserer Mitglieder
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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Hans (Naim SBL + 2x Naim N-Sub)

Beitragvon huscape » 06.02.2015, 17:13

Liebe Mit-Audiophile,

tja, was mache ich eigentlich hier. Ab und zu sucht man nach Antworten zu Fragen in bestimmten Themenbereichen. So kam ich hier her. Antworten fand ich keine, dafür interessante Forenbeiträge.

In den 70ern infizierte mich mein Vater mit dem HiFi-Virus. Da ich inzwischen immer noch nicht resistent gegen diese Ansteckung geworden bin betreibe ich es nun als Hobby ... klingt ja auch viel besser..

Meine HiFi-Entwicklung führte mich durch die unterschiedlichsten Irrungen und Wirrungen (auf die ich nicht im Einzelnen eingehen möchte) und ist inzwischen seit vielen Jahren bei Komponenten der Firma Naim angelangt.

Besonderes Interesse habe ich momentan an allem rund um das Thema Digitale Audio Workstation. Diese Thema führte mich auch hierher.

Beruflich beschäftige ich mich seit den späten 80er Jahren mit UNIX-Betriebssystemen und seit Kernel 0.28 auch mit dem Betriebssystem Linux. Linux & audiophile Audio Datenverarbeitung ist das worum sich mein Hobby zur Zeit dreht.
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huscape
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Beitragvon huscape » 06.02.2015, 21:51

PS: ab wann kann ich eigentlich auf fremde Threads aussehalb von "wie ich zum aktiven Hören kam" antworten?
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Beitragvon Fujak » 06.02.2015, 22:03

Hallo huscape,

Du hast eine Nachricht von mir.

Grüße
Fujak
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Beitragvon huscape » 06.02.2015, 22:21

... ok ... da war ich wohl etwas sparsam mit meiner Vorstellung ...
Mein Name ist Hans. Mit meinem audiophilen Werdegang möchte ich eigentlich niemanden langweilen. Zur Zeit setze ich folgende Kette ein:

Plattenspieler: Linn LP12, Linn Ekos, Benz Gold, Naim Audio Armageddon
Entzerrer Vorverstärker: Naim Prefix + HighCap
Vorverstärker: Naim 282, Supercap
Endstufen: 2 * Naim NAP 135
Lautsprecher: Naim SBL
Subwoofer: 2 * Naim N-sub

Die Digitallösung zur Einspeisung beschreibe ich in einem Extra-Thread, sobald ich einen erstellen kann.

Liebe Grüße, euer neues Forumsmember Hans
huscape
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Beitragvon huscape » 06.02.2015, 22:58

... ok ... nach erneuter Aufmunterung eine Beschreibung meines aktuellen Projektes "Digitale Audio Workstation unter Linux" ...

Resources

http://ccrma.stanford.edu/planetccrma/software
http://music.tutsplus.com/articles/working-with-internal-audio-routing-jack-audio--audio-20601
http://stufs4u.wordpress.com/2014/02/25/install-and-configure-vnc-server-in-fedora-20/
https://spins.fedoraproject.org/lxde/
http://www.musicpd.org
http://wiki.ubuntuusers.de/MPD/Server
http://gmpclient.org


Hardware

Computer
Jeder beliebige Computer mit einer geeignetten Schnittstelle für eine
anständige Soundkarte der mit einem Linuxbetriebssystem lauffähig ist
(ich kenne mich nur mit Linux aus).

getestete Soundkarten
EDIROL FA-66
Musical Fidelity V-Link 192kHz
M Audio Audiophile 24/96


DAC
Naim DAC / Naim 555 PS DR

Vorverstärker
Naim NAC 552 / Naim SuperCap DR

Endstufe
Naim NAP 500

Lautsprecher
Naim DBL

Betriebssystem-Installation
Installation von Fedora 21 Workstation x86_64
Als Unterlage für unser Audio-Linux System soll Fedora in der aktuellen Version
aber mit möglichst wenig Schnickschnack herhalten.
Fedora bietet sog. Spins an, die vorkonfiguriert die Distribution für unter-
schiedliche Anwendergruppen bereitstellen. Ich habe mich für den schlanken LXDE
Desktop
Spin entschieden, siehe:
https://spins.fedoraproject.org/lxde/

Nachinstallation
nur wenn das Sounddevice ein Firewire Device ist:
yum install ffado libffado

yum install jack-audio-connection-kit qjackctl


Hardwarecheck

Hardwarecheck bei Firewire Devices
ffado-test ListDevices
> -----------------------------------------------
> FFADO test and diagnostic utility
> Part of the FFADO project -- www.ffado.org
> Version: 2.2.1-Unversioned directory
> (C) 2008, Daniel Wagner, Pieter Palmers
> This program comes with ABSOLUTELY NO WARRANTY.
> -----------------------------------------------
>
> === 1394 PORT 0 ===
>   Node id  GUID                  VendorId     ModelId   Vendor - Model
>    0       0x00000e1003b3b456  0x0000000E  0x00000000   Linux Firewire -
>    1       0x0040ab0000c33b85  0x000040AB  0x00010049   EDIROL - EDIROL FA-66


Hardwarecheck bei allen anderen Audio Devices
more /proc/asound/cards
>  0 [M192kHz        ]: USB-Audio - Musical Fidelity V-Link 192kHz
>                       Musical Fidelity Musical Fidelity V-Link 192kHz at usb-0
000:00:1d.7-2, high spead
>  1 [Intel          ]: HDA-Intel - HDA Intel
>                       HDA Intel at 0xfe220000 irq 50
>  2 [M2496          ]: USB-Audio - M Audio Audiophile 24/96
>                       M Audio Audiophile 24/96 at at usb-0000:00:1d.7-3, high
spead
> 29 [ThinkPadEC     ]: ThinkPad EC - ThinkPad Console Audio Control
>                       ThinkPad Console Audio Control at EC reg 0x30, fw 7KHT24
WW-1.08


CCRMA Kernel (Realtime Kernel)

Repositories
yum localinstall http://ccrma.stanford.edu/planetccrma/mirror/fedora/linux/planetccrma/21/x86_64/planetccrm-repo-1.1-3.fc21.ccrma.noarch.rpm
yum localinstall http://download1.rpmfusion.org/free/fedora/rpmfusion-free-release-21.noarch.rpm
yum localinstall http://download1.rpmfusion.org/nonfree/fedora/rpmfusion-nonfree-release-21.noarch.rpm


Real-Time Kernel
Um Musik unter Linux anständig wiedergeben zu können müssen wir den sog.
realtime kernel verwenden.

vi /etc/yum.conf
→ /etc/yum.conf:
...
installonly_limit=0
...
← /etc/yum.conf:


yum install planetccrma-core


Standard Kernel
Um bei zukünftigen Betriebssystem Updates den Realtime Kernel nicht durch den
Standardkernel zu ersetzen, klammern wir die entsprechenden Pakete aus.

vi /etc/yum.conf
→ /etc/yum.conf:
...
exclude=kernel-[0-9]*
exclude=kernel-core-*
exclude=kernel-modules-*
exclude=kernel-modules-extra-*
...
← /etc/yum.conf:

Sicherheitshalber löschen wir nun auch die Standard Kernel.

yum erase kernel kernel-core kernel-modules kernel-modules-extra


Und jetzt den Betriebssystem Update um zu schauen, ob der Standard-Kernel nicht
wieder zurückkehrt.

yum update


Den Realtime Kernel zum Grub Standardkernel werden zu lassen können wir uns
eigentlich sparen, da es keine Standardkernel mehr gibt, aber trotzdem als
Anmerkung der Vollständigkeit halber:

grub2-set-default  "Fedora (3.14.25-200.rt22.1.fc21.ccrma.x86_64+rt) 21 (Twenty One)"
reboot


Weitere Betriebssystem-Anpassungen

selinux deaktivieren
vi /etc/sysconfig/selinux
→ /etc/sysconfig/selinux:
...
SELINUX=disabled
...
← /etc/sysconfig/selinux:


Prozesse abschalten
systemctl disable auditd.service
systemctl stop auditd.service

systemctl disable avahi-daemon.socket
systemctl stop avahi-daemon.socket
systemctl disable avahi-daemon.service
systemctl stop avahi-daemon.service

systemctl disable bluetooth.service
systemctl stop bluetooth.service

systemctl disable smartd.service
systemctl stop smartd.service

systemctl disable tcsd.service
systemctl stop tcsd.service


Video Card Driver
Der von mir verwendete Laptop ist mit einer Nvidia Grafikkarte ausgestattet.

lspci | grep -i vga
> 01:00.0 VGA compatible controller: NVIDIA Corporation G86M [Quadro NVS 140M] (rev a1)


Ich möchte nicht den Freeware Treiber nouvea verwenden, sondern vertraue auf den
proprietären Hersteller-Treiber. Der für meine Karte ist der
Linux x64 (AMD64/EM64T) Display Driver, Version 340.xx

vi /etc/yum.conf
→ /etc/yum.conf:
...
exclude=xorg-x11-drv-nouveau-*
...
← /etc/yum.conf:
yum erase xorg-x11-drv-nouveau

vi /etc/modprobe.d/nouveau.conf
→ /etc/modprobe.d/nouveau.conf:
blacklist nouveau
← /etc/modprobe.d/nouveau.conf:

vi /etc/default/grub
→ /etc/default/grub:
...
GRUB_CMDLINE_LINUX="rhgb quiet rdblacklist=nouveau"
...
← /etc/default/grub:

grub2-mkconfig -o /boot/grub2/grub.cfg
grub2-install /dev/sda

systemctl set-default multi-user.target
yum install akmod-nvidia-340xx xorg-x11-drv-nvidia-340xx-libs kernel-rt-devel acpid
reboot


Wer behauptet ich wäre paranoid veranlagt, weil ich den nouveau Treiber doppelt
und dreifach unterbunden habe, hat recht. So ist es leider.

vi /etc/X11/xorg.conf
→ /etc/X11/xorg.conf:
# RPM Fusion - nvidia-xorg.conf
#
Section "Device"
   Identifier  "Videocard0"
   Driver      "nvidia"
EndSection
← /etc/X11/xorg.conf:

Falls "startx" klappt:
systemctl set-default graphical.target
reboot


Benutzer anlegen
useradd -d /local/home/hu hu
passwd hu


Audiouser "hu" den richtigen Gruppen zuordnen
Damit keine Rechte-Probleme beim Zugriff auf die Audio-Devices durch
Benutzer entstehen müssen diese den entsprechenden Gruppen hinzugefügt werden.
# grep hu /etc/group
> audio:x:63:hu
> hu:x:1000:hu
> jackuser:x:981:hu


disable pulse audio
Es existiert die Möglichkeit die Verwendung von Pulsaudio pro Benutzer zu
steuern.
mkdir ~/.pulse
echo ‘autospawn = no’ > ~/.pulse/client.conf

Meine Erfahrung ist, das Pulsaudio vom System trotzdem gestartet wird.
Ich bevorzuge deshalb Pulsaudio systemweit für alle Zeiten den Garaus zu machen.
Aus audiophiler Sicht ist das Pulsaudiosystem der größte Quatsch,
den man sich vorstellen kann.
chmod -x /usr/bin/pulseaudio
vi /etc/yum.conf
→ /etc/yum.conf:
...
exclude=pulseaudio-*
...
← /etc/yum.conf:


Autologin für den neuen Audio Benutzer
vi /etc/lxdm/lxdm.conf
→ /etc/lxdm/lxdm.conf:
...
[base]
autologin=hu
...
← /etc/lxdm/lxdm.conf:


Bildschirmschoner deaktivieren
Über das Startmenü: Einstellungen; Bildschirmschoner; Bildschirmschoner deaktivieren

Jack konfigurieren und starten
Mit dem Programm "qjackctl" existiert eine graphische Anwendung, über die sich d
er Jack-Daemon einfach konfigurieren und steuern lässt.
qjackctl
> Server Präfix:   /usr/bin/jackd
> Echtzeit:      ja
> Priorität:      default
> Frames/Periode:   64 (WICHTIG!)
> Abtastrate:      96000 (evtl auch: 192000)
> Perioden/Puffer:   3
> Maximaler Port:   128
> Timeout (ms):      500
> Schnittstelle:   hw:1 (evtl auch: hw:M192kHz)
> Audio:      Duplex
> Startverzögerung:   2ms
> Latenz:      2ms


Musik Player

MPD
Music Player Daemon (MPD) ist eine flexible und leistungsstarke Anwendung um
Musik auf dem PC wiederzugeben. Großer Nachteilvon MPD ist, dass zunächst aus
der Musikdatensammlung eine Datenbank angelegt werden muss, innerhalb derer man
sich durch die Musik mittels eines Client-Front/Ends navigiert. Die Navigation
anhand von Verzeichnisstrukturen ist MPD fremd.
Für mich ist dies ein KO Kriterium gegen diesen Ansatz. Für manch Einen ist
dies jedoch kein Hinderungsgrund, deshalb beschreibe ich es hier trotzdem.

Der Daemon muss zunächst nachinstalliert werden:
yum install mpd

Jetzt muss man natürlich auch noch dafür sorgen, dass mpd jack als Verbindung
zum Audio-Device verwendet. Hierzu bitte wie folgt vorgehen:
(http://wiki.ubuntuusers.de/MPD/Server)
vi /etc/mpd.conf
→ /etc/mpd.conf:
...
# I got the jack
audio_output {
   type      "jack"
   name      "mpdjack"
   mixer_type   "disabled"
}
...
# pulse audio comented out
#audio_output {
#   type      "pulse"
#   name      "My Pulse Output"
#}
...
← /etc/mpd.conf:

systemctl enable mpd.service
systemctl start mpd.service


Verzeichnisse
Am Anfang der Konfigurationsdatei werden die Verzeichnisse festgelegt, in denen
MPD nach Musik und Playlisten sucht:
music_directory         "/var/lib/mpd/music"
playlist_directory      "/var/lib/mpd/playlists"

Hierbei ist zu beachten, dass MPD unter dem Benutzer mpd (Gruppe audio) läuft.
Dieser oder die Gruppe audio müssen auf die Verzeichnisse lesend zugreifen
dürfen. Eventuell muss man daher die Dateirechte der angegebenen Verzeichnisse
anpassen.
Kommentiert man die Zeile mit user komplett aus, wird der Dienst mit
Root-Rechten gestartet.

In manchen Fällen geschieht der Eintrag von Benutzer mpd in Gruppe audio nicht
automatisch, in diesen Fällen läuft der MPD sauber an, kann aber keine
Wiedergabe starten.
In solch einem Fall muss der Eintrag von Hand vorgenommen werden.
sudo usermod -aG audio mpd     #Setzt die Gruppenzugehörigkeit
cat /etc/group | grep audio    #Zeigt Mitglieder der Gruppe audio an


Musik-Player für MPD
Der Gnome Music Player Client (gmpc) ist ein GTK2 frontend für den Music Player
Daemon (mpd).
(http://gmpclient.org)
yum install gmpc


Audacious
Audacious ist ein Fork des Beep Media Player (BMP). Die Arbeiten am BMP, der
wiederum auf XMMS basierte, wurden schon vor längerer Zeit eingestellt.
Winamp "Classic Skins" können aber mit Audacious weiter benutzt sowie
Winamp-Equalizer-Einstellungen importiert werden.
Zu den unterstützten Formaten gehören unter anderen MP3, MP4, MPEG-Audio,
CD-Audio, AAC, SID, MOD, Ogg Vorbis, FLAC, WAV, WMA und NSF. Darüber hinaus
unterstützt Audacious Internetradio, LIRC und LastFM/Audioscrobbler.

Das Ziel der Entwickler war es, mit Audacious einen entschlackten, schnellen,
stabilen und funktionellen Audioplayer zu erstellen. Den nehme ich.
yum install audacious audacious-libs audacious-plugins audacious-plugins-jack

Ein paar Sachen müssen in Audacious konfiguriert werden. Dazu in Audacios die
Einstellungen wählen:
audacious
> Datei; Einstellungen; Audio:
> Ausgabe-Plugin:            JACK Ausgabe
> Bittiefe:               32
> Softwareseitige Amplitudenbegerenzung:   nein
> Softwareseitige Lautstärkeregelung:      nein
> Wiedergabeverstärkung aktivieren:      nein


VLC konfigurieren und starten (wer's unbedingt braucht)

VLC mit Jack

Wer verschiedene Audio-Anwendungen verbinden will oder wer geringe Latenzen
braucht, verwendet den JACK Audio-Server. Um VLC auf diesen einzustellen, muss
das Paket vlc-plugin-jack installiert sein (siehe oben) und dann in
"Extras → Einstellungen → Audio → Ausgabemodul" auf "Hardware-Audioausgabe"
gestellt werden. Gerade diese klanglich Schaffenden möchten evtl. gerne mal
ein Youtube-Video zum Vergleich öffnen und bräuchten dazu mehrere Soundkarten.
Mit VLC reicht eine, allerdings muss das Video derzeit erst noch runtergeladen
werden und lässt sich nicht per URL öffnen.
yum install vlc vlc-plugin-jack


Der Aufruf geschieht über:
vlc --jack-connect-regex system

Damit man auch etwas hört muss qjackctl eine Verbindung für VLC konfiguriert
werden. Für erste Tests führte ich qjackctl durch:
> verbinden; (Audio Reiter); vlc_3704; out_1 → firewire_pcm; 1+2 left_out
> verbinden; (Audio Reiter); vlc_3704; out_2 → firewire_pcm; 1+2 right_out

Damit das Ganze auch in Zukunft automatisch funktioniert konfiguriert
man es einmalig über das qjackctl Steckfeld.
> output-sockets
> --------------
>   Ausgang VLC
>   -----------
>   socket exclusive="off"
>   client="vlc_[0-9]+"xi
>   type="jack-audio"
>   name="Ausgang VLC"
>    <plug>out_1</plug>
>    <plug>out_2</plug>
>
> input-sockets
> -------------
>   Eingang NAC 282
>   ---------------
>   socket exclusive="off"
>   client="firewire_pcm"
>   type="jack-audio"
>   name="Eingang NAC 282"
>    <plug>[0-9]+ab[0-9]+c33b85_LineOut 1\+2 left_out</plug>
>    <plug>[0-9]+ab[0-9]+c33b85_LineOut 1\+2 right_out</plug>
>
> output-sockets und input-sockets verbinden

Mir ist der VLC zu mächtig. Er kann bei Weitem mehr als ich benötige. Den nehme
ich also nicht.

Remote login über VNC
Wer seinen Audio-PC remote steuern will, dem sei folgender Link nahe gelegt.
http://stufs4u.wordpress.com/2014/02/25 ... fedora-20/

Ich steure meinen Audio-PC über SSH-Terminal incl. X11 Tunnelung fern.

Verknüpfung auf dem LXDE-Desktop anlegen
Nachdem alle Pakete installiert sind und ich mich entschieden habe mittels Jack
meine Audiohardware anzusteuern und Audacious als Audioplayer zu verwenden,
lege ich zwei Iconen zum Schnellstart für die beiden Anwendungen auf dem
Desktop an.

Ich klicke im laufenden Desktop mit der rechten Maustaste auf einen freien
Bereich. In dem sich öffnenden Kontext-Menü wähle ich "Neu..." und darunter
den Punkt "Leere Datei" (mit der Rechten Maus!). LXDE fragt mich nun nach einem
Namen für die Datei und ich benenne sie nun "qjackctl.desktop". Wichtig ist das
".desktop", denn daran erkennt LXDE später, dass es sich um eine besondere
Datei mit zusätzlichen Angaben handelt.

Die Datei liegt nun auf dem Desktop, Zeit zu hinterlegen was wir mit ihr
starten wollen. Ich klicke mit der rechten Maustaste auf das neue Icon und
wähle im Kontextmenü den Punkt Leafpad aus. Leafpad ist auf meinem System nach
der Grundinstallation ein einfacher mitgelieferter Editor. Wer sein System
anders eingerichtet hat, hat womöglich einen anderen Texteditor hier
aufgeführt, oder muss ihn manuell starten und darin unsere Datei öffnen. Sie
befindet sich im Ordner ~/Schreibtisch, bei mir also in
/local/home/hu/Schreibtisch .

In die Datei schreibe ich nun folgende Inhalte hinein (Ehrlich gesagt habe ich
es nicht wie oben beschrieben über die Maus und Klicks gemacht, sondern direkt
die Desktop-Dateien mittels vi editiert.):
→ ~/Schreibtisch/qjackctl.desktop:
[Desktop Entry]
Name=qjackctl
Comment=start and controll the Jack Daemon
Exec=/usr/bin/qjackctl
TryExec=/usr/bin/qjackctl
Icon=qjackctl
Type=Application
← ~/Schreibtisch/qjackctl.desktop:

Nach dem Abspeichern der Datei kann ich qjackctl nun über Doppelklick auf meine
neue Desktop Verknüpfung starten.

Das Gleiche wiederhole ich nun für die Anwendung "audacious", also:
→ ~/Schreibtisch/audacious.desktop:
[Desktop Entry]
Name=audacious
Comment=start the audacious audio player
Exec=/usr/bin/audacious
TryExec=/usr/bin/audacious
Icon=audacious
Type=Application
← ~/Schreibtisch/audacious.desktop:

Fertig!
huscape
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Beitragvon tinnitus » 06.02.2015, 23:43

:cheers: :cheers: :cheers: :cheers: :cheers: :cheers:
Da hat Fujak ja eine Aufgabe. ?~
:mrgreen: Roland
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tinnitus
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Beitragvon aktivator » 06.02.2015, 23:56

Hallo Hans
Bild Puahh Respekt :cheers: Mir fehlen die Worte :mrgreen:
Gruss Andreas
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Beitragvon frankl » 07.02.2015, 01:40

Hallo Hans,

dann heiße ich als ebenfalls langjähriger UNIX/Linux Nutzer Dich mal hier im Forum herzlich willkommen!

Im Audiobereich finde ich Linux vor allem auch interessant, weil es neue Möglichkeiten an Hardware eröffnet. Im Forum gibt es Berichte von mir, besonders schlanke Hardware einzusetzen, auf der Windows nicht laufen würde. Ich finde das eine interessante Alternative zu den aufwändig modifizierten Standard-PCs, über die hier im Forum viel zu lesen ist.

Wenn ich es der Beschreibung Deines Linux-Setups richtig entnommen habe, benutzt Du zum Musik hören auf Deinem Rechner audacious und die Ausgabe wird über jack geleitet?

(Da lässt sich vermutlich an Klangqualität noch mehr herausholen. Ich hoffe, dass ich so in 2 Wochen mal wieder Zeit finde, mehr zu diesem Thema hier im Forum zu berichten.)

Warum benutzt Du einen Realtime-Kernel? Und warum wird jack zwischengeschaltet? audacious könnte doch auch direkt über ALSA abspielen. Hast Du vergleichende Hörtests mit verschiedenen Kernels oder mit/ohne jack gemacht?

Viele Grüße,
Frank
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frankl
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Beitragvon huscape » 07.02.2015, 06:20

Lieber Frank,

vielen Dank für Deine Antwort.

frankl hat geschrieben:Wenn ich es der Beschreibung Deines Linux-Setups richtig entnommen habe, benutzt Du zum Musik hören auf Deinem Rechner audacious und die Ausgabe wird über jack geleitet?

Ja das stimmt, genau so ist es.

Da lässt sich vermutlich an Klangqualität noch mehr herausholen. Ich hoffe, dass ich so in 2 Wochen mal wieder Zeit finde, mehr zu diesem Thema hier im Forum zu berichten.

Genau das ist der Grund, warum ich hier bin und meinen Ansatz veröffentlicht habe. Die Hoffnung Gleichgesinnte zu finden und evtl. gemeinsam das beschriebene Setup zu optimieren. Ich bin schon sehr gespannt auf deine Anregungen!

Warum benutzt Du einen Realtime-Kernel?

Musik stellt für ein Betriebssystem auf dem mehrere Programme gleichzeitig laufen ein schwerwiegendes Problem dar. Ein CPU-Kern kann wärend eines Taktes auch genau einen Maschinenbefehl ausführen. Mittels Zeitscheibe vermittelt ein Scheduler zwischen den einzelnen Prozessen, die zur Abarbeitung anstehen. So wird jedem Prozess abhängig von seiner Priorisierung Rechenzeit reserviert. Wenn ich das Problem (1+2)*2=6 lösen möchte, ist mir eigentlich egal, ob der Scheduler entscheidet nach der Summenbildung einem anderen Prozess den Prozessor zur Verfügung zu stellen und erst danach das Produkt bildet. Hauptsache das Ergebnis stimmt. Mein Ohr ist da nicht so tolerant. Ein Streichquartett sollte tunlichst am Stück den Weg zu mir finden.

Wovon ich spreche sind also gepufferte Verzögerungen auf die ich gerne verzichten würde. Diese unsteten Verzögerungen werden jitter genannt und hier kennt sich der HiFi-Freund wieder aus ... endlich ein bekannter Begriff.

Echtzeit Betriebssysteme enthalten einen erweiterten Algorithmus um das sog. Scheduling (Zeitscheibenfervahren zum Verwalten mehrerer parallel ablaufender Prozesse) zu realisieren. Nach meiner persönlich gemachten Erfahrung stellte der Einsatz eines Linux Echtzeit optimierten Kernels bisher das größte Verbesserungspotential bereit, um unter Linux Musik fehlerfreier wiederzugeben.

Und warum wird jack zwischengeschaltet?

Mit Jack habe ich die Möglichkeit Sampling Raten fest auf meinem USB/SPDIF Konverter einzustellen. Die Funktion zwischen mehreren Programmen mit Audio-Output zu vermitteln benötige ich nicht. Evtl. ist hier z.B. ein Schwachpunkt des Setups.

Hast Du vergleichende Hörtests mit verschiedenen Kernels gemacht?

Ja. Ergebnis war die Verwendung des Echtzeit optimierten Linux Kernels.

Hast Du vergleichende Hörtests mit/ohne jack gemacht?

Nein. Werde ich aber machen und berichten.

Lieber Gruß, euer Hans
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Beitragvon huscape » 07.02.2015, 06:37

... und was ich ganz vergessen habe ...

Und warum wird jack zwischengeschaltet?

Firewire ist nicht Teil der ALSA Implementierung in Linux. Da ich zum HD Rippen (24bit/96KHz) meiner Schallplatten ins FLAC-Format aber die EDIROL FA-66 verwende, brauche ich für sie auch

Jack

Aber du hast recht was das Abspielen angeht. Ich werde Jack für die Wiedergabe über den USB/SPDIF Converter Musical Fidelity V-Link 192kHz mal weglassen.

Nochmal danke für den Hinweis!
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Beitragvon huscape » 12.02.2015, 14:16

Liebe Mitthörer,

kann mir jemand etwas zu folgendem Tuningzubehör sagen?

externes Netzteil für Musical-Fidelity-V-LINK-192
http://www.ebay.com/itm/Upgrade-Audioph ... 1635684695

anständiges USB Kabel
1m: https://www.phoenixcontact.com/online/p ... dede&tab=1
2m: https://www.phoenixcontact.com/online/p ... dede&tab=1

Bin ich damit auf dem Holzweg, oder denke ich in die richtige Richtung?
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Beitragvon Fujak » 13.02.2015, 18:17

Hallo Hans,

zum Netzteil: Ein externes Netzteil ist dann sinnvoll, wenn es eine deutlich saubereren Strom als das Standard-Netzteil liefert. Ob das bei dem von Dir verlinkten der FAll ist vermag ich nicht zu sagen. Unser User ThomasK. hat einen MuFi-DAC mit externer Stromversorgung und schwört darauf. Vielleicht kontaktierst Du ihn mal.

Zum USB-Kabel: Vielleicht hilft Dir das für Deine Einschätzung: viewtopic.php?f=30&t=4841

Grüße
Fujak
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Beitragvon Hans-Martin » 13.02.2015, 21:45

huscape hat geschrieben:kann mir jemand etwas zu folgendem Tuningzubehör sagen?
externes Netzteil für Musical-Fidelity-V-LINK-192
http://www.ebay.com/itm/Upgrade-Audioph ... 1635684695

Hallo Hans
Ringkerntrafos haben eine starke Kopplung zwischen Netz und zu versorgender Seite, die Kapazität der Sekundär und daraufgewickelter Primärwicklung lässt viele Netz-Oberwellen auf die andere Seite durch. Damit wird der Ringkerntrafo zur Dreckschleuder für alle Geräte, die hochfrequent arbeiten.
Ein Trafo mit konventionellem EI-Kern und getrennten Kammern (schutzisoliert) ist für Digitalgeräte besser.
Ein wirksames Netzfilter und eine (besser doppelte) Schutzwicklung können helfen.

Die Versorgung von Analoggeräten kann von Ringkernen profitieren, wenn sie richtig gedreht sind, sodass die Streufeldaustrittsöffnung nicht gerade die Anwendung trifft.
Ob ein LM317 für die Regelung /Versorgung von HF-Digitalschaltungen die beste Lösung ist, entzieht sich meinem Erfahrungshorizont, gesehen habe ich sowas (LM317) praktisch bisher nur bei Naim-Geräten.

Meine Bewertung: Skepsis scheint mir angemessen.
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Fujak » 13.02.2015, 23:02

Hallo Hans-Martin, hallo Hans,
Hans-Martin hat geschrieben:Ob ein LM317 für die Regelung /Versorgung von HF-Digitalschaltungen die beste Lösung ist, entzieht sich meinem Erfahrungshorizont, gesehen habe ich sowas (LM317) praktisch bisher nur bei Naim-Geräten.

Der Noisewert ist je nach Subtype zwischen 30µV und 40µV, was schon relativ gut aber kein Spitzenwert ist; die Ripplerejection ist allerdings nur Mittelmaß mit 57-64dB (je nach Beschaltung). Dabei zu beachten ist, dass die Vorausglättung (z.B. Elkos) mitentscheidend ist wie auch die Beschaltungsperipherie um den Regulator.

Insgesamt teile ich die Sepsis, anderseits muss man das Ganze auch in Relation zum Preis sehen (wer mehr bereit ist zu investieren, sollte sich das sehr gute Netzteil von unserem Daniel (Koala) ansehen).

Grüße
Fujak
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Beitragvon Hans-Martin » 14.02.2015, 09:48

Hallo Fujak, hallo Hans,
Den LM317 habe ich durch eine Verwechslung hier reingebracht. Das war mein Fehler.
Das Bild in der Auktion zeigt ein unscharfes, (deshalb nur vermutetes: Texas-) IC mit Leistungstransistor ohne Kühlkörper
Features:
Linear PSU
Low noise regulation circuit
Output noise < 10mV approx.
High quality parts used throughout
50VA Toroidal Transforme

Diese Werte sind sehr gut, das Bild
http://i174.photobucket.com/albums/w114/faifever/ebay_auction/USB/02_526F672C_zps67aa9d2c.jpg lässt jedoch den Bereich der Kabelabgänge am Trafo so unscharf, dass man nicht erkennen kann, ob hier die schwarze Zuleitung (Nullleiter) zwischen der roten (Phase) und der ersten gelben Ableitung liegt. Der Mittelabgriff der Sekundärwicklung ist ebenfalls schwarz, wie man an der 3-fach Schraubklemme auf der Leiterplatte erkennen kann.
Ich habe mit Ringkerntrafos bei Digitaltechnik keine so guten Erfahrungen gemacht, weil die Leckstöme, die sich nachher über die Signalleitungen der Anwendungen ausgleichen, größer sind als bei schutzisolierten EI-Kern Trafos.
Grüße Hans-Martin
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