Thomas (KEF LS50 + 2 mod. Abacus ABS210)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Thomas (KEF LS50 + 2 mod. Abacus ABS210)

Beitragvon Octagon » 16.11.2014, 16:48

Liebe Forenten,

ein freundliches Moin, Moin aus dem Bremer Umland. Nachdem Ihr alle hier schon sehr viel Wissen mit mir geteilt habt, ist es insbesondere auch der Umgang miteinander, der mich dazu bringt auch aktiv an diesem Forum teilnehmen zu wollen.

In der Vergangenheit meiner „Audio Laufbahn“ spielte do it yourself eine große Rolle, war der Geldbeutel doch begrenzt. Der Bau von Boxen, wer sprach in den 70ern mit 15 schon von Lautsprechern, das Löten von Verstärkerbausteinen und das Sammeln von LPs war der Start. Aber ich hinkte immer deutlich hinterher. Da gibt es ja noch einen deutlich älteren Bruder der zu dieser Zeit mit dem Selbstbau von Klipsch-Hörnern beschäftigt war. (Wenn ich ehrlich bin, glaube ich nicht, dass unsere Eltern begeistert gewesen wären, wenn es ein Kinder- und ein Studentenzimmer mit solchem Equipment in ihrer Wohnung gegeben hätte…) Dennoch gab es einen Vorteil, ich konnte nicht nur lernen sondern von meinem Bruder auch das eine oder andere Teil „erben“.

Ein persönlicher Meilenstein war die CD Mitte der 80er: Gut, nach dem Kauf des Hitachi-DA 1000 blieb nur noch Geld für 2 bis 3 CDs übrig, aber der Klang… Die Idee vom CD Spieler aus digital bis in die aktiven Lautsprecher zu gelangen brauchte aber noch etwas Zeit vor der Umsetzung. 1995 konnte ich das mit dem aktiven Lautsprecher von Philips, der DSS 940 verwirklichen. Die kleine, aktive Zweiwege Box war nicht nur klanglich überzeugend sondern auch familienfreundlich bei hohem WAF. Bis heute überzeugt die Lösung angesteuert über den AD Wandler DSC950 im Wohnzimmer auch bei Video oder TV.
Dann war lange Pause, bzw der Fokus auf anderen Dingen, Beruf, Familie, Haus, was man alles so macht und nicht lassen kann. Seit einem knappen Jahr hat mich der Virus aber wieder im Griff und es macht immer noch gewaltigen Spaß:

Dedizierter Audio PC, Windows Server 2012 R2, Audiophile Optimizer, Acourate, JPlaymini KS Ultrastream im Core Modus; MQn mit MQnload Wasapi und KS im Minimal Server Modus; FireFace UCX über USB; Abacus/Audiovero Cleaner; Abacus 60-120C; meine guten alten LSH Servo-controlled - die Kette entwickelt sich.

Meine jetzige Kette ist für mich eine Spielwiese auf dem Weg zu einem neuen System. Ich bevorzuge ein Klangbild mit klarer räumlicher Aufteilung bei stimmiger, eher leiser Lautstärke. Für die Zukunft folge ich weiter der Devise mit dem besten Ausgangssignal zu beginnen: Neuer PC Aufbau, eventuell Steuer und Audio PC getrennt; Acourate, das Thema Raumkorrektur ist Neuland für mich; die Frage der Signalübertragung USB oder SPDIF; Reclocking zur Signalverbesserung; aktive Lautsprecherlösung, hier könnte der Weg Richtung BM6 gehen….

Das ein oder andere wurde schon anlässlich der Abacon 2014 bei meinen freundlichen "Nachbarn", den Sonders diskutiert. Kommendes Wochenende werde ich sicher näheres zur neuen MC-3+ USB von Herrn Peters auf der Tonmeister Tagung in Köln erfahren können und so geht es Schritt für Schritt weiter. Über die Schritte der letzten Tage berichte ich in einem folgenden Post.

Musikalisch gesehen bin ich recht offen, natürlich geprägt durch die 70er/80er Jahre. Klassik sowohl als Chorgesang, Blues... Ich gestehe gerne, dass auch hier das Forum für mich eine Quelle der Inspiration ist neues kennen zu lernen.

Es bleibt noch viel zu tun und zu berichten. Ich bedanke mich für alles, was ich hier schon nutzen durfte und wünsche euch und mir bei diesem Hobby immer genug Zeit zum zuhören ;)

Thomas

P.S. Meine Erfahrungen mit Server 2012 R2 im RAM mit euch zu teilen haben mich endlich die lange geplante Vorstellung hier im Forum fertig schreiben lassen. Es ist wirklich ein Quantensprung! Aber mehr im Folgenden mit dem aktuellen Setup.
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Beitragvon Fujak » 16.11.2014, 17:43

Hallo Thomas,

wir kennen uns ja schon aus dem Tirna-Forum in Sachen MQn. Schön, dass Du nun offiziell an Bord kommst und offenbar auch einer der Pioniere in Sachen Disk-RAM bist. Daran versuche ich mich gerade, und ich schätze, dass wir im RAM-Disk-Thread noch einiges an Erfahrungen austauschen werden.

Viel Spaß bei uns im Forum. :cheers:
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Beitragvon Octagon » 16.11.2014, 18:22

Liebe Forenten,

da meine Vorstellung schon einige Zeit nur halbfertig auf meinem PC schlummerte will ich das aktuelle Setup lieber getrennt vorstellen. Nicht zuletzt meine Erfahrungen der letzten Tage mit Server 2012 R2 im RAM sind da ein Auslöser für. Doch der Reihe nach:

Die guten Erfahrungen mit MQn auf meinem alten Setup förderten den Wunsch die AVX2 Versionen nutzen zu können. Mit entsprechendem RAM ausgestattet sollte die Hardware den Versuch mit Betriebssystem im RAM zulassen und final die Entscheidungsmöglichkeit bieten ob ich bei einer Single PC Lösung bleiben kann oder Zuspieler- und Convolver-PC trennen muss.

So stellt sich die Kette insgesamt heute dar:

Dedizierter Audio PC:
- AsRock B85M Pro4
- I5-4460 3,2GHz@1,6GHz
- 16GB RAM Kingston 1600 9-9-9 @1,5V
- Samsung SSD 840 EVO
- BeQuiet PurePower L8 400W

Betriebssystem mit 10GB(2,9GB frei) VHD vollständig im RAM:
- Windows Server 2012 R2
- AudiophileOptimizer 1.30
- Core Mode fully optimized

AudioVero/Acourate
ECM 8000 calibrated
Acourate Convolver

Foobar 1.3.5
Foo-convolve

Jplay 5.2.1 Ultrastream
Direct Link @20/5000

Via USB
Masse getrennt
FireFace UCX @Peaktech 6080

Abacus/AudioVero AcourateClean-Linetreiber
Abacus 60-120C

LSH 50 servo-controlled

Alternativ nutze ich eine weitere VHD mit MQn 8.84 avx2 unter R2 mit AO 1.30 Minimal Server fully optimized. Bekanntlich nutzt auch die derzeitige KS Version noch den Windows Audio Service der im Core Mode nicht zur Verfügung steht. Da ich hier das Convolving nicht eingebunden habe verbietet sich ein Vergleich. Ich hatte das Thema VST Host zurückgestellt da ich mir mehr durch das Betriebssystem im RAM versprach. Das hat sich mehr als erfüllt! Um nichts zu wiederholen schliesse ich mich inhaltlich den Aussagen insbesondere von Heinz (L_Hörer) an. Heinz und ich stehen seid geraumer Zeit im intensiven Austausch über diese und weitere Umsetzungen. Vielleicht noch im Folgenden eine qualitative Reihenfolge basierend auf meinen persönlichen Erfahrungen mit JPlay mini, JPlay und MQn bezogen auf 2012 R2 mit AO jeweils von eigenen, aber gleich aufgebauten Partitionen:

2012 R2 AO 1.26 jeweils fully optimized:
MQn 7.41 (mit Portaudio) Minimal Server > Jplay 5.21 Mini Core Mode > Jplay 5.21 Core Mode

2012 R2 AO 1.30 jeweils fully optimized
MQn 8.84 avx2 Minimal Server > MQn 7.41 (mit Portaudio) Minimal Server > Jplay 5.21 Mini Core Mode > Jplay 5.21 Core Mode….
…aber JPlay holt gewaltig dank Phil’s neuen Meilenstein mit dem Optimizer auf.

JPlay profitiert in meiner aktuellen Kette durch das Betriebssystem im RAM ähnlich stark wie durch den Versionssprung im Optimizer. Ich kann derzeit keinen Unterschied mehr zwischen JPlay Mini und JPlay via Foobar feststellen. Mich interessiert wie Ihr das auf euren Systemen empfindet.

Basierend darauf würde ich erwarten, dass der Vorsprung von MQn zwar sinkt aber weiter vorhanden ist? Also muss ich lernen wie ein VST Host funktioniert und welche Risiken für die Kette darin stecken. Dann vergleichen wir weiter ;)

Sorge bereitet mir bei JPlay allerdings die massive, meines Wissens nach, nicht steuerbare, Inanspruchnahme aller Ressourcen die im Zusammenhang mit Online Convolvingin der Konkurrenz zu massiven Störungen führt. Uli hat sich dazu ja auch bereits geäußert. Aber ich würde, schon alleine der vielen Steckverbindungen wegen, von der Stromversorgung ganz zu schweigen, lieber ein Single PC System fahren....

Dass alle Vergleiche und Beurteilungen rein persönlicher Natur sind und sich ausschließlich auf mein (immer) verbesserungswürdiges Umfeld beziehen versteht sich von selbst! Und ja, wir stehen hier wohl erst am Anfang ganz neuer Möglichkeiten. Ein paar Tage hören sind sicher noch notwendig um Probleme auszuschließen und über die Klang Qualität wirklich reden zu können.

Weiter viel Spaß an der Musik!
Thomas
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Beitragvon wgh52 » 17.11.2014, 13:48

Hallo Thomas,

willkommen und danke für Deine ausführliche Vorstellung! :cheers:

Leider sagst Du zu dem Thema das mich am meisten interessieren würde am wenigsten:

Octagon hat geschrieben:... meine guten alten LSH Servo-controlled ...

Zumindest meine Internetsuche bringt für

Octagon hat geschrieben:... LSH 50 servo-controlled ...

auch nichts über Lautsprecher zu Tage, darum frage ich mal zurück und bitte um Beschreibung, vielleicht mit Bildern ...?

Bis bald,
Gruß,
Winfried

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Beitragvon Octagon » 17.11.2014, 16:34

Lieber Winfried,

danke für das freundliche Willkommen. Leider habe auch ich nicht wirklich viele Daten zu den Lautsprechern. Ich habe sie vor vielen Jahren aus unserem Familienbesitz übernommen und erst vor einem guten Jahr wieder hervor geholt um damit den Aufbau eines neuen Systems zu beginnen. Im Rahmen der Entwicklung ist allerdings der deutlich früher geplante Kauf neuer Lautsprecher auf der Prioritätenliste ganz weit nach unten gerutscht. Sie spielen einfach zu gut!

Doch zu Deiner Frage:
Die LSH stammen aus Mitte der 80er von der Firma Datakustik aus Wolmersdorf bei Bonn. Harald Schuster hat diese gebaut, soweit ich weiß war auch Walter Fuchs, später mit seiner Firma SAC aus Essen bekannt, an Bord. Es gab, soweit mir bekannt, folgende verschiedenen Typen: LSH 100, LSH 50 und LSH 35. Die 100 wurde 01/87 und die 35 in 12/86 in Stereoplay besprochen, vielleicht hast du ja Zugang zu einem Archiv. Mir liegen diese Tests leider auch nicht mehr vor.

Bei meinen Exemplaren handelt sich um 2 ½ Wege Passiv Lautsprecher mit Superhochtöner, Mitteltonkalotte und 20cm Tieftöner bei einem Volumen von ca. 60 l. Mein Interesse am Hintergrund zur LSH ist aus verständlichen Gründen heute wieder viel größer – wenn du noch etwas dazu findest freue ich mich über Feedback.

Auf meiner Wunschliste ganz oben stehen heute überholte BM 6, aber das ist eine ganz andere Geschichte… ;)

Musikalische Grüße
Thomas
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Beitragvon Octagon » 03.12.2014, 15:24

Zum besseren Verständnis meiner Postings ein Update meines Systems: MQn und VLC jeweils mit Online Convolving der Acourate Filter im RAM:

Ich habe inzwischen mein Konzept der einzelnen Partitionen auf VHD umgestellt, die jeweils in das RAM geladen werden. Bei MQN und VLC ist als wesentlicher Fortschritt das Online Convolving integriert worden. Alle Tests zeigen die bereits erläuterte massiv verbesserte SQ. JPlay profitiert sehr stark, MQn liegt im direkten Vergleich aber weiter vorn mit besserer Phantommitte, klarerer Abgrenzung der einzelnen Instrumente und differenziertem, knackigem Bass.

Alle VHD's sind auf Basis eines vollständig installiertem R2 2012 mit Disk2vhd mit 10GB Größe aufgebaut. In der VHD wurden dann alle Treiber sowie AO 1.30 installiert.
Mit gebooteter VHD lassen sich jeweils alle Änderungen durchführen, inklusive aller Funktionen des AO. Dies beinhaltet auch das Abschalten der Treiber durch den Optimizer, meine VHDs lassen sich auch mit abgeschalteten Treibern anschließend mit Grub4Dos in das RAM laden. Alle folgenden Daten beziehen sich auf das Abspielen aus dem RAM.

MQn VHD:
R2 2012 – AO 1.30 Minimal Server fully optimized - MQn play 8.91 avx2 1644, control 3.64 mit MQnload 1.014 und tasker.bat – VSTHostx64 (H.Seib) mit Convolver (sourceforge) – FFace UCX via USB

JPlay VHD:
R2 2012 – AO 1.30 Core Mode fully optimized – Foobar 1.3.4 mit FooConvolve – JPlay 5.2.1 Ultrastream mit Direct Link @20/5000 – FFace UCX via USB

VLC VHD:
R2 2012 – AO 1.30 Minimal Server fully optimized - VLC Portable mit tasker.bat – VSTHostx64 (H.Seib) mit Convolver (sourceforge) – FFace UCX via USB
Die Prozessorbelastung des Systems bei Abspielen einer DVD mit externen Samsung SE-506 BlueRayPlayer beträgt ca. 25%. Das notwendige Delay durch das Online Convolving beträgt 3,3sec.

Nicht getestet habe ich bisher das Abspielen von Entertain aus der VLC VHD. Dies ist mit Multicast Adressen als Entertain Nutzer einfach möglich. Es funktionierte bisher bei meiner Partitionslösung, ich erwarte bei der RAM Version keine Probleme sondern folgenden Vorteile: * Massiv verbesserter Klang durch RAM und Convolving * geringes Online Risiko da RAM Version, es bleibt nur das Risiko bei Zugriff auf die SSD des Systems (die ich aber trennen kann)

Grüße
Thomas
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