Andree (Backes & Müller BM Prime 8)

audiophile Biografien unserer Mitglieder
Forumsregeln
Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon Pittiplatsch » 12.03.2016, 22:09

Hallo Andree,

es waere noch interessant zu erfahren wie du dieses Ergebnis interpretierst. Mein Ziel war auch immer bis in den tiefsten Keller zu kommen, aber wenn ich am PC (KH120) hoere bin ich immer wieder erstaunt wie wenig die meiste Musik eigentlich von den nach unten fehlenden 30 Hz profitiert... Meine Psyche erlaubt mir hingegen trotzdem nicht an meiner Hauptanlage einen Hochpass cutoff zu setzen :).

Hast du mal die speziellem Musikbeispiele wo Dir Dein neuer "bassschwacher" Filter negativ aufgefallen ist.

Viele Gruesse,
Tobias
Bild
Pittiplatsch
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 366
Registriert: 26.02.2012, 10:48

Beitragvon Buschel » 12.03.2016, 22:31

Hallo Tobias,

gerne: Bei den Titeln von 2raumwohnung (Titel "Da sind wir", Album "In wirklich") und U2 (Titel "So Cruel", Album "Achtung Baby") war der Unterschied -- etwa 3 dB Absenkung bei 30 dB, IIR-high pass mit f=30 Hz, Q=0,707 -- für mich gut erkennbar. Die Pegel der unterschiedlichen Filter hatte ich zum Vergleich angepasst. Aus meinen Vergleichen heute schlussfolgere ich, dass unter 25 Hz nicht viel Relevantes geschieht, der Bereich ab 30 Hz aufwärts aber für mein Empfinden umso wichtiger ist.

Ich betreibe generell einen Highpass bei meinem Setup. Der Einsatzpunkt liegt aber tiefer, greift erst um 20 Hz und ist nicht so steil wie das Acourate-eigene Subsonicfilter. Ohne Highpass habe ich ein schlechtes Gewissen, dass mal ein Film meine LS überfordert ...

Viele Grüße,
Andree
Bild
Buschel
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 513
Registriert: 12.12.2013, 20:12
Wohnort: Raum Karlsruhe

Beitragvon Pittiplatsch » 13.03.2016, 10:25

Hallo Andree,

fuer Filmwiedergabe kann ich das absolut nachvollziehen. Du hast ja ein konsequentes fullrange-Setup fuer Musik und Film - davor habe ich mich ja gedrueckt und trenne beide Anlagen (Musik und Film) bei 80 Hz zum Sub.

Der U2-tip ist hinsichtlich Tiefbass fuer mich voll nachvollziehbar. Das Bassdrum geht wirklich recht eindrucksvoll in die Magengrube :). 2raumwohnung kannte ich noch gar nicht - guter Tip und interessante Musikrichtung und obendrein auf deutsch. Der genannte Titel "kickt" doch nach meinem Empfinden eher mehr im Oberbass. Da wundert mich dass Dein Filter im Tiefbass solche klanglichen Auswirkungen hat.

Generell deckt sich das mit meinen Erfahrungen, dass der 30Hz Bereich dort durchaus eine Rolle spielt beim "fuehlbaren" Bass, Einen 30Hz low cut nehme ich hingegen bei Musik kaum war.

Alle meine Erfahrungen bezogen auf meine eher moderate Abhoerlautstaerke - das kann bei hoeheren Pegeln eventuell anders aussehen :).

BTW: ich hab mal Spasseshalber auf Spotify nach "Tiefbass" gesucht und Playlist mit gleichem Namen gefunden - das geht wirklich in uebelerregende Tiefen, auch wenn es musikalisch nicht mein Ding ist taugt es gut als Ganzkoerpermassage :).

Viele Gruesse,
Tobias
Bild
Pittiplatsch
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 366
Registriert: 26.02.2012, 10:48

Beitragvon Buschel » 13.03.2016, 11:18

Hallo Tobias,

2raumwohnung hat meine Frau mit in den Musikbestand gebracht. Die Gruppierung kannte ich vorher nicht, höre sie aber mittlerweile recht regelmäßig. Auch ein schöner Titel zum Testen von Tiefbass ist Massive Attack's "Antistar". Den hatte ich gestern zwar nur für den Vergleich mit dem steilen Subsonicfilter benutzt ohne warhnehmbare Unterschiede herangezogen, wollte ihn aber nochmal als eine meine Bassreferenzen erwähnen. 8)

Bzgl. Tiefbass <20 Hz hatte ich vor einer Weile mal ausprobiert wie sich unterschiedliche Filter auf Titel mit entsprechendem Frequenzanteil auswirken. Zum Testen hatte ich dazu den "Interstellar"-Soundtrack von Hans Zimmer genommen. Das ist ein Album mit extrem starken Pegelunterschieden (leider mit Dynamikkompression), und einer in vielen Titeln benutzen Kombination von Synthesizerbass mit Orgel, deren (stark dominierende) Grundwelle bei 15 Hz liegt. Ich habe dann gezielt diese Grundwelle (Test 1) und bis rauf zur ersten Oberwelle (Test 2) gekappt. Die Lautsprecher sollten messtechnisch 15 Hz noch rüberbringen. Allerdings war im Ergebnis das Kappen bei 15 Hz gar nicht, und das Kappen bei 30 Hz dann nur gering wahrnehmbar. Das hat mich darin bestätigt, dass ich meine Zielkurve mit einem Hochpass versehe. Ich nehme es nicht wahr, also brauche ich die Lautsprecher damit nicht belasten.

Viele Grüße,
Andree
Bild
Buschel
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 513
Registriert: 12.12.2013, 20:12
Wohnort: Raum Karlsruhe

Beitragvon Ralf77 » 13.03.2016, 11:43

Hallo zusammen,

Das Thema Bass beschäftigt mich auch... Bis jetzt habe ich noch keinen Lautsprecher gehört (egal welche Marke und welches Konzept), welcher es schafft einen ordentlichen knackigen Bass bei Partymusik in den Raum zu projizieren... Die Musikanlage (Harman Kardon) im Auto schafft das problemlos...

Solange ich Musik zuhause in normaler (leicht gehobener) Lautstärke mit meinen Prime 14 höre ist alles ok und es passt. Stimmen, Instrumente, Bass,...alles passt sehr gut zusammen und die tonale Ausgewogenheit ist gegeben.

Wenn ich aber mal bei einer Party etwas lauter Party-Musik laufen lasse (z.B. House Musik) dann wirkt es zu schnell angestrengt und es ist nicht möglich (auch nicht durch Veränderung der Regler auf der Rückseite der Prime 14) einen ähnlichen Punch bei Party-Musik wie es im Auto oder im Club zu hören ist hinzubekommen. Meist sind die Stimmen deutlich zu stark, die Höhen und Mitten zu grell und der Bass zu gering.

Dieses Problem ist übrigens meiner Meinung nach nicht auf die Prime 14 begrenz und hatten bis jetzt alle meine Lautsprecher (T&A TS300, BM S2, Adam Tensor Delta, Abacus APC, Prime 14).

Ein Sub sehe ich auch nicht als Lösung, da der durch den Sub erzeugten Bass zu tief spielt und nicht wirklich in dem Bereich unterstützt wo es nötig ist um den gewünschten "Club-Effekt" zu erzeugen.

Frage: Könnte da eine Raumkorrektur-Software helfen und durch die Erhöhung der entsprechenden Frequenzen zwischen 50Hz und 120Hz der gewünschte "Party-Effekt" einstellen?

Grüße
Ralf
Bild
Ralf77
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 418
Registriert: 12.03.2012, 21:41
Wohnort: Friedrichshafen

Beitragvon beltane » 13.03.2016, 12:28

Hallo Ralf,

ich persönlich hatte bisher erst einmal das Gefühl, mit dem Hören einer Hifi Kette bei hoher Lautstärke mitten im Konzert zu sitzen. Und dabei den Bass sowie alle anderen Instrumente wie Stimmen so zu erfahren und hören, als wäre es live:

Das war auf der High End 2011 bei einer Vorführung einer mittels einer Reihe von Mark Levinson Endstufen aktivierten Wisdom Audio Kette. Schau mal unter: http://www.i-fidelity.net/Druckansicht. ... owUid=1234

Wisdom hatte unterstützend einen fast raumhohen Basslautsprecher im Einsatz, die Trennfrequenz zu den Satelliten kann ich leider nicht sagen. Meiner Erinnerung nach aber auch - zumindest für mich - unbezahlbar.

Neben entsprechender Raumanpassung und Membranfläche handelte es sich aber auch um einen sehr großen Raum > 100 qm, über den wohl die allerwenigsten Privatpersonen verfügen.

Und ich bin mir sehr sicher, dass erst diese Kombination inkl. Raumgröße ein solches Erlebnis ermöglicht. Denn egal ob Raumkorrektur und/oder ausreichende Membranfläche, in kleinen Räumen klang es nie vergleichbar.

Eine Raumkorrektur ermöglicht aber sehr wohl eine Annäherung an Deine Vorstellungen.

Viele Grüße

Frank
Bild
beltane
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 1122
Registriert: 14.11.2012, 09:58
Wohnort: Hannover und Göttingen

Beitragvon Ralf77 » 13.03.2016, 12:56

Hallo Stefan,

Wenn ich Klassik, Akustik,...höre dann ist es meiner Meinung nach so wie es sein soll und ich höre einen sehr guten Live-Charakter. Da ist die Prime 14 wirklich sehr gut. Auch der Bass ist so wie es sein sollte, schön tief, differenziert und liefert das gewünschte Fundament. Da passt alles.

Was ich eben nicht schaffe ist einen Club-Charakter mit höherer Lautstärke. Da wird der Bass in den wichtigen Frequenzen zu dünn und die mittleren und hohen Frequenzen nehmen Überhand, was dann nervt, stört und teilweise schmerzt (auch Membranen schlagen bei sehr hoher Lautstärke nur gering aus).

An der Raumgröße sollte es nicht liegen, im Auto klappt das ja auch mit mächtigem Bass, der richtig hart und knackig ist, ohne dass mir die Höhen und die Mitten in den Ohren schmerzt.

Grüße
Ralf
Bild
Ralf77
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 418
Registriert: 12.03.2012, 21:41
Wohnort: Friedrichshafen

Beitragvon Rudolf » 13.03.2016, 14:37

Hallo Ralf,

meines Erachtens ist es dein Raum, der ab einem bestimmten Pegel zumacht - und zwar im Hochtonbereich. Dann fällt das gesamte Klangbild auseinander. Da wirst du auch mit einer elektronischen Raumkorrektur nicht viel ausrichten können. Eher schon mit mechanischen Maßnahmen zur Bedämpfung des Raumes ... oder mit anderen, stärker bündelnden Lautsprechern.

Viele Grüße
Rudolf
Bild
Rudolf
Administrator
 
Beiträge: 4609
Registriert: 25.12.2007, 08:59
Wohnort: Bergisch Gladbach

Beitragvon Buschel » 26.03.2016, 11:31

Hallo zusammen,

nach dem Update des Topologiebildes es ist mal wieder Zeit für aktuelle Fotos. Heute früh war gutes Licht zum Fotografien, und aufgeräumt war es auch. 8)

Bild
Der MAMS+ in Betrieb

Bild
Rückansicht MAMS+

Bild
Die Schaltzentrale: Fanless NUC mit MAMS+

Bild
Nahansicht Prime 8

Bild
Prime 8 mit Ebenholz Furnier

Viele Grüße,
Andree
Bild
Buschel
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 513
Registriert: 12.12.2013, 20:12
Wohnort: Raum Karlsruhe

Beitragvon Jupiter » 26.03.2016, 15:46

Hallo Andree,

sieht gut aus.
Bitte zum aufräumrn bei mir vorbeikommen.

Gruß Harald
Bild
Jupiter
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 339
Registriert: 25.07.2014, 14:51
Wohnort: Bad Dürkheim / Pfalz

Beitragvon john » 26.03.2016, 16:42

Hallo Andree,

der Aussage von Harald kann ich nur zustimmen.

Jupiter hat geschrieben:sieht gut aus.
Bitte zum aufräumrn bei mir vorbeikommen.


Was das Osterlicht und der Osterputz so ausmachen. :wink:
Liegt aber nicht nur daran.

Frohe Ostern und Grüße Alfons
Bild
john
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 21
Registriert: 31.12.2010, 10:23
Wohnort: München

Beitragvon Buschel » 28.03.2016, 16:20

Hi Harald,

Jupiter hat geschrieben:Bitte zum aufräumrn bei mir vorbeikommen.

Gerne, aber wenn ich deine Anlage aufräume, dann fliegt auch dein Effektgerät -- ähem, Cleaner -- raus. :mrgreen:

Schönen Ostermontag noch,
Andree
Bild
Buschel
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 513
Registriert: 12.12.2013, 20:12
Wohnort: Raum Karlsruhe

Beitragvon Jupiter » 28.03.2016, 19:18

Hallo Andree,

Hm man sollte nicht einfach mal schnell den Ball in die Luft schießen, sonst gibt es möglicherweise ein Eigentor.

Dann hole ich mal den Ball aus meinem Tor.

Was habt ihr nur alle gegen meinen XLR -Cleaner, der schaut doch super aus mit seinen blauen Scheinwerfer und ersetzt vollkommen die Zimmerbeleuchtung.

Lustigerweise höre ich gerade ohne Cleaner und Acouratefaltung.

Gestern habe ich Musik von Paul Hardcastle auf die NAS gespielt und noch nicht gefaltet.

Würde Dir auch gefallen.

Und das mit dem aufräumen muß ich Dir nochmal erklären, ich denke da eher daran dich zum Hausmann zu tunen.

Gruß Harald
Bild
Jupiter
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 339
Registriert: 25.07.2014, 14:51
Wohnort: Bad Dürkheim / Pfalz

Beitragvon Buschel » 28.03.2016, 20:40

Hallo Harald,

Jupiter hat geschrieben:Gestern habe ich Musik von Paul Hardcastle auf die NAS gespielt und noch nicht gefaltet.

"19" ist einer meiner all-time favourites. Das habe ich in meiner frühen Jugend noch aus dem Radio auf Kassette aufgenommen und dabei gehofft, dass der Moderator nicht dazwischen quasselt.

Jupiter hat geschrieben:Und das mit dem aufräumen muß ich Dir nochmal erklären, ich denke da eher daran dich zum Hausmann zu tunen.

Da hast du aber hohe Ziele. Meine Frau hat das schon seit über einem Jahrzehnt versucht und ist bisher gescheitert. :mrgreen:

Viele Grüße,
Andree
Bild
Buschel
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 513
Registriert: 12.12.2013, 20:12
Wohnort: Raum Karlsruhe

Beitragvon Buschel » 21.08.2016, 16:19

Hallo zusammen,

an meinen letzten Urlaubstagen habe ich noch ein wenig Zeit gefunden, mich wieder einmal intensiver mit Acourate auseinanderzusetzen. Angetrieben haben mich die Unschönheiten, die auftreten, wenn man die Standard-Makros auf Einzel- und Mehrpunktmessungen loslässt (klick mich). Die Standard-Makros führen dazu, dass bei wenigen Messpunkten der Hochtonanteil überbewertet wird. Ein aus einer Einzelmessung ermitteltes Acourate-Filter zeigt in Folge bei Verwendung derselben Zielkurve eine Höhendämpfung gegenüber Filtern, die aus Mehrpunktmessungen berechnet werden. Bei meinen Messungen ist das ein recht deutlicher Unterschied von 1-2 dB im Mittel- und Hochton. Ich gehe davon aus, dass viele, die die sogenannte "Beamforming"-Methode anwenden einen Zugewinn an Details genau deswegen berichten.

Aufgabenstellung:
Ich halte es nicht für zielführend, bei Mehrpunkt-/Einzelmessung unterschiedliche Zielkurven benutzen zu müssen, um im berechneten Filter denselben Zielverlauf zu erreichen. Gleichzeitig möchte ich aber auch den Vorteil von Mehrpunktmessungen nutzen: Ausmittelung ortsabhängiger dips und peaks im Mittel- und Hochton, Ausmittelung von Reflexionen und stärkere Gewichtung des Direktschalls gegenüber dem Diffusschall.

Ansatz:
Die Lösung für mich war eine Änderung des Ablaufs, aus dem die "mp"-Dateien berechnet werden. Anstatt

1. Psychoacoustic Frequency Response (Psychacoustic)
2. FDW

führe ich

1. FDW A
2. Psychoacoustic Frequency Response (Psychacoustic)
3. FDW B

aus, wobei FDW A mit sehr hoher Auflösung gefahren wird (50/50, 1/48 Oktave), und FDW B mit den üblicherweise verwendeten Parametern (bei mir 25/10, 1/48 Oktave). FDW A sorgt dabei für zwei Dinge: Zum einen wird der Mittel-/Hochton so vorverarbeitet (weniger Gras), dass die anschließende psychoakustische Bewertung den Unterschied zwischen Mehrpunkt- und Einzelmessung nicht mehr sieht. Zum anderen werden dadurch (späte) Reflexionen ausgeblendet, was noch einmal den Direktschall zu hohen Frequenzen hin stärker bewertet. Die hohe Auflösung wird bei diesem Arbeitsschritt benötigt, um peaks nicht zu weit zu glätten, da diese korrigiert werden sollen.

Nach dieser Vorverarbeitung wird wie üblich die psychakustische Bewertung durchgeführt, um schmalbandige Auslöschungen nicht der Korrektur zuzuführen. Das abschließende FDW B dient der gewünschten Glättung des Ergebnisses, das dann als PulseLmp.dbl/PulseRmp.dbl gespeichert wird. Wenn man den ermittelten Frequenzgang im Hochton mit dem Frequenzgang nach Anwendung eines simplen Zeitfensters zur Ausblendung aller Reflexionen vergleicht, ist dieser deckungsgleicher als über die Standard-Makros erzielbar (Abb. 1) -- das gilt wiederum für Mehrfach- und Einzelmessung. Danach geht es mit den Standard-Makros zur Invertierung und Filterberechnung weiter.

Bild
Abb. 1: "Reflexionsfreier" Hochton und PulseXmp.dbl (braun = Standard, blau = angepasstes Verfahren)

Ergebnis:
Was habe ich damit erreicht? Ich kann unabhängig von der Anzahl der Messpunkte dieselbe Zielkurve benutzen, und erziele im Ergebnis immer den denselben grundlegenden Verlauf nach Filterung. D.h. ich kann jetzt direkt aus Einzelmessung und Mehrpunktmessungen ermittelte Filter vergleichen.

Bild
Abb. 2: PulseXmp.dbl für Einzel-/Mehrfachmessungen (oben = Standard, unten = angepasstes Vorgehen)

Hörprobe:
Wie hört sich das an? Zum Vergleich habe ich drei Filter (Abb. 3) erstellt und deren Pegel angeglichen:

1. Einzelmessung, Standard-Makros
2. Mehrfachmessung (4 ältere Messungen, vermutlich +/- 10 cm), oben beschriebenes Verfahren
3. Einzelmessung, oben beschriebenes Verfahren

Bild
Abb. 3: Filter (rot = 1, grün = 2, braun = 3)

Man hört je nach Musikmaterial mehr oder weniger deutlich den stärkeren Höhenanteil in Filter 2/3 gegenüber Filter 1. Filter 2 und 3 hören sich von der Klangfarbe her stark verwandt an,
unterscheiden sich aber in einem interessanten Detail: Die Phantommitte -- wieder abhängig vom Musikmaterial -- ist stabiler und rückt hier im Test stärker in die Mitte (vorher leicht rechts). Ich vermute, dass die Einzelmessung einige ortsabhängige Auslöschungen oder Überhöhungen zeigt, die dann bei der Filterberechnung unnötigerweise kompensiert werden. Insgesamt empfinde ich nach einigen Stunden hören Filter 2 am angenehmsten -- detailliert als bisher (= mehr Höhen) und stabilere Mitte (= Mehrfachmessung).

Viele Grüße,
Andree
Bild
Buschel
Aktiver Hörer
 
Beiträge: 513
Registriert: 12.12.2013, 20:12
Wohnort: Raum Karlsruhe

VorherigeNächste

Zurück zu „wie ich zum aktiven Hören kam“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 9 Gäste