Frederik (Backes & Müller BM 8 V-FET, Neumann KH 120 A)

audiophile Biografien unserer Mitglieder
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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Beitragvon depedro » 26.11.2013, 14:08

Martin hat gewonnen! :D
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Beitragvon depedro » 27.11.2013, 10:38

Habe gestern noch einen Anruf von einem prominenten Forumsmitglied bekommen, er war auch an dieser Box dran, hatte mir sogar noch 3 Tage vorher eine andere Schönheit weggeschnappt, insofern ist Gott lobenswerterweise doch gerecht ... habe aber keine Ahnung wer das war, hab' den Namen irgendwie vergessen ... :wink: :D

Heute früh mal schnell geknipst, schöner, originaler Zustand. Nach dem Treffen werden wir sie mal vorsichtig mit den BM8 MT zum Leben erwecken ...

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Ausser MT-Sicken wahrscheinlich nix kaputt:

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Da wir im Flur noch Platz haben, werden sie erstmal dort spielen, also auf der Etage der Sigma. Habe ich das eigentlich schon meiner Frau gebeichtet? :D

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Beitragvon vierzigo » 27.11.2013, 17:16

Hallo Friedemann,

Wann eröffnest du denn dein Wohnraumstudio? :D
Andere Möglichkeit wäre auch ein Backes- Müller Museum. :)

Hoffe, du hast noch viel Spaß mit denen. Hatte ja den Vorgänger, schon ne tolle Box.

Grüße

Oliver
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Beitragvon Rudolf » 27.11.2013, 18:20

Hallo Friedemann,

vielen Dank für die ausführliche Dokumentation eurer nächtlichen Beutezüge. Der frühe Vogel fängt halt den Wurm ...

Besonders angetan hat es mir dieses Bonmot:

depedro hat geschrieben:Als [...] Fredersteller führe ich den Fred mal etwas fort, bevor Sohnemann die 2. Hälfte seiner Aktivwerdung beschreibt.

Zugegeben, in meinem Zitat gibt es eine kleine Auslassung, aber ich finde, so passt es perfekt! (Für alle, die nicht recht mitschmunzeln können: Friedemanns Sohn heißt Frederick.)

Weiterhin viel Spaß mit euren Vintage-BMs
Rudolf
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Beitragvon depedro » 27.11.2013, 22:50

Für dieses Bonmot hast Du Dir definitiv ein Glas Champagner verdient, ein wirklich brillantes Ding, vielleicht schon Samstag? Ich habe auch ein kleines Bonmot im Text versteckt ... :)

Neulich sagte mal jemand: wenn man die Augen schliesst, weiss man definitiv nicht wer gerade von euch beiden spricht ... mach doch mal am Wochenende auf dem Treffen den Blindtest! :D

Hallo Oliver, nein, zu einem Wohnraumstudio kringst Du mich nicht ... :D
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Beitragvon depedro » 28.11.2013, 18:18

So, natürlich konnten wir es NICHT abwarten noch vor dem Forumstreffen zu testen ob die BM12 läuft! :lol:

Also schnell mal den MT aus der BM8 eingebaut ...

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... fertig ist die Überholung! Weiss gar nicht was die Jungs da immer so lange rumlöten. :D

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Oh! Klingt blöd! Gehört wohl doch noch mehr dazu ... :oops: :)

Sie sprang auch erst gar nicht an, aber dazu brauchten wir nur den links/rechts-Schalter betätigen. Dann spielte sie sofort ohne zu knacken, zu pfeifen oder zu krächszen los, nur der SHT scheint nicht zu laufen. Der Klang ist allerdings eher mau und lustlos, so würde sie noch nicht mal gegenüber meiner BM3 bestehen können. Also flugs den MT wieder in die BM8 zurück ... hey, nichts für ungut liebe BM8, niiiiemals hätten wir Dir dauerhaft der MT's weggenommen und die BM12 neben Dich gestellt wenn sie gut geklungen hätte, ehrlich! :oops: :wink:

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Beitragvon Frederik » 16.01.2014, 01:40

So, nun möchte ich meine Vorstellung hier zu Ende bringen.

...bis zum Ende des Jahres 2012 hatte ich also keine Vorstellung davon was klanglich mit aktiven Lautsprechern möglich ist. Ich habe immer brav die Audio gelesen und da sind mir die zu der Zeit noch selteneren Tests aktiver Lautsprecher nicht sonderlich aufgefallen. Schade drum.

Als mein Hifi Weltbild aufgerüttelt durch die B&M Delta ins Wanken geriet, entschied ich mich Anfang 2013 für eine komplette Neu Ausrichtung meiner Anlage.

Als erste Amtshandlung im neuen Jahr stand ein Besuch bei der Firma Abacus in Nordenham an. Freundlich wurden wir durch das Werk geführt und bekamen alles zu hören und zu sehen was in Nordenham ertüftelt und produziert wird.

Am Ende nahmen wir ein Paar Abacus C-Box 2 mit.

Als ich zwischenzeitlich darüber nachdachte doch einfach mein passives Set zu vervollständigen, fiel mir auf das ich meine passiven Lautsprecher gar nicht mehr benutzte und stattdessen viel lieber mit den kleinen Abacus am Schreibtisch hörte. Die Räumlichkeit, der Bass und die generelle Durchsichtigkeit des Klangbildes waren einfach überzeugender.

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Ich plante also mir ein Paar Abacus APC 23-24C anzuschaffen, obwohl mich der Preis von 2500.- Euro das Paar vor eine Herausforderung stellen würde.

Denn, die Abacus klangen natürlicher als die B&M Delta, die zuweilen etwas vorlaut zischen konnte.

Doch es sollte alles anders kommen.

Eines Sonntag Morgens sah ich auf dem Wohnzimmertisch schon wieder einen alten B&M Lautsprecher. (mein Vater hatte am Tag zuvor ohne große Ankündigung wieder ein Paar B&Ms gekauft und extra in Frankfurt abgeholt.) Aber diesmal war ich vorbereitet.

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So, so es handelt sich also um das Modell "Sigma". Spontan schaute ich mal auf ebay kleinanzeigen nach, ob sich nicht auch eine Sigma für mich finden lässt.

Und tatsächlich, da wurden gleich 2 Paare zusammen angeboten. Hmm, wenn dann richtig. Das Geld für die Sigma hätte ich, wenn ich meine passiven Cantons verkauft bekomme.

Zuerst war es der Preis der mich zu den B&Ms statt den Abacus greifen ließ, erst im Nachhinein (ich kaufte die Sigma ungehört) stellte sich für mich heraus, dass die Sigma auch klanglich die bessere Wahl waren. Da sie anders als die Delta sehr seidig und natürlich klingen.

Bis es soweit ist, könnten die Sigma aber schon weg sein. Mit der Dringlichkeit der Lage konfrontiert sah sich mein Vater gezwungen mir das fehlende Geld auszulegen.

So fuhren wir also am nächsten Samstag los um die Sigma abzuholen.

Oh oh, das fängt ja schonmal schlecht an. Das Haus in dem wir die Lautsprecher abholen kommen wollten war in einer Straße schöner Häuser die einzige Bruchbude. (Kein Spruch, es war wirklich eine Bruchbude.)

Innen sah es ebenso gewöhnungsbedürftig wie von außen aus. Egal, da waren sie: "Meine ersten richtigen Aktiven".

Kurz reingehört. Klang etwas muffig was allerdings an der muffigen Umgebung lag. Der Raum macht den Klang und so. :lol:

Der Verkäufer machte einen etwas grimmigen Eindruck, er erzählte einen Schwenk aus seinem bewegten Leben. Schön und gut. Über den Preis musste man nicht lange reden, es hat gepasst.

So nun aber schnell nach Hause damit und hören, hören, hören.

Zuhause angekommen machte sich erst einmal Ernüchterung breit. Die Sigma rochen stark nach Rauch und dann war da noch dieses Kratzen, das aus den Lautsprechern kam. Besonders zu hören wenn ein Klavier spielt.

Wenig später war der Fehler eindeutig identifiziert. 3 von 4 der für die Sigma so charakteristischen Mittel-Hochtöner waren defekt. Zur selben Zeit befand sich die Sigma von meinem Vater bei Herrn Zimmermann in der Überholung, die Chassis meiner Sigma vertrauten wir dann kurzerhand ebenfalls Herrn Zimmermann an.

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Herr Zimmermann meinte er hätte nicht alle MHTs vollkommen reparieren können, deshalb kostete mich die Reparatur nur überaus faire 100.- Euro.

Die Chassis wurden neu mit Ferrofluid aufgetankt und neu zentriert. Der Fehler ist dadurch komplett verschwunden. :)

Nun hatte ich also 4 spielbereite Sigma. Musik hörte ich über die 2 äußeren Sigma, bei Film übernahmen die beiden inneren Sigma zusammen äußerst kraftvoll die Rolle des Centers.

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Meine Cantons hatte ich übrigens schon nach einer Woche verkauft und mein Vater sein Geld schneller zurück als er es sich hätte wünschen können. Durch den Verkauf meiner Emotiva XPA-2 Endstufe hatte ich obendrein noch Geld übrig.

Geld welches ich im Verlauf des Jahres nutzte um ein wenig mit aktiven Subwoofern und passiven Mehrkanal Sets zu experimentieren.

Im Sommer dann waren mir die 4 Stück Sigma etwas zu viel des Guten und ich entschied mich dazu 1 Paar zu verkaufen.

Kaum waren die Sigma verkauft musste auch schon wieder etwas neues her. Schon länger interessierte ich mich für die Lautsprecher aus dem Hause Siegler. Hier im Forum entdeckte ich das ein Paar KS digital C88-COAX zum Verkauf stand.

Genau zum richtigen Zeitpunkt.

Ein wenig Gegenwind kam mir seitens Michael entgegen, mit dem Friedemann seit der Überholung seiner BM 3 in Kontakt stand. Michael hatte die C8-COAX von KS digital bei sich gehört und keine besonders hohe Meinung von den Lautsprechern. Ein echter BM Fan halt. :lol:

Nun gut, ich probiere die C88 trotzdem aus.

Pünktlich zum Beginn der Sommerferien kamen die KS an. Perfekt.

Also schnell aufgebaut und gehört.

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Der Klang hat was: kräftig, direkt und mit einer überzeugend klaren Räumlichkeit. Zudem kann die C88 Pegel.

Das einzige Problem was ich mit dem Klang nach einer längeren Zeit des hörens hatte ist, dass die C88 im Vergleich zur Sigma etwas anstrengender klingen kann und der Bass leider fetter als der der Sigma klingt.

Die B&M Sigma spielt gemütlicher und mehr "aus einem Guß" verliert aber wiederum bei der Räumlichkeit, die im Vergleich zur KS breiiger klingt. Zum entspannten Musik hören ist die Sigma dafür auf Dauer besser geeignet.

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Jetzt müsste ein Lautsprecher her der beides kann. Räumlich präzise und langzeittauglich klingen. Das sollte sich später noch, im Spätsommer ergeben.

Bevor ich in den Urlaub flog, musste ich mich noch einmal satt hören, eine Zeit lang würde ich schließlich schon ohne gute Lautsprecher hungern müssen. So hörte ich die KS digital C88-COAX am Tag vor der Abreise einmal im besten Raum den wir bis dato hatten, dem Garten. 8)

http://www.flickr.com/photos/96112396@N07/11802030913/

Aus dem Urlaub zurück, erstmal einen Film schauen. Die KS als Fronts und die Sigma als Center.

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Einige Wochen später war Wolfgang mit seiner Abacus bei uns zu Besuch da, und zusammen mit Friedemann führten wir so den Vergleich zwischen der Abacus APC 24-23C, der Backes & Müller BM 3 und meiner KS digital C88-COAX durch.

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Ohne große Umschweife komme ich hier direkt zum Ergebnis, welches wir einstimmig feststellten. Die BM 3 gewinnt, weil sie im Vergleich zu den beiden anderen Lautsprecher keinen Eigenklang zu haben scheint.

In meiner ganz persönliche Reihenfolge sehe ich die BM 3 am oberen Ende, gefolgt von der KS digital C88-COAX, darunter die B&M Sigma und am Ende mit etwas Abstand die Abacus APC 24-23C.

Auch wenn die Abacus einen Bass bis 16Hz hinab realisieren kann und die KS digital ein zeitrichtiger Lautsprecher mit toller Räumlichkeit ist, gewinnt dennoch die Backes & Müller BM 3 den Vergleich weil sich Musik mit ihr nach Musik anhört und nicht wie Musik die aus einem Lautsprecher kommt.

Aufgrund dieser Erkenntnis entschied ich mich die BM 3, wo sie doch schonmal in meinem Zimmer war noch für den Rest der gerade erst angefangenen Woche bei mir zu behalten. Meinem Vater stellte ich für die Zeit mein Paar Sigma zur Verfügung. So dass er jetzt abwechselnd im Wohnzimmer und im Hörraum im Keller Sigma hören konnte. Abwechslung pur! :mrgreen:

Am Donnerstag selbiger Woche kam eines zum anderen und ich spielte mit dem Gedanken ein Paar B&M BM 8 V-Fet von Ralph Gottlob's Aktiver Hifibörse zu erwerben.

Gedacht, getan.

Am Sonntag fuhren wir los Richtung Köln und kehrten mit der BM 8 V-Fet zurück.

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Die BM 8 ist einfach ein perfekter Lautsprecher, mehr "Box" braucht kein Mensch. Sei er auch noch so anspruchsvoll. So mein Fazit zur BM 8.

Der Klang ist extrem sauber, die Räumlichkeit fast so gut wie bei der KS digital (ein Update auf die S-Weiche dürfte hier noch eine Verbesserung bringen), der Bass unerreicht trocken und der gesamte Klang überaus souverän. Der Lautsprecher ist als solcher nicht zu hören. Es spielt die Musik und sonst nichts. :P

Zudem ist der Lautsprecher ein deutsches Qualitätsprodukt wie es heute nur noch selten bis gar nicht mehr zu finden ist. An keiner Stelle wurde gespart, vom massiv geformten Kühlkörper, über das 40mm dicke Span Gehäuse bis hin zu den geregelten Chassis im Hoch, Mittel und Tieftonbereich lässt dieser Lautsprecher in keiner Hinsicht Wünsche offen.

Traurig ist die Tatsache das es heute für vergleichbares Geld keinen vergleichbaren neuen Lautsprecher gibt, (Auch nicht für die ehemalige UVP) wo ist der "Fortschritt" geblieben ? :(

Jetzt hatte ich 3 Paar Lautsprecher stehen, wo ich doch nur mit einem Paar Stereo hören mochte. (Filme wie Musik)

Dies konnte schon allein aus finanzieller Sicht kein Dauerzustand sein. Obwohl ich die Zeit zu nutzen wusste und fleißig alle 3 Lautsprecher miteinander verglich. Richtig eingepegelt und mit Cinch-Umschaltbox ein Leichtes.

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Die KS digital C88-COAX kaufte mir schließlich der selbe Hifi-Begeistere mit Studio Hintergrund ab, der schon im Sommer die Sigma erwarb. Für mich auch noch einmal die Bestätigung das die C88-COAX klanglich über der Sigma einzuordnen ist. Dazu gab es intern durchaus Meinungsverschiedenheiten. :P

Zur Backes & Müller Sigma muss aber gesagt sein, dass man sie heutzutage günstig bekommen kann und sie klanglich bereits auf einem sehr hohem Niveau ist. Potentielle Interessenten sollten sie nicht aufgrund ihres barocken Erscheinungsbildes unterschätzen, passive Lautsprecher frisst sie zum Frühstück und die meisten Aktivlautsprecher lässt sie auch heute noch locker im Regen stehen.

Günstiger kommt man nicht an guten Klang heran, zumal ich die Sigma schonmal beim entspannten Hören mit Umschaltbox für meine BM 8 hielt. :oops:

-

Bis hierhin war das Jahr schon überaus ereignisreich in Sachen Hifi, das war aber noch nicht alles.

Wie ich bereits geschrieben habe hat man mit den BM 8 klanglich alles was man sich wünschen kann, dennoch ergab sich für mich die Gelegenheit an ein Paar BM 12 zu kommen.

Für mich entscheidend war die im Vergleich zur BM 8 verdoppelte Membranfläche im Bass. Wo, wenn überhaupt, bei mancher Musik oder eben Filmen der BM 8 die Lautstärke Reserven ausgehen können. Dem könnte man wohl mit dem Tausch der Tieftöner gegen Kevlar Modelle entgegen wirken (nicht bei jedem Modell möglich, bei meiner BM 8 z.B. nicht :cry: ), am Ende überzeugt mich aber die Lösung mit der BM 12 der man noch dazu obenrum einen AMT spendieren könnte mehr.

Als krönenden Abschluss des Aktiven Jahres 2013 war ein Besuch des Forentreffens unerlässlich.

Zum ersten Mal konnten wir die großen, geregelten Aktiven von AGM und Silbersand live erleben. Zudem waren ja auch noch verschiedene andere aktive Lautsprecher anwesend, die man so konzentriert auf einem Haufen unmöglich woanders hätte hören können.

Dazu Menschen die die Begeisterung am Hobby teilen und der Meister höchst persönlich, Friedrich Müller.

Neben der überzeugenden Vorstellung der AGM 7.4 und auch der Silbersand Emotion 5 waren die geregelten DIY Lautsprecher für mich persönlich eine besondere Überraschung. Sie wussten einen genauso wie die großen geregelten Lautsprecher in die Musik hinein zu ziehen.

Die großen ungeregelten Aktiven haben in meinen Ohren das Nachsehen gehabt, obwohl ungleich teurer (als die geregelten DIY LS) konnten sie mich nicht vergessen machen das man nur mit Lautsprechern Musik hört.

Stets erinnerte ein "Eigendröhnen" das man nach kurzer Zeit dem Lautsprecher zuordnen konnte daran, das hier Lautsprecher am Werke sind. Die FIR gesteuerte Grimm LS1 schnitt hier noch am besten ab.

Auch wenn es ob des Aufwands und der Komplexität unwahrscheinlich ist, so wäre es klanglich vielversprechend würden sich mehr Hersteller dem Einsatz einer Sensorregelung öffnen.

Ohne Regelung geht es, zumindest für mich, nicht mehr.

Das war für mich auf dem Forentreffen noch einmal klar geworden.

Nach dem Forentreffen machte ich mich daran meiner heimischen Anlage den letzten Schliff zu verpassen. Ausgezeichnete Lautsprecher waren vorhanden, was noch fehlte war die akustische Behandlung meines Hörraumes.

Passive raumakustische Maßnahmen in Kombination mit einer digitalen Korrektur sollten für mich zum Ziel führen.

"Buschel" hat mir drüben im Hifi-Forum bei den ersten Schritten im Thema Raumakustik geholfen, dafür hier ein "Dankeschön".

Gezielt platzierte Basotect Absorber kümmern sich nun um die Erstreflexionen und dämpfen Nachhall in Höhen und Mitten während Dirac auf digitale Art und Weise im Bass für Ordnung sorgt.

Die BM 8, zeigen nun einmal mehr aus was für einem (hochwertigem) Holz sie geschnitzt sind. Das man solche Lautsprecher schon 1985 haben konnte, macht mich schon hin und wieder stutzig. :shock:

Im Jahr 2013 hat sich Hifi technisch viel getan und obwohl ich überhaupt nicht damit gerechnet habe, so hat sich in diesem Jahr die Art wie ich Musik und Filme zu Hause erlebe komplett geändert.

Statt passiver Berieselung wird der Medienkonsum zum intensiven, livehaftigen Erlebnis.

Ich höre mehr Musik denn je und dazu breit gefächert und unabhängig von Genres und das wenn es geht jeden Tag aufs Neue. :cheers:

Das Bild in meiner "Anlage":

Der radikale Umbau meiner Anlage fand im Sommer statt als der erste BenQ W1080ST Kurzdistanz Beamer bei uns im Haus einzog. Gepackt von den Möglichkeiten die sich mir boten stellte ich die gesamte Anlage um, im Winter nach dem Forentreffen war es dann soweit Geld und Zeit waren vorhanden um die nötige 4m Leinwand zu bauen und auch einen BenQ anzuschaffen (Den ersten hat sich natürlich mein Vater auf mein anraten geholt). Damit das Bild dem exzellenten Ton in nichts nachsteht.

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Als Vergleich meine "alte" Leinwand mit den Maßen 185cm x 105cm. Die neue ist 385cm breit und 215cm hoch bei einem Sitzabstand von 250cm.

Bei Beamern und Fernsehern gibt es heute im Gegensatz zu Lautsprechern riesige Verbesserungen zu verzeichnen, unglaublich was für ein helles, scharfes, klares Bild (auf Wunsch obendrein noch in 3D) der BenQ Beamer für nicht einmal 1000.- Euro bietet.


So, jetzt habe ich alles was bisher geschah zusammengefasst und revue passieren lassen. Puh, das war anstrengend. :cheers:
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Beitragvon Uwe » 16.01.2014, 08:47

Hallo Frederik,

vielen Dank für den ausführlichen Bericht deiner aktiven Entwicklung. Ich habe in deinem Alter gerne mit Selbstbau-Lautsprechern experimentiert. Da die Mittel für meine damalige Wunschbox BM 14

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nicht vorhanden waren, habe ich versucht sie nachzubauen. Das ist mit Dynaudio Chassis und Selbstbau-Passivweiche allerdings kläglich gescheitert.

Ich bin sehr gespannt wie es mit dir und deinem "Kino-Projekt" weiter geht.

Grüße Uwe
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Beitragvon aktivator » 16.01.2014, 10:54

Hallo Frederik

Hast du bei dem ganzen Kauf- und Auswechselstress überhaupt noch Zeit für Musikhören? :D Oder pusht dein Vater und du sich gegenseitig hoch? :mrgreen: Aber mit dem Alter wird man ruhiger, bin gespannt werden sicher noch öfter von dir hören.

Gruss Andreas
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Beitragvon vierzigo » 16.01.2014, 16:56

Hallo Frederik,

Hast ja bisher alles richtig gemacht, weiter so!
Und ich dachte mit meiner 300 cm Leinwand wäre ich schon sehr groß, aber es geht doch immer noch ne Schüppe mehr. Wie ist das denn wenn du nach einem Film schauen wieder den TV anmachst? Kommt dir dann auch immer alles so mickrig vor?

Grüße

Oliver
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Beitragvon Frederik » 16.01.2014, 18:04

Hi Oliver,

Danke! :P

Für den bewussten Filmgenuss ist eine Leinwand samt Beamer für mich das einzig wahre, und ich verstehe nicht warum viele die sich bei der Wahl der Lautsprecher große Mühe geben dann Filme über einen Fernseher gucken.

Erst bei meiner jetzigen Leinwand habe ich das Gefühl das Bild und Ton von der Größe her zusammenpassen. Sonst war der Ton immer "größer". Schön ist auch wie der Raum die Farbe der jeweiligen Filmszene annimmt, das verstärkt das Gefühl das man im Film ist. Je größer die Leinwand desto mehr "atmet" der Film.

Bei Fernsehern ist er einfach in einen kleinen Leuchtkasten gesperrt. :D :cheers:
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Beitragvon frmu » 16.01.2014, 18:10

Frederik,

zur Perfektion müssen aber die Wellen jetzt noch aus der Leinwand ... :mrgreen:

weiterhin viel Spaß!


Gruss
Frank
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Beitragvon Frederik » 16.01.2014, 18:11

Hi Uwe,

Selbstbau technisch werde ich vielleicht auch noch experimentieren, schränke mich aber vorab schon soweit ein das nicht viel schiefgehen kann. Wenn dann würde ich eigene Subwoofer bauen wollen die sich nur um den LFE Bereich bei Filmen zu kümmern brauchen, denn das Gebrumme im Effektkanal kann man keiner B&M zumuten.

Hi Andreas,

Ja wir haben uns dieses Jahr gegenseitig gepusht und das Hobby zelebriert. :D

Aber, ich habe hier auch ein ganzes (!) Jahr zusammengefaßt. Da blieb auf jeden Fall genug Zeit um einfach entspannt Musik zu hören. In diesem Jahr wird es dann auch ruhiger zugehen, nicht zuletzt weil die Luft nach oben immer dünner wird.
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Beitragvon Frederik » 16.01.2014, 18:15

Hi Frank,

Das stimmt, da werde ich mir noch was einfallen lassen müssen.

So eine große Leinwand führt ein gewisses Eigenleben, dass ich noch in den Griff kriegen muss. :P
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Beitragvon cantusfirmus » 16.01.2014, 18:57

Frederik hat geschrieben:Für den bewussten Filmgenuss ist eine Leinwand samt Beamer für mich das einzig wahre, und ich verstehe nicht warum viele die sich bei der Wahl der Lautsprecher große Mühe geben dann Filme über einen Fernseher gucken.

+1

das sehe ich genauso! Viel Spass weiterhin mit dem Heimkino!

lg Horst

PS: Ich sehe das übrigens anders als du - von wegen LFE Kanal und BM8. Ich hab's so gemacht, und es klingt hervorragend. (Habe gerade meinen Vorstellungsthread aktualisiert) Aber es gibt ja auch Subs von B&M... ;)))
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