Ludger (hoer-wege Manger)

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Ludger (hoer-wege Manger)

Beitragvon llucki » 29.09.2013, 11:23

Liebe Forum-Mitglieder,

das Anmeldeprozedere hier ist ungewöhnlich, aber sicherlich mit ein Grund, warum es hier anders zugeht, als in vielen anderen Foren: hier ist der Umgang freundlich und die Teilnehmer sind sehr kompetent. Ich habe mehrere Wochen einige Threads mitgelesen und dabei zunächst viel gelernt und dann sogar die Hinweise für einen entscheidenden Durchbruch für meine Anlage gefunden und nachvollzogen. Daher habe ich das Bedürfnis, meinen Dank zum Ausdruck zu bringen. Aber ich beginne erst mal von vorne:

Nach der Beschallung durch Jazzplatten meiner Eltern in der Kindheit, Beatles-Platten meiner großen Schwester und Verirrungen als Jugendlicher in den Siebzigern (Slade, Queen, T-Rex, Mud, etc.) kaufte ich mit 16 die erste Anlage: ein schon damals alter Harman Kardon Receiver, ein Mitsubishi-Plattenspieler und ein Paar recht ordentliche Kompaktboxen (die Marke weiß ich nicht mehr). Die erste Platte, die mein Eingang in die phantastische Welt der genialen Musik war, war Jimi Hendrixs A Band of Gypsys. Die Platte lag drei Monate lang ausschließlich auf dem Teller und lief täglich mehrfach. Ich konnte einfach nicht glauben, was ich da hörte. Es war eine Reise in eine Welt, die ich bis dahin nicht gekannt hatte. Der Rockmusik blieb ich einige Jahre treu, mein langfristiger Favorit wurde The Doors. Mit den Lebensphasen änderte sich die Musik: nach dem Rock kam Indie und dann Reggae, danach der Jazz. Zuletzt kam zum Jazz auch Elektronische Musik und diverse Mischformen hinzu. Die Musik der vorherigen Phasen höre ich aber auch immer wieder einmal.

Mitte der Neunziger habe ich einen der frühen AC3-Verstärker von Yamaha gekauft und fand es toll, wenn bei Filmen der Sound von allen Seiten kam. Dann, Anfang dieses Jahrtausends, habe ich den heimlichen Traum von guten Lautsprechern verwirklicht: ein Paar ALR Jordan Note 5. Dazu ein Mehrkanalverstärker von Marantz (bei Lautsprechern für Rear und Center habe ich improvisiert). Mehrkanal-Filmton kam inzwischen von DVD, als Zuspieler kaufte ich einen Denon 3910, der auch SACD und DVD-Audio und-Video kann. Die klanglichen Eigenschaften wurden in der Presse hoch gelobt. Neben digitalem Anschluss kaufte ich auch sündhaft teure audioquest RCA-Kabel für Stereo. Es kamen auf dem PC mehr MP3s zusammen, als ein einzelner Mensch je hören könnte und der erste 40 GB-iPod, den ich mit Monster-Kabel auch an der Anlage spielen ließ, der Klang war nach meinem Empfinden besser als der der heutigen Apple-Geräte.
Mit dem Klang meiner Lautsprecher war ich immer sehr zufrieden, allerdings war die räumliche Abbildung nicht optimal, der Verkäufer hatte dazu gesagt, dass sie schwierig aufzustellen seien, was immer das bedeuten mag. Dann bekam ich mit meiner Frau zwei Kinder und hatte für mehrere Jahre nicht mehr viel Gelegenheit, meinen Hobbys zu frönen.

Letztes Jahr ist der Marantz Mehrkanalverstärker abgeraucht. Ich habe die ganze Mehrkanal-Sache sausen lassen und einen Musical Fidelity m3 gekauft. Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich vom warm gefärbten Klangbild des Marantz entwöhnt war, aber heute weiß ich, dass das eine goldrichtige Entscheidung war.

In diesem Sommer habe ich etwas Freizeit genutzt, der Sache mit der räumlichen Abbildung der Lautsprecher auf den Grund zu gehen: mit Unterstützung des Entwicklers und des Herstellers bei der Fehlersuche stellte sich heraus, dass ein Mittelton-Chassis leicht defekt war. Diesen Defekt hatte ich damals gleich mitgekauft, den Klang hatte er nicht gestört. Der Hersteller hat mir einen kompletten Satz Chassis zugeschickt. Nach dem Einbau war die Abbildung symmetrisch und plausibel, die Störung war bei intensivem Hören irritierend gewesen, jetzt war das viel besser. Allerdings habe ich immer davon geträumt, dass sich der Klang von den Lautsprechern löst. Das tat er auch jetzt nicht. Ich war frustriert und habe fast begonnen, an den Fähigkeiten der Lautsprecher zu zweifeln. Ich habe den Entwickler noch einmal um Rat gefragt. Er antwortete, dass alles andere auch stimmen müsse. Hmmmm...

Parallel hatte ich mit großer Verspätung erst kürzlich erkannt, dass PCs nicht unbedingt klanglich minderwertig sein müssen, sondern mit einem USB-DAC ausgestattet werden können. Die digitale Sammlung war bis dato nur für nebenbei Hören oder für unterwegs (iPhone) geeignet.

Mit einem neuen DAC (audioquest DragonFly) an einem Win7 PC war ich völlig überrascht, dass der Klang nicht nur besser war, sondern verdammt gut, sogar knackiger, klarer und etwas plastischer als der Denon.
Bei der digitalen Sammlung konnte ich plötzlich die Klangeigenschaften der verschiedenen Kompressionsstufen genau nachvollziehen. Das führte zwangsläufig dazu, dass ich begann, meine CDs erneut zu rippen, diesmal unkomprimiert. In dem Zusammenhang gab es eine Frage, die vor dem Rippen geklärt werden musste, nämlich welches Datenformat optimal ist. Ich machte die Erfahrung, dass ein WAV nach FLAC konvertiert nicht mehr so offen und entspannt klang.

Also machte ich mich auf die Suche nach einer Erklärung. Dabei musste ich erkennen, dass in den meisten Foren ein komplett idiotischer Glaubenskrieg zu diesem Thema geführt wird. Erst hier in diesem Forum fand ich Statements, die plausibel klangen und offensichtlich daher rührten, dass die Leute hier Anlagen haben, die wirklich von hoher Qualität sind und dazu die Fähigkeit zu Hören. Zudem sind hier viele in der Lage, das Wahrgenommene zu verbalisieren.

Zu der speziellen Frage habe ich zwar nicht eine erschöpfende Antwort gefunden, wohl aber die Bestätigung, dass unter bestimmten Bedingungen auch andere solche Unterschiede hören. Das reicht mir zunächst, um nicht an meiner Wahrnehmung zu zweifeln. Eine rationale Erklärung ist für mich dann erst mal zweitrangig.

Nach dieser positiven Erfahrung habe ich dann begonnen, neugierig weitere Beiträge zu lesen. Nach der langen Abhandlung des Herrn Heinz Josef Nisius, die meinen Horizont zu Lautsprechern generell erweitert hat, bin ich dann auf den Thread 'Win Server 2012 Audiophile Core Edition' gestoßen. Das hat mich sehr interessiert und ich habe die ganze Sache vor einer Woche nachvollzogen. Sobald der ehemalige Win7-Rechner als testweise Standalone-PC nach den Vorgaben und mit dem Optimizer von AudioPhil lief, wurde klar, was in meiner Kette nicht gestimmt hatte: der CD-Player! Denn plötzlich lösen sich die Töne vom Lautsprecher, was ich höre, ist sehr viel breiter, als die Boxen auseinanderstehen, der gewonnene Raum wird genutzt, um die Klänge breiter aufzufächern, alles ist hervorragend und entspannt ortbar und viel detailreicher. Das alles bei begeisterndem Klang. Also genau das, was ich mir lange Zeit gewünscht hatte. Super! Für die meisten hier wird dieses Niveau normal sein, aber für mich bedeutet das einen echten Durchbruch. Ich höre meine CDs wahrhaftig neu, und das dazu noch mit dem iPhone oder iPad gesteuert, auch über alle Alben, die jahrelang unberührt im Regal gestanden hatten. Z.B. haben sich über die Jahre einige Audiophile Sampler angesammelt, die ich einmal zur Kenntnis genommen und dann weggestellt hatte. Bei einigen Titeln war mir nicht klar, warum die es auf Audiophile Sampler geschafft hatten. Jetzt aber auf einmal doch! Ich bin sehr zufrieden!

Ein weiteres Phänomen, das ich in den letzten Tagen wahrgenommen habe ist, dass ich gerade bei CDs von alten Rock-Aufnahmen, die ich damals als Schallplatte kennengelernt hatte, nun mitunter so packen, wie es damals war. Ich denke, das ist der Effekt, der als 'analoger Klang' bezeichnet wird. Allerdings funktioniert das nur, wenn die CD nicht auf erhöhten Pegel remastert wurde, wie das in den Neunzigern wohl häufiger gemacht wurde. Die CD muss den entsprechenden Dynamikumfang aufweisen, sonst klingt sie auch jetzt vergleichsweise flach.

Ich gebe zu, dass ich im Moment etwas euphorisiert bin. Auch habe ich zu viele Dinge gleichzeitig verändert, um den Einfluss einzelner Maßnahmen auf den Klang innerhalb der Core Edition und JPlay-Streaming nachvollziehen zu können. Der Unterschied zwischen Standalone- und Dual-PC ist entweder in Nuancen oder der zeitliche Abstand war zu groß oder es gibt Spielraum für weiteres Tuning. Das kann ich nur ermitteln, wenn ich einzelne Komponenten testweise wieder zurückbaue. Aber das sehe ich ganz gelassen und mache es, wenn ich Zeit dazu finde. Wichtig ist jetzt nur, dass ich meine Musik auf einem bislang ungekannten Niveau hören kann!

Wenn mein Einstand hier gelungen ist, werde ich mich im entsprechenden Forum bei AudioPhil direkt bedanken.

Ob ich im Forum sinnvolle Beiträge leisten kann, weiß ich nicht, das wird sich zeigen. Auch bitte ich zu akzeptieren, dass ich bei meinen passiven ALRs bleiben möchte.

Viele Grüße
Ludger
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Beitragvon aston456 » 29.09.2013, 13:56

Hallo Ludger,

sei herzlich begrüßt hier.

Deine einführend geschilderten Erlebnisse sind sehr schön nachvollziehbar und können referenziell für viele hier stehen. Jetzt fehlen Dir noch vernünftige Lautsprecher und Du bist am Ziel. :mrgreen:

Gruß,
Kai
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Beitragvon Rudolf » 29.09.2013, 15:36

Hallo Ludger,

herzlich willkommen!

Ich denke, dein audiophiler Lebenslauf steht für viele hier im Forum. Vielen - u.a. auch mir - ist erst durch dieses Forum bewusst geworden, dass digital viel mehr geht als gedacht. Zwischen den Einsen und Nullen verbergen sich offensichtlich jede Menge Klang-Bosonen, die erst durch Quellgeräte und DACs jüngster Generation zu Gehör gebracht werden können.

Weiterhin viel Spaß auf der Suche nach dem guten Klang
wünscht Rudolf
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Beitragvon nihil.sine.causa » 29.09.2013, 15:52

Hallo Ludger,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum!

llucki hat geschrieben:das Anmeldeprozedere hier ist ungewöhnlich, aber sicherlich mit ein Grund, warum es hier anders zugeht, als in vielen anderen Foren: hier ist der Umgang freundlich und die Teilnehmer sind sehr kompetent.

Schön schreibst Du. Die Sitte, sich zunächst vorzustellen, hat den großen Vorteil, dass man sich danach schon ein bisschen kennt.

llucki hat geschrieben:Das führte zwangsläufig dazu, dass ich begann, meine CDs erneut zu rippen, diesmal unkomprimiert. In dem Zusammenhang gab es eine Frage, die vor dem Rippen geklärt werden musste, nämlich welches Datenformat optimal ist. Ich machte die Erfahrung, dass ein WAV nach FLAC konvertiert nicht mehr so offen und entspannt klang.

Dass man dann alles nochmals rippen muss, habe ich auch erlebt. Aber das lohnt sich. Der Unterschied zwischen WAV und FLAC ist immer wieder diskutiert worden. Ich sehe das pragmatisch. Wer keinen Unterschied auf seiner Kette hört, kann sich entspannt zurücklehnen. Wer Unterschiede hört, muss die Flacs eben nach wav konvertieren, was ja recht einfach im Batch-Verfahren möglich ist. Lediglich bei den tags gibt es bei wav bestimmte Einschränkungen, aber auch damit kann man leben. Die Begründung liegt m.E. in der Player-Architektur. Wenn flac gespielt wird, müssen zur Laufzeit gewisse Rechenschritte durchgeführt werden, die bei wav normalerweise entfallen. Das kann den Klang beeinflussen, muss aber nicht. Kommt eben darauf an, wie der Player arbeitet und welche Ressourcen ihm zur Verfügung stehen. (Bei mir höre ich keine Nachteile bei flac, aber - wie von Dir angedeutet - das ist kein Grund für einen Glaubenskrieg.)

llucki hat geschrieben:Auch bitte ich zu akzeptieren, dass ich bei meinen passiven ALRs bleiben möchte.

Wir nennen uns "aktive" Hörer, aber das hat m.E. primär etwas mit der persönlichen, eben aktiven Einstellung zum Hobby zu tun und nicht damit, ob die Endstufen vor oder hinter den Frequenzweichen zu kommen hätten. Ich selbst bin zwar sehr von aktiven LS überzeugt, ich hatte aber auch schon sehr schöne Hörerlebnisse mit passiven Lautsprechern, gerade auch bei einem Freund hier aus dem Forum.

Beste Grüße
Harald
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Beitragvon llucki » 29.09.2013, 20:27

Vielen Dank für das herzliche Willkommen!

Viele Grüße
Ludger
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Beitragvon Fujak » 30.09.2013, 06:24

Hallo Ludger,

auch von mir herzlich willkommen.

Ludger hat geschrieben:Ob ich im Forum sinnvolle Beiträge leisten kann, weiß ich nicht, das wird sich zeigen. Auch bitte ich zu akzeptieren, dass ich bei meinen passiven ALRs bleiben möchte.

Ludger, das war in meinen Augen bereits ein sehr sinnvoller Beitrag, spiegelt er doch sehr detailliert wieder, worauf es ankommt, wenn die Musik emotional involvieren soll. Du hast nicht locker gelassen und bist Schritt für Schritt auf einige entscheidende Faktoren gestoßen, die Du nun optimiert hast. Deine Euphorie in Bezug auf WinServer 2012 + Optimizer im DualPC-Setup teile ich übrigens - ein Quantensprung in der Wiedergabe mit PC.

Viel Spaß bei uns im Forum. :cheers:

Grüße
Fujak

P.S.:
Ludger hat geschrieben:Auch bitte ich zu akzeptieren, dass ich bei meinen passiven ALRs bleiben möchte.

Selbstverständlich. Ich selbst war längere Zeit hier im Forum aktiv mit passiven Lautsprechern (Isophon Europa, falls Du die kennst).
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Beitragvon llucki » 01.02.2014, 22:10

Hallo zusammen,

wie ich in dem ‚USB-Kabel-Klang‘-Thread schon mal geschrieben hatte, habe ich es inzwischen zu einem Audiolab M-DAC mit Horwege-Mod gebracht. Der hat meine Anlage noch einmal deutlich nach vorne gebracht, vor allem was Ausgewogenheit und Authentizität anbelangt. Als Nebeneffekt konnte ich durch Boxenrücken den Tieftonbereich stark verbessern. (Der vorherige DAC hatte Schwächen in den Tiefen, da konnte ich rücken, wie ich wollte.)

Jetzt habe ich den Eindruck, dass ich die Möglichkeiten der Lautsprecher ausgeschöpft habe. Neben dem Genießen der Musik wie nie zuvor wollte ich auch gerne wissen, wie es nun weitergeht. Also bin ich heute zu einem Hifi-Händler in Berlin gefahren und habe mir die Grimm LS1 angehört. Zu meiner Überraschung war der erste Eindruck: Ach, das klingt ja genau wie zuhause! Ich habe dann insgesamt 40 Minuten lang Musik gehört, die ich gut kenne. Da habe ich dann schon einen Eindruck bekommen, wo die Unterschiede liegen, und die sind natürlich essentiell. Die Grimm haben mir sehr gut gefallen. Auch der Fakt, dass ich die mit einem USB-Kabel direkt an den Audio-PC anschließen könnte.

Eigentlich wollte ich auch Adams hören, aber leider gibt es im Moment keine Neuen im oberen Segment. Bei den anderen Marken aktiver Lautsprecher habe ich in Berlin schlechte Karten bez. Probehören, oder ich muss noch mal genauer suchen.

Sollte ich mich entscheiden, erheblich zu investieren, ist die Richtung geklärt…

Viele Grüße
Ludger
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Beitragvon Speedy » 02.02.2014, 10:19

Hallo Ludger,

llucki hat geschrieben:Bei den anderen Marken aktiver Lautsprecher habe ich in Berlin schlechte Karten bez. Probehören, oder ich muss noch mal genauer suchen.

zumindest MEG solltest Du dort : http://www.audio-studiotechnik.de/ hören können.

Beste Grüße
Speedy
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Beitragvon llucki » 03.02.2014, 14:52

Hallo Speedy,

vielen Dank für den Tipp! Da werde ich bei Gelegenheit mal hinfahren.

Viele Grüße
Ludger
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Beitragvon Speedy » 03.02.2014, 15:01

Und der produziert in Berlin : http://martion.de/
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Beitragvon llucki » 03.02.2014, 16:17

Ach, das klingt ja interessant, davon habe ich noch nie gehört! Das werde ich mir mal anhören.

Danke!
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Beitragvon llucki » 26.02.2014, 12:20

Hallo zusammen!

Die Meinung, dass meine Lautspecher an ihre Grenzen gekommen seien, war blanker Unsinn, eine von diesen Fallen, in die man bei diesem komplexen Thema tappen kann. Der wahre Grund, weshalb es trotz des tollen neuen DACs nicht perfekt klang, war das damit nötig gewordene USB-Kabel. Ein Oehlbach für 30,- € hat sehr spezielle Störungen in meiner Anordnung verursacht, die ich erst rückblickend zuordnen kann. Ein sehr viel teureres PPA Red USB-Kabel, das inzwischen eingetroffen ist, hat diese Störungen komplett beseitigt. Jetzt höre ich wieder die Magie, die mit Philipps optimiertem Dual-PC möglich ist. Nun auch zusätzlich mit den Vorzügen des M-DAC.

Zu meinen Lautsprechern muss ich sagen, dass, wenn man ein perfektes Signal einleitet, sie auch perfekte Klänge in den Raum geben. Karl-Heinz Fink ist nach wie vor mein Held, was die Entwicklung von Schallwandlern angeht! Im Moment habe ich keine Eile, mich umzuorientieren.

Gestern habe ich auch die Version 1.24b1 von Philipps Optimizer eingespielt. Es ist ihm gelungen, die Sache weiter nach vorne zu bringen! Bei mir ist die Plastizität weiter gesteigert. Faszinierend!

Viele Grüße
Ludger
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Beitragvon llucki » 14.03.2014, 13:31

Hallo zusammen,

obwohl genau das genau hier nicht so ganz passt :wink: , will ich dennoch mitteilen, dass ich passend zu dem M-DAC mit Hoer-Wege-Mod nun auch den Vollverstärker MF M3i zum Antrieb meiner passiven Lautsprecher nach Schwanewede zur Modifizierung geschickt hatte und seit 2 Tagen zurück habe.

Es wurden eine ganze Reihe Bauteile durch höherwertige ersetzt, z.B, OP-Amps, Geleichrichter-Dioden, Wiederstände und wohl alle Kondensatoren.

Es muss noch etwas einspielen, aber was ich bis jetzt gehört habe, gibt den Erwartungen Recht: es war ein weiterer deutlicher Schritt in Richtung authentischer Wiedergaben. Z.B. der Anschlag von Renaud García-Fons ist härter und trockener geworden, die ganze Sache noch ausgewogener und vollständiger.

Es war vorher schon sehr gut, aber damit sind nun wohl alle Glieder der Kette gleich stark. Engpässe zu vermeiden, ist sicher nie verkehrt. Den Spaß hat es noch einmal deutlich gesteigert!

Viele Grüße
Ludger
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Beitragvon Hans-Martin » 14.03.2014, 21:10

Hallo Ludger

Karl-Heinz Fink ist gewiss einer unserer herausstechenden Lautsprecherentwickler, und bei der Note-Serie ist er eher einem alten englischen Ideal gefolgt, als der modenen Linie, die Joachim Gerhard viele Jahre deutlich aufgezeigt hat, mit einem zu den Höhen eher ansteigenden Frequenzgang. So klingt die Note 5 eher runder, wärmer, dunkler als der Zeitgeist. 2 Dinge sind hier besonders: Ein Spartrafo (Autotransformer) setzt den Hochtönerpegel zur Anpassung herab, anders als bei den üblichen Spannungsteilern mit Vorwiderständen ist diese Methode kompressionsfrei auch nach längerer Hörsitzung (sonst Erwärmung und damit Änderung der üblichen Widerstände). Nachteilig ist eventuell die zusätzliche Bandbreitenbegrenzung durch die Übertragercharakteristik des Trafos jenseits 20kHz.

Der 2. Punkt ist die Knete hinter dem Magnet, womit gegen die inneren Verstrebungen mit GreyTack, einer Variante von Bostiks BluTack, eine klebende dämpfende Masse eingebracht wird, die im Laufe der Zeit sich so verformt, dass sie ihrer Aufgabe nicht mehr gerecht wird. Die Kunststoffkörbe der LS lassen eine gewisse Bewegung zu, vielleicht liegt darin der Grund, weshalb das Material sich allmählich bewegt, sich gewissermaßen wegarbeiten kann. Wenn die räumliche Abbildung perfekt sein soll, müssen beide Boxen absolut symmetrisch spielen und ebenso aufgestellt sein, aber auch gleichartige Charakteristik der inneren Dämpfung haben.

Ob Karl-Heinz Fink heute Boxen noch so bauen würde, ist eine Frage die er besser selbst beantworten sollte. Wenn du einen guten Draht zu ihm hast, frag ihn mal...

Spannend wäre, diese Boxen zu aktivieren, mit der Pegeleinstellbarkeit der Hochtöner würde man dann den Autotrafo übergehen. Und was dann mit der Transparenz passiert... Naja, damit habe ich die vielleicht einen Floh ins Ohr gesetzt...

Grüße Hans-Martin
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Beitragvon llucki » 14.03.2014, 22:18

Hallo Hans-Martin,

vielen Dank für die hochinteressanten Informationen!

Die Klangcharakteristik hatte mir seinerzeit beim Händler auf Anhieb sehr gut gefallen, ich hatte damals einfach nur danach entschieden, ohne Hintergründe wie diese zu kennen. Bereut habe ich es nie.

Ob die Bandbreitenbegrenzung nachteilig ist, kann ich mangels Vergleichsmöglichkeit nicht beurteiten, subjektiv fehlt mir aber nichts.

Als ich im vergangenen Jahr einen kompletten Satz neuer Chassis eingebaut habe, ist mir natürlich auch die Knete begegnet, ALR hatte mir eine frische Portion beigelegt. Ich hatte sie dann intuitiv gleichmäßig und möglichst genau verarbeitet. Interessant, jetzt zu erfahren, dass das wohl dazu beigetragen hat, dass sich die räumliche Abbildung deutlich verbessert hatte. Das war vorher tatsächlich ein Problem gewesen. Allerdings hatte auch eines der Chassis für den Mitteltonbereich einen mechanischen Schaden gehabt, der selber nicht direkt zu hören war, aber alles sabotiert hatte.

Karl-Heinz Fink hatte ich während der Fehlersuche im letzten Jahr mehrfach beansprucht und auch gute Unterstützung erhalten. Aber ich fürchte, dass ich ihm insgesamt dann ziemlich auf die Nerven gegangen bin. Ich denke, dass ich mich jetzt lieber zurückhalten sollte... :roll:

Zum Thema 'Aktivieren' fehlen mir leider die blutigsten Grundlagen, ich habe keine Ahnung, was ich dafür tun müßte. Ich beobachte es erst mal noch, ich habe das ganze gerade so ans Klingen gebracht, wie ich es vor Kurzem noch nicht für möglich gehalten hätte. Erst wenn ich wieder mehr will, werde ich mich auch in diese Richtung informieren. Danke für den Hinweis! Darf ich Dich dann konkret ansprechen und fragen, wie sich das Thema erschließt?

Viele Grüße
Ludger
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