Stefan (Backes & Müller BM Line 35)

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Stefan (Backes & Müller BM Line 35)

Beitragvon Rossi » 12.05.2008, 01:19

Nach längerer Zeit des Mitlesens, kurzer Zeit des Debattierens :lol: und bereits vielen gesammelten Informationen möchte auch ich mich hier endlich einmal vorstellen. Ich bin Stefan, bin 38 Jahre alt, Spitzname aus Studiumszeiten Rossi, daher der Nick. Ich höre also auf beides.

Wie ich zum aktiven Hören kam...

...irgendwie wie die Jungfrau zum Kind.

Nachdem ich erste Gehversuche in den Siebzigern mit verschiedenen und damals sehr beliebten Komplettanlagen von Dual (ihr wißt schon, diese schicken Dinger mit Plattenspieler, Radio, Verstärker und bisweilen noch Cassettendeck alles in einem großen, breiten Gerät, verpackt unter der hübschen Dual-typischen braunen Abdeckung 8) ) gemacht habe, wollte ich mich mit zunehmender Veränderung meines Hörgeschmacks, d.h. weg von Pumuckl und Co. und hin zu ersten Gehversuchen mit populärer Musik, auch bei meinen Abspielgeräten verändern.

Der Weg führte mich in die heiligen Hallen des örtlichen HiFi-Fernseh-Händlers. Dessen Spezialität waren Geräte von harman/kardon, für ihn und damit schnell auch für mich damals das Nonplusultra. Also wurde es ein schicker harman/kardon-Turm, bestückt mit Vollverstärker, Tuner und dem für damalige Zeiten sensationellen CD 491 Tapedeck, daß in einer Liga mit dem legendären Nakamichi Dragon spielte (ja, ja, damals legte man halt noch viel Wert auf Cassette). CD gab’s noch nicht und beim Plattenspieler blieb ich einem Produkt der Firma Dual treu.

Als Lautsprecher dienten mächtige TSM Puris 500 vom Freisinger Lautsprecherhersteller TSM, eine große 3-Wege-Regalbox mit (glaube ich) imposanten 30 cm Bässen. :shock:

So weit so gut. Die Bässe waren wirklich klasse, Mords-Wumms halt, aber irgendwie fehlten mir beim Hören die Höhen. Und eigentlich auch die Mitten. Eigentlich war ich mit dem gesamten Klangbild nicht zufrieden. :(

So kam es, daß ich mich schon bald zunehmend mit HiFi-Fachzeitschriften (Audio, Stereo, Stereoplay und die leider verblichene HiFi Vision) beschäftigte. Da der oben erwähnte lokale HiFi-Fernseh-Händler nach wie vor eisern an harman/kardon festhielt, mir der Sinn jetzt aber eher nach einem Mix mehrerer Marken – je nach Abschneiden in diversen Tests – stand, pilgerte ich in die noch viel heiligeren Hallen eines rund 30 Kilometer von mir entfernten HiFi-Händlers, der, wie sich schnell herausstellen sollte, das Attribut "HiFi" doch wesentlich mehr verdiente, als der Händler am Ort (den ich nach wie vor sehr schätze, bitte nicht falsch verstehen, aber für diesen Zweck war er nicht der Richtige und inzwischen liegt die Betonung leider auch nur noch auf "Fernseh").

Es ist nicht zuletzt dem Einsatz, dem wirklich exzellentem Wissen und der Freundlichkeit des Verkäufers zu verdanken, daß ich mich für Aktivlautsprecher entschied. Erlebnisse, an die ich mich bis heute, weit über zwanzig Jahre danach, noch immer gerne erinnere. :D

Ursprünglich hatte ich mir schöne Standlautsprecher von MB-Quart, Modell 980S, ausgesucht. Umfangreiche Hörsitzungen ließen mich jedoch recht bald davon abkommen. Sie klangen für damalige Verhältnisse und für meine Ohren nicht schlecht, aber es ging – wie ich schnell feststellen sollte – noch besser.

Zur damaligen Zeit, also um das Jahr 1985 waren die mächtigen Quadral Titan in allen Zeitschriften Referenz, jedoch für meine Wohnverhältnisse eindeutig überdimensioniert. :? Aber die kleineren Modelle der Reihe, mit den schönen Namen Vulkan oder Montan (ich glaube in dieser Reihenfolge), sollten schon gehen.

So kam es zum Hörvergleich mit diversen Lautsprechern aus der Quadral-Reihe und...

...einer aktiven MB Quart 985A.

Die 985A war damals das zweitgrößte Modell von MB Quart unterhalb der "Telefonzelle" Quart Reference (ebenfalls aktiv), jedoch von Statur ungleich zierlicher, mit einer Höhe von gut einem Meter im Prinzip eine luxuriöse Version der anfangs angesprochenen 980S, aber mit einem Stückpreis von 4.000 DM für damalige Verhältnisse ziemlich teuer (eine Titan kostete wenn ich mich recht erinnere 6.000 DM, allerdings passiv).

Langer Rede kurzer Sinn, nach weiteren Hör-Sessions kam ich zu dem Schluß, daß die 985A den unglaublichen Tiefbaß einer Titan zwar nicht erreichte, der mir sehr wichtige Höhen- und Mittenbereich bei der MB Quart aber problemlos mit dem Quadral-Spitzenmodell mithalten konnte und alles andere darunter sowieso in den Schatten stellte. :)

So kam es, daß ich mich für diese aktiven Lautsprecher entschied. Ich kombinierte sie mit einem schicken Luxman C02 Vorverstärker, einem Denon CD-Spieler, dem T9900-Tuner von Onkyo und einem TD320 Plattenspieler von Thorens. Von der alten Anlage übernahm ich lediglich das CD491.

Mit Ausnahme des ersten Denon-CD-Spielers, der im Laufe der Zeit gegen einen Denon DCD 1500 ausgetauscht werden mußte, haben mich alle Geräte bis jetzt, also mehr als zwanzig (!) Jahre fast nicht im Stich gelassen. Zwar werden das Tape nie und der Plattenspieler nur ganz selten benutzt, aber es funktionierte bis jetzt alles.

Bis jetzt. Leider, leider, leider geben die Endstufen der Lautsprecher langsam den Geist auf. Nachdem vor ein paar Jahren bereits zweimal ein paar Teile ausgetauscht werden mußten, um ein Knistern im Hoch/Mittelton-Bereich zu beheben, geht mittlerweile fast gar nichts mehr. Links fehlten die Bässe, rechts die Mitten und die Höhen fingen bei beiden Lautsprechern an zu zicken. :cry:

Und so kam es, daß ich mich nach über zwanzig Jahren wieder mit HiFi zu beschäftigen begann. Ich mußte entsetzt feststellen, daß von all den mir bekannten Lautsprecher-Marken nicht mehr allzu viele übrig geblieben sind. Nur ein kleiner, aber feiner Hersteller hochwertiger Aktivlautsprecher mit dem wohlklingenden Namen "Backes & Müller" war wie der Fels in der Brandung und sofort wurde ich an diese wunderschönen BM40 erinnert, mit ihrer sensationellen Taille und dem Bataillon an Systemen und dem damals leider absolut unerreichbarem Preis. Mensch, Backes und Müller gibt’s noch! :D

Selbstverständlich hatte ich von einer "Silbersand" dagegen zuvor nie gehört, was aber auch nicht verwundert, wenn man zwanzig Jahre "weg vom Fenster" ist und der Herr Müller seine Firma erst vor ca. zehn Jahren gegründet hat.

Auf jeden Fall führte mich meine Suche erst zu Backes & Müller und bald darauf in dieses tolle Forum, in dem man sich mit Aktivliebhabern austauschen kann und das wirklich viel Informationen bietet, wohingegen andere sogenannte "HiFi-Foren" den aktiven Bereich sträflich vernachlässigen. Weil, wie ich bereits an anderer Stelle geschrieben habe, einmal aktiv, immer aktiv. 8)

Meine Endstufen habe ich derzeit zwar ausgebaut und zur Revision geschickt, aber alles andere als ein Ersatz dieser geliebten Lautsprecher durch ein Produkt von Backes & Müller würde mich doch sehr wundern.

In meinem Bekanntenkreis gibt es zwar zwei HiFi-Verstrahlte, die mich vehement von einer passiven Lösung zu überzeugen versuchen. Es sind dies mein Onkel, der neben Wilson Audio Lautsprechern und einem Platine Verdier ansonsten Geräte verwendet, deren Namen ich noch nicht einmal gehört habe und ein ehemaliger Studienkollege von mir, der seine B&W 800D mit dem Allerfeinsten, sprich immer dem jeweiligen Top-Modell von Accuphase betreibt.

Dennoch bleibe ich standhaft und werde nicht ins Lager der Passiven wechseln, einzig das Modell aus dem Hause Backes & Müller gilt es noch bestimmen. Für Tips, Ratschläge und Erfahrungen bin ich daher jederzeit sehr dankbar. :)

Leider muß ich mich dann in diesem Zug wohl auch von meinem liebgewonnen (und absolut zuverlässigen) C02 trennen und natürlich bin ich auch was das Thema Vorverstärker angeht jedem Rat zugetan. Hier mal gleich eine Frage an die Experten: was bringt ein vollsymmetrischer Doppel-Mono-Aufbau wie beim Restek Editor oder den großen Vorstufen von Marantz für Vorteile und sind diese im Vergleich z.B. zu einem Accuphase C2410 tatsächlich hörbar?

So, jetzt habe ich euch mal richtig zugetextet, aber ihr habt es ja so gewollt. Auf Bilder kann ich wohl erstmal verzichten, da meine "alten Böcke" wohl kaum mit euren HighEnd-Geräten mithalten können. :oops:

Auf hoffentlich regen Gedankenaustausch der Fachleute hier mit einem jeden Tag etwas auf dem aktiven Sektor dazulernenden

Stefan, aka Rossi
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Beitragvon Ralph » 12.05.2008, 07:18

Hallo Stefan!

Ich bin von Deinem Vorstellungsthread völlig hingerissen. Es macht richtig Spaß zu Lesen und durch die bildhafte Sprache ist alles klar und nachvollziehbar.

Herzlich willkommen im Forum und viel Spaß!

Wie bei vielen anderen Mitforisten wird auch bei Dir klar, das die Aktivtechnik sehr begeisternd sein kann und mehrheitlich eine lebenslange Passion wird.

Die MB Quart Aktivlautsprecher waren doch auch im Bass geregelt, oder?
Auf jeden Fall tolle Geräte die einfach schön Musik machten. Im Prinzip müssten Deine MB's wieder voll und ganz restaurierbar sein, sofern die Chassis und Sensoren noch mitspielen.

Aber klar, es kommt irgendwann die Zeit sich neue Wandler anzuschaffen.

Du fragst, welche B&M denn wohl empfehlenswert wäre: das ist erstmal ganz stark von Deinem Geldbeutel abhängig und zum anderen kannst Du diese Frage 10 Leuten stellen und Du wirst 10 unterschiedliche Antworten bekommen. Sicherlich gibt es mehrheitsfähige Modelle und ich glaube, das Du hier im Forum eher die Classic-Line BM4 - BM30 ans Herz gelegt bekommst. Je nach finanziellem Fundament, oder wenn es etwas Gebrauchtes sein darf, so lohnt sich sicherlich auch mal der Blick ins Lager der Silbersand.

Die Frage zum Klangunterschied von Vorverstärkern kann ich definitiv nicht beantworten, kann Dir aber als Vorteil eines vollsymetrischen Aufbaus die Unempfindlichkeit der Verbindung zu den Aktivlautsprechern nennen. Leitungslänge und Beschaffenheit spielen bei symmetrischem Aufbau eine eher untergeordnete Rolle.

Ein Bild Deiner alten Böcke ist aber schon von Interesse! Nur Mut: ich habe meine ollen Teile ja auch abgelichtet.

Gruß,
Ralph
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Beitragvon wgh52 » 12.05.2008, 09:44

Hallo Rossi,

die MB Quart 985A waren auch mal mein (unerfüllt gebliebener) Traum. Die 980S fand ich vom Design her übrigens schöner... Na Ja, ich bin damals aber dann doch noch bis 2003 bei meinen BM-3 gebieben.

Willkommen im Forum der Aktiv-Hörer und des etwas anderen Diskussionsstils!

Gruss,
Winfried
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Beitragvon Rudolf » 12.05.2008, 11:26

Hallo Stefan,

es tut gut zu lesen, dass "aktive Klassiker" auch nach mehr als 20 Jahren nicht zum alten Eisen gehören.

Verfügt die MB Quart über eine Sensorregelung? Die würde ja prinzipbedingt einer "Alterung des Klangbildes" entgegenwirken.

Viel Spaß auf der Suche nach den neuen Aktiven und natürlich hier bei uns im Forum.

Viele Grüße,
Rudolf
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Beitragvon nemu » 12.05.2008, 12:06

Hallo Stefan,

toller Bericht, den Du geschrieben hast.

Bzgl. des Accuphase C2410, hatte ich mal testweise zum Vergleich mit meinem alten C250, kann ich nur sagen das dieser zwei getrennten Netzteile für den linken und rechten Kanal hat und auch kanalgetrennte Verstärkerzüge. Ein klasse Vorverstäker!

Aber letzendlich konnte ich im Blindtest keinen klanglichen Unterschied zu meinem alten C250 ausmachen, so dass ich erstmal den alten Vorverstärker weiter benutze. Für diesen Habe ich auch noch ein Phonoeinschub, den ich mir für den C2410 noch zusätzlich erwerben müsste.

Interessieren würde mich der direkte Vergleich vom Accuphase zum Restek Editor, der ja ein ganzes Stück preiswerter ist als der Accuphase. Hat hier im Forum vielleicht jemand den Restek Editor, dann könnten wir vielleicht mal ein Vergleichshören zu meinem alten Accuphase C250 oder vielleicht auch anderen Vorverstärkern organisieren.

Viele Grüße

Stephan
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Beitragvon Rossi » 12.05.2008, 12:59

Hallo Ralph, Winfried, Rudolf und Stephan, vielen Dank für die freundliche Aufnahme hier im Forum. :D

@ Ralph & Rudolf:
Ehrlich gesagt bin ich ein wenig überfragt, ob die 985A über geregelte Bässe verfügen. :roll:
Die Bedienungsanleitung von 1986 sagt dazu nur folgendes:
"Die elektronische Fehlerkorrektur-Schaltung ist mit dem Baßverstärker gekoppelt. Sie meldet nicht gewünschte Membranauslenkungen an den Verstärker zurück und korrigiert entsprechend."
Ich denke, damit könnte eine Regelung gemeint sein oder?

@ Ralph:
Was ist Deiner Meinung nach der Grund dafür, daß eine Empfehlung aus dem Forum für ein Produkt aus dem Hause Backes & Müller eher in Richtung der Classic-Line geht? Eigentlich sind die LSP der Line-Serie, sowie die Modelle BM2 und BM2s doch die neueren Entwicklungen und auch die "Zukunft" der Firma, zumal die Classic-LSP bald grundlegend überholt werden. Oder liege ich mit dieser Einschätzung falsch?
Apropos, ein Bild der "alten Böcke" werde ich demnächst dann halt doch mal einstellen, vielleicht aber auch bald eines der "neuen Böcke". :mrgreen:

@ Winfried:
Die 980S waren wirklich sehr hübsche LSP, wobei ich die Optik der 985A als sehr ähnlich beschreiben würde. Meine sind Schleiflack schwarz. Sagte ich schon, daß ich diese Lautsprecher liebe? :lol:

@ Rudolf:
Wenn man so zufrieden wie ich mit den "alten Klassikern" die letzten Jahr(zehnt)e war, kommt - zumindest bei mir - kaum der Wunsch nach Neuem auf. Daher muß ich mich erst wieder in das Thema einlesen.
Ich finde es sehr schön, daß es gerade in unserer heutigen, sehr schnellebigen Zeit noch Dinge gibt, die sich dem allgemeinen Trend zum ständigen Wechsel entziehen. Hätten meine beiden LSP nicht angefangen zu mucken, wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen, mich erneut mit dem Thema zu befassen.
Diese, ich würde fast sagen, Verbundenheit mit meinen LSP lassen mich auch mit dem Gedanken spielen, sie auf jeden Fall zu behalten, sollten sie wieder funktionstüchtig sein. :)

@ Stephan:
Der C2410 ist sicher ein ganz feines Teil. Mein in der Vorstellung erwähnter Studienkollege hat den großen Bruder C2810 (neben DP-800/DC-801 und zweimal A-60 :shock: ) und ist außerordentlich zufrieden. Bedeuten zwei Netzteile und kanalgetrennte Verstärkerzüge jetzt das gleiche wie das viel gerühmte Doppel-Mono des Restek? Gerade der Vergleich zum Restek Editor und vielleicht noch ein paar anderen empfehlenswerten Kanditaten in der Preisklasse zwischen 2.000 und 6.000 Euro würde auch mich sehr interessieren.
Überhaupt ist die Angebotsvielfalt an Elektronik geradezu erdrückend, bei Aktivboxen bleiben schnell wenige Anbieter übrig: Adam (mir zu klobig), B&M (dahinschmelz...), Silbersand (kenne ich bislang leider nur theoretisch), T&A (gefallen mir weniger). Aber Vorverstärker und Co. ist wirklich ein sehr weites Feld... :|
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Beitragvon Christian Kramer » 12.05.2008, 14:04

Hallo Stefan,
ob deine Lautsprecher im Bass geregelt sind, lässt sich einfach feststellen:
Die Lautsprecher einschalten, und mit den Finger vorsichtig gegen den Tieftöner pochen.
Bewegt sich die Membrane nicht, oder das Pochen bleibt aus, ist der Tieftöner geregelt.

Grüße Christian
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Beitragvon Rossi » 12.05.2008, 14:09

Hallo Christian,
stimmt natürlich, daran hätte ich auch denken können, habe diesen Effekt mal bei den verschiedenen Systemen einer BM18 ausprobieren können.
Leider geht dieser Versuch bei mir zur Zeit aber nicht, da ja die Endstufen fehlen. :(

Gruß, Stefan
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Zu Doppelmono ...

Beitragvon wgh52 » 12.05.2008, 14:56

Der Begriff Doppel-Mono ist nicht so richtig scharf definiert...

Normalerweise ist damit gemeint, dass die Stereokanäle voneinender getrennt im Gerät untergebracht, sehr gut "gegeneinander" abgeschirmt und versorgungsmässig gut "entkoppelt" sind, z.B. also L und R nicht auf der gleichen Platine untergebarcht sind,sondern separat, evtl. mit jeweils eigener Abschirmung.

Das heisst (noch) wenig(er) "Übersprechen", verringerte gegenseitige Beeinflussung, z.B. über die Stromversorgung.

Doppelmono ist durchaus in einem Stereo-)Gehäuse, mit gemeinsamer Stromversorgung oder zwei getrennten Stromversorgungen möglich, kann aber so weit gehen, dass sogar zwei völlig getrennte Gehäuse (sprich zwei Mono-Geräte) verwendet werden (gibt's z.B. bei manchen Phono-VVs).

Gruss,
Winfried
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Beitragvon jsjoap » 12.05.2008, 16:32

Rossi hat geschrieben:Leider muß ich mich dann in diesem Zug wohl auch von meinem liebgewonnen (und absolut zuverlässigen) C02 trennen und natürlich bin ich auch was das Thema Vorverstärker angeht jedem Rat zugetan.

Hallo Rossi,

auch von mir herzlich Willkommen im Forum. Eine tolle Vorstellung. Danke dafür!

Jetzt mein Verständnissproblem. Warum musst du deine Luxmannvorstufe mit austauschen? Wenn sie doch einwandfrei funktioniert, wird sie es doch wohl mit deinen "Neuen" ebenso tun. An deiner Stelle würd ich mich erst auf die LSP konzentrieren, und das Thema "Vorstufe" später angehen. So eine Luxmannvorstufe hat doch schließlich was....

Für deine LSP-Wahl gibt mehrere Faktoren, die wir leider nicht kennen, um dir Hilfestellung geben zu können (Geldbeutelgröße, Raumgröße, Waf.....). Ich hab vor gut zwei Jahren ebenfalls vor dem Problem gestanden, und mich durch verschiedene Studios gehört. Am besten fährst du im Juli zu dem Forumstreff bei Silbersand und kurz vohrer eventuell zu Backes&Müller. Da wirst du bestimmt in beiden Fällen die Möglichkeit haben die LSP der verschiedenen Preisklassen zu hören.

Ich hab mir damals die BM 18 gekauft. Hatte für mich das beste Preisleistungsverhälnis. Silbersand LSP konnte ich auch hören (303), hatten mich aber nicht so überzeugt wie die BM 18. Aber dies ist halt wie in vielen anderen Fällen eben auch eine Geschmackssache....;)

Die BM12 hat mir zuwenig Tiefgang / Volumen und die BM 30 war mir zu teuer.

Hin und wieder werden ja auch junge Gebrauchte angeboten, das kann ganz schön entspannend für den Gedbeutel sein....:D

In meinem Fall hat das ca. 50% bei knapp 3 Jahre alten BM18 ausgemacht.

Gruß
Jürgen, der dir viel Spass bei der Suche wünscht.....;)
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Beitragvon Rossi » 12.05.2008, 18:17

Hallo Jürgen,
die Überlegung für eine neue Vorstufe kam primär daher, daß mein Lux C02 nicht über symmetrische Ausgänge verfügt. Natürlich kann ich die XLR-Kabel über Cinch an dem VV anstecken, aber - die Frage eines Technik-Laien - ist dies auch wirklich sinnvoll?

Zu beschallen gibt es einen relativ großen Wohnraum, ich würde jetzt mal schätzen so an die 35 m². Wenn ich Bilder von meinem derzeitigen Equipment einstelle, kann man sich sicher besser ein Bild machen.

Die Größe des Geldbeutels ist da natürlich eher der limitierende Faktor, LSP in der Größenordnung einer BM35 sprengen das Budget. :lol:

Und was bitte bedeutet Waf.... ?

Hören konnte ich bislang die BM4, BM2s, BM18 mit digitaler Phasenentzerrung, BM25 und BM 35. V.a. zum Vergleich aufgerüstete BM18 zu niegelnagelneuer BM25 kann ich bei Interesse mal etwas unter "Hörerlebnisse" schreiben.
Von den Silbersändern kenne ich wie gesagt leider nur die graue Theorie, also das, was hier im Forum, bzw. auf der Homepage geschrieben steht. Ist es aufgrund der räumlichen Distanz schon nicht ganz so leicht, verschiedene B&M Modelle zu hören, so scheint dies im Falle Silbersand sogar fast ganz unmöglich. :(

Gruß, Stefan
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Beitragvon jsjoap » 12.05.2008, 20:00

WAF = Women acceptance factor........ ;)

Du musst nicht zwangsläufig symmetrische Ausgänge an deiner Vorstufe haben. Ich hab mir meine Kabel NF-Kabel (Inakustic NF-202 / Symmetrisch) selber zusammengelötet. Auf der Chinch-Seite wird der + Leiter auf die Mitte gelötet und der zweite Leiter zusammen mit der Masse auf die Abschirmung gelötet.

Ich hab mir die Kabel bei Conrad als M-Ware gekauft (ca. 12€ / m) und selbst konfektioniert. Von Neutrik hab ich auf der einen Seite die Chinchstecker NF2C-B/2 (Profi Line) und auf der anderen Seite entspr. XLR Stecker verwendet.

Da ich meine Kabel alle in Kanälen bzw. im Schrank eingabaut habe, ist meine längste Strecke ca. 22m lang......;)

Aber wie wir ja im B&M Workshop im Februar gelernt haben, kommt es ja auf einige Meter mehr oder weniger nicht an....:D

Mit dem NF Kabel habe ich mir auch die Verbindungen zwischen Vorstufe und den Quellen erstellt. Auf der High-End hab ich gesehen, dass Inakustik genau diese Kabel fertig konfektioniert für 135,-€ anbietet.....Länge: 1m als Audiokabel......

Mit "selbermachen" kann man also richtig viel Geld sparen (15 - 20€ statt 135€....).

Gruß
Jürgen, der dir viel Spass beim Basteln wünscht...:D

PS: Wenn der Lxman noch einwandfrei funktioniert würde ich ihn jedenfalls nicht opfern, zumal er ja bestimmt auch noch über einen ordentlichen Phonoeingang verfügt. Bei Neukauf, müsstetst du in die Richtung dann auch noch aktiv werden, für den Fal dass du auch noch Vinylist bist....
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Beitragvon Rossi » 12.05.2008, 20:36

jsjoap hat geschrieben:WAF = Women acceptance factor........ ;)

Also der ist ja mal wirklich sensationell. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Das erste Mal, daß ich vom WAF höre, allerdings ist das Vorhaben mit meiner besseren Hälfte schon halbwegs geklärt und seitdem sie mich auf die HighEnd begleitete (ja, sowas gibt's :D ), muß auch sie eingestehen, daß es Unterschiede zwischen Musik und Musik gibt.

jsjoap hat geschrieben:PS: Wenn der Lxman noch einwandfrei funktioniert würde ich ihn jedenfalls nicht opfern, zumal er ja bestimmt auch noch über einen ordentlichen Phonoeingang verfügt. Bei Neukauf, müsstetst du in die Richtung dann auch noch aktiv werden, für den Fal dass du auch noch Vinylist bist....

Der Luxman ist wirklich ein feines Gerät und das mit dem Phonoeingang stimmt natürlich. Drei MC und ein MM, sowas ist heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich. Zwar ist Vinyl derzeit bei mir nur die Ausnahme, aber erstens ist Vinyl wieder im Kommen und zweitens ist mein TD320 absolut topfit. Hast Du nicht auch einen Thorens?

Gruß, Stefan
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Beitragvon jsjoap » 12.05.2008, 21:28

Mein WAF liegt bei 100%........ :D was will man (n) mehr...;)

Rossi hat geschrieben:Der Luxman ist wirklich ein feines Gerät und das mit dem Phonoeingang stimmt natürlich. Drei MC und ein MM, sowas ist heutzutage leider nicht mehr selbstverständlich. Zwar ist Vinyl derzeit bei mir nur die Ausnahme, aber erstens ist Vinyl wieder im Kommen und zweitens ist mein TD320 absolut topfit. Hast Du nicht auch einen Thorens?

Ich hab einen TD 160, Ende 1974 von meinem ersten Lehrlingslohn gekauft. Der bleibt, nachdem mich so hypermoderne Masselaufwerke ala Transrotor ZET1 im direkten Vergleich zu meinem TD 160 nicht wirklich vom Mehrwert überzeugen konnten. Also auf die nächsten 34 Jahre.....;)

Gruß
Jürgen
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Symmetrische Systeme

Beitragvon realperfekt » 12.05.2008, 22:00

jsjoap hat geschrieben:Du musst nicht zwangsläufig symmetrische Ausgänge an deiner Vorstufe haben.

Hallo Jürgen,
...nicht zwangsläufig aber trotzdem von Vorteil sind "echte" symmetrisch aufgebaute Systeme; nimm nur den höheren S/N und die problemlosere Kabellage. Die Studiofritzen machen das aus Prinzip, weil alles ein gutes Stück unproblematischer ist. Die Kabelage kostet auch nicht mehr und die Verlegung und Kabellänge sind - wie Du schon im BM-Workshop gesehen hast - sowas von nebensächlich. Bei den Geräten, die man sich künftig zulegt, würde ich darauf achten.
Peter
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