Peter (Canton CA 10, CA 20, Cabasse Albatros M2)

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Peter (Canton CA 10, CA 20, Cabasse Albatros M2)

Beitragvon musikgeniesser » 24.03.2011, 00:08

Sehr geehrte Forenten,

mein Name ist Peter Meyer, ich komme aus Hamburg, ich bin Diplom-Kaufmann und Jahrgang 1961. Aktiv hören tue ich seit 1987. Bis dahin habe ich nur über Kopfhörer (Sennheiser Unipolar 2000) gehört. Die von meinen Eltern abgestaubten, überraschend guten Blaupunkt-Boxen habe ich nur zur allgemeinen Beschallung in Zimmerlautstärke benutzt.

Nach diesem Abriss sei meine Boxenkarriere, so möchte ich sie einmal nennen, näher dargestellt.

(1) Infektion
Infiziert wurde ich durch den Testbericht über die Cabasse Goeland M2 in der HifiStereophonie, Heft 9/1981. Da meine Schwester zu der Zeit bereits in Berlin wohnte, konnte ich ohne großen Aufwand die IFA besuchen. Cabasse ist ja der einzige Hersteller, der je in der Geschichte baugleiche Boxen sowohl passiv als auch aktiv angeboten hat. Dabei hatten die Passivboxen Namen von Segelschiffen -- die passiv vom Wind getrieben fahren -- und die Aktivboxen solche von Vögeln -- die aktiv durch die Lüfte fliegen. Cabasse -- damals mit Tandberg in einem gemeinsamen Vertrieb -- hatte denn auch einen Hörraum eingerichtet, der diesen direkten Vergleich ermöglichte. Um es kurz zu machen: diese Demonstration beantwortete alle Fragen. Die Eider -- die kleinste Aktivbox -- erschien mir (außer im Bass) der Brigantin -- der größten Passivbox -- hörbar überlegen, was zum Teil aber auch meiner Begeisterung für die neu entdeckte Aktivtechnik geschuldet sein mag. Klar war jedoch, dass die Boxen gleicher Bauform aktiv stets reproduzierbar überlegen klangen als die passiven Pendants. Auf der Funkausstellung 1983 ließ sich dieser Eindruck nahtlos bestätigen.

(2) Überzeugung
In den Elektor-Sonderheften Plus 2 und 4 Mitte der 80er Jahre hatte Guido J. Wasser sowohl die Konstruktion von Bassboxen im allgemeinen als auch die Konzeption eines Vierweg-Aktiv-Konzepts im besonderen -- für seinen Freund Herbert Grönemeyer, aus dem das "Wasserwerk" als vollaktive Variante hervorging -- bestechend klar dargelegt. Für mich noch immer die Standard-Aufsätze über dieses Thema. Kernaussagen: der direkte Anschluss der Endstufen an die einzelnen Chassis ermöglicht der Endstufe auch im Bassbereich eine wirksame Membrankontrolle und eine impulstreue Wiedergabe ist nur mit geschlossenen Gehäusen möglich.

(3) Praxis
Derart begeistert und überzeugt habe ich für Passivboxen tatsächlich noch nie Geld ausgegeben. Was nicht heißt, dass ich noch immer auf Kopfhörer beschränkt höre. Gemäß meiner wachsenden finanziellen Möglichkeiten in Verbindung mit den erodierenden Gebrauchtgerätepreisen -- ich habe alle Geräte gebraucht oder aus der Vorführung gekauft -- habe ich, beginnend 1987, folgende Boxen gehabt:
-- MB Quart 560A
-- Canton CA 10
-- T & A OEC 1000
-- Canton CA 20
-- Cabasse Albatros M2
ergänzt durch die Subwoofer
-- audiopro B 2-50
-- audiopro B 2-100
-- ART/ALR B38
-- ART/ALR B46
wobei ich die MBQuart-, T & A- und audiopro-Geräte inzwischen wieder verkauft habe. Meinen Kopfhörer habe ich inzwischen durch zwei Stax-Lambda-Modelle mit Vorverstärkern ersetzt.

(4) Ausblick
Manche Geräte stehen gegenwärtig noch unbenutzt herum, aber ich bin dabei, mich neu einzurichten und dabei die Beschallung auf mehrere Räume zu erweitern. Dabei wird die Durchsicht der einen oder anderen Box unvermeidlich sein.

(5) Grund meiner Anmeldung
Dies ist der Impuls, der mich veranlasst hat, mich hier anzumelden: ich würde mich sehr freuen, Tipps und Adressen für die Instandhaltung oder -setzung von Aktivboxen zu bekommen. Dabei geht es mir in erster Linie um die Canton-Boxen. Ersatzteile und Service-Unterlagen gibt es bei Canton nicht mehr, sondern mit Herrn Carle nur noch einen Servicetechniker aus der damaligen Zeit. Inwieweit er noch helfen kann, werde ich in den nächsten Tagen in Erfahrung bringen. Die Audio-Klinik in Mühlheim an der Ruhr für Cabasse habe ich mir bereits ergoogelt und Herrn Gruber von ACT für die Subwoofer kenne ich persönlich. Insofern ist alles in Butter.

Ich bin gespannt, was mich hier erwartet und hoffe sehr, das eine oder andere Interessante zu finden. Vielleicht kann ich sogar den einen oder anderen produktiven Beitrag leisten.

Mit freundlichen Grüßen

PETER MEYER
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Beitragvon aston456 » 24.03.2011, 06:48

Moin Peter,

interessanter Werdegang, netter Vorstellungsthread.

Cabasse ist hier noch nicht vertreten; wäre interessant, die mal zu hören. Momentan wird hier aus München ein Paar Albatrosse verkauft. Mal schauen, ob ich vielleicht mal zum Probehören hinfahre.

Schaltungsunterlagen zu den CA 20 habe ich. PN mit email und dann hast Du sie auch. :mrgreen:

Gruß,
Kai
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Beitragvon Christian Kramer » 24.03.2011, 08:20

Hallo Peter,

ich habe im Internet die Schaltbilder vom CA 10 und CA 20 gefunden.

Grüße Christian
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Beitragvon Wolfman » 24.03.2011, 13:54

Hallo Peter,

Du hast ja eine erstaunliche, konsequent aktive Entwicklung hinter Dir!

Die Erweiterung durch Subwoofer kann ich sehr gut nachempfinden, mir ging es auch so.

In den Achtzigern spielten noch nicht allzuviele Lautsprecher richtig tief. Ich bin auch bei einem ART Sub gelandet, einem B 30 MK2, und der nach unten erweiterte Frequenzgang verbesserte die Raeumlichkeit erheblich. Laufen denn beide Subs noch? Ich habe meinem gerade eine Sickenerneuerung spendiert, die des Isophon 320/400 mod. flogen (nach laengerer Pause) einfach weg. Da ich Ihn eh offen hatte, dacht ich auch ueber eine elektrische Frischzellenkur nach. Die Suche nach dem Schaltbild hat allerdings nicht geklappt, mir sagte ein Herr von ACT: "Da gibt es nichts mehr von." Bei ALR wusste man nichts mehr von den gemeinsamen Wurzeln...

Kann mir vielleicht hier jemand behilflich sein?

Gruesse
Lutz
PS: ich gehe davon aus, dass der B46 nicht im Wohnzimmer steht, oder? Meine Frau mosert schon beim B30 und der war ja nun erheblich kleiner als der B 46.
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Beitragvon musikgeniesser » 26.03.2011, 23:03

Moin Lutz,

ich hatte mich damals für Lautsprecher entschieden, als ich vor der Frage aktive Frau oder aktive Boxen stand.

Quatsch! Es ich bin ledig, insofern ist der WAF -- zur Erinnerung: wife/woman acceptance factor -- kein Kriterium für mich. Aber es ist natürlich nicht so, dass ich je vor einer solch grotestken Wahl gestanden hätte. Aber auf meinem B46 steht ein silberfarbenes Tablett mit meiner Bar, was sehr schick aussieht, wenn es auch manchmal etwas klirrt. Dann schenke ich mir schon mal einen Whisky ein.

Zu den Subwoofern kann ich einiges sagen. Ich habe mal in München gelebt und in der Zeit Herrn Gruber von ACT in Waging am See aufgesucht. Er fertigt dort in sehr privater Atmosphäre seine Subwoofer und Boxen. Zuvor war er mit einem Partner, dessen Name mir entfallen ist, in Essen beheimatet. Damals hieß das Unternehmen ART und später ALR. Aufmerksam wurde ich auf das Unternehmen in einem Testbericht der Zeitschrift Stereo: ungeprüft sage ich jetzt mal: 9/1987, jedenfalls ein Test des B38, audiopro B2-70 und noch zwei weitere Subwoofer, ich sage mal, MBL 211 und Revox vollaktiv, also mit Satelliten, aber das ist nicht sicher.

Sein Partner hatte größeres vor und wollte in die Massenproduktion, was ihm mit seinen Produkten ja auch gelungen ist. Der Schwerpunkt Subwoofer war damit für ALR tot. Herr Gruber nutzte die Gelegenheit zur Trennung, zum Umzug nach Waging am See und zur Umfirmierung in ACT. Bei ALR erfolgte später die Fusion mit Jordan zu ALR Jordan. Es ist nun nicht so, dass man bei ALR Jordan an die damalige Zeit nicht erinnert werden möchte, aber man hat damit nichts mehr zu tun. Ich habe da vor Jahren -- bevor ich Herrn Gruber daraufhin in Waging am See persönlich aufgesucht habe -- einmal angerufen und wurde mit der Äußerung "ja, das sind ja völlig veraltete Systeme. Da gibt es in unserem Programm heute viel moderne Subwoofer, mit denen Sie sicher besser bedient sind" an den Fachhandel verwiesen. An "mit denen Sie sicher besser bedient sind" erinnere ich mich genau, wenngleich es über fünf Jahre her ist. Ich muss allerdings zugeben, dass ich mir keine allzu große Mühe gegeben habe, meine Situation und vor allem die Qualität dieser alten Geräte angemessen herauszustellen.

Herr Gruber war sehr hilfsbereit und hat unbürokratisch einige Lötungen an dem Verstärkereinschub vorgenommen, dessentwegen ich ihn aufgesucht habe. Ich hätte mal besser eine Flasche ordentlichen Sekts oder Whiskys mithaben sollen, denn darauf war ich nicht recht vorbereitet. Statt dessen habe ich ihn mit Kopien der Aufsätze Herrn Wassers belästigt. Ich fand mich damals total cool. Man lernt eben immer noch dazu.

Die Entstufenmodule kaufte Herr Gruber schon damals zu. Nur seine -- in einer Diplomarbeit ausgearbeitete -- Regelung fertigte er selbst. Sowas gibt man natürlich nicht aus der Hand (die Bauteile sind, glaube ich, auch vergossen): sein Alleinstellungsmerkmal. Die Gehäuse fertigt ein Tischlereibetrieb in Waging und am Ende baut Herr Gruber in seinem Keller alles zusammen. So war es jedenfalls damals und ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass das heute noch so ist.

Zu Deiner Frage: inzwischen hat Herr Gruber sein Subwooferprogramm modernisiert, was insbesondere die Elektronik betrifft. Die Frequenzweiche ist heute digital (sicher) und die Stromversorgung erfolgt über ein Schaltnetzteil (nehme ich an). Sie sieht der von Sitronik-Industrie angebotenen digitalen Verstärerelektronik verdächtig ähnlich, wogegen natürlich überhaupt nichts einzuwenden wäre. Der geänderte, sprich praktisch abgeschaffte, Internet-Auftritt von Sitronik-Industrie macht es allerdings nicht möglich, sich einen Überblick über deren Produkte zu verschaffen. Auch die Chassis sind heute andere als früher.

Die erste Serie -- B25, B30. B38 und B46 -- waren erkennbar in Handarbeit ohne ausgeklügeltes mechanisches Konzept für die Elektronik. Die Stromversorgung war stets auf einem Holzbrett -- das konnte auch schon mal eine alte Einbauküchen-Tür sein, die da hergenommen und zugeschnitten würde -- montiert, von dem sich der Trafo wegen seines Gewichts beim Transport schon mal gerne losriss und dann entsprechende Verwüstungen im Einschub anrichtete. Ich habe die Trafobefestigungen alle durch Einschlagmuttern und Inbusschrauben ersetzt, damit mir sowas nicht wieder passiert, doch das nur am Rande.

Der langen Rede, kurzer Sinn: die heutigen Produkte haben mit den von früher keinerlei technische Gleichteile mehr, die Regelungselektronik ausgenommen. Viele Teile -- Chassis zum Beispiel wie das JBL 2245 für den B46 -- sind auch nicht mehr beschaffbar. Insofern denke ich, sind die Möglichkeiten Herrn Grubers außerordentlich begrenzt. Ich bin mir absolut sicher, dass er sich an die Produkte erinnert, denn er hat ein gutes Gedächtnis (ich habe alle meine Geräte gebraucht gekauft und wir haben auch über einen Erstbesitzer -- ein Tonstudio -- gesprochen, an das er sich sofort erinnerte -- gewerbliche Anwender beliefert er auch direkt --, nach deutlich über zehn Jahren!).

Dass es keine Schaltpläne mehr gibt, wundert mich ein wenig. Welcher Entwickler schmeißt die Pläne seiner Kinder weg? Ich kann nur vermuten, dass er nie welche hatte. Das meine ich ganz ernst. Die Endstufen hat er zugekauft, da hat er mit dem Lieferanten wahrscheinlich die Spezifikationen abgestimmt, vielleicht auch über Plänen gesessen, aber sich diese Pläne natürlich nicht abgelegt. Bezüglich seiner Regelungselektronik macht ihm sowieso keiner was vor und der Rest -- das Netzteil und noch irgendwelche Schutzschaltungen -- sind kein Geheimnis. Jedenfalls hatte er meinen Endstufeneinschub ohne jede Unterlage aus dem Stegreif im Keller auf seiner Werkbank repariert. Wie gesagt, der Trafo hatte eine Reihe Kabel losgerissen.

Herr Gruber wirkt am Telefon mit seiner tiefen Stimme und nüchternen Art vielleicht etwas spröde, aber das täuscht. Ich denke, dass er helfen würde, wenn er könnte und dass es ihm auch keinen Spaß macht, die Hoffnungen seiner begeisterten Kundschaft zu enttäuschen.

Wie ich gesehen habe, hat sich hier im Forum gerade einer mit der Reparatur von Aktivboxen selbstständig gemacht. Ich vermute, dass das ein eher erfolgversprechender Weg sein könnte.

Sickenerneuerung steht bei meinen B38-Subwoofern auch an. Dort kommen Beyma-Chassis zum Einsatz, die es, glaube ich, tatsächlich noch gibt. Wie waren Deine Erfahrungen mit dem Isophon-Chassis? Wenn die die Membran und Schwingspule gleich mit auswechseln, darf man gleich zu Herrn Gruber, um ein neues Sennheiser-Mikrofon einbauen zu lassen. Kann man den Arbeitsumfang auf die Sicken begrenzen? Bleiben die Thiele-Small-Parameter unverändert? Das wäre natürlich äußerst wichtig.

Herzliche Grüße

PETER
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Beitragvon Fortepianus » 26.03.2011, 23:27

Hallo Peter,

Dein trockener Humor passt gut in unsere Runde. Herzlich willkommen! Vielleicht könnte man noch ergänzen:

musikgeniesser hat geschrieben:[bezog sich auf Herrn Gruber] Bezüglich seiner Regelungselektronik macht ihm sowieso keiner was vor

Nachdem Du Dich hier im Forum vielleicht ein wenig umgesehen hast - diebezüglich badest Du gerade Deine Hände drin :cheers: .

Viel Spaß hier und viele Grüße
Gert
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Beitragvon Wolfman » 28.03.2011, 02:22

Gert, die Tilli der Regelungstechnik...

@ Peter: Das Chasis ist diese Woche erst zurückgekommen und liegt noch auf dem Tisch.
Am Chasisrand (außerhalb der Sicke) gibt es kleinere, unregelmäßige Klebereste. Alles andere ist sehr sauber gearbeitet. Das Chasis scheint gut zentriert (was es vorher nicht mehr war), die Sicke ist sehr sauber auf der Membranrückseite verklebt und Versand, Verpackung und Kontakt war super.Sehr Empfehlenswert: Normans lautsprecherklinik. Ich möchte jetzt hier keine unbezahlte Werbung machen. Ich habe mich für Ihn entschieden, da er viel Erfahrung mit Isophon und Infinity hat und Orginalsicken verbaut und nicht behauptet, dass Gummisicken als Update taugen, das ist nämlich nicht so. Wenn der B30 wieder läuft gibts ein Update.

Ach ja, der Partner von Herrn Gruber war - soviel mir bekannt ist - Karl Heinz Fink. "Größeres vor", das kann man wohl sagen.

Werde jetzt mal meiner Frau vorschlagen, ob ich den Sub auch zur Hausbar umbauen soll, auch wenn das den Klirrfaktor erheblich erhöhen wird. Na ja, Tiefbassmangel von der BM10 gibts eigentlich keinen...
Oder als Bar-wagen, dann könnte man -je nach Programm und Raumsituation- Raummoden "ausfahren". Nicht FIR Filter sondern BAR Filter.Oder FAHR-Filter.

Grüße
Lutz
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Beitragvon musikgeniesser » 28.03.2011, 17:38

Moin Gert,

meine Haut fühlt sich schon viel geschmeidiger an...

Natürlich ist Klaus Gruber nicht der einzige auf der Welt, der sich mit Membranregelung auskennt, aber ihm scheint es gelungen zu sein, noch irgend welche Verbesserungen vorzunehmen. Ich hatte mich bei meinem Besuch bei ihm damals mit ihm unterhalten und da erklärte er mir, dass er das Prinzip der Gegenkopplung mit dem der Veränderung der Thiele-Small-Parameter -- was auf elektonischem Wege wohl möglich ist -- kombiniert hat und auf diese Art und Weise zu besseren Ergebnissen kommt. In letzter Zeit hat er -- dem Home-Cinema-Trend entsprechend -- sogar Bassreflex-Abstimmungen in sein Modell integrieren können, so dass die Bassreflex-Subwoofer in seinem Programm ebenfalls geregelt sind. Dass die nicht so präzise wie die geschlossenen klingen können, sei nur am Rande in Erinnerung gerufen. Dafür sind sie lauter, sprich, billiger, weil man ein kleineres Modell wählen kann. Jeder, wie er mag und kann.

Moin Lutz,

Karl Heinz Fink gefällt mir gut. Mir schwirrte Funk im Gedächtnis herum, aber ich war mir nicht hinreichend sicher.

Als alter Skeptiker interessiert mich die Sicken-Reparatur durch Normans Lautsprecherklinik sehr. Die Internet-Seite sieht vielversprechend aus, wobei sich nach meiner Erfahrung gerade Schaum noch schneller auflöst als Gummi. Ich glaube aber, dass das nur alten Schaum betrifft, der noch mit FCKW geschäumt wurde. Neuere Schäume können tatsächlich länger halten. Meine Skepsis bezieht sich aber auf den Einfluss der Aufhängung auf die Thiele-Small-Parameter des Chassis, also auf die Resonanzfrequenz und die Resonanzdämpfung, die bei unterschiedlich strammer Einfassung unterschiedlich sind. Original-Sicken klingt schon mal gut, wobei mein B30 MK2 eine Gummisicke hat. Die Aussage "Wir verwenden 100%ig passgenaue & materialgleiche Sicken! Keine Gummisicken!" vermag ich damit nicht zur Deckung zu bringen. Das Material wäre mir wurscht, solange die akustischen Eigenschaften -- hier also die mechanischen Eigenschaften (Gewicht und Steifigkeit) -- identisch sind, denn nur darauf kommt es an.

Mit Sitronik-Industrie bin ich auch weitergekommen. Ich hatte der Firma eine E-Mail geschrieben, sie mögen mir Unterlagen über ihr aktuelles Programm zuleiten. Heute habe ich Antwort bekommen: Sitronik-Industrie hat seine Fertigung umgestellt und bietet keine eigenen Produkte mehr an. Vielleicht fertigen sie jetzt für andere.

Die Barwagen-Variante habe ich noch nicht ventiliert, aber das mag an der beachtlichen Größe des B46 liegen. Aber das ist es nicht alleine: spätestens, seit ich einmal Sicherheitsbeauftragter war, habe ich einen ausgeprägten Sinn für Sicherheit entwickelt. In ignoranter Überschreitung meiner Kompetenzen muss ich jedes Handeln in diese Richtung untersagen: die erforderliche Verkabelung schreit ja förmlich danach, dass man über sie stürzt. Mit Sturzprävention im Haushalt kann man nicht früh genug beginnen!

Als Variante mit besonders hohem WAF erscheint mir, auf dem Subwoofer keine Schnaps-, sondern eine Schuh-Bar einzurichten. Damit lassen sich Frauen immer bestechen. Ich meinte, begeistern. Und klirren tut es auch nicht. So hast Du auch was davon. Eine Win-Win-Situation, wie man heute wohl sagen würde.

Herzliche Grüße

PETER
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Beitragvon musikgeniesser » 29.03.2011, 16:29

Moin Christian,
moin Gert,

vielen, vielen Dank für die Links zu den Plänen, die ich 2009 bereits aus dem Netz heruntergeladen hatte. Das ist jetzt eine gute Gelegenheit, mich diesbezüglich etwas genauer vorzustellen. Ich bin nicht der geborene Löter. Ich komme mit einem Lötkolben zurecht, aber nur im elektrischen Bereich. Elektronik habe ich nie gelötet und ich halte es für keine gute Idee, bei meinen CA 20 damit anzufangen.

Insofern bin ich weiterhin brennend daran interessiert, hier geeignete Hilfestellung zu finden. Was nicht heißt, dass ich (ausschließlich) an unentgeltliche "Nachbarschaftshilfe" denke, im Gegenteil: schon beim Kauf meiner letzten beiden CA 20-Paare bei Ebay war mir völlig klar -- ja, es war bereits eingepreist --, dass da erheblicher Instandsetzungs- und auch Umbauaufwand folgen wird. Und soll, das macht ja auch Spaß.

Nachdem ich nun den Gesprächsstrang über die AGM 8.4 gelesen hatte, war ich zunächst sehr verunsichert: dass es so viele Sachen gibt, von denen ich nichts verstehe, war mir klar, aber dass ich offenbar der einzige in diesem Forum bin, dem diese Kenntnisse fehlen, vermochte ich nicht recht einzuordnen. Zuvor hattest Du, Gert, mit der Erwähnung Deiner Regelungstechnik-Kenntnisse erste Zweifel in mir gesät, ob ich oder Ihr die Verrückten seid. Nicht völlig hilflos habe ich daraufhin Dein Profil aufgerufen und las dort zu meiner Beruhigung, dass das mit Deinem beruflichen Hintergrund zu tun hat, ich als -- noch dazu nicht einmal promovierter (na, mit dem Zitieren alles richtig gemacht damals?) -- Diplom-Kaufmann also weniger wissen darf. Das fand ich schon mal gut.

Moin Forenten,

nachdem ich nun ein paar Tage -- ja, ich habe mich wenig nachdem ich dieses Forum entdeckt und mich ein wenig umgesehen habe, angemeldet -- auf diesem Forum umgesehen habe, ist mein mühsam kalibriertes Koordinatensystem wieder völlig dejustiert.

Ich habe mein Musikhör-Hobby in den letzten etwa 15 Jahren etwas schleifen lassen und neue Boxen und Geräte mehr auf Vorrat, im Hinblick auf die Zukunft, für bessere Zeiten sozusagen, sprich, wenn sich meine Wohnsituation einmal ändern wird, angeschafft. So mache ich auf mein Umfeld gegenwärtig nicht den Eindruck eines Musikbesessenen, sondern eines Sammlers. Eines pathologischen Sammlers, wie mir schon bedeutet wurde. Stimmt schon, Sammeln ist immer pathologisch, denn wohin soll das führen, außer zu immer noch mehr?

So hatte ich mich in der letzten Zeit unter größten Mühen soweit in den Griff bekommen, dass ich, statt mit meinen Boxen doch wieder mit meinem Umfeld in Verkehr getreten bin. Das erschien mir eine Verbesserung der Lebensqualität, eben die besagte Kalibrierung meines Koordinatensystems.

Dann las ich den Bericht über die AGM 8.4 und erste Zweifel überkamen mich, ob ich mir das antun soll: mit Herrn Carle von Canton zu telefonieren, um mir anzuhören, dass er doch kaum noch etwas unternehmen könne, aber sehr gerne an dieses wunderbare Experiment von Canton zurück dächte und überhaupt, was für einen schöne Zeit die 80er Jahre für die HiFi gewesen seien. Oder einen gleichermaßen behutsamen wie mutigen Umbau unter Anzapfung der hier ganz offensichtlich vorhandenen, ganz anderen Möglichkeiten ins Auge fassen. Steht dieses Jahr noch nicht konkret an, aber darüber nachdenken kann nie verkehrt sein.

Als ich dann in dem Vorstellungsstrang von Gert irgendwo die Zahl 60 las, 60 Lautsprechersysteme, bekam nun mein Koordinatensystem ein Beben mindestens der Stärke 9. Weniger, weil ich dachte, dass ich mit meinen 12 Paar Aktivboxen (Canton CA 10, CA 15 (wie CA 10, aber als Standsäule), 3 x CA 20, Cabasse Eider, Petrel, Goeland, Albatros, 3 x Heco Acterior 2-Weg) doch wohl jeden Rekord schlüge. Sondern vielmehr, weil ich dachte, damit sei ich sicher der einzige auf der ganzen Welt. Aber ich komme damit nur auf 24 Systeme! Gut, mit 4 ALR-Subwoofern auf 28.

Das ist nicht einmal die Hälfte! Und es sind ganz normale Menschen, die 60 Systeme in ihrem Haus verteilen! Insofern bin ich jetzt sehr beruhigt. Mehr als das: eigentlich hat mein Koordinatensystem immer gestimmt, ich habe es nur nicht gewusst.

Ich danke Euch und habe den Eindruck, dass ich hier genau richtig gelandet bin.

Ich freue mich sehr und bleibe gespannt!

PETER
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Beitragvon Fujak » 29.03.2011, 19:08

Hallo Peter,

nachdem ich Deine bisherigen Beiträge gelesen habe, muss ich Dir ein großes Kompliment machen: Deine Art, über Dich und die Dich beschäftigenden Themen zu schreiben, gefällt mir wirklich gut, denn sie besitzt persönliche Offenheit, Humor und Tiefgang.

Auch wenn Deine Themen für mich aus technischer Sicht nicht so meine Baustellen sind, so lese ich Deine Beiträge aus diesem Grunde dennoch mit großem Interesse. Schön, dass Du bei uns an Bord bist. :cheers:

Grüße
Fujak
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Beitragvon Fortepianus » 29.03.2011, 19:59

Hallo Peter,

musikgeniesser hat geschrieben:Und es sind ganz normale Menschen, die 60 Systeme in ihrem Haus verteilen!

dass Du das als normal bezeichnest, unterscheidet Dich zunächst grundlegend von den meisten mich umgebenden Menschen und qualifiziert Dich zugleich fraglos für unseren kleinen Club :cheers: .

musikgeniesser hat geschrieben:Insofern bin ich jetzt sehr beruhigt. Mehr als das: eigentlich hat mein Koordinatensystem immer gestimmt, ich habe es nur nicht gewusst.

Das ist für mich der größte Segen des Internets. Ich dachte früher, nun gut, ich bin eben etwas durchgeknallt, was mein Hobby betrifft, und habe mich damit abgefunden, dass es in meiner Umgebung keine Gesinnungsgenossen gibt. Welch ein Irrtum, sollte sich dann herausstellen, teilweise wohnen die gar nicht weit weg!

Viel Spaß bei uns - ich habe den Eindruck, wir werden auch mit Dir viel Spaß haben!

Viele Grüße
Gert

P.S.
musikgeniesser hat geschrieben:na, mit dem Zitieren alles richtig gemacht damals?

:mrgreen: Das ist ja die Crux meiner bescheidenen Meinung nach bei den Geistes- und Sozialwissenschaftlern (jetzt setz ich mich sicher gleich ins Fettnäpfchen bei vielen Mitlesern), dass da jeder jeden einmal im Kreis rum zitiert. Bei einer ordentlichen Promotion mit experimentellem Charakter dagegen bist Du am Ende froh, wenn es auf der Welt noch 5 Menschen gibt, mit denen Du Dich über Dein Thema unterhalten kannst. Von wem willst Du denn da abschreiben?
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Beitragvon wgh52 » 29.03.2011, 21:04

Hallo PETER,

wie sagt man so schön: Man muss zwar nicht unbedingt so durchgeknallt wie wir sein, um das zu machen, was wir hier zumeist machen, aber es hilft doch schon ungemein! :mrgreen:

In diesem Sinne willkommen im Club! "We just love it!" :cheers:

Ich hab mal überlegt wo ich in meiner bescheidenen Hütte überall Lautsprecher hinstellen müsste um zumindest in die Nähe Deiner Sammlungsgrößenordnung zu kommen (von Gert mal ganz zu schweigen).... Waaaahnsinnnn! Da müsste ja ich sogar Klos, Flure, Treppenhaus und Waschkeller einbeziehen. :shock:

Trotzdem freue ich mich an Deinen doch etwas anders gemachten Beiträgen und dass Du ausgerechnet einen Narren an alten Canton und Cabasse gefressen zu haben scheinst, die ich noch nichtmal anhören konnte. :wink:

Gruß,
Winfried

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Beitragvon musikgeniesser » 29.03.2011, 21:05

Moin Kai,

jetzt habe ich ganz übersehen, Dir für Dein Schaltplan-Angebot zu danken: ich habe 2009 12 Pläne für die CA 10 und 8 für die CA 20 heruntergeladen. Wenn mich denn mal der Hafer stechen wird und ich tatsächlich eine Überholung in Angriff nehme(n lasse), komme ich gerne auf Dich zurück. Bis auf weiteres ist es ein beruhigendes Gefühl, dass irgendwo im Universum einer sitzt, der einem aushelfen kann, wenn etwas fehlt oder der Laptop mal runterfällt oder sonst etwas passiert. Ich melde mich bestimmt, wenn es soweit sein sollte.

Moin Fujak,

danke für Dein Kompliment! Wenn ich auch nur (kokett, kokett!) Diplomkaufmann bin, so dachte ich mir, muss ich deshalb ja noch lange nicht extra langweilig sein. Das Leben ist ernst genug und so darf das hier auch Spaß bringen. Hier, damit meine ich jetzt ganz konkret das Schreiben an sich hier im Forum. Über die letzten etwa zehn Jahre habe ich eine gewisse Freude am Schreiben gewonnen. Geteilte Freude ist doppelte Freude und so schreibe ich besonders gerne in einem Forum wie diesem und reiße mich auch besonders gerne dabei am Riemen. Ist ja wohl Ehrensache!

Moin Gert,

natürlich wird niemand im ernst behaupten, es sei normal, 24, 28, 60 oder 600 Systeme in seinem Haus zu verteilen und das ist uns allen natürlich völlig klar. Wie Du schon schreibst, wird aber anders herum ein Schuh daraus: man ist weder alleine mit seiner Macke, noch muss man sich ernsthaft Sorgen um sich wegen dieser Macke machen, solange das übrige Leben nicht zu kurz kommt: ist doch alles freiwillig!

Als Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler hätte ich auch bei einer Promotion wohl kaum die Möglichkeit zu einer experimentellen Arbeit gehabt: es ist sicher einfacher, ein neues Lautsprechersystem -- um einmal ein Beispiel zu nennen -- zu entwickeln, als einen neuen Staat zu gründen, mit dem sich dann trefflich experimentieren ließe. Insofern liegt es, so denke ich, zumindest tendenziell in der Natur der Sache bei uns WiSos, dass wir eher aus 100 Arbeiten die 101. kondensieren, als dass wir ein Experiment machen (können). Was auch für die Juristen gilt, doch das ist inzwischen ja keine Neuigkeit mehr. Und wohl auch für die Geisteswissenschaftler, das kann ich mir gut vorstellen. Das muss aber noch lange nicht heißen, dass am Ende mehr Leute etwas dazu sagen können als bei experimentellen Arbeiten von Euch Natur- und Ingenieurwissenschaftlern.

Moin Forenten,

wir mir scheint, fällt mir selbst in diesem Forum ein wenig die Rolle eines Sonderlings zu. Ein Sonderling unter Sonderlingen, na, das kann ja was werden! Canton ist kein typischer Aktivboxen-Bauer und Cabasse mehr ein Geheimtipp gewesen und jetzt glühe ich mit zum Teil fast 30 Jahre alten Boxen hier in der Optik herum und bin mal gespannt, wie mir der Brückenschlag zur Müller-dominierten Aktiv-Szene gelingen wird. Genauer: was dabei heraus kommen wird, denn gelingen wird er natürlich.

Daneben werde ich ein wenig amerikanischen Geist in dieses Forum tragen, denke ich. Die Amis sagen ja, Hubraum sei durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr Hubraum. Und so scheue ich mich nicht, zuzugeben, dass ich meine Boxen ganz wesentlich auch nach ihrem Gewicht gekauft habe: viel hilft viel, jedenfalls im Bass. Und dann noch Subwoofer dazu. Einem 400W-Subwoofer mit 100kg würde ich einem 800W-Subwoofer mit 50kg immer den Vorzug geben.

Sollte ich also mit einer gewissen Hartleibigkeit darauf hinweisen, man möge es doch statt mit neuen Kabeln mal mit einem Subwoofer probieren, wenn es um die Verbesserung der Basswiedergabe geht, dann liegt das daran, weil ich das so meine. Und wer sich an das 75cm-Chassis der ElectroVoice Patrician erinnert -- sie wurde von Audio oder stereoplay einmal in einem großen Vergleichstest getestet --, der weiß, wie Amis Boxen bauen. Wer dann außerdem weiß, dass das Chassis 30W einen Schwingspulendurchesser von herzerwärmenden 63mm hat, der weiß auch, dass die amerikanische Großzügigkeit erst noch mit deutscher Qualität gepaart werden muss, um zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen. Sind wir mal nicht so bescheiden: zu ordentlichen Ergebnissen.

Einen schönen Abend und

herzliche Grüße

PETER
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Beitragvon Rudolf » 29.03.2011, 21:18

Hallo Peter,

auch von mir ein herzliches Willkommen bei den Verrückten (Ich nenne aktuell allerdings nur 5 Paar Lautsprecher mein eigen)!

musikgeniesser hat geschrieben:Als Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler hätte ich auch bei einer Promotion wohl kaum die Möglichkeit zu einer experimentellen Arbeit gehabt: es ist sicher einfacher, ein neues Lautsprechersystem -- um einmal ein Beispiel zu nennen -- zu entwickeln, als einen neuen Staat zu gründen, mit dem sich dann trefflich experimentieren ließe.

Nichts ist unmöglich - schau dir mal diese tolle Fassbinder-Verfilmung von Daniel F. Galouyes Welt am Draht an:

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Spannendes Thema. :shock:

Viele Grüße
Rudolf
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Rudolf
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Beitragvon musikgeniesser » 29.03.2011, 22:43

Moin Rudolf,

Welt am Draht habe ich damals gesehen, weil Klaus Löwitsch ordentliche Action versprach: die war in meinem Elternhaus verpönt und daher besonders interessant. Ich erinnere mich an einen beachtlichen Hechtsprung über eine Verandabrüstung vor einem Waldhaus. Viel tiefer und nachhaltiger war aber der Eindruck, den sein Gespräch in der Oberwelt mit Barbara Valentin -- nachdem er lange in die Unterwelt abgetaucht war -- bei mir hinterlassen hat: "Immer noch Oberweite einhundertsechs?" "Immer noch Oberweite einhundersechs!"

Ich schweife ab. Hat Rainer Werner Fassbinder vielleicht promoviert?

Danke für den herzlichen Empfang!

Herzliche Grüße

PETER
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musikgeniesser
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