Lutz (Backes & Müller BM 10, K+H O92)

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Lutz (Backes & Müller BM 10, K+H O92)

Beitragvon Wolfman » 14.03.2011, 09:46

Guten Tag zusammen,

da man hier so nett aufgefordert wird, sich vorzustellen,will ich dem mal nach kommen.

Also: Wo kommt der Bonner zum Aktiv-Hören? Natürlich bei Johannes Krings.

Bei mir ist es gut 20 Jahre her, als ich nach einem Testbericht einfach mal angerufen habe und anschließend zur Hörprobe eingeladen wurde. Die Erstbegenung mit BM 20 und 14 war ein echter "Kulturschock". Stimmen außerhalb der Stereobasis, eine 3D-Abbildung ohne die Augen schließen zu müßen... Was hatte man eigentlich vorher gehört? Nun, flott wurde aller Kram (Technics,Heco..) verkauft und dann reichte es gerade mal für eine Studenten BM 3. BM12 gewünscht, BM3 bekommen, egal, man war erst mal dabei. Die Grundtonsenke der ersten BM3 konnte ich mit meiner Sansui Vorstufe mit Mittenregler ganz nett auffangen. Die Unzuverlässigkeit der alten BMs konnte allerdings mein Studentenkonto nicht verkraften. So trennten wir uns nach dem zweiten, teuren Defekt wieder.

Nun ging viel Zeit ins Land, erst Surround, dann digital, dann die Erkenntnis: So richtig passt das nicht zusammen und Stereo und Surround wurden auf verschiedene Räume aufgetrennt. Lange hab ich dann auf einem Emitter1 gehört - nebenbei: bei Herrn Schäfer gibt es echten Service! Dazu Lautsprecher ohne Ende, ART Sub, B&W CDM1, Elac FS207 mit Jet3, jungson BD2(Tip) dazu auch noch einige Selbstbauprojekte.

Nachdem nun unser Haus fertig ist und die Kinder langsam selbständiger werden, habe ich mein altes Hobby wieder entdeckt. Aktiv wurde ich dann wieder mit einer Klein und Hummel O92, die in meiner Firma mal aussortiert wurde. Mann, geil, MisaCriolla, so hatte ich mir das immer vorgestellt. Gänsehaut. Jetzt noch Tiefbass dazu und Du bist im Himmel. Dann kam das Veto meiner Frau, braunmetallic in 90x55X30cm ginge ja nun gar nicht. Ab damit in dein "Spielzimmer".

Dann kam der Tag des "Gülker Workshops". Sprint ist gleich bei mir um die Ecke.
Hmm. So klingen Backes jetzt? Das haste aber ganz anders in Erinnerung. Krings angerufen. Da steht eine Alto (unter anderem), frisch überarbeitet und so klingen Backes, dachte ich mir. D.h. aber auch: wenn Backes, dann jetzt, die Classic Line ist ausgelaufen, also Gebrauchte. Beim Krings waren allerdings alle recht teuer. Dann fand ich eine BM 10 ProcessorGeneration (nicht 10d!), überholt in 2007. Preislich gerade noch erreichbar und mit gerade noch genügend HAL (Housewife Acceptance Level).

Nun bin ich doppelt aktiv mit K&H O92 und BM 10.

Habe am Wochende angefangen, meine CDs in Flac Files zu wandeln und werde dann demnächst wohl mit einem Gertifizierten Sonos an den Start gehen.

Beim Durchschauen der Mitgliederliste bin ich auf einige Nachbarn gestoßen, freue mich schon auf neue Hörfreunde und Leidensgenossen.

Musikvorliebe: Smoother Westcoastjazz, gerne Höre ich die River von Herbie, Feeling Good von Randy sowie Gitarrenmuisik von Allan, Ewen usw. auch mal querdurchden Garten - denn: faszinierende Wiedergabe erschleißt neue Musikwelten!

So das wars erst mal,

Grüße
Lutz

PS Gibt es hier im Forum jemanden de ein PPG hat und mir evt.mal ausleihen würde?
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Beitragvon wgh52 » 07.04.2011, 22:07

Hallo Lutz,

ich habe gerade mit grossem Interesse Deinen Beitrag Wie meine BM 10 (Prozessorgeneration) laufen lernte gelesen. Danke für diesen tollen Erlebnisbericht! Den schlechten Klang der BM-10 konnte ich mir auch nicht vorstellen und dachte das muss Einstellungssache sein. Glückwunsch zu Deinen BM-10en und viel Freude damit!

Eine Sache aber noch: Ich habe ganz alte BM-8en voriges Jahr mal mit meinem DEQX Convolver "behandelt" und war überrascht was DA an Verbesserung ging. Ich bin der Meinung, auch aus den BM-10en ist sicher auch mit begrenzten Mitteln noch einiges herauszuholen.

Aber sie sind ja erstmal richtrig gut und Du hast ja Zeit, also genieße Deine Musiksammlung neu! :cheers:

Gruß,
Winfried

PS: Interessant wäre auch mal eine Charakterisierung der BM-10 gegenüber der ja doch betagten O92. :roll:

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Beitragvon Wolfman » 07.04.2011, 22:41

Bm 10 gegen o92 im wohnzimmer!

Lieber Winfried, noch bin ich verheiratet.

Spass beiseite, waere echt die muehe wert.hab ich noch nicht gemacht, die k&h stehen im keller.

Wenn ich dazu komme, scane ich mal den Frequenzgang der o92 ein und poste ihn unter "abfallende hoehen sind musikalischer". Die weisheit ist anscheinend schon vor 20 jahren bekannt gewesen.

Wenn man doch mehr zeit haette...

Gruesse
Lutz
Nebenbei PPG Suche hat sich dank Michael eruebrigt!
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Beitragvon Fortepianus » 08.04.2011, 07:25

Hallo Lutz,

willkommen im Forum und natürlich ganz besonders als BM- und AGM-Fan! Freut mich, dass Michael Deine BM10 gut hingekriegt hat. Ich muss gestehen, dass ich die BM10 der Prozessorgeneration gar nicht kenne - ich kenne die alte BM10, die vier Wege hatte und so um 1990 herum gebaut wurde. Und die BM10d, die drei Wege hatte, aber zwei Bässe, von denen aber nur einer geregelt war, der andere durfte mitlaufen an der gleichen Endstufe. Wie ist denn die Bestückung Deiner 10er? Ein Bild wäre prima.

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon aston456 » 08.04.2011, 07:49

Moin Lutz,

wir haben ja schon hinter den Kulissen über Deine BM 10 konferiert.
Ich habe Deinen Leidensweg ja vom Anfang an begleitet.

Zur Info für die Truppe:
Ich hatte die Teile in Muc probegehört (Ja Stefan....) und hätte nach zwei Takten wieder gehen können, so gruselig haben die Dinger geklungen.
Dann haben Michael und ich uns auf dem Treffen unterhalten -
"Ich habe neulich die alte BM 10 gehört, ganz furchtbar. Die hat dann jemand gekauft, der die Dinger nicht gehört hat."
Michael: "Ja, den kenne ich, der hat mich schon angerufen...." :mrgreen:
Und dann habe ich Lutz innerlich beigestanden und freue mich natürlich für ihn, daß es so ein (relativ....) gutes Ende genommen hat.

Ende gut, alles gut.
Dann fang mal schon mit dem Sparen an, um dann gegen die 3.3 upgraden zu können.

Gruß,
Kai
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Beitragvon Wolfman » 08.04.2011, 09:30

Hallo Gerd,

Also diese, sehr seltene, BM 10 proz. Gen. Ist eigentlich eine BM 8 Mk 2.Oder auch eine modernisierte Grande,mit Display und abgerundetem Gehaeuse.
245er Bass oben (was soll das eigentlich?),130er Mitteltoener, beide Kevlar, und die 36er Kalotte,alle Wege geregelt,wie sich das gehoert.dazu die neuesten Endstufen mit Schutzschaltung,Led Display und PPG faehig.
Die Weiche hat vier Wege, wobei die Beiden unteren Bereiche auf eine Endstufe und Chasis gehen.Uebernahmefrequenzen 80,300,1300Hz.Sehr gut und schnell funktioniert bei dieser hier das automatische Ein und Ausschalten, wie Michael auch gleich bemerkte.
Die alten BM 10 hab ich nie gehoert, die 10D hat mir gar nicht gefallen, das ist kein Backes Bass.
Ich hab diese Woche noch einen Backesprospekt von 2002 in der Bucht gefunden, da ist sie in Weiss drin.
Glaube den schon mal bei J Krings auf der Homepage gesehen zu haben.

Gruss
Lutz
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Beitragvon Zwodoppelvier » 08.04.2011, 10:41

Hallo Lutz,
Glückwusch zu den schönen BM10; meine Wenigkeit hatte die auch wahrgenommen, aber M war mir dann zu weit weg zum ´reinhören und ich wäre dann sicher unverrichteter Dinge wieder abgezogen...
Wir sind ja quasi Nachbarn, da ich gerade mal 1 km von der Sprint Service GmbH entfernt wohne (aber tatsächlich noch nie da war, weil ich diese bis vor 1/2 Jahr noch gar nicht kannte). Vielleicht ergibt sich einmal die Möglichkeit die nun ordentlich eingestellten BM10 bei Dir zu hören ?

Es stimmt übrigens, die BM10 ist zusammen mit ihrer unmittelbaren Vorgängerin Grande auf J.Krings´ Seiten (die ich inzwischen fast auswendig kenne) zu sehen -> hier. Äußerlich sehen die beiden Modelle nahezu gleich aus, aber auf den Fotos ist auch erkennbar, daß der Elektronikeinschub der Grande noch dem der BM8 V-FET entspricht. Der Einschub der BM10 müßte so aussehen, wie auf den Fotos der Acrylglas-BM4 zu sehen, nur mit einer Endstufe mehr.

Gruß Eberhard
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Beitragvon wgh52 » 08.04.2011, 11:07

Hallo Lutz,

Falls ich nichts verwechsle, hat die Tieftonsektion Deiner BM-10 ein ganz interessantes Detail: Der TT wird quasi wie ein Zweiwegsystem behandelt, so daß der Bereich ca. 100 bis 300 Hz unabhängig vom Bereich unter ca. 100 Hz eingestellt werden kann (man könnte das sozusagen als Zweiband-EQ verstehen). Interssanterweise wude dafür die TT/MT Trennfrequenz von 180 Hz bei BM-8 auf 300 Hz erhöht. Das alles sollte, so glaube ich zu erinnern, das Thema "Grundtonsenke" behandeln. Mit PPG (oder intern) kann man diese recht schmalbandige Optimierungsmöglichkeit in der Hörraumsituation einstellen. Michael kann zur praktischen Sinnhaftigkeit aus seiner Erfahrung vielleicht noch etwas beitragen.

Aber ich will Dir da jetzt keinen Floh ins Ohr setzen :oops: ! Ich wollte nur einen interessanten Unterschied zu den Vorversionen Deiner BM-10 anführen - ein zukünftiger Convolver macht sicherlich einen gezielteren "Job".

Gruß,
Winfried

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Beitragvon Zwodoppelvier » 08.04.2011, 11:23

Hallo Winfried,
sehr guter Hinweis, woraufhin ich noch einmal in die Beschreibung der Grande geschaut habe. Dort wird ebenfalls seitens Weiche 4-wegig gefahren, nur hier im TT von 16...85 Hz und dann von 85...180 Hz. Warum dies später geändert wurde ist mir unklar; bei der Änderung der Chassisanordnung gegenüber der "alten" BM8 vermute ich schlicht, daß die Anregung von Raummoden bzw. Probleme damit maßgeblich waren (?).

Gruß Eberhard
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Beitragvon wgh52 » 08.04.2011, 11:48

Hallo Lutz,

eine Antwort hier ist Spekulation, weil wir B&Ms Grund der Änderung nicht wirklich wissen. Es ist aber wahrscheinlich, daß die Anpassungsverschiebung auf 100-300 Hz einfach effektiver war. Den TT weiter nach oben zu verlegen hat sicher mit Raumanregung zu tun, allerdings sitzen dadurch Mittel- und Hochtöner unterhalb der "horizontalen Hörachse", durch ihre kleineren Durchmesser richten sie weniger, was zu mehr MT/HT Bodenreflektionen führt und der Schallweg zum Ohr ist länger je weiter unten sich die Töner befinden. Dadurch kann mEn Tonalität und Ortung beeinflußt werden.

Vorschlag: Falls akzeptabel, kippe die BM-10 doch mal so weit nach hinten an, daß MT und HT genau gleich weit von Deinen Ohren entfernt sind. Einfach mit einer Fadenlänge einstellen (aber aufpassen, daß sie nicht nach hinten kippen!), das hilft auch li. und re. gleich weit vom Hörplatz weg zu haben, und dann hör Dir das mal an. Werden Tonalität oder/und Raumabbildung etwas anders? Vielleicht sogar "besser"? Falls ja läge das am Laufzeitausgleich und weniger Bodenreflektionen. Würde mich freuen wenn das bei Dir (auch) klappt!

Gruß,
Winfried

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Beitragvon Wolfman » 08.04.2011, 12:21

Hallo Eberhard,

Die Aenderungen gegenueber der Grande sehe ich nur zu einem Zweck: Mehr Pegelfestigkeit.
Der Tiefbass ist bei 25 Hz begrenzt und der Bass laeuft hoeher um den Mitteltoener zu entlasten.
@ Winfried: Das Problem der Grundtonsenke ist damit allerdings auch nicht ganz weg, wie Michael bestaetigen wird.Gerade dieser Bereich ist sehr sensibel, wenn es darum geht, einen gut "durchhoerbaren" ,droehnfreien Bass zu erzeugen und auch eine wandnahe Aufstellung zu ermoeglichen.Wenig Sinn macht das allerdings, wenn man diesen Pegel von Aussen nicht einstellen kann: Die BM10 hatte Serienmaesig keine PPG Vorbereitung.

Gruss
Lutz
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Beitragvon wgh52 » 08.04.2011, 12:37

Lutz,

Wolfman hat geschrieben:...wenig Sinn macht das allerdings, wenn man diesen Pegel von Aussen nicht einstellen kann: Die BM10 hatte Serienmaesig keine PPG Vorbereitung...

Ja, schade. Nun ja, Lösungen gäb's dafür durchaus, wäre aber Modifikationsaufwand. Ankippen der Box/Schallwand, wie beschrieben, könnte eventuell (wegen Richtwirkung der Chassis => Verringerung der Bodenreflektionen) auch helfen... :wink:

Gruß,
Winfried

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Beitragvon vierzigo » 12.09.2011, 18:58

Hallo Lutz,

mit Erschrecken musste ich feststellen, das du immer noch keine Fotos reingestellt hast.
Wir sind doch alle so verrückt auf Fotos.

Gruß

Oliver
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Beitragvon Wolfman » 22.05.2012, 10:49

Längst überfällig:

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Beitragvon GUSMaster » 22.05.2012, 15:37

Schnuckelig :cheers: :mrgreen: :cheers:
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