Ulli (aktive DIY-Lautsprecher)

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Ulli (aktive DIY-Lautsprecher)

Beitragvon modmix » 29.07.2010, 13:30

Liebe Aktive,

so ganz habe ich es nicht geschafft in die Reihe der Aktiv-Hörer. So produzieren denn wohl meine Class-A Verstärker (Omtec) noch eine ganze Weile mächtig Wärme, klangliche Schwärze, wenn Ruhe ist, und ein adäquates Signal für die Lautsprecher gespeist aus digitalen Quellen und über eine digitale Frequenzweiche (DCX2496mod) zugeführt.

Wie das alles kam? Mitte der 70er hatte einer der ersten größeren Elektonik-Märkte in Hannover nicht den Verstärker, den anzuhören ich aus Braunschweig als junger Physik-Student angereist war. Ich war da. Der Verkäufer war da. Sonst war niemand da - was gab es besser, als ein paar Boxen anzuhören. Bei Boxen mit Preisschild von fast 2-mal Bafög haben wir innegehalten. Ob ich noch etwas hören wolle. Gerne, die besten! In der Ecke standen ein paar riesige Boxen für etwa 20.000,- DM... "Die besten oder die teuersten?" wurde ich gefragt. Ist das nicht dasselbe?! Also erst die teuersten und dann die besten!. Was für ein Unterschied! Was war denn nun richtig? Der Aufforderung, das Schlaginstrument zu identifizieren, konnte ich bei den teuersten Boxen beim besten Willen nicht nachkommen: eine Stand-Tom von der Größe einer großen Bass mit extrem weich gespannten Fell, die mit Fingern sehr schnell gespielt wurde - TackTackTack... Ein unmöglich Ding. Auf der 'besten' war es schnell klar: ein Tamburin. Seit dem war ich Spendor-Fan und wusste, dass ich noch etwas warten musste, bis ich die 4.000,- DM würde erübrigen können.

Jahre später erging es den nun fertigen Physik-Studenten mit Verstärkern ähnlich. Vor dem Kauf der Spendor 75/1 wollte ich noch ein paar andere hören. Zum vereinbarten Termin war die mich interessierende Box nicht da (ausgeliehen). Ich hatte Zeit, der Verkäufer (Claus – Danke!) hatte Zeit - "Ein Verstärker ist im wesentlichen ein Verstärker", wußte der Jungphysiker. Da standen zwei Omtec CA-60, über die wir eine mögliche Alternative gehört hatten. Statt lange Debatten zu führen, holte Claus das Gerät, das meine Spendor demnächst antreiben sollte: wenn man im Saal Musik hört und dann rausgeht, so kam mir der Unterschied vor! Beeindruckend. Und wieder hatte ich etwas für den Wunschzettel...

Die Zeit verging, das Wohnzimmer wurde größer - und die Spendor 75/1 paßte nicht mehr so recht (sie spielt seit einiger Zeit im Schlafzimmer). Ein paar Jahre war ich über Wochen im Hotel untergebracht. Um nicht gänzlich auf die elenden Quäker angewiesen zu sein, hatte ich mir kleine Spendor zugelegt (25/2). Die mit einem Subwoofer (ist heute ein Velodyne DD18 - ziemlich aktiv ,-), das müsse es doch sein! Ja. Zumindest eine Zeit lang. Dann waren die Höhen einfach zu lahm - ich hatte ja täglich mit der 75/1 einen Vergleich.

Nun fing die Zeit des Modifizierens und Selbstbauens an. Ein ScanSpeak RingRadiator (R2904) hatte dermaßen gute Messwerte - ich mochte nicht wiederstehen. Der Vifa-Hochtöner in der kleinen Spendor musste Platz machen. Höhen waren so klasse. Allerdings passte der Bextrene Mitteltief nicht dazu - ich habe es jedenfalls nicht hinbekommen (Messen ist bekanntlich auch nicht immer einfach und manchmal nicht wirklich erhellend). Da findet man Bauvorschläge mit dem vorhandenen Ringradiator, wägt ab, probiert - ich kürze ab: eine digitale Frequenzweiche wäre schön. Viel schöner, als ständig neue Spulen und Kondensatoren nachzukaufen, die es dann doch nicht sind.

Die Behringer DCX2496 versprach das zu einem moderaten Preis. Der Funktionsumfang war unglaublich für jemanden, der noch mit einzelnen Transistoren gewerkelt hat. Die Bedienung ging so, aber Klang war nicht wirklich gut - eine Baustelle etwas weiter gebracht und eine neue hinzubekommen. Also ein paar Kondensatoren und OpAmp gewechselt - ohne wirklichen Erfolg. Insbesondere das Einspeisen meiner analogen Signale war ein Problem, solange ich nicht in voller Lautstärke hört - da waren wohl einfach zu wenig Bits für ein klanglich einwandfreies Ergebnis.

Jan Diddens Modifikation der DCX2496 gab der Sache eine Wendung in die richtige Richtung. Zunächst wollte ich ja nur 'saubere' Analogstufen - die Lautstärkeregelung per Fernbedienung war eine nette Dreingabe, wie ich dachte. Am Ende stellte sich heraus, dass ich auf den analogen Vorverstärker verzichten und alle Signale digital einspeisen konnte.

Die digitale Eingangsstufe des DCX2496 zu verbessern (zunächst nur, um den Bug des eingesetzten ICs zu vermeiden), war die logische Konsequenz. Wieder gewissermaßen als Dreingabe hat F. Oettle einen eigenen Oszillator mit eigener Spannungsversorgung spendiert - analoge Ruhe! Noch viel deutlicher als beim Tausch der Quartzes im CD-Spieler gegen einen Oszillator; Jitter nervt.

Zeit, endlich die Laustprecher in den Griff zu bekommen...

Im CD-Laden nahe des Blauen Wunders in Dresden begann die Lösung: statt CDs auszusuchen, habe ich gebannt den AMTs in den ADAM-Boxen gelauscht, die dort seit 10 Jahren ihren Dienst tun. Die S2X hätte es werden können; ich habe sie eine zeit lang zuhause gehabt. Die Höhen des AMT sind einfach klasse. Aber der Übergang zum Eton-like Hexacon gefiel mir nicht. Die S3X hatte niemand zu Ausprobieren und ich habe leider noch nicht im Lotto gewonnen, als dass ich sie auf Verdacht kaufen mochte - nichts war es mit Aktivboxen.

Zum Glück gibt es weitere AMTs. Der Mundorf 2310 ist es geworden. Von Jemanden zusammengestellt mit einem neuen 17cm (Qm ~ 6,5), dessen Prototyp zu bekommen ich das Glück hatte. Diese Kombination spielte bereits mit einer hochwertigen Weiche (Mundorf Silber/Gold-C und Flachband-L) prima. Einen Tag Einmessen hat ein Ergebnis gebracht, das ich kaum mehr als für mit meinen Mitteln erreichbar gehalten hätte - Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen; dies erleben zu dürfen, ist schon etwas besonders Feines.

Aktuell höre (und sehe) ich über diese Anlage:

Quellen:
- Notebook Dell mit Pentium M (1,7GHZ), 1 GB Ram, WinXP, 2 Platten a 250 GB
-- Foobar2000 für CDs mit EAC in FLAC gewandelt, einige Mitschnitte vom Satellit, einige 96/24-Aufnahmen
-- USB-S/PDIF KS mit HiFace für Foobar
-- USB-S/PDIF ASIO4ALL mit Edirol UA-1EX für VLC
- Technisat S1 für Glotze (gute alte Triniton) und Radio, Ton digital über Weiche
- Panasonic DVD-Player, Ton digital über Weiche

Backup-Quellen:
- NAD-Receiver - hat mir lange Zeit gut gefallen, der Cambridge CD2 ist leider defekt
- Thorens TD149 über Pro-ject Phonobox (weil der Vorverstärker entfallen ist ,-)

Zwischenverarbeitung
- Oehlbach S/PDIF-Schalter
- DCX2496mod (Didden ActiveBoard, Oettle SC/Clock, Oettle PSUs, Didden analog PSU)

Subwoofer
- Velodyne DD18

Satelliten
- Transformer (A. Rullmann, modifizierte Weiche, auf Hörplatz eingemessen)

Seit über einem viertel Jahr habe ich nichts mehr geändert - abgesehen von dem HiFace, dass im Gegensatz zum Edirol jede Frequenz ungehindert weiterreicht - macht die Verringerung des Jitter im HiFace (Jkenny-Mod) Sinn, wenn ein paar cm später Oettles SRC/Clock die Signale entgegennimmt?...

Und Dinge wie Convolver, Acourate etc. wollen auch beachtet werden. Ursprünglich wollte ich ja auch Satelliten-Empfang und DVD-Archiv auf meinem Medien-PC haben...

Das eine oder andere gibt es also noch zu tun. Dieses Forum ist ein wertvoller Quell der Anregungen, wie ich feststellen durfte. Würde mich freuen, wenn ich das eine oder andere beitragen kann.

Für's Erste: Vielen Dank für's Interesse und für das Forum.

Ulli - aka modmix
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Beitragvon Fortepianus » 29.07.2010, 13:51

Hallo Ulli,

willkommen im Forum! Noch einer, der einen Lötkolben halten kann - super!

modmix hat geschrieben:Die digitale Eingangsstufe des DCX2496 zu verbessern (zunächst nur, um den Bug des eingesetzten ICs zu vermeiden), war die logische Konsequenz. Wieder gewissermaßen als Dreingabe hat F.Oettle einen eigenen Oszillator mit eigener Spannungsversorgung spendiert - analoge Ruhe! Noch viel deutlicher als beim Tausch der Quartzes im CD-Spieler gegen einen Oszillator; Jitter nervt.

Das Dingens mit dem Bug ist der asynchrone Sampleratenkonverter, heißt CS8420 und findet seine Meister bei Analog Devices und besonders bei BurrBrown (SRC4192). Genau da spielt die Taktgenauigkeit die größte Rolle, weil mit dem Ausgangstakt des ASRC auch der DAC gespeist wird.

Viel Spaß hier bei uns. Ach ja, um Winfried vorzugreifen - vielleicht schaffst Du es ja, bei Gelegenheit ein paar Bilder einzustellen.

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon Fujak » 29.07.2010, 15:09

Hallo Ulli alias Modmixer,

auch von mir: willkommen im Forum. Sehr interessante Vorstellung, vielen Dank. Ich möchte direkt auf Deine Frage bezüglich Hiface eingehen: Ich habe das Hiface ebenfalls in meiner Kette in Betrieb gehabt. Auch mit John Kenny hatte ich in der Zeit Kontakt bezüglich seiner Modifikation (eigene Stromversorgungen für die Clocks/Oszillatoren). Wer immer diese Modifikationen an seiner Anlage gehört hat, hat von deutlichem Klanggewinn (auf der "Jitter-Ebene") berichtet.

Ich möchte Dir von meiner Erfahrung berichten: Ich hatte in meiner Wiedergabekette das Hiface (unmodded) und dahinter meinen DAC. Aufgrund der Anregungen hier aus dem Forum setzte ich zwischen Hiface und DAC als Jitter-Buster den Apogee BigBen in der Funktion eines Reclockers. Der Unterschied war enorm.

Da es - ähnlich wie bei anderen - auch in mir den Perfektionsdrang gibt, nahm ich zu John Kenny Kontakt auf, um ihn zu fragen, ob mit seinem Modding weitere Optimierungen zu erwarten seien, wenn danach ein Reclocker geschaltet ist. Er bezweifelte dies. Wenn Dein Oettles SRC/Clock ein eigenes Clocksignal generiert und daher ähnlich wie der Apogee Big Ben agiert - könnte ich mir vorstellen, dass auch hier ein JKenny-Modding überflüssig ist.

Grüße
Fujak
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Beitragvon modmix » 29.07.2010, 16:12

Danke für die freundliche Begrüßung!

Fortepianus hat geschrieben:Noch einer, der einen Lötkolben halten kann

der aber auch seine Grenzen kennenlernen mußte: der Versuch, den SRC/Clockbausatz selbst einzubauen, ist trotz guter Anleitung gescheitert; Ward Maas war so nett, u.a. dies für mich zu übernehmen. Dort gibt es übrigends auch Bilder zum SRC/Clock. Jan Didden beschreibt seine Modifikation prima ab dieser Seite - ebenfalls mit Bildern.

BTW: das "Lautstärkeregler-IC" CS3318 ist ziemlich klasse (vergl. DACs versus the Crystal Semiconductor CS3310) - beim Lesen der ein oder anderen Frage, wie man die Lautstärke in digitalen Ketten regeln könne, ging mir dieses IC durch den Kopf - und wenn man nur 2 der 8 vorhandenen Kanäle nutzt...

Das Dingens mit dem Bug ist der asynchrone Sampleratenkonverter, heißt CS8420 und findet seine Meister bei Analog Devices und besonders bei BurrBrown (SRC4192). Genau da spielt die Taktgenauigkeit die größte Rolle, weil mit dem Ausgangstakt des ASRC auch der DAC gespeist wird.

Frank Oettle verwendet andere ICs (SPDIF: CS8416, SRC: AD18961), aber genau das Prinzip. Seit dieser Änderung klingt meine digitale Kette ziemlich "analog".

Fujak hat geschrieben:... ob mit seinem Modding weitere Optimierungen zu erwarten seien, wenn danach ein Reclocker geschaltet ist. Er bezweifelte dies. Wenn Dein Oettles SRC/Clock ein eigenes Clocksignal generiert und daher ähnlich wie der Apogee Big Ben agiert - könnte ich mir vorstellen, dass auch hier ein JKenny-Modding überflüssig ist.

Reclocker / Apogee BigBen - das muß ich wohl noch kennen lernen. Gehe ich falsch in der Annahme, daß ein ASRC ähnliches leistet wie ein Reclocker?

Mir schrieb jkenny: "I guarantee it will substantially improve your set-up." - möglich, daß der Oettle's SRC/Clock nicht kennt... andererseits ist der beste Jitter ein Jitter, der nicht da ist, den der ASRC also nicht "ausbügeln" muß...

Habe noch keine abschließende Meinung...

Fortepianus hat geschrieben:Ach ja, um Winfried vorzugreifen - vielleicht schaffst Du es ja, bei Gelegenheit ein paar Bilder einzustellen

Auf ein paar Bilder habe ich oben ja bereits hingewiesen. Ziemlich singulär ist mein Lautsprecher. Aus A. Rullmann's abgeschalteter Seite habe ich dieses Bild:

Bild

Unterhalb 80 Hz übernimmt der Velodyne DD18. Hier die Einstellungen an der DCX2496:

Bild

"Edited!" weil ich zwei Hörplätze habe, die unterschiedliche Delays brauchen.

Fragen?

Ulli
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Beitragvon modmix » 08.08.2010, 14:29

modmix hat geschrieben:Zwischenverarbeitung
- Oehlbach S/PDIF-Schalter
- DCX2496mod (Didden ActiveBoard, Oettle SC/Clock, Oettle PSUs, Didden analog PSU)

Update:
selten habe ich eine Erweiterung so schnell und so preiswert hinbekommen.
Und zufrieden bin ich auch.

Zwischenverarbeitung
- Oehlbach S/PDIF-Schalter
- BruteFIR mit 44/48/96 kHz Filtern erstellt mit Acourate (IACC: 31 -> 75) auf Audiophile2496 im DualCore-PC (oversized aber günstig und leise)
- DCX2496mod (Didden ActiveBoard, Oettle SC/Clock, Oettle PSUs, Didden analog PSU)


Danke an Uli für die tollen Pakete und den 1a-mit-Sternchen-Support!
Und natürlich an dieses Forum, dessen Beiträge mich stark motiviert und in eine gute Richtung gelenkt haben!

Einizger Nachteil bisher:
Ton zum Bild arg deutlich verzögert - ist mir aber lieber als ein nicht so toller Ton... Zur Not müßte ich halt den BruteFIR für Bild-Quellen rausnehmen...
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Beitragvon wgh52 » 08.08.2010, 16:21

modmix hat geschrieben:...Einizger Nachteil bisher:
Ton zum Bild arg deutlich verzögert - ist mir aber lieber als ein nicht so toller Ton... Zur Not müßte ich halt den BruteFIR für Bild-Quellen rausnehmen...

Ulli,

BruteFIR ganz "rausnehmen" sehe ich als "ultima ratio"... Wäre doch wirklich zu schade so grosse Kompromisse beim Klanggenuss der tollen Musikvideos hinnehmen zu müssen!

Ich stelle meine Idee dazu und Frage an Uli Brüggemann hier ein.

Gruss,
Winfried
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Beitragvon modmix » 08.08.2010, 18:36

Habe ich da unnötig Verwirrung gestiftet?

Acourate hat ja noch Ctrl+F6 (Convert Filters to Minphase) - das ist deutlich besser!
Umschalten von fm auf fl (geht prima mit mc) - und man hört das letzte Wort noch einmal ,-)

Sorry. Aber Danke, Winfried, für Deine Unterstützung!

Ulli
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Beitragvon wgh52 » 08.08.2010, 19:48

Hallo Ulli,

modmix hat geschrieben:Habe ich da unnötig Verwirrung gestiftet?

Nicht wirklich, Du hast "nur" eine Idee gestiftet. :wink:

modmix hat geschrieben:Acourate hat ja noch Ctrl+F6 (Convert Filters to Minphase) - das ist deutlich besser! Umschalten von fm auf fl (geht prima mit mc) - und man hört das letzte Wort noch einmal ,-)

Das wusste ich zwar nicht, weil ich Acourate nicht nutze, daher nicht gut genug kenne :oops: Ich kann mir aber (aus anderweitiger Erfahrung) gut vorstellen, dass die IIR Implementierungen der Acourate Filter schon eine Menge bringen.

Aber mein Gedanke ging halt dahin, die FIR Filter erst ab ~ 300 Hz einsetzen zu lassen, darunter vielleicht IIR zu rechnen (falls das geht).

modmix hat geschrieben:Sorry. Aber Danke, Winfried, für Deine Unterstützung!
Ulli

Alles klar! Mich freut, dass die IIR Geschichte so gut für Video geht! :D

Gruss,
Winfried
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Beitragvon veloplex » 12.08.2010, 19:46

Hallo,

tolle Vorstellung. Eine Frage habe ich. Warum nutzt du mit Foobar die HiFace-Variante und für den VLC die UA-1EX?

Gruß Christoph
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Beitragvon modmix » 12.08.2010, 20:43

Danke, Christoph!

Ich habe es einfach nicht geschafft, VLC (alte Version 0.8.x) zum Spielen über KS zu überreden... ,-)

Im Netz gibt es Einige, die ähnliches berichten, und sogar Statements der VLC-Entwickler, daß sie KS im VLC nicht unterstützen wollen - wenn ich das richtig verstanden habe.

Da habe ich gar keine neuere VLC-Version probiert... würde mich natürlich freuen zu lernen, wie das geht...

Irgendwann will ich ja auch die Sat-Mitschnitte statt von DVD von Platte spielen... Für's Erste war ich ganz froh, daß das UA-1EX noch zu etwas gut ist ,-)

Beste Grüße
Ulli
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Beitragvon veloplex » 12.08.2010, 21:05

Hallo,

KS=Kernel Streaming? Ich kenn mich da nicht so aus aber nutzt Asio4All nicht auch KS.

ASIO4ALL hat geschrieben:ASIO4ALL is a hardware independent low latency ASIO driver for WDM audio devices. It uses WDM Kernel-Streaming and sometimes even more sophisticated methods to achieve its objectives.

Zitat von http://www.asio4all.com/

Ich hatte den VLC mit Asio laufen und das ging wunderbar. Zumal der VLC eine Delay-Funktion hat, mit der man das Filterdelay ausgleichen kann. Das auch als einfacher Tipp für die Acourate-Nutzer.

Gruß Christoph
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Beitragvon modmix » 15.08.2010, 11:31

Hallo Chrstoph,

veloplex hat geschrieben: KS=Kernel Streaming?

ja. Sorry - mir war klar, was ich meinte ,-)

veloplex hat geschrieben: Ich hatte den VLC mit Asio laufen und das ging wunderbar. Zumal der VLC eine delay-Funktion hat, mit der man das Filterdelay ausgleichen kann. Das auch als einfacher Tipp für die Acourate-Nutzer.

VLC und ich sind noch nicht wirklich Freunde. Mit der Audiophile2496 spielt VLC über SPDIF nur, wenn im Router 'HW1/2 Out S/PDIF' auf 'Monitor Mixer' gestellt wird; Acourate spielt mit der Defaulteinstellung ('WavOut S/PDIF'). Vielleicht verstehe ich irgendwann ASIO, KS, DS etc. - oder nutze ein anderes Betriebssystem...

Im Moment reicht mir Foobar über HiFace (hat KS-Treiber) - und das geht prima.

Delay-Funktion: Du meinst negative Werte bei der Audio-Verzögerung?
Guter Hinweis, wenn das klappt, danke!

Ulli
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Beitragvon veloplex » 15.08.2010, 13:34

Hallo,

mit Delay meine ich, dass (nur) das Bild verzögert wird.

Gruß
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Beitragvon modmix » 28.08.2010, 16:36

modmix hat geschrieben:selten habe ich eine Erweiterung so schnell und so preiswert hinbekommen.
Und zufrieden bin ich auch.

hmmm... Die anfängliche Begeisterung hat nicht angehalten.

Ich habe lange mit den Lautsprechern gerungen, um ihnen das Zischeln abzugewöhnen ohne auf Details in den Höhen zu verzichten. Mit den Transformern war das gelungen.

Der ConvolverPC (s.u.) hat das Zischeln und eine gewisse Körnigkeit des Klangs zurückgebracht. Egal, wie ich im Acourate FDW oder Excess-Phase gewählt habe - anfangs hatte ich angenommen, sub-optimale Parameter gewählt zu haben und deshalb diese Effekte hören mußte.

Mit dem Convolver-PlugIn im Foobar und dafür ohne ConvolverPC klingt es deutlich besser - leider haben SAT & DVD so keine Faltung.

Mein Verdacht: die Audiophile2496 mit ihren vergleichswiese einfachen Quarzen und einer vielleicht suboptimalen Versorgungsspannung 'versauen' das Signal so stark, daß der oben beschriebener Klang auftritt.

Im Netz habe ich bisher nichts zu diesem Thema gefunden... Vielleicht muß ich die Karte wechseln? Noch habe ich Respekt vor der BruteFIR-Konfiguration. ,-)

Für Hinweise bin ich natürlich dankbar!

Ulli

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PS an Christoph:
Video von Platte steht vorerst noch auf der Wunschliste (schon länger ,-) - Klang ist mir irgendwie wichtiger... Aber Danke! für Deine Hinweise.
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Beitragvon modmix » 10.09.2010, 23:53

modmix hat geschrieben:Mein Verdacht: die Audiophile2496 mit ihren vergleichswiese einfachen Quarzen und einer vielleicht suboptimalen Versorgungsspannung 'versauen' das Signal so stark, daß der oben beschriebener Klang auftritt.

Den 24 MHz Quarz habe ich mal auf ein wenig Kautschuk gebettet (ein Piezo mag keine mechanischen Anregungen ,-) - deutlich besser. Die beiden Quarze gehören also durch Oszillatoren ersetzt...

Und wenn ich es mir recht überlege: warum eigentlich nicht gleich die gesamte Frequenzweiche samt Faltungen (dann auch für jedes Chassis einzeln) in den Rechner verlagern? Ok, dann bräuchte es eine andere Soundkarte, mit Konfig etc.

Wie ich so überlegte, wurde ich auf den DEQX 2.6P aufmerksam gemacht, die Winfried (wgh52) verwendet ...

Ergebnis:
Das Ding ist klasse. Mein erstes Gerät in dieser Preisklasse, das ich ohne Test und ohne Rückgabemöglichkeit gekauft habe (derzeit gibt es wg. Modellwechsel hier und da günstige Angebote; siehe auch hier: DEQX HDP-Express

In einem ersten Schritt habe ich den ConvolverPC durch den DEQX ersetzt (dazu muß ich analog in die DCX2496, wovor ich etwas Bammel hatte - war absolut unbegründet) - sozusagen: ein Schritt nach dem anderen.

Mittwoch ist das Ding gekommen - gleich angeschlossen; spielt nach ein paar Tricks, die man finden muß. spielt gut. Donnerstag Arbeit & Doppelkopf. Heute, Freitag, 3 Stunden unterstützt von der Software ein paar Messungen gemacht - gestaunt. Wirklich gestaunt.

Meine geschätze analoge Ruhe ist noch da. Hat Klarheit und Richtigkeit dazubekommen. Kein Anflug von Körnigkeit oder soetwas.

Könnte sein, daß ich so erst einmal eine ganze Weile höre und über den Jahreswechsel oder so die Weiche in den DEQX verlagere...

Ulli
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