Martin (Silbersand FM 401, Backes & Müller BM 8)

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Bei Vorstellungen steht die persönliche, subjektive Erfahrungswelt des Verfassers im Vordergrund. Insbesondere soll die Vorstellung als "Visitenkarte" des Mitglieds gewürdigt bzw. respektiert werden. Dialoge sollten hier vorrangig mit dem Verfasser und nicht mit Dritten geführt werden. Siehe auch die Forumsregeln.

Martin (Silbersand FM 401, Backes & Müller BM 8)

Beitragvon martino » 12.05.2010, 01:59

Hallo zusammen,

Nachdem meine Prüfungen (Staatsexamen Medizin) nun endlich geschafft sind, kann ich mich - wie das hier Sitte ist - einer Vorstellung widmen... Ich bin bald 28 Jahre alt und sozusagen „in 2ter Generation aktiv“. Ich lese schon seit einiger Zeit mit, habe seit Anfang des Jahres auch den einen oder anderen Beitrag geschrieben. Dennoch ist es, das gebe ich zu, wirklich netter zu wissen, mit wem man denn hier diskutiert.

Auf dieses Forum gestoßen bin ich durch die Empfehlung meines Vaters (der hier schon lange mitliest, und mir die Seite empfohlen hat). Gefallen hat mir der persönliche, freundliche Umgang und das hohe fachlich-technische Niveau, hier kann man sicherlich Einiges dazulernen.

Das Internet bildet: Nie zuvor konnte man sich zu spezielleren Themen so umfassend belesen. War man vorher wohl großenteils abhängig vom Rat des Fachhändlers (ich kenne gottseidank nur gute) und teils fragwürdiger Audiopostillen, so bietet sich hier eine Grundlage zum Ideal des „mündigen“ Hifi-Nutzers - vernetzt und bestens informiert.

Man profitiert von der Anwesenheit von E-Technikern, Ingenieuren, Bastlern und Kennern der alten wie neuen B&Ms und Silbersänder (u.a.), von interessanten Vergleichstests erfahrener „Scharfohren“ mit Evaluationen, ob sich denn eine technische Neuerung nun glaubhaft lohnt oder eher der Sparte „Audio-Voodoo“ zuzuordnen ist. Von Musikempfehlungen die per se schon voraussetzen, dass die Aufnahmequalität gut genug ist um mit geregelten Aktiven Spaß zu machen. Die den Horizont erweitern bzgl. bisher vernachlässigter Stile. Die Klassik ist für mich z.B. eher Neuland, umso mehr freue ich mich über den neuesten Empfehlungskatalog. Toll ist auch, dass die hier mitschreibenden Tonschaffenden bisweilen die Aufnahmeseite mit ihren künstlerischen und technischen Problemstellungen erläutern. Daß Softwareentwickler direkt Fragen kommentieren... all das schafft einen beeindruckenden Informationsgehalt.


Musikgenuss hat in meiner Familie einen hohen Stellenwert, da habe ich viel mitgenommen und bin sicherlich musikalisch geprägt. Seit meiner Jugend sind die Besuche bei Johannes Krings Highlights, die über Lautsprechertechnik und Hifi-Fetischismus weit hinausgehen. Lebensart, Wohnkultur, Wohlgeruch, spanischer Wein, feine Musik von ECM und anderen, eine beeindruckende wild zusammengewürfelte Boxen-Skyline, der wunderschöne Garten, ... seither habe ich die verschiedensten B&M und Silbersand Lautsprecher meines Vaters mithören können.

Ich selbst bekam mit 10 Jahren die erste eigene Anlage aus NAD-Komponenten und gebrauchten kleinen passiven ELAC Regalboxen, und war 17 Jahre sehr zufrieden damit. Mein Bruder investierte noch als Schüler in gebrauchte B&M Sigma mit Keramikchassis (leider sehr reperaturanfällig) – und zeigte mir, daß auch mit in dieser Lebensphase zwar riesigen aber immerhin vorstellbaren Investitionen einiges mehr geht. Ich habe dann aber zunächst doch die Ausgaben gescheut, mir erstmal GRADO SR80i Kopfhörer gekauft. Gefallen mir sehr und sind die ca. 80$ sicher wert, auch wenn mir ein ernstzunehmender Vergleich fehlt... Stax würde ich gerne mal hören!

Dann kam gegen Ende des Studiums die Erkenntnis, dass es schade wäre noch länger mit einer Steigerung des Musikgenusses in den eigenen 4 Wänden zu warten – bei dem Stellenwert, den Musik für mein Leben hat. Die OP-Bereitschaftsdienste im PJ schafften die finanzielle Grundlage. Nach einigem Suchen stieß ich dann auf (dem einen oder anderen bekannte) renovierte BM8 in Mahagoni mit Händlergarantie. Zuhause aufgestellt bekommen, testgehört und nicht mehr wieder hergegeben. Bisher ein rundum überzeugender Service. Netterweise hat der NAD Receiver einen preamp-out, sodass zusätzliche Geräte erstmal nicht nötig waren. Zum Musikerlebnis muss ich denke ich nichts schreiben, klar ein großer Qualitäts-Sprung von der passiven Regalbox zur vollgeregelten aktiven BM8.

Als dann als Nächstes die Frage nach Ersatz für den defekten NAD CD-Player und eine evtl. geeignete Vorstufe aufkam, habe ich mich hier und in anderen Foren umfassend belesen. Schnell war klar, dass man heute sicherlich nicht mehr in einen CD-Player investieren sollte, und der netzwerkgebundenen digitalen Wiedergabe ohne optisches Speichermedium die Zukunft gehört:

Der Sonos kam trotz seines schönen Bedienkonzeptes nicht in Frage - aufgrund der offenbar hardwaretechnisch bedingten (und damit auch mit updates nicht behebbaren) Beschränkung auf 44.1 kHz Samplerate. Wenn schon Investition in den Systemwechsel, dann gleich richtig. Außerdem ist der Sonos nicht wirklich günstig, wenn man die Investition in einen vernünftigen DAC + Vorstufe einrechnet. Der Logitech Transporter ist maßlos überteuert und kann gegen Linn überhaupt nicht überzeugen. Die Squeezebox Touch (bis 24/96) fand ich interessant, war aber noch nicht draußen. Der Teac WAP-V 6000 erschien erst nach der Kaufentscheidung hier im Forum, hätte aber mangels Gapless Playback und der auch hier nötigen DAC-Investition nicht vollständig überzeugt.

Kurz vor Weihnachten habe ich dann auf ebay für durchaus günstige 1.300 € einen erst ein Jahr alten Linn Majik DS erstehen können (Neupreis ca. 2.400 €). Gleich abgeholt von einem freundlichen Godesberger (ehemals Hifi-Händler in Düsseldorf), der gerade auf einen Majik DS-I (mit integriertem Endverstärker, analog input incl. phono, digital in/out) aufgerüstet hatte.

Für den gleichen Preis (ca. 1.300 €) gibt’s neu übrigens den Linn Sneaky DS (gebraucht ab ca. 700 €, mit preiswerterem DAC, integrierter Endstufe, und ohne Display). Über den digital-out an die bei vielen hier vorhandene höchstwertige Clock/DAC Kombination angeschlossen, sehe ich hier eine noch recht günstige Möglichkeit zum Einstieg ins gapless(!!!) HD(24/192)-Streaming (wie Thomas nicht müde wird zu betonen).

Seitdem sind die NADs ausrangiert, und ich betreibe die BM8 direkt am (digital lautstärkeregelbaren) line-out des Majik DS. Klingt super, besonders mit den hochaufgelösten Chesky-Aufnahmen zeigt sich ein bisher ungeahntes Klangniveau.


So, das reicht fürs Erste, mehr später...


Martin
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Beitragvon Unicos » 12.05.2010, 06:50

Hallo Martin,

dann nochmal hier an der Stelle ein herzliches willkommen!

Schoen einen gleichgesinnten (Linn DS Streaming digitalo) zu treffen. :-)

Werde bestimmt nochmal auf Dich zukommen wegen der Foobar Geschichte. Einziger Wehrmutstropfen war da ja die fehlende Moeglichkeit, dynamisch die Filter auszutauschen, wenn ich mich richtig erinnere.

Gruesse aus dem Zug.

Thomas
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Beitragvon Fortepianus » 12.05.2010, 07:48

Hallo Martin,

freut mich, dass Du jetzt Zeit für eine Vorstellung gefunden hast - Glückwunsch zum bestandenen Examen! Zumindest habe ich das

martino hat geschrieben:Nachdem meine Prüfungen (Staatsexamen Medizin) nun endlich geschafft sind

als "bestanden" interpretiert. Nach PJ heißt also 3. Staatsexamen, richtig? Was auch gleich als Rigorosum für die Doktorarbeit gilt, so sie denn schon fertig sein sollte - ist das immer noch so?

Viel Spaß weiterhin mit Deiner Anlage und hier im Forum!

Wohnst Du in der Nähe vom Studio Krings, so dass Dich der Weg da immer wieder hin führte? Und - schreibt Dein Vater auch hier oder liest er nur? Mit welchen Aktiven hört er?

Nach einigem Suchen stieß ich dann auf (dem einen oder anderen bekannte) renovierte BM8 in Mahagoni mit Händlergarantie

Von Ralph Gottlob oder von Johannes Krings?

Viele Grüße
Gert
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Beitragvon Rudolf » 12.05.2010, 11:59

Hallo Martin,

vielen Dank für deine schöne Vorstellung.

Deine Beweggründe, bei uns mitzumachen, lesen sich geradezu wie ein Werbeprospekt für unser Forum. :oops: Ich hoffe, deine Begeisterung und dein audiophiler Tatendrang halten an, so dass wir noch einige deiner hochinteressanten Beiträge lesen dürfen - wahrscheinlich demnächst zum Thema "Acourate"?

Wir wär's noch mit ein paar Bildern?

Viele Grüße
Rudolf
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Beitragvon wgh52 » 12.05.2010, 14:43

Hallo Martin,

danke erstmal für Deine ausführliche und interessante Vorstellung! Glückwunsch zum bestandenen Examen!

Oh jeminee, was steht uns da noch bevor... Mein jüngerer Sohn ist nächstes Jahr 23 Jahre alt, hat dann seinen Physiotherapeuten fertig und will/wird sein Medizinstudium anfangen :shock: (er will allerdings schon seit er 7 Jahre alt war Mediziner werden :roll: ).

Schön, hier noch einen weiteren BM-8 Fan zu haben! :cheers: Einige haben wir ja schon...
Meine befinden sich gerade (teilweise) bei Michael/bm-fan zur Elektronikauffrischung und -aufrüstung. Nun, ich denke an den BM-8 kann man wirklich viel Freude haben, allerdings kommt es sehr auf die Abstimmung an ob sie irgendwann durch ihre eigenwillige Höhencharakteristrik "nerven"! Falls hier mal Handlungsbedarf aufkommt: NICHT verkaufen, sondern gleich hier mit uns reden, dann gewöhnen wir ihnen das ab!! Meiner Erfahrung nach reagiert die BM-8 übrigens sehr "dankbar" auf Frequenz und Phasenganglinearisierung a la Acourate oder DEQX und ähnliches. Falls Du nahe München wohntest, würde ich Dir das mal "live" an Deinen Boxen vorführen...

Also, wir freuen uns auf schöne Bilder und viele weitere so interessante und engagierte Beiträge!

Gruss,
Winfried
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Bilderbuch Teil 1: Hörsituation, Raumakustik, Hardware

Beitragvon martino » 13.05.2010, 03:46

Wie bestellt, hier nun noch ein paar Bilder:

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Hörplatz ist mein WG-Zimmer: auf dem Teppich, mit dem Kissen zur Rechten als Rückenlehne. Die Konstellation ergibt ein gleichseitiges Dreieck mit knapp über 2 m Kantenlänge, von der Basis sitze ich knapp unter 2 m entfernt. Die Boxen habe ich leicht innenrotiert, Abstand von der Rückwand ist gezwungenermaßen nur 30 cm.

Von Aufstellung und Raumoptimierung habe ich bisher leider wenig Ahnung. Hat jemand Vorschläge, was man besser machen könnte? Wo kann man sich belesen? Interessant waren die „Grundlagen der Raumakustik“ hier im Forum, allerdings sind die Links tot – innerhalb http://www.burosch.de umgezogen – und müssten vielleicht mal neu gemacht werden...

Jedenfalls sind Wände und Boden allesamt aus Holz oder Gipskarton, alles mit Teppich belegt, die Boxen stehen unter einer Dachschräge und strahlen in einen L- (wenn nicht sogar U-) konfigurierten Raum (siehe die weiteren Fotos). Ich könnte mir vorstellen dass das durchaus Probleme macht. Hab die BM8 allerdings bisher nur hier gehört und daher keinen Vergleich.

Was mir auffällt ist ein teils ziemlich überbetonter Bassbereich (ok, sie sind vielleicht bassig abgestimmt, aber das kanns nicht alleine sein!?) – der am Hörplatz (Entfernung < Wellenlänge?) noch nicht so auffällt, aber in den entfernten Ecken des Zimmers ziemlich extrem wird. Damit die Bässe nicht so auf den Boden übergreifen & die Nachbarn drunter stören, habe ich den Tipp mit der Waschmaschinen-Unterleg-Gummimatte aufgegriffen. Mit der Höhencharakteristik hatte ich dagegen noch keine Probleme.

Insgesamt hoffe ich, mit Acourate Einiges verbessern zu können… Schön zu hören, Winfried, daß nach Deiner Erfahrung die BM-8 sehr "dankbar" auf Frequenz und Phasenganglinearisierung a la Acourate reagiert.

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Das ist er nun, der Linn Majik DS (Review von stereoplay). [Anmerkung: die PDFs von Linn öffnen nach einer Fehlermeldung manchmal erst beim 2ten Versuch]

Leider etwas unscharf. In Wirklichkeit (ohne Blitz) ist das Finish etwas dunkler, und das Display leuchtet heller (wahlweise Helligkeitssensor-gesteuert). Letzteres zeigt all das, was es auch beim CD-Player bzgl. der Zeit anzeigen würde. Zusätzlich Infos über die ankommende Auflösung und den Dateityp (aktuell z.B. 24/96 – 4608 kbps/FLAC), Metadaten wie Artist, Album, ...
Wenn man zusätzlich - wie ich es bei Jazz-Aufnahmen gerne tue - die Bandbesetzung mit einem einfachen Tag-Editor in die Metadaten tippt, kann man mit ein paar Handgriffen zu Beginn jedes neuen Stücks beispielsweise den Schriftzug „John Abercrombie (guitar) – Eddie Gomez (double-bass) – Gene Jackson (drums)“ übers Display laufen lassen.


Kleiner Exkurs zur Einordnung innerhalb der Linn DS Familie):

Dem Linn Sneaky DS hat der Majik das Gehäuse (wie gesagt mit schönem Display) und die Platine des Akurate voraus, der DAC scheint der gleiche (Wolfson WM 8740) wie beim Sneaky zu sein. Der Majik hat außerdem keine Endstufe (wie der Sneaky und der Majik DS-I, der außerdem noch mehr digitale wie analoge Anschlussmöglichkeiten bietet - siehe dazu auch diesen Bericht). Dafür hat er 2 analoge Cinch-Ausgangspaare, und einen digital-out (optisch und coaxial). Falls man doch mal einen externen DAC anschließen will...

Der Akurate DS (siehe auch Rolis Bericht und den stereoplay-Review) hat einen oder ich glaube sogar zwei (einen pro Kanal) bessere DACs (Wolfson WM 8741?), symmetrische XLR-Ausgänge, dafür unverständlicherweise keinen digital-out (vielleicht weil man nie wieder einen besseren als den internen DAC brauchen wird?).

Der Klimax DS (siehe auch JoeBroesel's Bericht sowie Reviews in audio und stereoplay) ist dann gleich noch dreimal so teuer, hat ein aufwändigeres, gefrästes und wohl besser abschirmendes Gehäuse, wiederum bessere DACs (?) und insgesamt feinste Bauteile... Anschlussmöglichkeiten genauso eingeschränkt wie beim Akurate.

Falls sich jemand weiter damit beschäftigen möchte, hier gibt es viel technisch-informatives über die DS-Familie... Besonders interessant die Einsteigerinfos zur Design-Philosophie, Upsampling, Streaming- und Netzwerkkonzepten und CD-Ripping.



Wie bereits erwähnt, gehe ich über eines der beiden digital lautstärkeregelbaren Cinch- Anologausgangspaare (hier steckt möglicherweise noch Verbesserungspotential…) mit von Herrn Gottlob konfektionierten Cinch-auf-XLR Kabeln in die unsymmetrischen Eingänge der BM-8 V-FET.

Letztere sind wohl von ca. 1986 oder 87, mit Schweizer Seriennummer, leichten Furnierschäden aber sonst bestens in Schuss. Generalüberholt und mit Garantie – bisher ist noch nichts gewesen. Wie gesagt, einige hier haben sie auch schon in Zweibrücken gehört.

Rudolf hat geschrieben:Hiernach ging es dann zur Sache und wir hatten ausgiebig Gelegenheit, uns ein Bild über die Leistungsfähigkeit gebrauchter Aktivlautsprecher zu machen.

Die Backes & Müller BM 8 z.B. ist eine richtige Spaßbox mit ordentlichem „Schmackes“, neben der sich die Silbersand 301 sowohl optisch als auch akustisch vergleichsweise bedächtig ausnimmt.

Also offenbar wirklich eine recht basslastige Abstimmung? Jedenfalls gegen kleinere Silbersand…

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Der gemütliche Hörplatz auf dem Teppich – zumindest für vielleicht eine Stunde. Wenn man den Kopf an die linke Säule des Ikea-Regals lehnt, ist man genau im Sweet-Spot

Durch die Zwischenwand strahlt jeder Kanal (zumindest hinter dem Hörer) partiell in eine andere Hälfte des Zimmers - ob das gut sein kann?
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Bilderbuch Teil 2: Netzwerk, Streaming-Quellen, Software

Beitragvon martino » 13.05.2010, 05:53

Der nächste Abschnitt betreffend Netzwerk und Software wird für viele vielleicht nichts Neues sein. Ich versuche ihn aber trotzdem einfach, und auch für diejenigen durchschaubar zu halten, die sich nicht ständig mit Computern beschäftigen:

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A) Der MUSIKSPEICHER/VERWALTER/VERSENDER:

Die Musikbibliothek schlummert (Großenteils als FLAC, teilweise auch noch alte MP3s) auf einer 1,5 TB Festplatte im Desktop-PC im Hintergrund. Dort und/oder auf dem Laptop läuft eine UPnP-Server-Software, die einen oder mehrere zugewiesene lokale Ordner als Musikdatenbank verwaltet, indiziert und im Netzwerk anbietet. UPnP („universal plug&play“) ist nichts anderes als ein genormter Kommunikationsstandard, der garantiert dass Geräte im Netzwerk sich automatisch beim Router anmelden und gegenseitig finden können.


B) Der EMPFÄNGER/WANDLER:

Der Linn Majik DS hängt wie der PC per LAN-Kabel am Router im WG-Flur, der Laptop per WLAN. Der Majik DS wartet als sogenannter „renderer“ = Leistungserbringer darauf, daß ihm jemand Daten schickt die er wandeln kann (so ziemlich alle Dateiformate die man sich vorstellen kann – es werden mit jedem Softwareupdate mehr – bis 24bit/192kHz).

Das können Daten aus dem lokalen Netzwerk sein, z.B. FLAC-Dateien vom Musikserver-PC. Oder irgendeinem anderen PC im Netzwerk, z.B. dem Laptop (WLAN reicht für 16/44.1 aus, bei HD kann es ruckeln weshalb Linn die Kabelverbindung empfiehlt). Oder ein Radio-Stream aus dem Internet.

Wenn eine Datei verschickt wird, fängt der „renderer“ (Linn DS) sofort an zu spielen, d.h. die Datei muss nicht vollständig angekommen sein um abgespielt zu werden. Vielmehr wird sie in einen nicht besonders großen Zwischenspeicher geladen und direkt gewandelt. Deshalb Streaming.

Gibt es beim Versand eine Unterbrechung, merkt der Speicher dass der Puffer sich leert, spielt sich noch leer und faded dabei langsam aus. Das passiert wie gesagt eigentlich nur bei WLAN-Verbindung. Musik vom Musikserver wird meist Stück für Stück als FLAC-Datei verschickt, Radio-Streams kann man sich als eine einzige Datei vorstellen die schonmal losgeschickt wird, während man hinten immer noch was dranbaut – das ergibt einen kontinuierlichen Strom.


Exkurs Internetradio:

Internetradio gibt’s bisher meist in mp3 oder wma, häufig mit eher bescheidenen Datenraten. Die verbreiteten 128kbps oder weniger bieten ausreichende Qualität für Sprachinhalte und Hintergrundmusik (oder Autoradio, überall wo Krach ist), liegen aber wohl unter der gewohnten FM-Radio-Qualität.

Vereinzelt gibt’s auch 320kbps Streams (z.B. von Linn), die dann möglicherweise an FM-Radio heranreichen. Leider nutzen die meisten Sender die vorhandene Bandbreite aber lieber für mehr minderwertige Streams als für wenige hochwertige. Das war ja offenbar schon bei DAB das Problem… Allgemeinere Infos dazu hier.

Faszinierenderweise existieren daneben aber ganz wenige Anbieter, die FLAC in 16/48 also 1536kbps streamen. Fast einwandfrei funktioniert bei mir cro-d-dur, ein Tschechischer Klassik-Sender offenbar aus Prag.
Alle paar Stunden kommt mal einen Aussetzer und bringt den Majik DS zum herunterfahren. Den Rest der Zeit gibts Internetradio in Über-CD-Qualität. Wahnisnn – ich kann es selbst noch kaum glauben. Dachte das wäre erstmal den Sat- und Kabelreceivern vorbehalten. Wenn die Internet-Verbindungen schneller werden (und davon sollte man ausgehen) kann man hoffentlich immer mehr stabile streams realisieren – viele andere die ich ausprobiert habe klappen nämlich nicht!

In gleicher Weise kann man auch personalisierte Internet-Musikservices wie lastfm an den Majik DS streamen, für die Sonos-Nutzer sicher nichts Neues...



C) Die STEUERUNG:

Schließlich brauche ich dann nur noch ein Programm, welches den Musikgenuss steuert („control point“): durch Suchfunktionalität, das Konstruieren einer Playlist und die Abspielbefehle / das Navigieren innerhalb dieser Playlist.

Das Programm greift auf einen Musikserver im Netz zu, durchblättert die Musik-Bibliothek nach verschiedenen Kriterien, und lässt idealerweise auch eine Text-Suchfunktion zu. Man gibt Suchbegriffe ein und konstruiert mit Hilfe einer logischen Suchsyntax perfektionierte Suchanfragen. Aus den Ergebnissen seiner Suchen schaufelt man alles was gefällt in eine Playlist. Und die wird schließlich abgespielt:

Beispiel - Ich suche mit dem Controlpoint-Programm auf dem Laptop über WLAN in der Musikdatenbank des Desktop-PC. Ich blättere durch die Cover-Bildchen und füge schließlich das erste und letzte Stück eines bestimmten Albums zur Playlist hinzu. Dann gebe ich die Text-Suchanfrage...

NOT genre HAS jazz AND title IS „blue in green“

...ein, und erhalte alle Stücke, deren Titel genau „blue in green“ ist UND die GLEICHZEITIG nirgendwo im Genre-Metadatenfeld die Buchstabenfolge jazz enthalten dürfen. Miles Davis wird also nicht auftauchen, sondern vielleicht die Fusion/Rock-Version von den Screaming Headless Torsos.
Sehr praktisch ist diese Suchfunktion, wenn man beim Rippen z.B. die Bandbesetzung incl. Instrumente mit eingibt. Man könnte nach einem Weltmusik-Stück mit Flöte aber ohne Gitarre suchen, wenn die Metadaten es hergeben…

Auch dieses Stück füge ich zur Playlist hinzu. Die Playlist wird, sobald sie erstellt oder verändert wird, an den „Renderer“ (also den Linn DS) kommuniziert und dort gespeichert. Nicht die Musikdateien selbst, nur der Ablauf, außerdem wie die Dateien heißen und wo sie liegen.

Jetzt muss nur noch irgendjemand den Startbefehl geben (bzw. ihn wiederrufen, pausieren, stoppen, springen), damit die potentielle Befehlskette aus der Playlist (Musikdateiversand zwischen definierten Sendern und Empfängern) ausgeführt wird:

Das kann wieder die Control-Point Steuersoftware auf dem Laptop sein (mit der man ja z.B. schon gesucht und die playlist zusammengestellt hat), oder die Server-Software auf dem MusikArchiv-PC mit integrierter Control-Point-Funktion für lokale Daten. Oder die IR-Fernbedienung.

Den Laptop (reiner Control-Point: Suche und Steuerung) kann ich, wenn die Playlist gebaut ist, auch ausstellen – sie ist ja im Linn DS gespeichert. Es ist als hätte ich eine CD aufgelegt, oder einen CD-Wechsler beladen. Jetzt kann ich mich zurücklehnen und mit der Fernbedienung durch die Playlist schalten. Nur der Server-PC muss an bleiben, das Server-Programm laufen. Wenn das eine Netzwerkfestplatte (NAS) ist, ist sie sowieso immer an.


Welche Software bietet also das oben geforderte?

Linn verfolgt hier eine sehr offene Softwarepolitik. Rudolf hatte hierzu folgendes geschrieben:

Rudolf hat geschrieben:Linn konzentriert sich auf die audiophilen Themen (insbesondere die D/A-Wandlung) und stellt zur Bedienung mehr oder weniger nur eine offene Schnittstelle zur Verfügung

Das sehe ich ähnlich:

1) Media-Server: das von Linn hierfür empfohlene Programm Twonky Media Server ist einfach unbefriedigend. Es ist nicht für diesen Zweck gemacht, soll vielmehr alles (auch Fotos, Videos,…) an die verschiedensten Endgeräte streamen. Die Oberfläche und Bedienung ist ein Graus. Man hat kaum Einstellmöglichkeiten, Metadaten und Zeitinformationen werden nicht oder falsch übermittelt, die wenigen möglichen Ordnungskriterien für die Suche sind fest vorgegeben und nicht personalisierbar.

2) Control-Point: Obwohl das von Linn entwickelte Control-Point-Programm Kinsky Desktop immer besser wird, ist es immer noch nicht wirklich überzeugend. Es sieht auf den ersten Blick schön aus, läuft aber langsam, hat keine Text-Suchfunktion und wird sehr schnell unübersichtlich sobald man mehr als 30 Alben in der Bibliothek hat.

D.h. die hauseigene Bediensoftware kann, genau wie die bestehende Fremdsoftware, trotz Fortschritten noch nicht voll überzeugen – mich jedenfalls nicht, aber ich habe auch etwas speziellere Anforderungen (siehe unten). Die Vorgängerversionen Kinsky Jukebox und Kinsky Classic vermittelten noch mehr das Gefühl der offenen Schnittstelle, für die sich nicht wirklich jemand Gedanken oder Mühe um ein stimmiges Bedienkonzept gemacht hat… Naja, sie arbeiten dran.

Und solange sie das weiter tun, hat die Open Source Philosophie auch große Vorteile!

Hier findet man die verschiedensten Programme zur Bedienung eines Linn DS… Jeder kann eines entwickeln, und wird dabei von den Linn-Leuten tatkräftig unterstützt. Wenn man sich eine Bedien-Option wünscht, muss man nur programmieren können, jemand kennen der das kann, oder einen Entwickler in einem Forum bitten… und schon kann es umgesetzt werden. Sozusagen das Gegenteil von z.B. Apple, die zwar wunderschöne Software bauen, durch proprietäre Formate aber keine Flexibilität zulassen oder diese zumindest häufig beschneiden...

Linn hat geschrieben:Linn has 35 years of experience designing and manufacturing products that meet Linn's vision of Music for Life. The marriage of digital music, open protocols and open software bring a fantastic opportunity to collaborate with those that share our passion and enthusiasm for music.

Open source software enables Linn to collaborate with developers to build innovative and bespoke solutions to experience and explore Music for Life.

Openness provides the following benefits for customers,

* The use of open audio formats prevents format lock-in, freeing the customer to access their music in perpetuity
* The use of open interfaces prevents customer lock-in, freeing the customer to choose best-in-breed products from many vendors based on merit

Openness means music is the centre of your home, rather than a product.

Es gibt aber auch Software, die auf der oben verlinkten Open Source Software Seite garnicht auftaucht, z.B. das J. River MEDIA CENTER, die plugplayer I-Phone App oder songbook für den MAC...

Eine Lösung aus einem Guss (Server und Control-Point zusammen entwickelt, aufeinander abgestimmt...) bietet das bekannte freie Audioplayerprogramm foobar2000, das mit einem plugin um die UPnP-Server und Control-Point-Funktionalität erweitert wird:

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x) Foobar als reiner Server für lokale Medien (Direktes Streaming vom Laptop über WLAN, oder vom Desktop-Musikserver via LAN)

Foobar dagegen ist den meisten hier sicher schon bekannt als vielseitiger und hochwertiger Softwareplayer mit einer Fülle an Einstell- und Erweiterungsmöglichkeiten. Nun gibts endlich auch Server/Control-Point Funktionen für Netzwerkspieler per plugin (s.o.): der funktionell klare Aufbau (mit schicker Coverart-Darstellung) ist komplett nach eigenen Vorstellungen und Einsatzzweck konfigurierbar (ganz nett schon mit Default User Interface - DUI, viel schöner noch mit Columns User Interface - CUI). Je nachdem, ob man nun eine separate extragroße Coverart-Anzeige des aktuell spielenden Stückes will, oder lieber noch ein Suchfenster. Habe z.B. separate Player-Arrangements gebaut, je nachdem, ob ich nur lokale Musik / nur Netzwerk-Musik streamen will.

Bild

y) Foobar als reiner Control-Point für aus dem Netzwerk von einem UPnP-Server gestreamte Medien (Streaming via LAN vom UPnP-Server d.h. Desktop-PC zum Linn DS, gesteuert über WLAN vom Laptop aus)

Bild

z) Foobar als kombinierter Server/Control-Point (Streaming von lokalen und Netzwerk-Medien)

In meinem Beispiel links die Suchfunktionen regional und im Netzwerk, rechts die Streaming-Playlist (sowie hinter Reitern versteckt die Ergebnislisten der genannten Suchfunktionen) und die Bedienung für den UPnP-Controller (incl. Lautstärkereglung). Kann man aber auch ganz anders machen.

Die Genre/Artist/Album-Filterlisten gelten für die lokale Musikbibliothek und zeigen ihr Ergebnis im Playlist-Fenster oben rechts unter dem Reiter "Filter Results". Unten links kann man dagegen im UPnP-Browser die UPnP-Server im heimischen Netzwerk (ob da nun Twonky läuft, oder Asset UPnP, oder noch besser auch foobar) aufrufen und die gegebene Baumstruktur durchforsten - wie man das von Twonky kennt. Sehr viel intelligenter: von foobar verwaltete Server kann man per Textfeld darunter mit spezielleren Syntax-Suchanfragen durchsuchen […], Ergebnisse wiederum rechts oben unter dem Reiter "UPnP Browser Search". Was immer einem gefällt wählt man per Rechtsclick aus und transferiert per Kontextmenü in die "UPnP Controler Playback Queue". Fürs streamen ist der UPnP-Controller rechts unten zuständig, die normalen Controls werden nicht gebraucht (spielen aber bei Bedarf natürlich trotzdem - auch unabhängig vom und parallel zum streaming - über die lokale Soundkarte).

Weitere Highlights:

  • In den Server lassen sich Equalizer-, Resampling- und begrenzt auch andere Plugins integrieren. So kann man z.B. (auf am Hörplatz aufgezeichneten Messungen basierende) wav-Filterdateien zur Phasen- und Amplitudenfrequenzgangkorrektur im Sinne einer System- und Raumkorrektur einschleifen, Stichwort Convolving, Acourate… Möglicherweise die Lösung meiner Bass-Problematik? Ob die nun raum- oder systembedingt ist - sie sollte korrigierbar sein. Mehr dazu siehe hier.
  • Replay Gain berechnet für Playlists Standardlautstärken, um so die riesigen Lautstärkeunterschiede unterschiedlicher Aufnahmen auszugleichen. Ohne kann man eine Playlist kaum unbeaufsichtigt laufen lassen. Also eine automatische Anpassung der digital geregelten Lautstärke innerhalb der Playlist. Die Berechnung nimmt bei Bedarf Rücksicht auf die Dynamik innerhalb eines Albums.
  • Automatische Server-Profile konfigurierbar, je nachdem an welches Gerät/Programm gestreamed wird (foobar2000, PlugPlayer, Windows Media Player, PS3, XBOX 360, und Linn DS sind schon vorkonfiguriert). Bei Bedarf mit „Transcoding “ großer Dateien in Bandbreite-sparende kleine mp3, oder „Decoding “ zu .wav falls ein Empfänger das jeweilige gepackte Format nicht versteht. Wenn man seinen Server anlässt, kann man per Passwort übers Internet vom Urlaubsort und dem dortigen foobar control-point auf die heimischen .flac-dateien zugreifen, sie werden bei Internetzugriff vom foobar-Server zu gut streambaren mp3s transkodiert, verschickt, und tönen aus den Lautsprechern am Strand.
  • Playack Stream Capture versendet das Signal aus dem Standard-Abspielbetrieb von foobar (normale lokale foobar-Playlist, gesteuert mit den standard foobar-controls - nicht dem upnp-controller) als kontuierlicher wav-Stream (optional Resampling, wählbare Auflösung) an den Netzwerk-Client. Der Linn DS fungiert quasi als "Netzwerk-Soundkarte", jedenfalls für foobar-Inhalte (d.h. alles was man damit abgespielt kriegt, und das ist eine Menge). Praktisch wie gesagt für lastfm.
  • Internetradio

    Hier gibt es zwei Möglichkeiten:

    1) man fügt per drag&drop beliebige stream-urls aus dem www-browser in eine foobar playlist ein und spielt sie ab. vereinzelt gibts wohl schon flac-streams in cd-qualität, die Bandbreite reicht aber (noch) nicht ganz aus für sicher ruckelfrei... aber da sollte sich noch was tun in den nächsten Jahren...

    2) eleganter: man legt sich bei radiotime ein kostenloses account an, sucht nach Herzenslust Radiosender (lokal, nach Region, Genre, bitrate,... bisher das meiste in 128 kbps was für Infoinhalte und Hintergrundmusik ausreicht - Linn betreibt 3 Stationen in 320 kbps) und speichert diejenigen die einem zusagen in seinem Profil. Im Linn Konfigurationsprogramm "Konfig" lädt man seinen radiotime account-Namen in den DS. Und braucht künftig keinen PC mehr anzuhaben um Radio zu hören! Linn und Boxen an, Radiotaste auf der IR-Fernbedienung gedrückt und der DS verbindet sich mit dem radiotime account. Per Zifferntasten wählt man aus dem persönlichen Senderprofil...

  • Mindestens alles halbe Jahr gibt es Software-Updates für den DS (aktuell CARA 6). Nicht selten wirken die sich positiv auf den Sound aus, wenn z.B. die Abstimmung der Filter verbessert wird. Sonst kommen häufig nützliche Funktionen hinzu, wie zuletzt Internetradio, oder Unterstützung für weitere Audio-Formate…
    Die Updates, sowie alle möglichen Feineinstellungen am DS, macht man mit der Konfigurations-/Update- und Diagnosesoftware Konfig:

    Bild

    Die Konfigurations-/Update- und Diagnosesoftware Konfig

Mein Fazit:

Jetzt habe ich nicht "nur" (wie im Zustand des Gebraucht-Erwerbs) einen HD-Netzwerstreamer, sondern auch Radio aus der ganzen Welt. Da ich keine LPs besitze, werde ich mehr wohl nicht benötigen. Die perfekte moderne Kompaktanlage, wie ich finde. Und dann [...] noch die Möglichkeit zur (reinen Software-) Raumkorrektur. Mit jedem Update (ob nun von Linn oder den privaten Entwicklern) kann diese Kiste mehr...

Also eine klare Empfehlung für andere Einsteiger (falls es hier denn noch solche geben sollte), die den Verzicht auf Disc-Player und LP zugunsten HD- und Lossless-Musikserver verschmerzen können:

- Linn DS (gebraucht garnicht so teuer) bedient mit foobar2000 (incl. upnp-server & controller-plugin)
- Acourate-Software und Convolover-Plugin für foobar2000
- (günstige gebrauchte & renovierte) geregelte Aktivboxen.


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Beitragvon Unicos » 13.05.2010, 09:07

Hallo Martin,

Phaenomenaler Beitrag!!

Cara 6? Verdammt, habe ich schon wieder ein Update verpasst? Muss ich auch mal nachschauen und nachziehen.
Habe aber bis nach Pfingsten erstmal volles Programm.

Gruesse

Thomas
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Beitragvon dirkhajo » 13.05.2010, 09:47

Martin, ebenfalls Glückwunsch zu dem perfekten Beitrag!!!!

Ich bin mir ziemlich sicher, nach den Erfahrungen mit dem MDAC+, dass bald ein DS-Player im Hause steht. Nur mit der Anbindung DS -> BM2S muss ich mir noch was überlegen....

Gruß Dirk
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Beitragvon wgh52 » 13.05.2010, 10:01

Hallo Martin,

vielen Dank für die viele Arbeit mit Deiner Vorstellung, den beeindruckenden "Tutorien" und lehrreichen Exkursen!

Ich möchte nochmal auf die Bassproblematik Deines Hörraumes zurückkommen: Die BM-8 geht sicherlich recht tief im Bass, aber bei guter Regelungsabstimmung, von der ich wegen der kürzlichen Überholung mal ausgehe, sicher kein Wummerkasten! Sie ist sicher nicht der Auslöser, sondern viel eher "kompetenter Indikator" durch Holz und Trockenbau verursachter Dröhneffekte: Sie regt durch ihren Tiefgang Raummoden und Wände auf deren jeweiligen Resonanzfrequenzen zum Schwingen an. Die Nähe zur Rückwand wird ein Übriges zur Bassverstärkung tun.

Also was tun? Nachdem die Dröhnursachen ganz gut identifizierbar sscheinen, sollte man auch dort beginnen und mechanisch/akustische Raumabstimmungsmaßnahmen ergreifen. Das ist natürlich aufwändig und arbeitsintensiv und falls das nicht geht, wäre mit Acourate oder ähnlichem zwar keine Abhilfe, aber möglicherweise Linderung zu schaffen. Ergänzend sollte auch Umplazierung von LS und Hörplatz nicht tabu sein um mehr Bassausgeglichenheit zu bekommen! Raummodenmessung würde da schonmal aufzeigen wo die Hauptproblematik liegt.

Vielen Dank noch für den Tag-Editor Tipp, ich suche nach einem solchen, werde MP3Tag mal ausprobieren und bei Problemchen evtl. PN schicken.

Gruss,
Winfried
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Beitragvon uli.brueggemann » 13.05.2010, 10:05

martino hat geschrieben:Der gemütliche Hörplatz auf dem Teppich – zumindest für vielleicht eine Stunde. Wenn man den Kopf an die linke Säule des Ikea-Regals lehnt, ist man genau im Sweet-Spot

Durch die Zwischenwand strahlt jeder Kanal (zumindest hinter dem Hörer) partiell in eine andere Hälfte des Zimmers - ob das gut sein kann?

Martin,

sitzt Du auf der Couch beim Hören? Ich würde jedem raten, eine Wand unmittelbar hinter den Ohren auf jeden Fall zu vermeiden. Da würde ich würde eher die Couch vorrücken, um den Hörplatz auf dem Teppich zu ersetzen.

Grüsse, Uli

PS: Ooops, ich seh nun, dass der Hörplatz wohl vor dem grauen Würfel (Rückenlehne?) ist.
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Beitragvon Matthias » 13.05.2010, 10:05

Martin,

Ein klasse Beitrag, sehr informativ und klar strukturiert.

Dieses ohnehin schon sehr kompetente Forum hat mit Dir sicherlich einen weiteren Digital-Guru gefunden.
Glückwunsch aber auch zu deinen augenscheinlich sehr toleranten WG-Mitbewohnern ...

Viele Grüße
Matthias (aus Meckenheim)
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Beitragvon Markus » 13.05.2010, 11:34

Hallo Martin,
auch von mir ein herzliches Willkommen.

Da hat sich über den Zeitraum Deines Examens ja eine Menge Beitragsmaterial angestaut, dem Du scheinbar nun freien Lauf (äh Tastatur) läßt. Danke dafür ... dem Zeitpunkt der beiden letzten Beiträge nach, konntest Du es scheinbar gar nicht abwarten weiter zu machen, oder bist Du vor lauter Ideen aus dem Bett gefallen? (wahrscheinlich gar nicht von Deiner Anlage fort gekommen)

Daduch daß Du in Bonn für die Aktive Szene recht zentral wohnst, hast Du fürs Probehören sicher unschlagbare Vorteile genießen können. Manche wohnen da leider in der "Aktiven" Diaspora, leider!

Schön, daß noch jemand die toll (da live) aufgenommen Aufnahmen von Chesky zu schätzen weiß. Vielen Dank für die interessanten Infos zum Linn DS System. Ein schöner Apetitanreger. Digitale Netzwiedergabe steht bei mir noch an.

Ja, die B&M's sind sehr basslastig abgestimmt. Insbesondere die älteren Modelle. Aber man kann doch sicher auf der Verstärkerplatine die Pegel der einzelnen Chasis einstellen. Hier brauchst Du den Rat von unseren Experten. Alternativ Anpassung über Software hast Du ja auch bereits erwähnt und Tips zur Raumakustik von Winfried bekommen.

Dann bleiben im Moment nur noch wummernde Grüße
Markus
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Beitragvon martino » 14.05.2010, 01:37

Nach einer kleinen Ruhepause, wegen der Gewaltaktion der letzten Nacht…:


Vielen Dank für den freundlichen Empfang (und Examensglückwünsche)!


Zunächst eine kleine Ergänzung zum foobar2000 UPnP Plugin:

Wenn man Neuentwicklungen verfolgen, Fehler melden, Verbesserungsvorschläge machen möchte oder Wünsche für neue Funktionen hat...

Linn Forum oder besser (aktueller) Hydrogen Audio.



@ Thomas:

Unicos hat geschrieben:Werde bestimmt nochmal auf Dich zukommen wegen der Foobar Geschichte. Einziger Wehrmutstropfen war da ja die fehlende Moeglichkeit, dynamisch die Filter auszutauschen, wenn ich mich richtig erinnere.

Mit meinen Überlegungen dazu war ich bisher so weit gekommen. Ob nun auch das SOX-Resampler-Plugin trotz Sampling-Bypass-Funktion nicht zu empfehlen ist, habe ich noch nicht ganz verstanden. Sonst würde ich vielleicht mal versuchen den Entwickler des Convolving-Plugins für foobar zu kontaktieren und für eine Weiterentwicklung zu begeistern - also Integration mehrere Filter in verschiedenen Auflösungen, von denen immer der passende gewählt wird. Keine Ahnung ob sowas utopisch ist, praktisch wäre es!

@ Gert:

Fortepianus hat geschrieben:Zumindest habe ich das
martino hat geschrieben:Nachdem meine Prüfungen (Staatsexamen Medizin) nun endlich geschafft sind

als "bestanden" interpretiert. Nach PJ heißt also 3. Staatsexamen, richtig? Was auch gleich als Rigorosum für die Doktorarbeit gilt, so sie denn schon fertig sein sollte - ist das immer noch so?
Viel Spaß weiterhin mit Deiner Anlage und hier im Forum!

Danke! Richtig verstanden! Das Examen ist bestanden, worüber ich nach Monaten des Bibliothekshütens (mit abends ein wenig Musikhören zum Ausgleich) wirklich froh bin. Inzwischen gibt es nur noch Physikum nach 2 Jahren, und das Staatsexamen (auch „Hammerexamen“) nach dem PJ ganz am Ende. Doktorarbeit ist davon unabhängig – ist schon geschrieben aber darum muss ich mich jetzt kümmern. Rigorosum kommt dann irgendwann noch wenn das durch ist.

Wohnst Du in der Nähe vom Studio Krings, so dass Dich der Weg da immer wieder hin führte? Und - schreibt Dein Vater auch hier oder liest er nur? Mit welchen Aktiven hört er?

Früher etwas weiter weg im Vorort, jetzt näher dran. Dorthin hat es allerdings weniger mich selbst geführt, sondern ich bin halt samstags wenns in die Stadt ging immer gerne mitgekommen. Mein Vater liest mit, hört aktuell FM 701.

@ Rudolf:

Rudolf hat geschrieben:Ich hoffe, deine Begeisterung und dein audiophiler Tatendrang halten an, so dass wir noch einige deiner hochinteressanten Beiträge lesen dürfen - wahrscheinlich demnächst zum Thema "Acourate"?

Das hoffe ich auch, und Acourate wird sicherlich mein nächstes Beschäftigungfeld sein!

@ Winfried

wgh52 hat geschrieben:Oh jeminee, was steht uns da noch bevor... Mein jüngerer Sohn ist nächstes Jahr 23 Jahre alt, hat dann seinen Physiotherapeuten fertig und will/wird sein Medizinstudium anfangen :shock: (er will allerdings schon seit er 7 Jahre alt war Mediziner werden :roll: ).

Es ist ein langes Studium, das kann man nicht anders sagen... Aber es lohnt sich, besonders wenn man schon lange davon träumt!

Schön, hier noch einen weiteren BM-8 Fan zu haben! :cheers: Einige haben wir ja schon...
Meine befinden sich gerade (teilweise) bei Michael/bm-fan zur Elektronikauffrischung und -aufrüstung.

Oha! Was wird den guten Stücken denn spendiert? Das war das „BM 11 Unikat“ richtig? Muss ich nochmal nachlesen!

Nun, ich denke an den BM-8 kann man wirklich viel Freude haben, allerdings kommt es sehr auf die Abstimmung an ob sie irgendwann durch ihre eigenwillige Höhencharakteristrik "nerven"! Falls hier mal Handlungsbedarf aufkommt: NICHT verkaufen, sondern gleich hier mit uns reden, dann gewöhnen wir ihnen das ab!! Meiner Erfahrung nach reagiert die BM-8 übrigens sehr "dankbar" auf Frequenz und Phasenganglinearisierung a la Acourate oder DEQX und ähnliches. Falls Du nahe München wohntest, würde ich Dir das mal "live" an Deinen Boxen vorführen...

Danke, „live“ vorführen wäre toll aber leider ist München von Bonn dann doch etwas weit. Verkaufen werde ich die BM8 sicher noch lange nicht, hab sie ja gerade erst ein Jahr und bin eigentlich sehr zufrieden. Die Bassprobleme habe ich ja nur bei sehr bassigen Aufnahmen, bei den Meisten klingts wunderbar. Acourate ist geplant. Herr Gottlob hat mir netterweise auch gerade eine Feinabstimmung der Bässe angeboten.
Grundsätzlich wäre aber schon interessant, inwieweit in (erstmal nicht unmittelbarer) Zukunft eine Aufrüstung zu empfehlen wäre? Chassis (hab noch den Originalzustand), Subtraktionsweiche, oder an was würde man da so denken? Kriegt man denn noch die Teile von B&M? Wie teuer kommt so ein Umbau in etwa? Kann es da nicht besser sein in einen größeren/neueren LS zu investieren? Eine gebrauchte BM 4 z.B. wenns moderner sein soll, oder eine BM 12. Lohnt es in die „alte“ und „kleine“ BM-8 so viel Geld zu stecken?

Ich möchte nochmal auf die Bassproblematik Deines Hörraumes zurückkommen: [...] Nachdem die Dröhnursachen ganz gut identifizierbar sscheinen, sollte man auch dort beginnen und mechanisch/akustische Raumabstimmungsmaßnahmen ergreifen. Das ist natürlich aufwändig und arbeitsintensiv und falls das nicht geht, wäre mit Acourate oder ähnlichem zwar keine Abhilfe, aber möglicherweise Linderung zu schaffen. Ergänzend sollte auch Umplazierung von LS und Hörplatz nicht tabu sein um mehr Bassausgeglichenheit zu bekommen! Raummodenmessung würde da schonmal aufzeigen wo die Hauptproblematik liegt.

Vielen Dank für die Tipps zur Bassproblematik! Allzu aufwändige Raumabstimmung ist wohl nicht so sinnvoll, weil ich möglicherweise bald umziehe. Umplatzierung im Hörraum geht auch nicht, das ist so schon die günstigste Aufstellung die der Raum bietet. Mit Raummodenmessung meinst Du z.B. den Acourate LogSweep?

Vielen Dank noch für den Tag-Editor Tipp, ich suche nach einem solchen, werde MP3Tag mal ausprobieren und bei Problemchen evtl. PN schicken.

Gerne.

@ Uli:

uli.brueggemann hat geschrieben:Sitzt Du auf der Couch beim Hören? Ich würde jedem raten, eine Wand unmittelbar hinter den Ohren auf jeden Fall zu vermeiden. Da würde ich würde eher die Couch vorrücken, um den Hörplatz auf dem Teppich zu ersetzen. [...]
PS: Ooops, ich seh nun, dass der Hörplatz wohl vor dem grauen Würfel (Rückenlehne?) ist.

Genau, auf dem weißen Teppich mit „grauem Würfel“ als Rückenlehne. So schaue ich in Richtung Boxen. Leider ist das in meinem Zimmer das einzig mögliche Setup. Nach dem anstehenden Umzug könnte sich das ändern, hoffe dann die Rückwand dann besser auf Abstand halten zu können.

@ Matthias:

Matthias hat geschrieben:Dieses ohnehin schon sehr kompetente Forum hat mit Dir sicherlich einen weiteren Digital-Guru gefunden.

Naja, ein Computerspezialist bin ich nicht. Nur mit dieser Problemstellung habe ich mich jetzt viel befasst, zum Zweck des Musikhörens. Und gebe die Lösungswege gerne weiter.
Glückwunsch aber auch zu deinen augenscheinlich sehr toleranten WG-Mitbewohnern ...

Das sind sie, die Nachbarn drunter auch. Nur zur Musik pfeifen soll ich nicht.

@ Dirk:

dirkhajo hat geschrieben:Ich bin mir ziemlich sicher, nach den Erfahrungen mit dem MDAC+, dass bald ein DS-Player im Hause steht. Nur mit der Anbindung DS -> BM2S muss ich mir noch was überlegen...

Da kann Dir doch Thomas (Unicos) sicher weiterhelfen, der hat doch u.a. BM Line 35 und einen Linn Sneaky DS!

@ Markus:

Markus hat geschrieben:Da hat sich über den Zeitraum Deines Examens ja eine Menge Beitragsmaterial angestaut, dem Du scheinbar nun freien Lauf (äh Tastatur) läßt. Danke dafür...

Das kann man so sagen! Lernen und Musik hören (bzw. dafür sorgen dass das funktioniert) – war eine gute Mischung. Wie gesagt, es ist ein etwas spezielleres Thema, das – weil neu und für viele noch ungewohnt - ein bisschen Einarbeitung verlangt. Danach ist es aber überhaupt nicht mehr kompliziert, sondern total alltagstauglich. Ich habe mit meinem System nicht mehr Aufwand als jemand, der eine CD auflegt oder den FM-Tuner anstellt. Für viele ist aber die Einarbeitung eine abschreckende Hürde. Diese hoffe ich durch meine kleine Einführung abbauen zu können. Ist ja Quatsch wenn sich jeder das Wissen aufs Neue zusammensuchen muss...

…dem Zeitpunkt der beiden letzten Beiträge nach, konntest Du es scheinbar gar nicht abwarten weiter zu machen, oder bist Du vor lauter Ideen aus dem Bett gefallen? (wahrscheinlich gar nicht von Deiner Anlage fort gekommen)

Der Beitrag hat länger gebraucht als ich dachte. Allerdings hat mich viel gute Musik bei Laune gehalten. Das neue Keith Jarrett/Charlie Haden-Album ist wirklich gut.

Schön, daß noch jemand die toll (da live) aufgenommen Aufnahmen von Chesky zu schätzen weiß.

Ja, die habe ich gerade erst vor ein paar Monaten entdeckt! Und bin begeistet. Unglaublich wie anders diese Aufnahmen klingen, erstmal ungewohnt... Man ist einfach ein anderes Produkt gewohnt, hat sich ans „close miking“ und damit einen Detailreichtum und eine Lautstärke eines jeden Akteurs gewöhnt, den man im Konzert (oder auch wenn man bei der Aufnahme dabei wäre) nie so bekommen würde. Und hier ist nun alles so ungewohnt leise und weit weg...

Aber recht schnell merkt man, dass es eine wunderbare Sache ist die Live-Interaktion der Interpreten an einem Punkt in einem echten Raum aufzunehmen. Dass „leise“ und „weit weg“ nichts anderes als Räumlichkeit bedeutet, die ich so sonst noch in keiner Aufnahme erlebt habe.

Das soll nicht heißen, dass der „herkömmliche“ ein unzulässiger Ansatz wäre (David Chesky hält offenbar seinen Weg für das einzigWahrhaftige), es ist einfach ein ganz anderes Konzept. Die perfekte Reproduktion des Live-Erlebnisses (wie bei Chesky) steht gegen eine Aufnahme als Kunstprodukt (oder doch lieber Kunstwerk?), in dem der Aufnahmeleiter selbst bei der Abmischung künstlerisch eingreift, sich selbst als Künstler begreift, mit technischen Mitteln die Vision eines Komponisten umzusetzen sucht...

Neben den hier schon vorgestellten Alben haben mir noch Brecker/Hidalgo/Chesky/Mintzer – “The Body Acoustic” und Badi Assad/Larry Coryell/John Abercrombie – “Three Guitars“ sehr gefallen. Hast Du noch Tipps?

Ja, die B&M's sind sehr basslastig abgestimmt. Insbesondere die älteren Modelle. Aber man kann doch sicher auf der Verstärkerplatine die Pegel der einzelnen Chasis einstellen. Hier brauchst Du den Rat von unseren Experten.

Herr Gottlob hat mir netterweise auch gerade eine Feinabstimmung der Bässe angeboten.


Wummernde Grüße zurück, Martin
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Beitragvon Speedy » 14.05.2010, 08:11

wgh52 hat geschrieben: Sie ist sicher nicht der Auslöser, sondern viel eher "kompetenter Indikator" durch Holz und Trockenbau verursachter Dröhneffekte: Sie regt durch ihren Tiefgang Raummoden und Wände auf deren jeweiligen Resonanzfrequenzen zum Schwingen an.

Ja, aber so wird dem Raum Bassenergie entzogen, Prinzip Plattenschwinger. Das es in den Ecken mehr dröhnt ist normal und kaum zu vermeiden. Macht aber auch nix, am Hörplatz zählt.

wgh52 hat geschrieben:Die Nähe zur Rückwand wird ein Übriges zur Bassverstärkung tun.

Das auf jeden Fall.

Grüße
Speedy
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