Sonus Natura DSP DAC Vorverstärker

Lautsprecherbau und -tuning

Sonus Natura DSP DAC Vorverstärker

Beitragvon cay-uwe » 18.02.2013, 15:16

Die digitale Signalverarbeitung ist längst etabliert und auch wir sehen es als immer wichtiger an, diesen HiFi Bereich mit entsprechender Lösung zu besetzen.

In Zusammenarbeit mit einen Partner von uns, der uns bereits die Aktivelektronik für einige unserer Lautsprecher fertigstellt, wurde ein DSP DAC Vorverstärker entwickelt, der aus unserer Sicht alle wichtigen Eigenschaften besitzt um einerseits effizient Lautsprecher zu konzipieren, aber auch genügend Anschlussmöglichkeiten bietet digitale Mediengeräte wie CD-Player, Musikserver bzw. Streamer, PC, etc. zentral zu betreiben.

Um das zu ermöglichen stehen 3x COAX und 3x S/PIF Digitaleingänge zur Verfügung, die Digitalstreams in allen gängigen Formaten bis zu 24bit/192kHz bearbeiten.

Aber auch analoge Geräte können über 4x Cinch (asymmetrische Eingänge) und 1x XLR (symmetrischer Eingang) angeschlossen werden. Dabei werden die Analogsignale mit 24bit/96kHz digitalisiert um bestmögliche Audioqualität zu erreichen.

Der DSP Prozessor verarbeitet die Daten in 48bit/96kHz Wortbreite und ermöglicht es bis zu 6 Kanäle zu konfigurieren, um z.B. 2x 3-Wege Lautsprecher aktiv zu gestalten. Für den Studiobereich, aber auch für den engagierten HiFi-Enthusiasten lässt sich der Prozessor auf 48bit/192kHz aufrüsten, womit höchste Wiedergabeansprüche adressiert werden.

Jeder Kanal besitzt einen hochwertigen und auf dem Markt anerkannten DAC, der durch sehr natürlichen und realistischen Klang überzeugt.

Das Gerät verfügt außerdem über mehrere Presets, die es ermöglichen unterschiedliche Einstellungen zu speichern. So können z.B. neben der Werkseinstellung unserer Lautsprecher, drei weitere vor Ort beim Kunden ermittelte Konfiguration, die z.B. Raumanpassungen, Hörerpräferenzen etc. beinhalten, abgespeichert werden. Diese Einstellungen lassen sich vom Besitzer in einfacher Weise über ein Bedienerfeld oder Fernbedienung aufgerufen und aktivieren.

Anbei füge ich ein Bild von unseren Vorführmodell bei, dass der OEM Version des Geräts entspricht.

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Wir werden auf dieser Basis ein proprietäres Anschlusssetup haben, dass auf unseren Einsatz hin optimiert ist und exklusiv für unsere Lautsprecher gedacht ist.

In einen ersten Schritt wird das Gerät als Option für unsere Sonus Natura Stella und Stella Grande eingesetzt werden. In einen nächsten Schritt planen wir unsere Sonus Natura Monitor darauf abzustimmen.

Dies heißt aber nicht, dass vorhandene Entwicklungen von uns hinfällig wären. Sowohl die Stella und Monitor wird es auch weiterhin analog aktiv und passiv geben.

Bei genügend Interesse ist auch ein Verkauf an Interessenten denkbar, wobei intern bei uns der Name für das Gerät bereits fest steht: Sonus Natura Trivium. :-)
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Beitragvon freezebox » 18.02.2013, 15:49

Hallo Cay-Uwe,

Sieht sehr vielversprechend aus, dieses Gerät! Was mich zum einen interessieren würde, ist natürlich die angepeilte Preisregion, die auch für die Nachfrage entscheidend sein wird, und aus technischer Sicht folgende Aspekte:

- wie erfolgt die LS-Regelung (analog/digital)?
- welche Art von Filtern werden hier eingesetzt (IIR/FIR)?
- Kannst Du die D/A-Wandlertechnik noch etwas präzisieren (Chip, I/U-Wandlung)

Grüße,
Jörn
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Beitragvon TheJoker » 18.02.2013, 16:46

noch eine Frage:
warum kein USB?

Joachim
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Beitragvon Raal » 18.02.2013, 17:07

Hallo Cay-Uwe,

freut mich das es endlich soweit ist. Wie bereits gesagt vermisse ich einen WC Eingang! Auch bräuchte ich das Display und Drehreglerbeleuchtung in Rot :cheers:

Ein paar Bilder zur Software wären noch toll.

Wie werden die 48/192 realisiert im Vergleich zu den 48/96?

USB ist nach meinem Stand vorhanden. Sieht man auch auf den Bildern.

Viele Grüsse
Andreas
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Beitragvon cay-uwe » 19.02.2013, 07:42

@ Andreas,

Es ist halt wie immer, es wird ein Lastenkatalog erstellt und es passt nicht immer. So ist es der Fall mit der externen Clock...

Die Beleuchtung der Drehknöpfe ließe sich auf rot ändern, das Diplay jedoch nicht. Das Display kann aber auf schwarz / weiß gestellt werden. Das würde etwas neutraler ausschauen.

Wenn eine höhere interne DSP Datenverarbeitung gewünscht wird, kann man einen zweiten Rechner hinzufügen, was eine höhere Taktfrequenz erlaubt.

Zur Ergänzung möchte ich noch einige Informationen hinzufügen.

Der USB Anschluß dient nur zur Verbindung zum PC um das Gerät zu konfigurieren. Wie wir im letzten AH-Treffen gelernt haben ist USB weniger geeignet um Signale effizient zu transferieren.

Das Gerät besitzt eine Fernbedienung, mit der sich Lautstärke, Eingänge und Presets einstellen lassen. Auch kann damit das Display ein und ausgeschaltet werden.

Als DAC wird der Wolfson WM8742DAC benutzt. Als ADC ein Texas Instruments PCM4220. Der DSP Prozessor ist der Freescale DSPB56374. Als Treiber für die Ausgänge werden LME49710 eingesetzt und das Gerät ist komplett nur mit hochwertigen Folienkondesatoren im Signalweg bestückt.

Die einzelnen Kanäle lassen sich mit 6dB, 12dB Butterworth, Bessel, Linkwitz-Riley und 24dB Linkwitz-Riley konfigurieren. Desweiteren stehen jeden Kanal 6 EQs zur Verfügung, die auch als Low- oder High Shelving eingestellt werden können. Dazu kommt noch die Möglichkeit Delays bis zu 4.4ms pro Kanal zu konfigurieren.
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Beitragvon phase_accurate » 19.02.2013, 08:20

Hast Du eventuell die Absicht, eine zeitrichtige Weiche für die Sonus Natura zu programmieren ? Dies liesse sich mit einem DSP "mit links" machen.

Wenn genug Speicherplatz vorhanden ist, kann sogar eine konstante Gruppenlaufzeit bis unter die untere Grenzfrequenz erzielt werden.

Gruss

Charles
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Beitragvon Zwodoppelvier » 19.02.2013, 08:33

Guten Morgen miteinander,

ohne jetzt alle Punkte im Detail gelesen/verstanden zu haben zwei Dinge, die mir spontan in den Sinn gekommen sind:

- wenn sich das Display auf s/w ändern läßt, sollte auch rot möglich sein, indem man eine entsprechend gefärbte Folie davorsetzt.

- Ausgänge mit LME49710: wäre für längere Kabelstrecken evtl. der Einsatz echter Puffer zu überlegen ? (z.B. BUF 632 oder zusätzliche Ausgangstransistoren wie hier gezeigt (BD139/149 würden genügen)).

Vielleicht erläuterst Du, Cay-Uwe, noch an ein - zwei Beispielen, wie das Gerät genutzt werden kann. Die Features lesen sich interessant, aber ich habe als DAU in Sachen Digitalzeugs immer das Problem, aus den vielen technischen Daten eine Vorstellung davon zu bekommen, wie die/eine praktische Anwendung aussehen könnte. (Eilt aber nicht)

Viele Grüße
Eberhard
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Beitragvon Raal » 19.02.2013, 09:16

Ich war zwar nicht beim Forentreffen aber USB als schlechter zu sehen, kann ich weder verstehen noch habe ich es jemals erlebt das es so ist. Ganz im Gegenteil sogar. Das solltest du eigentlich bei deinem Audiolab selber schon erlebt haben, wenn es du mal probiert hast und auch hast du das ungehört behauptet. Denke mal es ist immer eine Sache wie es implementiert wird. Ich sehe es klar als Fehler an in der heutigen Zeit ein Gerät auf den Markt zu bringen ohne USB Eingang.

Viele Grüsse
Andreas
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Beitragvon Fujak » 19.02.2013, 09:40

Hallo Cay-Uwe,

Der USB Anschluß dient nur zur Verbindung zum PC um das Gerät zu konfigurieren. Wie wir im letzten AH-Treffen gelernt haben ist USB weniger geeignet um Signale effizient zu transferieren.

Ich schließe mich Andreas an:
Ich war zwar auf dem letzten Forentreffen, kann mich aber nicht erinnern, wo es das zu lernen gab. Kannst Du meiner Erinnerung auf die Sprümge helfen? Es würde mich deshalb interessieren, weil diese Aussage meiner Erfahrung nicht entspricht, sondern eher dies: ob SPDIF, Firewire, USB ..., jede Schnittstelle ist immer so gut, wie sie konstruktionstechnisch umgesetzt wurde. Der Aufwand dabei ist jeweils ähnlich hoch.

Grüße
Fujak
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Beitragvon cay-uwe » 19.02.2013, 17:21

Wenn ich mich richtig an den Vortrag von Herrn Friedrich erinnere, dann hatte er Bedenken bei USB und höherer Taktung und Wortbreite geäußert. Ich meine sogar er sagte, ab 24bit/96kHz kommt auch ein gut dimensioniertes USB schon in Schleudern. Er machte sogar ein Rechenbeispiel für 24bit/192kHz, das die Grenzen aufzeigte.

Wie auch immer, so sieht es im Moment aus und ich habe das bereits an den Entwickler weiter gereicht, der mich aufklärte, dass ein Ausrüsten auf USB, Bluetooth oder sogar Airplay möglich ist. Die Infrastruktur dafür ist bereits auf den Board vorhanden. :wink:

Auch die Sache mit den Ausgangstreibern kann man bis zum Äußeren treiben, und wie immer, wie es realisiert ist, ist falsch ...

Ich teste das Gerät gerade sehr intensiv und konnte bis jetzt mit den Ausgängen, sei es symmetrisch oder asymmetrisch, keine Probleme feststellen. Selbst mit ICEpower Modulen, die einen recht geringen Eingangswiderstand besitzen und Kabellängen von über 5 Metern läuft alles einwandfrei.

Auch hat der Entwickler in Jahre langer Nutzung beste Erfahrung damit gemacht und selbst in professionellen Bereich mit Kabellängen bis 100 Meter keine Probleme feststellen können.

Ich denke ein weiteres interessantes Merkmal wäre zu erwähnen, nämlich die Möglichkeit einen lüfterlosen PC in das Gerät zu integrieren ...
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Beitragvon matwei » 19.02.2013, 17:25

Hallo Cay-Uwe,

dann fehlt ja nur noch ein Stramingboard um das ganze abzurunden.

Gruß
Matthias
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Beitragvon Fujak » 19.02.2013, 20:00

Hallo Cay-Uwe,

cay-uwe hat geschrieben:Wenn ich mich richtig an den Vortrag von Herrn Friedrich erinnere, dann hatte er Bedenken bei USB und höherer Taktung und Wortbreite geäußert. Ich meine sogar er sagte, ab 24bit/96kHz kommt auch ein gut dimensioniertes USB schon in Schleudern. Er machte sogar ein Rechenbeispiel für 24bit/192kHz, das die Grenzen aufzeigte.

Ich kann mich an diese Aussage von Jörg Friedrich nicht erinnern, und sie wäre technisch auch nicht zutreffend; vielleicht bezog sich das auf USB 1.0 mit einem Datendurchsatz von 12Mbit/s, das aber ist Stand von vor 10 Jahren (2002 kamen die erste USB 2.0-Geräte auf den Markt).

USB 2.0 ermöglicht einen Datendurchsatz von 480 MBit/s. Eine WAV-Datei mit 24/192 hat lediglich einen Datendurchsatz von knapp 10 Mbit/s. DACs wie die von Antelope verarbeiten sogar 32bit/384kHz über USB.

Wie dem auch sei:

cay-uwe hat geschrieben:Wie auch immer, so sieht es im Moment aus und ich habe das bereits an den Entwickler weiter gereicht, der mich aufklärte, dass ein Ausrüsten auf USB, Bluetooth oder sogar Airplay möglich ist. Die Infrastruktur dafür ist bereits auf den Board vorhanden.

Diese erfreulichen Möglichkeiten sollten in Bezug auf USB und Airplay (bzw. auch WLAN) unbedingt genutzt werden. Gerade letztere wären doch eine echte Innovation, wenn man mit seinem Tablet-PC / iPad direkt via WLAN / Airplay seine Musik an den Sonus Natura DSP-DAC streamen könnte. Ein echtes Kaufargument!

Grüße
Fujak
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Beitragvon Raal » 19.02.2013, 20:36

Hallo Cay-Uwe,

Lautstärke wird analog oder digital geregelt? FIR möglich?

Ein paar Bilder der Software wären noch ganz interessant. :cheers:

Viele Grüsse
Andreas
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Beitragvon Raal » 19.02.2013, 20:43

Fujak hat geschrieben:DACs wie die von Antelope verarbeiten sogar 32bit/384kHz über USB.

Und das funktioniert mehr wie nur sehr gut. :cheers:

Wäre ein WC Eingang oder noch besser 10 MHz Eingang auch nachrüstbar?

Grüsse
Andreas
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Beitragvon cay-uwe » 20.02.2013, 07:02

Wie gesagt, USB, Airplay und WLAN Anschluß ließen sich einbauen.

Die Lautstärke wird analog eingestellt in 0,5dB Schritten. Ich weiß dass auch das sehr kontrovers diskutiert wird, aber ich bevorzuge das.

Die Filter sind IIR, aber wie gesagt, durch die Möglichkeit einen lüfterlosen PC einzubauen, könnte man z.B. mit acourate arbeiten. :wink: Zudem ließe sich die Musik direkt im Gerät abspeichern, ohne weitere Geräte zu brauchen.

Sobald ich etwas mehr Zeit habe werde ich mal ein Screenshot der Steuerungssoftware einstellen.
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