DC Kabel und deren Klangeinfluss

Player, Streamer, Wandler, Vorverstärker usw.

Beitragvon SolidCore » 15.05.2017, 00:10

Hallo Hans-Martin
Das artet ja fast in eine Zwei-Mann-Diskussion aus. Eventuell hat der ein oder andere Interesse, daran teilzuhaben, deshalb antworte ich ebenfalls hier, statt per PN.

Ich glaube wie du, das es das Überall-allmächtige-Topkabel nicht geben wird.
Wohl aber, das man einen sehr guten Allrounder schaffen kann, der in den meisten Ketten vorteilhaft ist.
Genau wie bei Cinchkabeln und anderen. Da ist es ähnlich.

Da auch 230V Stromkabel den Höhenbereich dämpfen können, obwohl sie nichts mit 20 khz zu tun haben,
wieso denn auch nicht bei DC Kabeln ? Ich glaube es geht dabei auch nicht platt betrachtet um die Hörfrequenz. Bei Digitalkabeln beeinflusst eine deutlich zu dicke Ader ja ebenfalls den Höhenbereich, obwohl es nur Einsen und Nullen sind, und der Takt weit über dem Hörbereich liegt.
So war zumindest meine Idee, was sich in deinen Versuchen nicht bestätigte.

Die erwähnten Tefon-Kabel meine ich zu kennen, bei meinen ersten Testkabeln für USB hatte ich vergleichbare Kabel, natürlich kleinerem Querschnitts, verbaut.
Eine Zwischenvariante von Solid und Litze wären auch die Meterwaren von Cardas, wo jede einzelne Litze mit einem Lack voneinander isoliert ist. Ich selbst würde aber schon gerne 7N Kupfer oder alternativ Vollsilber verbauen, beides als Solidcore.

Gruss
Stephan
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Beitragvon Salvador » 15.05.2017, 05:27

Hallo zusammen,
ich selbst werde mal das Kimber Timbre NF-Kabel ausprobieren, das hat drei Adern umeinander gedrillt, jeweils mit Leitern unterschiedlichen Durchmessers, aus 7N Kupfer. Die nichtgenutzte Ader dient dann als zusätzlicher Abstandshalter. Es ist noch bezahlbar, sieht gut aus finde ich und soll klanglich im NF-Bereich schöne Klangfarben machen. Dachte ich mir so. Kann man für eigene Basteleien verwenden, auch für die Zuleitung vom Akku zur Spannungswandlerplatine. Vergleiche kann ich dann zu einer Standardstrippe in 1.5mm2 vornehmen und mal schildern.

Hier: gibts auch fertig konfektioniertes Kimber ohne weitere Spezifikation mit Oyaide-Steckern, u.a. auch beidseitig. Habe mir 1m bestellt, wenn man es durchschneidet hat man zwei hochwertige DC-Kabel mit Oyaide-DC-Steckern, die man dann mit dem losen Ende wieder z.B. an einer Spannungswandlerplatine anschliessen kann:

https://www.mains-cables-r-us.co.uk/mai ... able-.html

Beste Grüße,
Andi
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Beitragvon Salvador » 15.05.2017, 06:52

könnte mir denn jemand in dem Zusammenhang eine Bezugquelle für hochwertige PC-Molexstecker 4-Pin nennen, insbesondere mit höherwertigen Steckhülsen für die Kabel?

Vielen Dank,
Andi
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Beitragvon Kawumm » 15.05.2017, 08:13

Moin Leute

Mag sein das meine Erfahrung , bezüglich Litze vs. Solid Core und Versilbert vs. Reinmaterial hier nicht so geteilt wird . Die Elektrotechnische Begründung muss ich schuldig bleiben , weil in meinem Freundeskreis die dementsprechende Kompetenz gibt .

An anderer Stelle hatte ich mein Ermitteln mitgeteilt und das hilfreiche Gerät dafür war eine Telefunken M15 .

Auch lasse ich offen ob ich grundsätzlich meiner Suggestion bzw. Erwartungshaltung unterliege , spricht aber die M15 dagegen .

Bis heute , ist die sogenannte Win Win Situation so , das es immer zu Lasten von etwas anderem geht .
Übersetzt bedeutet dies bei Kabel allgemein :

zur vermeintlichen " besseren " Feindynamik "bei Litzenkabel , geht immer etwas an Grobdynamik und Klangdichte zu Lasten des Litzenkabel , verloren .

es gab mal einen interassenten LS Kabel VS , 40cm langes 2x4mm2 versilbertes LS Kabel gegen 3 m langes Ag 2x 4x1mm2 Kabel , egal welcher LS oder AMP benutzt wurden , das 3 m Kabel war in der Gesamtperformance besser und zuletzt wurde dann bei identischer Länge ( 40 cm ) verglichen - the same .


Was den Materialmix innerhalb eines Kabel betrifft , ist die Tendenz ziemlich offensichtlich.

Ag/Cu ist in der Homogenität immer zum Nachteil des reinen Material , in der hiesigen Ausdrucksform " kühler "

* Selbstverständlich ist mir bewusst das ein VS des Materials für die meisten schwierig wird , sind ihre Geräte/ Buchsen intern , in Gänze nicht angeglichen oder angleichbar .


so wie dieses Beispiel ( Tripath ) zeigt , wurden auch Signal zuführende Geräte ( DAC ) soweit es ging Kabelmässig entkernt oder Leitungen überbrückt und in Ag aufgebaut .
http://www.abload.de/image.php?img=mobile.424fsbq.jpg

Zurück zur DC Frage :

Der Wechsel des Accu zum niedrigen Innenwiderstand ( ab 350€ netto ) ist um Grössenordnung höher zu bewerten , als die Wahl der Kabelstruktur bzw. Material . Desweiteren hat sich bei uns die Tendenz bestätigt , je weiter vom Signalpfad entfernt zB. DC Kabel für das NAS oder oder , um so " geringer" dessen Auswirkungen erkennbar .
Die Kombination zwischen Verseiltechnik /mechanischem Aufbau einerseits und Materialwahl andererseits ist der Weg . Bedeutet in letztendlicher Konsequenz durchgehende identische Wahl . Im analogen Bereich sogar direkt nach dem Tonarm .
So auch bei Digital (USB ) siehe meine damalige Anmerkung zu Solidcore seinem USB Kabel . Besteht meines doch aus deutlich stärkem Aderquerschnitt ...nichts mit Höhenbedämpfung .



* Nach wie vor bin ich der Überzeugung - Finger weg vom Materialmix.

Ein reiner Ag Signalkabelstrang entbehrt jeglicher Härte , die Klarheit in jeglichem Klangbezug für mich besser .

Da ich zum Jahresende mein komplettes Set Up ( ausser den LS ) verkauft und mich total reduziert und Seriengeräte habe , wird mir dies noch viel mehr bewusst .
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Beitragvon stumcm » 15.05.2017, 09:20

Moin zusammen,

ich verfolge solche "Kabeldiskussionen" ja sehr gespannt. Ich persönlich verkable meine Kette überwiegend mit Cordial-NF-Kabeln sowie teilweise mit in-akustik. Also im Endeffekt sehr preiswert, verglichen mit dem Aufwand den einige hier betreiben. Außerdem bin ich noch nicht so lange unter den aktiven Hörern, habe entsprechend nicht so viel Hörerfahrung.

Die Frage, die ich mir oft stelle, da wirklich hochwertige (Highend)-Kabel nicht selten um den Faktor 10 bis 20 teurer sind, ob sich der Klang dann auch um den gleichen Faktor verbessert. Lässt sich das irgendwie mal quantifizieren, oder gibt es wirklich nur weiche Faktoren?

Gruß
Stefan
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Beitragvon Hans-Martin » 15.05.2017, 09:27

Salvador hat geschrieben:zusammen,
ich selbst werde mal das Kimber Timbre NF-Kabel ausprobieren, das hat drei Adern umeinander gedrillt, jeweils mit Leitern unterschiedlichen Durchmessers, aus 7N Kupfer. Die nichtgenutzte Ader dient dann als zusätzlicher Abstandshalter.

Hallo Andi
ich denke, die Adern beim Timbre sind -wie bei Kimber üblich- zum Zopf geflochten, also nicht umeinandergedrillt, sondern 2 Wellenkabel parallel versetzt, der dritte hält sie zusammen. Zieht man einen beliebigen heraus, sieht man, dass die beiden anderen nebeneinander liegen und auseinanderfallen. Auf Bernd Peters kürzlich gepostetem Bild kann man die geflochtene Struktur erkennen.
Ob man bei dem 3-adrigen Aufbau auf einen Leiter verzichtet, oder ihn für die Masseverbindung zweckmäßig mit einsetzt (was ich annehme), bleibt zu prüfen.

Hier: gibts auch fertig konfektioniertes Kimber ohne weitere Spezifikation mit Oyaide-Steckern, u.a. auch beidseitig. Habe mir 1m bestellt, wenn man es durchschneidet hat man zwei hochwertige DC-Kabel mit Oyaide-DC-Steckern, die man dann mit dem losen Ende wieder z.B. an einer Spannungswandlerplatine anschliessen kann:

Halbiert man das Kabel bleiben 2 Enden, die sich nur in der Laufrichtung (Ursprung: Verarbeitungsrichtung, Folge: Einsetzungsorientierung) unterscheiden. Da wäre auch beim DC-Kabel zu prüfen, ob es einen -wenn auch geringen- hörbaren Unterschied macht, wie es von anderen Kabeln bekannt ist (Digitalkabel, Audiokabel, LS-Kabel, Netzkabel) und teilweise auch schon messtechnisch nachgewiesen werden konnte.
Die offenbar einheitliche Farbe des Timbre verhindert eine schnelle Orientierung, völlig anders als beim Kimber PBJ, wo schwarz, rot, blau eine eindeutige Zuordnung von Anfang und Ende ermöglichen.
Vor 20 Jahren antwortete mir Ray Kimber, er hätte keine messtechnische Möglichkeit, die Laufrichtung festzustellen, er könne das nur gehörmäßig. ja, soweit war ich auch schon (ein Beispiel für Dinge, die man hören, aber (noch) nicht messen konnte).

Als Alternative zu Timbre könnte man auch auf 4TC (ebay, gebraucht) zurückgreifen, das bietet 2,5qmm Querschnitt pro Farbe, Teflonummantelung, Litzendrähte unterschiedlicher Durchmesser.

Superdad (Owner, UpTone Audio) kommentiert das Bild auf https://www.computeraudiophile.com/forums/topic/31554-diy-dc-power-cables/ mit You should twist in the other direction.
Auch da ein Punkt, den man prüfen kann, z.B. bei der Zuordnung von Plus und Minus, wenn man Kabel mit gegenläufigem Wendelungssinn beider Leiter benutzt (XLO Audiokabel, Kimber LS-Kabel)
Grüße Hans-Martin
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Beitragvon Kawumm » 29.05.2017, 18:09

Hallo

So heute habe ich trotz der Hitze , das DC Kabel zu meinem ifi USB geändert .
Mein Status Quo ist , ein Voodoo Cable Zero One Interconnect ( Glimmerfolie)

Zur Verfügung stand ein Ag Phonokabel der Platine Line Serie von WSS
http://www.wss-kabel.de/platinline/pl_n ... l_KS3.html

Ein 1mm2 versilbertes No Name Litzen Teflonkabel


zerschnitten wurden 1ifi Power Supply , um ein schneller Wechsel zu machen wurden die Kontaktstellen in Ag Next Generation Stecker/ Buchsen konfektioniert .

Als USB Kabel wurden 2 von Stephan High End benutzt ( weil dies etliche User hier kennen ) , sowohl vom Mac zum USB 3.0 und vom USB 3.0 weiter zum SPL Director .

Das LS System ist aufgeteilt in aktiv Bass
und TMT/HT , bei dem 6 Oktaven (140 Hz - 4480 Hz ) ohne Frequenzweiche laufen .

zu meiner eigenen Überraschung fiel das WSS raus , der Bass zerfiel förmlich . Nichts wollte mehr zu der Übergangsfrequenz passen , alles wurde kleiner zum TMT/HT .

um dies zu kompensieren hätte ich über die aktiv Weiche eingreifen müssen .

Umgestöpselt auf Litze , die Anbindung des Basses war da , Druck/Volumen auch .
Zuuuu flach ..keinen Durchzug /Differenzierung ..

Dann das Glimmerzeug , es passt...Raum/ Bassstruktur ( Räumlichkeit war vorher auch da ) und vor allem Struktur / Farbe und PRÄZISION im Bass

Die zerschnittene ifi Power Supply bekommt Sohnemann für seine USB 3.0

grüsse otto
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Kawumm
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